Kurzfassung Februar 2006
Liebe
Leserinnen und Leser,
Hühnergrippe: Information ja, Panik nein
Nachrichten, die uns Angst - und unseren Verwandten und Freunden in Europa
Sorgen machen: die Türkei als Wirtsland der Vogelgrippe!
Die Fakten (bis Redaktionsschluß dieses Editorials): Vier Tote, darunter
Kinder, über zwei Dutzend Erkrankte. Das H5N1-Virus, transportiert von
Zugvögeln auf der Rückreise aus dem Süden, zieht sich quer durchs Land,
von Kocaeli bis Van. Das Dorf Bent bei Malatya steht unter Quarantäne.
Immerhin mal eine gute Maßnahme, denn bisher nehmen die zuständigen
Gesundheitsbehörden scheinbar kaum Notiz davon, was da Lebensbedrohliches
auf die Bevölkerung zuschleicht.
Die Menschen haben kein Vertrauen in eine staatliche Fürsorgepflicht,
erzählt mir ein befreundeter Journalist. In der Hürriyet-Redaktion und auf
deren Internet-Portal mehren sich die Leserbriefe verzweifelter Leser.
Unter der Landbevölkerung mit ihren Millionen freilaufenden Hühnern und
Gänsen, geht die pure Angst um. „Ich habe“, schreibt ein Leser aus
Hakkari, „weniger Angst vor dem Virus, als vor dem dilettanten Umgang mit
der Seuche durch unsere Behörden“.
DYP-Chef Mehmet Agar bestätigt offiziell im Interview eine gewisse
Hilflosigkeit der Politiker hierzulande: „Im unverseuchten Europa laufen
mehr Aktivitäten und vorbeugende Maßnahmen gegen die Vogelgrippe als bei
uns, wo wir schon gefährlich betroffen sind“.
Die Frage ist allerdings: Was kann denn bei uns getan werden? Deutschland
z.B. erließ präventiv bereits zum zweiten Mal eine „Stallpflicht“ für
Geflügel. Mehr Maßnahmen gibt es dort auch nicht. Mal Hand aufs Herz: Ich
kann mir nicht vorstellen, daß im Agrarland Türkei für jedes freilaufende
Huhn zwischen Edirne und Agri jetzt zum Frühjahr hin eine solche
Verordnung durchsetzbar ist. Dafür – und dieser Vorwurf ist der türkischen
Regierung ganz klar zu machen – läuft es viel zu schlecht mit der
Information über die Seuche. Der einfache Landmensch kann sich kaum etwas
unter „Hühnergrippe“ vorstellen. „Niest und hustet das Huhn dann, oder?“,
fragte ein Bauer aus Adiyaman ganz ernsthaft ins TV-Mikro. Bis zu den
ersten Toten rang die Seuchen-Bezeichnung „Hühner-Grippe“ („kuş gribi“)
den meisten türkischen Bauern - wenn kein leichtes Lächeln- ein nur eher
ungläubiges Staunen ab.
Und wenn es doch schlimmer kommt? Das Szenario einer gesetzlichen
Massentötung von Hühnern, Enten und Gänsen – lebenswichtige
Grundversorgung und Proteinquelle der Dörfler – wie wir in Bildern aus
Asien gesehen haben, darf sich hier auch kein Politiker einer
Regierungspartei wünschen.
Einzige, einfachste Vorsorgepflicht ist: Sich fernhalten vom Geflügel.
Noch ist eine Übertragung nämlich von Mensch zu Mensch so gut wie
ausgeschlossen. Zwar befürchten Fachleute, dass sich der Erreger der
Vogelgrippe mit dem der menschlichen Grippe mischt und dann eine Art
«Supervirus» entsteht. Dieses wäre leicht von Mensch zu Mensch
übertragbar, dann drohte ohnehin über unsere Grenzen hinaus eine
weltweite, extrem gefährliche Grippeepidemie. Ein solches Virus wurde aber
noch nicht entdeckt.
Experten warnen seit langem vor einer Pandemie - einer Epidemie über
Länder oder Kontinente hinweg. Im vergangenen Jahrhundert gab es drei
weltweite Grippe-Epidemien, von denen die Spanische Grippe von 1918 die
bekannteste ist. Solche Pandemien müssen allerdings nicht von einem
veränderten Vogelgrippe-Virus ausgelöst werden, sondern können auch von
anderen Viren hervorgerufen werden, die Wahrscheinlichkeit ist für dieses
Szenario aber sehr gering.
