DIE BRÜCKE e.V. (Köprü)

c/o Hotel Beyaz Saray
Yeniçeriler Cad. 85
Beyazıt - Istanbul
Tel. +90 212 / 458 98 50
 


 


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Brücke-Kalender / Infoheft
           
 
 

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Kurzfassung Februar 2006


Liebe Leserinnen und Leser,

Hühnergrippe: Information ja, Panik nein

Nachrichten, die uns Angst - und unseren Verwandten und Freunden in Europa Sorgen machen: die Türkei als Wirtsland der Vogelgrippe!
Die Fakten (bis Redaktionsschluß dieses Editorials): Vier Tote, darunter Kinder, über zwei Dutzend Erkrankte. Das H5N1-Virus, transportiert von Zugvögeln auf der Rückreise aus dem Süden, zieht sich quer durchs Land, von Kocaeli bis Van. Das Dorf Bent bei Malatya steht unter Quarantäne. Immerhin mal eine gute Maßnahme, denn bisher nehmen die zuständigen Gesundheitsbehörden scheinbar kaum Notiz davon, was da Lebensbedrohliches auf die Bevölkerung zuschleicht.
Die Menschen haben kein Vertrauen in eine staatliche Fürsorgepflicht, erzählt mir ein befreundeter Journalist. In der Hürriyet-Redaktion und auf deren Internet-Portal mehren sich die Leserbriefe verzweifelter Leser. Unter der Landbevölkerung mit ihren Millionen freilaufenden Hühnern und Gänsen, geht die pure Angst um. „Ich habe“, schreibt ein Leser aus Hakkari, „weniger Angst vor dem Virus, als vor dem dilettanten Umgang mit der Seuche durch unsere Behörden“.
DYP-Chef Mehmet Agar bestätigt offiziell im Interview eine gewisse Hilflosigkeit der Politiker hierzulande: „Im unverseuchten Europa laufen mehr Aktivitäten und vorbeugende Maßnahmen gegen die Vogelgrippe als bei uns, wo wir schon gefährlich betroffen sind“.
Die Frage ist allerdings: Was kann denn bei uns getan werden? Deutschland z.B. erließ präventiv bereits zum zweiten Mal eine „Stallpflicht“ für Geflügel. Mehr Maßnahmen gibt es dort auch nicht. Mal Hand aufs Herz: Ich kann mir nicht vorstellen, daß im Agrarland Türkei für jedes freilaufende Huhn zwischen Edirne und Agri jetzt zum Frühjahr hin eine solche Verordnung durchsetzbar ist. Dafür – und dieser Vorwurf ist der türkischen Regierung ganz klar zu machen – läuft es viel zu schlecht mit der Information über die Seuche. Der einfache Landmensch kann sich kaum etwas unter „Hühnergrippe“ vorstellen. „Niest und hustet das Huhn dann, oder?“, fragte ein Bauer aus Adiyaman ganz ernsthaft ins TV-Mikro. Bis zu den ersten Toten rang die Seuchen-Bezeichnung „Hühner-Grippe“ („kuş gribi“) den meisten türkischen Bauern - wenn kein leichtes Lächeln- ein nur eher ungläubiges Staunen ab.
Und wenn es doch schlimmer kommt? Das Szenario einer gesetzlichen Massentötung von Hühnern, Enten und Gänsen – lebenswichtige Grundversorgung und Proteinquelle der Dörfler – wie wir in Bildern aus Asien gesehen haben, darf sich hier auch kein Politiker einer Regierungspartei wünschen.
Einzige, einfachste Vorsorgepflicht ist: Sich fernhalten vom Geflügel. Noch ist eine Übertragung nämlich von Mensch zu Mensch so gut wie ausgeschlossen. Zwar befürchten Fachleute, dass sich der Erreger der Vogelgrippe mit dem der menschlichen Grippe mischt und dann eine Art «Supervirus» entsteht. Dieses wäre leicht von Mensch zu Mensch übertragbar, dann drohte ohnehin über unsere Grenzen hinaus eine weltweite, extrem gefährliche Grippeepidemie. Ein solches Virus wurde aber noch nicht entdeckt.
Experten warnen seit langem vor einer Pandemie - einer Epidemie über Länder oder Kontinente hinweg. Im vergangenen Jahrhundert gab es drei weltweite Grippe-Epidemien, von denen die Spanische Grippe von 1918 die bekannteste ist. Solche Pandemien müssen allerdings nicht von einem veränderten Vogelgrippe-Virus ausgelöst werden, sondern können auch von anderen Viren hervorgerufen werden, die Wahrscheinlichkeit ist für dieses Szenario aber sehr gering.
Wir dürfen auch weiter Hühnerfleisch, Eier und Hühnerdöner essen – das Virus, wäre es denn im Fleisch, stirbt bereits bei mittlerer Erhitzung.
Also: Bitte keine Panik, aber umfassende Information!
Wir wären nicht in der Türkei, wenn nicht einige clevere Zeitgenossen die allgemeine Unruhe über diese Seuche zu ihrem Vorteil nutzen würden: Nachdem bereits das – tatsächlich hilfreiche - Grippemittel Tamiflu in Apotheken ausverkauft und der Nachschub wegen weltweiter Nachfrage derzeit fast versiegt ist, bot in Samsun ein Apotheker per Aushang „Lutschpastillen gegen das Hühnergrippe-Virus“ an, für immerhin zwölf YTL die Packung. Dabei, so ergab der Kauf und anschließende „Analyse“ durch ein Journalistenteam der Milliyet, handelte es sich um vollkommen wirkungslose Kräuterdrops....

Matthias Weimer
& Ihr Brücke-Team


Mein persönlicher Brückenschlag


Gesucht werden:

Wer hat Info über Anne und Ferit, die in einem Boot in Marmaris leben müssten? Info bitte an Gabi Sailer: 0546 234 28 35

* * *

Ich suche meinen Bruder Lenhard Voigt, habe ihn mehr als 20 Jahre aus den Augen verloren, da er mit seiner türkischen Frau Neval nach Istanbul / Türkei umgezogen ist.
Ich selbst bin verheiratet mit einem arabischen Man und wir sind dann in der Zeit (vor 20 Jahre) nach Südamerika ausgewandert.
Jetzt in den letzten Jahren habe ich versucht, meinen Bruder wiederzufinden, aber alles war hoffnungslos. Ist jemandem mein Bruder bekannt, haben Sie eine Email-Adresse oder Telefonnummer von Lenhard Voigt? Soviel ich weiß, hat er drei Kinder, zwei Mädchen und einen Sohn.
Ich wäre Ihnen von Herzen sehr dankbar, wenn Sie mir helfen könnten.

Renate Nahhas geb. Voigt
renate_ann@hotmail.com

Beileid
Wir möchten unserer lieben Freundin und früherer "Brücke-Sekretärin" Fatoş Gunsam unser herzliches Beileid zum Tod ihres Mannes Leo aussprechen.
Liebe Fatos, mögest du mit deinen Kindern erneut Kraft für diese schwere Zeit finden.

Dein Brücke-Team


Veranstaltungen


Bosporus-Treff
Am 21. Februar 2006 bei Julia Latein-Kimmig in Yeniköy, Tel.: 0212-223 33 19. Wir bitten um vorherige telefonische Anmeldung!


Der 8. März - Internationaler Tag der Frauen
Nun steht dieser Tag wieder mal vor der Tür. Dann sollten wir uns doch wirklich was Originelles und Unvergessliches einfallen lassen und nicht einfallslos, wie manches einfach ist...
So organisieren wir einen Frauentreff zum Internationalen Frauentag: ein Abend für Frauen zum Feiern, Genießen, Lachen und Plaudern.
Datum: Mittwoch, 8. März 2006, Zeit: 20.00 Uhr
Ort: PANO ŞARABEVİ
Hamalbasi Caddesi 26 - Galatasaray (neben dem Englischen Konsulat und Fischbasar)
Kosten: Jede bezahlt ihren eigenen Konsum, auf die Preise gewährt uns das Lokal 20 % Discount
Reservation: Um im Restaurant auch unseren Platzbedarf in etwa anzugeben, bitten wir um Anmeldung bis 6. März im Brücke-Büro


Modeschmuck mit Perlen
Gestalten Sie Ihren individuellen Schmuck selber! Kleine Gruppe trifft sich jeden Samstag von 11.00 - 14.00 Uhr im Brücke-Büro in Beyazıt. Bitte vorher kurz anmelden!
Edith Gülener, 0212 / 341 00 93, 0533 / 765 65 03


Termine St. Paul - Nişantaşı

Sonntag 5. Februar 2006, 10.30 Uhr
Einladung zum Patronatsfest
Festmesse mit Bischof Louis Pelâtre
Zur Festmesse mit anschließendem Cocktail lädt Sie der Pfarrgemeinderat im Namen der Gemeinde St. Paul recht herzlich ein.