Wir dürfen auch weiter Hühnerfleisch, Eier und Hühnerdöner essen – das
Virus, wäre es denn im Fleisch, stirbt bereits bei mittlerer Erhitzung.
Also: Bitte keine Panik, aber umfassende Information!
Wir wären nicht in der Türkei, wenn nicht einige clevere Zeitgenossen die
allgemeine Unruhe über diese Seuche zu ihrem Vorteil nutzen würden:
Nachdem bereits das – tatsächlich hilfreiche - Grippemittel Tamiflu in
Apotheken ausverkauft und der Nachschub wegen weltweiter Nachfrage derzeit
fast versiegt ist, bot in Samsun ein Apotheker per Aushang
„Lutschpastillen gegen das Hühnergrippe-Virus“ an, für immerhin zwölf YTL
die Packung. Dabei, so ergab der Kauf und anschließende „Analyse“ durch
ein Journalistenteam der Milliyet, handelte es sich um vollkommen
wirkungslose Kräuterdrops....
Matthias
Weimer
& Ihr Brücke-Team
Mein
persönlicher Brückenschlag
Gesucht werden:
Wer hat Info über Anne und Ferit, die in einem Boot in
Marmaris leben müssten? Info bitte an Gabi Sailer: 0546 234 28 35
* * *
Ich suche meinen
Bruder Lenhard Voigt, habe ihn mehr als 20 Jahre aus den
Augen verloren, da er mit seiner türkischen Frau Neval nach
Istanbul / Türkei umgezogen ist.
Ich selbst bin verheiratet mit einem arabischen Man und wir sind
dann in der Zeit (vor 20 Jahre) nach Südamerika ausgewandert.
Jetzt in den letzten Jahren habe ich versucht, meinen Bruder
wiederzufinden, aber alles war hoffnungslos. Ist jemandem mein
Bruder bekannt, haben Sie eine Email-Adresse oder Telefonnummer
von Lenhard Voigt? Soviel ich weiß, hat er drei Kinder, zwei
Mädchen und einen Sohn.
Ich wäre Ihnen von Herzen sehr dankbar, wenn Sie mir helfen
könnten.
Renate Nahhas geb.
Voigt
renate_ann@hotmail.com
Beileid
Wir möchten unserer lieben Freundin und früherer
"Brücke-Sekretärin" Fatoş Gunsam unser herzliches Beileid zum Tod
ihres Mannes Leo aussprechen.
Liebe Fatos, mögest du mit deinen Kindern erneut Kraft für diese
schwere Zeit finden.
Dein Brücke-Team
Veranstaltungen
Bosporus-Treff
Am 21. Februar 2006 bei Julia Latein-Kimmig in Yeniköy, Tel.: 0212-223
33 19. Wir bitten um vorherige telefonische Anmeldung!
Der 8. März
- Internationaler Tag der Frauen
Nun steht dieser Tag wieder mal vor der Tür. Dann sollten wir uns doch
wirklich was Originelles und Unvergessliches einfallen lassen und nicht
einfallslos, wie manches einfach ist...
So organisieren wir einen Frauentreff zum Internationalen Frauentag: ein
Abend für Frauen zum Feiern, Genießen, Lachen und Plaudern.
Datum: Mittwoch, 8. März 2006, Zeit: 20.00 Uhr
Ort: PANO ŞARABEVİ
Hamalbasi Caddesi 26 - Galatasaray (neben dem Englischen Konsulat und
Fischbasar)
Kosten: Jede bezahlt ihren eigenen Konsum, auf die Preise gewährt uns das
Lokal 20 % Discount
Reservation: Um im Restaurant auch unseren Platzbedarf in etwa anzugeben,
bitten wir um Anmeldung bis 6. März im Brücke-Büro
Modeschmuck
mit Perlen
Gestalten Sie Ihren individuellen Schmuck selber! Kleine Gruppe trifft
sich jeden Samstag von 11.00 - 14.00 Uhr im Brücke-Büro in Beyazıt. Bitte
vorher kurz anmelden!