Dienstag, 14.2.2006, 14.30 Uhr
Frauentreff in St. Paul

Dienstag, 21.2.2006, 14.30 Uhr
Seniorenkaffee in St. Paul

Katholische Gemeinde St. Paul
Büyük Çiftlik Sokak 14, TR - 34365 Istanbul - Nişantaşı
Tel. 0212 / 219 11 91, Fax: 0212 / 240 76 38
www.stpaul.de


Termine Kreuzkirche - Beyoğlu

Montag, 20.2.2006, 10.00 Uhr
Ökumenischer Gesprächskreis, Kreuzkirche

Ev. Gemeinde, Beyoğlu
Tel. 0212 / 250 30 40
www.evkituerkei.ag.vu


Weitere Termine von kirchlichen Einrichtungen

Dienstag, 14.2.2006, 19.30 Uhr
Vortrag von Dr. Elisabeth Dörler in St. Georg ‘Gott - Schöpfer und Vater’

Mittwoch, 1.3.2006, 19.00 Uhr
Aschermittwoch, Hl. Messe in Saint Esprit


Anadolu Ateşi wieder in Istanbul
Vorführungen im Februar: 19.2., 27.2.2006
Vorführungen im März: 6.3.2006
Vorführungen im April: 10.4., 30.4.2006
Jeweils um 21.00 Uhr im Atatürk Kültür Merkezi, Taksim
Eintrittspreise je nach Kategorie für 25.-, 40.- und 50.- YTL


Stand-up Kabarett

Samstag, 11. Februar 2006

Muhsin Omurca: TRäume - AlptrEUme

Die EU hat den Beginn der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei beschlossen. Ein wichtiger Grund für den Ulmer Kabarettisten Muhsin Omurca, in seinem neusten Solostück auf die so genannte Hochzeit des Jahrhunderts einzugehen. Denn so lange haben sich die Türken darauf vorbereitet, da werden sie sich doch nicht von ein paar Extrawünschen der Braut einschüchtern lassen.

Einlass: ab 19:00 Uhr , Abendessen: ab 19:30 Uhr
Programmbeginn: 21:30 Uhr
Adresse: Teutonia, Galip Dede Cad. 85, Tünel

Tickets: 30 Euro (50 YTL.) inkl. einem kleinen Abendmenü fürs Wohlbefinden.

Ticketbestellung und Tischreservierung:
Lamia Congress & Event Management, Frau Yasemin Serbest (0212-352-28-43) oder Goethe Institut Istanbul, Herr Ali Cakici, 0212-249-20-09 (intern 11).


Goethe Institut Istanbul


AUSSTELLUNG: 25.01. – 25.02.2006
dienstags – samstags 11.00 – 18.30 Uhr
Ort: Milli Reasürans Sanat Galerisi, Teşvikiye Cad. 43 – 57, Teşvikiye

WOLS
PHOTOGRAPHIEN / AQUARELLE / DRUCKGRAPHIK


Film

Sophie Scholl – Die letzten Tage
Deutschland, 2004, 117’

08.03.2006, 19.30 Uhr
Goethe-Institut Istanbul,
Yeni Çarşı Cad. 52, Beyoğlu
Deutsch, türkisch untertitelt. Eintritt frei.

Regie: Marc Rothemund Darsteller: Julia Jentsch, Fabian Hinrichs, Alexander Held, Florian Stetter, André Hennicke u.a.

Februar 1943: Bei einer Flugblatt-Aktion gegen die Nazi-Diktatur wird die junge Studentin Sophie Scholl zusammen mit ihrem Bruder Hans in der Universität München verhaftet. Tagelange Verhöre der Gestapo entwickeln sich zu Psycho-Duellen zwischen der Widerstandskämpferin und dem Vernehmungsbeamten Robert Mohr. Sophie kämpft zunächst um ihre Freiheit und um die ihres Bruders, stellt sich schließlich durch ihr Geständnis schützend vor die anderen Mitglieder der Widerstandsorganisation Weiße Rose und schwört ihren Überzeugungen auch dann nicht ab, als sie dadurch ihr Leben retten könnte….