Edith Gülener, 0212 / 341 00 93, 0533 / 765 65 03
Termine St. Paul - Nişantaşı
Sonntag 5. Februar 2006, 10.30 Uhr
Einladung zum Patronatsfest
Festmesse mit Bischof Louis Pelâtre
Zur Festmesse mit anschließendem Cocktail lädt Sie der Pfarrgemeinderat im
Namen der Gemeinde St. Paul recht herzlich ein.
Dienstag, 14.2.2006, 14.30 Uhr
Frauentreff in St. Paul
Dienstag, 21.2.2006, 14.30 Uhr
Seniorenkaffee in St. Paul
Katholische Gemeinde St. Paul
Büyük Çiftlik Sokak 14,
TR - 34365 Istanbul - Nişantaşı
Tel. 0212 / 219 11 91,
Fax: 0212 / 240 76 38
www.stpaul.de
Termine Kreuzkirche - Beyoğlu
Montag, 20.2.2006, 10.00 Uhr
Ökumenischer Gesprächskreis, Kreuzkirche
Ev.
Gemeinde, Beyoğlu
Tel. 0212 / 250 30 40
www.evkituerkei.ag.vu
Weitere Termine von kirchlichen Einrichtungen
Dienstag, 14.2.2006, 19.30 Uhr
Vortrag von Dr. Elisabeth Dörler in St. Georg ‘Gott - Schöpfer und Vater’
Mittwoch, 1.3.2006, 19.00 Uhr
Aschermittwoch, Hl. Messe in Saint Esprit
Anadolu Ateşi wieder in Istanbul
Vorführungen im Februar: 19.2., 27.2.2006
Vorführungen im März: 6.3.2006
Vorführungen im April: 10.4., 30.4.2006
Jeweils um 21.00 Uhr im Atatürk Kültür Merkezi, Taksim
Eintrittspreise je nach Kategorie für 25.-, 40.- und 50.- YTL
Stand-up Kabarett
Samstag, 11. Februar 2006
Muhsin Omurca: TRäume - AlptrEUme
Die EU hat den Beginn der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei
beschlossen. Ein wichtiger Grund für den Ulmer Kabarettisten Muhsin
Omurca, in seinem neusten Solostück auf die so genannte Hochzeit des
Jahrhunderts einzugehen. Denn so lange haben sich die Türken darauf
vorbereitet, da werden sie sich doch nicht von ein paar Extrawünschen der
Braut einschüchtern lassen.
Einlass: ab 19:00 Uhr , Abendessen: ab 19:30 Uhr
Programmbeginn: 21:30 Uhr
Adresse: Teutonia, Galip Dede Cad. 85, Tünel
Tickets: 30 Euro (50 YTL.) inkl. einem kleinen Abendmenü fürs
Wohlbefinden.
Ticketbestellung und Tischreservierung:
Lamia Congress & Event Management, Frau Yasemin Serbest (0212-352-28-43)
oder Goethe Institut Istanbul, Herr Ali Cakici, 0212-249-20-09 (intern
11).
Goethe
Institut Istanbul
AUSSTELLUNG: 25.01. – 25.02.2006
dienstags – samstags 11.00 – 18.30 Uhr
Ort: Milli Reasürans Sanat Galerisi, Teşvikiye Cad. 43 – 57, Teşvikiye
WOLS
PHOTOGRAPHIEN / AQUARELLE / DRUCKGRAPHIK
Film
Sophie Scholl – Die letzten Tage
Deutschland, 2004, 117’
08.03.2006, 19.30 Uhr
Goethe-Institut Istanbul,
Yeni Çarşı Cad. 52, Beyoğlu
Deutsch, türkisch untertitelt. Eintritt frei.
Regie: Marc Rothemund Darsteller: Julia Jentsch, Fabian Hinrichs,
Alexander Held, Florian Stetter, André Hennicke u.a.
Februar 1943: Bei einer Flugblatt-Aktion gegen die Nazi-Diktatur wird die
junge Studentin Sophie Scholl zusammen mit ihrem Bruder Hans in der
Universität München verhaftet. Tagelange Verhöre der Gestapo entwickeln
sich zu Psycho-Duellen zwischen der Widerstandskämpferin und dem
Vernehmungsbeamten Robert Mohr. Sophie kämpft zunächst um ihre Freiheit
und um die ihres Bruders, stellt sich schließlich durch ihr Geständnis
schützend vor die anderen Mitglieder der Widerstandsorganisation Weiße
Rose und schwört ihren Überzeugungen auch dann nicht ab, als sie dadurch
ihr Leben retten könnte….