Interview


„Einen Fehler zu begehen, ihn zu erkennen, aber nicht zu beheben, das erst heißt einen Fehler zu machen ...“

Im Gespräch mit Martina Scheufele
von Kerstin Reichardt

Ein Kurban Bayramı Ende der 50er Jahre in Harmancık in der Nähe von Bursa: Wie in jedem Jahr laufen die Kinder des Dorfes von Haus zu Haus und bekommen Geld und Süßigkeiten. Ein kleines Mädchen bedankt sich artig und freundlich mit den Worten
„Eşek, Eşek!“ Eines der ersten Worte, die das kleine deutsche Mädchen und ihr Bruder im Dorf lernen, ist das türkische Wort „Eşek“, allerdings glauben die kleinen Neuankömmlinge, dass es „Danke! “ heißt.
Cihangir zu Beginn der 60er Jahre: Auf der Straße spielt Martina mit den Kindern der Nachbarschaft Vater-Mutter-Kind, Dieb und Polizei. Die Straßen sind leer, man kann auf den Straßen spielen. Die Nachbarschaft ist bunt und ein Kaleidoskop der verschieden Kulturen.
Ein paar Jahre später in Ağrı: Eine Frau gibt einen Korb Eier als Honorar für die Deutschstunden ab, die Martina ihrem Sohn unentgeltlich gegeben hat.
Martina wächst in engem Kontakt mit dem Volk auf, hat überwiegend türkische Freunde und lernt so die türkische Sprache wie eine zweite Muttersprache....


Neuigkeiten und Aktuelles


Generalkonsulat
der Bundesrepublik Deutschland
Istanbul
Almanya Federal
Cumhuriyeti Başkonsolosluğu Istanbul,

im Januar 2006

Mitteilung an Deutsche Staatsangehörige

Versorgungskrisen sowie besondere Schwierigkeiten, Verbindung untereinander und nach außen aufzunehmen, und akute Gefährdungen der Lebens – und Arbeitsbedingungen allgemein entstehen meist unerwartet. Vorbereitungen müssen also getroffen werden, auch ohne dass bereits konkrete Warnungen oder Hinweise auf Gefahren vorliegen, damit im Krisenfall schnell und präzise reagiert werden kann.

Im letzten Sommer hat das Generalkonsulat damit begonnen, seine Deutschenkartei zu aktualisieren. Erfreulicherweise hat eine große Anzahl deutscher Staatsangehöriger auf das Rundschreiben geantwortet, doch leider konnte mangels Anschrift nur eine begrenzte Anzahl der im Amtsbezirk lebenden Deutschen erreicht werden.

Es würde daher sehr begrüßt, wenn möglichst viele, die bisher nicht registriert sind (mit der Beantragung z.B. eines Reisepasses erfolgt nicht automatisch die Registrierung, da aufgrund der deutschen Datenschutzbestimmungen kein Dateienabgleich vorgenommen wird), sich freiwillig registrieren würden. Den entsprechenden Vordruck können Sie aus dem Internet unter

www.istanbul.diplo.de/de/04/Krisenvorsorgeliste/Krisenvorsorgeliste.html

herunterladen oder schriftlich oder telefonisch oder per e-mail beim Generalkonsulat anfordern.

Das Generalkonsulat dankt Ihnen für Ihre Zusammenarbeit und Mithilfe!


Zivilrecht Artikel 174 (Schadenersatz – Schmerzensgeld)

Die nicht oder weniger schuldige Partei kann von der anderen Partei bei Scheidungsklage oder nachher Schadenersatz verlangen. Mit diesem Artikel beabsichtigt der Gesetzgeber, der weniger schuldigen oder schuldlosen Partei wegen der gescheiterten Ehe für die nicht erfüllten oder verpassten Interessen zu entschädigen.
Der Berechtigte muss schuldlos sein oder weniger Schuld tragen als die andere Partei.
Wenn man Schadenersatz bei der Scheidungsklage in der Klageschrift oder in der Verhandlung mündlich beantragt,, ist diese Summe nicht gebührenpflichtig.
Die Verjährung bezieht sich auf ein Jahr nach dem rechtskräftigen Scheidungsurteil.
Der Schadenersatz wird bar bezahlt oder als Unterhaltseinkommen bezahlt.


Das Unterhaltseinkommen erlischt bei
 Wiederheirat,
 Zusammenleben des Berechtigten wie ein Ehepaar,
 erniedrigendem Leben des Berechtigten,
 Änderung der finanziellen Situation des geschiedenen Ehepartners,
 Tod des Berechtigten,
 Tod des Verpflichteten.

Der Richter kann das Unterhaltseinkommen erhöhen oder vermindern je nach den Bedingungen.

Schmerzensgeld
Schmerzensgeld kann man auch vor oder nach der Scheidungsklage beantragen. Dieser Anspruch verjährt auch nach dem rechtskräftigen Scheidungsurteil nach einem Jahr.