Interview
„Einen
Fehler zu begehen, ihn zu erkennen, aber nicht zu beheben, das erst heißt
einen Fehler zu machen ...“
Im Gespräch mit Martina Scheufele
von Kerstin Reichardt
Ein Kurban Bayramı Ende der 50er Jahre in Harmancık in der Nähe von Bursa:
Wie in jedem Jahr laufen die Kinder des Dorfes von Haus zu Haus und
bekommen Geld und Süßigkeiten. Ein kleines Mädchen bedankt sich artig und
freundlich mit den Worten
„Eşek, Eşek!“ Eines der ersten Worte, die das kleine deutsche Mädchen und
ihr Bruder im Dorf lernen, ist das türkische Wort „Eşek“, allerdings
glauben die kleinen Neuankömmlinge, dass es „Danke! “ heißt.
Cihangir zu Beginn der 60er Jahre: Auf der Straße spielt Martina mit den
Kindern der Nachbarschaft Vater-Mutter-Kind, Dieb und Polizei. Die Straßen
sind leer, man kann auf den Straßen spielen. Die Nachbarschaft ist bunt
und ein Kaleidoskop der verschieden Kulturen.
Ein paar Jahre später in Ağrı: Eine Frau gibt einen Korb Eier als Honorar
für die Deutschstunden ab, die Martina ihrem Sohn unentgeltlich gegeben
hat.
Martina wächst in engem Kontakt mit dem Volk auf, hat überwiegend
türkische Freunde und lernt so die türkische Sprache wie eine zweite
Muttersprache....
Neuigkeiten und Aktuelles
Generalkonsulat
der Bundesrepublik Deutschland
Istanbul
Almanya Federal
Cumhuriyeti Başkonsolosluğu Istanbul,
im Januar 2006
Mitteilung
an Deutsche Staatsangehörige
Versorgungskrisen sowie besondere Schwierigkeiten, Verbindung
untereinander und nach außen aufzunehmen, und akute Gefährdungen der
Lebens – und Arbeitsbedingungen allgemein entstehen meist unerwartet.
Vorbereitungen müssen also getroffen werden, auch ohne dass bereits
konkrete Warnungen oder Hinweise auf Gefahren vorliegen, damit im
Krisenfall schnell und präzise reagiert werden kann.
Im letzten Sommer hat das Generalkonsulat damit begonnen, seine
Deutschenkartei zu aktualisieren. Erfreulicherweise hat eine große Anzahl
deutscher Staatsangehöriger auf das Rundschreiben geantwortet, doch leider
konnte mangels Anschrift nur eine begrenzte Anzahl der im Amtsbezirk
lebenden Deutschen erreicht werden.
Es würde daher sehr begrüßt, wenn möglichst viele, die bisher nicht
registriert sind (mit der Beantragung z.B. eines Reisepasses erfolgt nicht
automatisch die Registrierung, da aufgrund der deutschen
Datenschutzbestimmungen kein Dateienabgleich vorgenommen wird), sich
freiwillig registrieren würden. Den entsprechenden Vordruck können Sie aus
dem Internet unter
www.istanbul.diplo.de/de/04/Krisenvorsorgeliste/Krisenvorsorgeliste.html
herunterladen
oder schriftlich oder telefonisch oder per e-mail beim Generalkonsulat
anfordern.
Das Generalkonsulat dankt Ihnen für Ihre Zusammenarbeit und Mithilfe!
Zivilrecht
Artikel 174 (Schadenersatz – Schmerzensgeld)
Die nicht oder weniger schuldige Partei kann von der anderen Partei bei
Scheidungsklage oder nachher Schadenersatz verlangen. Mit diesem Artikel
beabsichtigt der Gesetzgeber, der weniger schuldigen oder schuldlosen
Partei wegen der gescheiterten Ehe für die nicht erfüllten oder verpassten
Interessen zu entschädigen.
Der Berechtigte muss schuldlos sein oder weniger Schuld tragen als die
andere Partei.
Wenn man Schadenersatz bei der Scheidungsklage in der Klageschrift oder in
der Verhandlung mündlich beantragt,, ist diese Summe nicht
gebührenpflichtig.
Die Verjährung bezieht sich auf ein Jahr nach dem rechtskräftigen
Scheidungsurteil.
Der Schadenersatz wird bar bezahlt oder als Unterhaltseinkommen bezahlt.
Das Unterhaltseinkommen
erlischt bei
Wiederheirat,
Zusammenleben des Berechtigten wie ein Ehepaar,
erniedrigendem Leben des Berechtigten,
Änderung der finanziellen Situation des geschiedenen Ehepartners,
Tod des Berechtigten,
Tod des Verpflichteten.
Der Richter kann das Unterhaltseinkommen erhöhen oder vermindern je nach
den Bedingungen.
Schmerzensgeld
Schmerzensgeld kann man auch vor oder nach der Scheidungsklage beantragen.
Dieser Anspruch verjährt auch nach dem rechtskräftigen Scheidungsurteil
nach einem Jahr.
Schmerzensgeld kann der Ehepartner beantragen der,
erniedrigend behandelt wurde,
an dem Gewalt ausgeübt wurde,
dessen Partner fremd gegangen ist und ähnliche
Hatice
ŞENYURT & Partner
Handy:0532- 257 84 94
E-Mail: hsenyurt@mynet.com.tr
Änderungen
im Infoheft 2006
Österreichisches Honorarkonsulat Bodrum
Änderungen der Telefon, Faxnummern und E-Mail-Adresse wie folgt:
Telefon: 0252 / 357 76 88, Fax: 0252 / 357 75 05
e-mail:neyirsan@netscape.net
Immobilienbesitz von Ausländern
Am Montag wurde gemeldet, dass der Gesetzentwurf zum Verkauf von
Immobilien an Ausländer ins Parlament eingebracht wurde. Seit im Sommer
die vom Verfassungsgericht gesetzte Frist für eine rechtliche Neuregelung
abgelaufen ist, stauen sich bei den Grundbuchämtern der Türkei hunderte
Anträge auf Eintragung von Verkäufen. Mit dem neuen Gesetz wird
festgelegt, dass der Anteil ausländischen Grundeigentums an der Fläche
einer Provinz nicht mehr als 5 Promille betragen darf. Sollte die
gemeldete Klausel, derzufolge Grundstücksverkäufe nur in per
Regierungsbeschluss dazu ausgewiesenen Gebieten erfolgen dürfen,
beibehalten werden, ist mit dem Beginn von Grundbucheintragungen
voraussichtlich nicht vor dem Frühjahr zu rechnen.
Das Parlament verabschiedete zur Jahreswende noch die Änderung des
Grundbuchgesetzes, so dass ab Januar wieder mit Grundbucheintragungen für
Ausländer begonnen werden kann. Für einen Übergangszeitraum werden weiter
vor der Eintragung die Regelanfragen bei den Militärbehörden durchgeführt,
später soll die Prüfung aufgrund elektronischer Karten direkt bei der
Eintragung im Grundbuchamt erfolgen. Letzteres dürfte - wenn das System
erstmal läuft - eine gute Nachricht sein, weil sich auf diese Weise die
Eintragungsprozedur deutlich verringern dürfte. Quelle:
www.istanbulpost.net
Interview -
Partner gesucht
ich bin Redakteurin bei
dem Jugendmagazin X-MAG und suche nach deutschen Jugendlichen, die in der
Türkei leben. Es wäre sehr schön, wenn die Kinder Ihrer Mitarbeiter mir
die unten stehenden Fragen beantworten könnten.
Leider bin ich sehr in Zeitnot und benötige die Antworten bis spätestens
am 31. Januar 2006 Wenn gewünscht, kann ich auch gerne abends anrufen und
das Interview telefonisch durchführen.
Hier sind die Fragen:
1. Seit wann lebst du in der Türkei? Weshalb lebst du dort?
2. Wie sieht dein Tagesablauf aus?
3. Hast du eher deutsche oder türkische Freunde oder beides?
4. Wie unterscheidet sich der Alltag deutscher Jugendlicher von dem
türkischer Jugendlicher?
5. Bist du für oder gegen einen EU-Beitritt der Türkei - warum?
6. Wie denken türkische Jugendliche über den Beitritt?
7. Welches sind deiner Meinung nach die Vor- und Nachteile beider
Länder?