Schmerzensgeld kann der Ehepartner beantragen der,
 erniedrigend behandelt wurde,
 an dem Gewalt ausgeübt wurde,
 dessen Partner fremd gegangen ist und ähnliche

Hatice ŞENYURT & Partner
Handy:0532- 257 84 94
E-Mail: hsenyurt@mynet.com.tr


Änderungen im Infoheft 2006

Österreichisches Honorarkonsulat Bodrum
Änderungen der Telefon, Faxnummern und E-Mail-Adresse wie folgt:
Telefon: 0252 / 357 76 88, Fax: 0252 / 357 75 05
e-mail:neyirsan@netscape.net


Immobilienbesitz von Ausländern
Am Montag wurde gemeldet, dass der Gesetzentwurf zum Verkauf von Immobilien an Ausländer ins Parlament eingebracht wurde. Seit im Sommer die vom Verfassungsgericht gesetzte Frist für eine rechtliche Neuregelung abgelaufen ist, stauen sich bei den Grundbuchämtern der Türkei hunderte Anträge auf Eintragung von Verkäufen. Mit dem neuen Gesetz wird festgelegt, dass der Anteil ausländischen Grundeigentums an der Fläche einer Provinz nicht mehr als 5 Promille betragen darf. Sollte die gemeldete Klausel, derzufolge Grundstücksverkäufe nur in per Regierungsbeschluss dazu ausgewiesenen Gebieten erfolgen dürfen, beibehalten werden, ist mit dem Beginn von Grundbucheintragungen voraussichtlich nicht vor dem Frühjahr zu rechnen.
Das Parlament verabschiedete zur Jahreswende noch die Änderung des Grundbuchgesetzes, so dass ab Januar wieder mit Grundbucheintragungen für Ausländer begonnen werden kann. Für einen Übergangszeitraum werden weiter vor der Eintragung die Regelanfragen bei den Militärbehörden durchgeführt, später soll die Prüfung aufgrund elektronischer Karten direkt bei der Eintragung im Grundbuchamt erfolgen. Letzteres dürfte - wenn das System erstmal läuft - eine gute Nachricht sein, weil sich auf diese Weise die Eintragungsprozedur deutlich verringern dürfte. Quelle: www.istanbulpost.net


Interview - Partner gesucht

ich bin Redakteurin bei dem Jugendmagazin X-MAG und suche nach deutschen Jugendlichen, die in der Türkei leben. Es wäre sehr schön, wenn die Kinder Ihrer Mitarbeiter mir die unten stehenden Fragen beantworten könnten.

Leider bin ich sehr in Zeitnot und benötige die Antworten bis spätestens am 31. Januar 2006 Wenn gewünscht, kann ich auch gerne abends anrufen und das Interview telefonisch durchführen.


Hier sind die Fragen:

1. Seit wann lebst du in der Türkei? Weshalb lebst du dort?
2. Wie sieht dein Tagesablauf aus?
3. Hast du eher deutsche oder türkische Freunde oder beides?
4. Wie unterscheidet sich der Alltag deutscher Jugendlicher von dem
    türkischer Jugendlicher?
5. Bist du für oder gegen einen EU-Beitritt der Türkei - warum?
6. Wie denken türkische Jugendliche über den Beitritt?
7. Welches sind deiner Meinung nach die Vor- und Nachteile beider
    Länder?
8. Was planst du für deine Zukunft? Wo möchtest du leben und warum?

Vielen Dank für Ihre Hilfe und herzliche Grüße,

Regina Buckreus
Redaktion X-MAG
www.x-mag.de
www.lorenzspringer.de
Email: rb@lorenzspringer.de
(0049) 8293-961866=


 Buchtipps:


Ahmet Ümit: Nacht und Nebel
Aus
dem Türkischen und mit einem Nachwort von Wolfgang Scharlipp. Mine, die heimliche Geliebte des Geheimdienstmitarbeiters Sedat, ist verschwunden. Er selbst hat bei der Aushebung eines Terroristenunterschlupfs kaltblütig auf Fliehende geschossen. Gibt es zwischen diesen beiden Ereignissen einen Zusammenhang? Sedat, der nur knapp einem Attentat entkommen ist, macht sich auf die Suche. Sie führt ihn in Istanbuls Künstlerszene, in die Schattenwelt der Kinderprostitution und Kleinstadtganoven. Kategorien wie Gut und Böse lösen sich auf. Das herrschende System verliert für Sedat Tag für Tag an Glaubwürdigkeit. Je näher er der Lösung des Falls kommt, desto mehr zerfällt seine Selbstsicherheit. In einem furiosen Finale bricht seine Lebenslüge zusammen.

Unionsverlag, Zürich 2005
ISBN 3293100023,
Gebunden, 365 Seiten, 19,90 EUR


Aus den Medien


Mitten in Istanbul
Es ist erst ein paar Tage her, da saßen wir in einem Café bei zwei Glas Tee, und mein Gegenüber fragte: “Und was wirst du vermissen, wenn du aus Istanbul weggehst?” Die Antwort war leicht. Ich musste nur auf die sanften Wellen vor mir blicken. “Den Bosporus natürlich”, sagte ich, “das Meer und seine Weite, und all die Schönheit drumherum.” Mein Gegenüber nickte. “Ja, und den türkischen Tee”, sagte ich, “den Tee, der so herb ist wie das Land, das ihn erzeugt, und doch so süß, wenn man nur ein Stück Zucker ins schlanke, kleine Glas gibt.” ................... Christiane Schlötzer, Süddeutsche Zeitung, 8./9. Oktober 2005

Dögöbört Dück gesucht
Wer möchte wie ein Billionär im Geld schwimmen? - Möchten Sie auch einmal wie Dagobert Duck von einem Sprungbrett aus in den Geldspeicher hechten und ein paar Runden im Mammon drehen? Kein Problem! .....  Quelle: taz Nr. 7864 vom 6.1.2006

Diebesgut aus Topkapı-Palast im Hof einer Moschee aufgetaucht
Versehen mit der Notiz: "Bitte an den Eigentümer zurück" - Knapp sechs Monate nach einem filmreifen Einbruch im ehemaligen Sultanpalast Topkapi in Istanbul sind die gestohlenen Kunstgegenstände wieder aufgetaucht. .... Quelle: http://derstandard.at, 21.12.2005

Jahr der Entscheidungen
Das Jahr 2006 wird zum Jahr der Entscheidung für die Europafähigkeit der Türkei. Im Innern steht eine Grundsatzentscheidung über die Grenzen der Meinungsfreiheit an. Schlachtfelder sind der Prozess gegen den Schriftsteller Orhan Pamuk und andere Gerichtsverfahren.....  Quelle: http://tagesspiegel.de, 02.01.2006

10 neue Museen für Istanbul vorgesehen
Nach heftiger Kritik über die Lagerbedingungen der Kunstschätze im Topkapı Serail kündigt das Kulturministerium jetzt an, dass zehn neue Museen gegründet werden und die eingelagerten Kunstschätze dort ausgestellt werden sollen. ... Quelle: istanbulpost.net

Ü-ürü-üüü
Zweieinhalb Millionen Türken leben bei uns. Aber fast keiner von uns kann Türkisch. Unser Mann in Istanbul erzählt, was wir leider alles verpassen.

Ich habe ein neues Lieblingswort. "Gürültülü". Flüstern Sie’s mal nach. Wird Ihnen nicht ganz kitzlig um die Mundwinkel? Und jetzt ein wenig lauter. Gürültülü. Sofort wird der ganze Starenschwarm vor Ihrem Küchenfenster fröhlich pfeifend einfallen. Das geht in Ordnung. Gürültülü heißt nämlich "lärmig, krachig, laut". ..... Kai Strittmatter, Süddeutsche Zeitung, 6./7. Januar 2006


Gesundheit und Wellness


Den hohen Blutdruck um jeden Preis senken?
Hochdruck oder medikamentöse Senkung – was ist gefährlicher? Prof. Bulpitt: Geringere Sterblichkeit bei Betagten mit hohem Blutdruck.

Hoher Blutdruck ist gefährlich. Darin ist sich (fast) alle Welt einig. Die Hochdruckliga hat die Obergrenze für den oberen Wert kürzlich auf 140 mm/Hg festgelegt und hält alles was darüber liegt für behandlungsbedürftig. Inzwischen werden aber immer mehr kritische Stimmen laut, die auf die Risiken einer solchen Gleichmacherei hinweisen. Allzu abruptes Blutdrucksenken kann auch töten – oder dem Denken schaden. So wies Prof. Bulpitt vom National Heart and Lung Institute in London darauf hin, dass bei 80jährigen mit hohem Blutdruck die Sterblichkeit geringer ist als bei jenen mit niedrigem Druck....


... und viele weitere Informationen im Januar - Infobrief 2006


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