8. Was planst du für deine Zukunft? Wo möchtest du leben und warum?
Vielen Dank für Ihre Hilfe und herzliche Grüße,
Regina Buckreus
Redaktion X-MAG
www.x-mag.de
www.lorenzspringer.de
Email: rb@lorenzspringer.de
(0049) 8293-961866=
Buchtipps:
Ahmet
Ümit: Nacht und Nebel
Aus dem
Türkischen und mit einem Nachwort von Wolfgang Scharlipp. Mine, die
heimliche Geliebte des Geheimdienstmitarbeiters Sedat, ist verschwunden.
Er selbst hat bei der Aushebung eines Terroristenunterschlupfs kaltblütig
auf Fliehende geschossen. Gibt es zwischen diesen beiden Ereignissen einen
Zusammenhang? Sedat, der nur knapp einem Attentat entkommen ist, macht
sich auf die Suche. Sie führt ihn in Istanbuls Künstlerszene, in die
Schattenwelt der Kinderprostitution und Kleinstadtganoven. Kategorien wie
Gut und Böse lösen sich auf. Das herrschende System verliert für Sedat Tag
für Tag an Glaubwürdigkeit. Je näher er der Lösung des Falls kommt, desto
mehr zerfällt seine Selbstsicherheit. In einem furiosen Finale bricht
seine Lebenslüge zusammen.
Unionsverlag, Zürich 2005
ISBN 3293100023,
Gebunden, 365 Seiten, 19,90 EUR
Aus den Medien
Mitten in
Istanbul
Es ist erst ein paar Tage her, da saßen wir in einem Café bei zwei Glas
Tee, und mein Gegenüber fragte: “Und was wirst du vermissen, wenn du aus
Istanbul weggehst?” Die Antwort war leicht. Ich musste nur auf die sanften
Wellen vor mir blicken. “Den Bosporus natürlich”, sagte ich, “das Meer und
seine Weite, und all die Schönheit drumherum.” Mein Gegenüber nickte. “Ja,
und den türkischen Tee”, sagte ich, “den Tee, der so herb ist wie das
Land, das ihn erzeugt, und doch so süß, wenn man nur ein Stück Zucker ins
schlanke, kleine Glas gibt.” ................... Christiane Schlötzer,
Süddeutsche Zeitung, 8./9. Oktober 2005
Dögöbört
Dück gesucht
Wer möchte wie ein Billionär im Geld schwimmen? - Möchten Sie auch einmal
wie Dagobert Duck von einem Sprungbrett aus in den Geldspeicher hechten
und ein paar Runden im Mammon drehen? Kein Problem! ..... Quelle:
taz Nr. 7864 vom 6.1.2006
Diebesgut
aus Topkapı-Palast im Hof einer Moschee aufgetaucht
Versehen mit der Notiz: "Bitte an den Eigentümer zurück" - Knapp sechs
Monate nach einem filmreifen Einbruch im ehemaligen Sultanpalast Topkapi
in Istanbul sind die gestohlenen Kunstgegenstände wieder aufgetaucht. ....
Quelle: http://derstandard.at, 21.12.2005
Jahr der
Entscheidungen
Das Jahr 2006 wird zum Jahr der Entscheidung für die Europafähigkeit der
Türkei. Im Innern steht eine Grundsatzentscheidung über die Grenzen der
Meinungsfreiheit an. Schlachtfelder sind der Prozess gegen den
Schriftsteller Orhan Pamuk und andere Gerichtsverfahren..... Quelle:
http://tagesspiegel.de, 02.01.2006
10 neue
Museen für Istanbul vorgesehen
Nach heftiger Kritik über die Lagerbedingungen der Kunstschätze im Topkapı
Serail kündigt das Kulturministerium jetzt an, dass zehn neue Museen
gegründet werden und die eingelagerten Kunstschätze dort ausgestellt
werden sollen. ... Quelle: istanbulpost.net
Ü-ürü-üüü
Zweieinhalb Millionen Türken leben bei uns. Aber fast keiner von uns
kann Türkisch. Unser Mann in Istanbul erzählt, was wir leider alles
verpassen.
Ich habe ein neues Lieblingswort. "Gürültülü". Flüstern Sie’s mal nach.
Wird Ihnen nicht ganz kitzlig um die Mundwinkel? Und jetzt ein wenig
lauter. Gürültülü. Sofort wird der ganze Starenschwarm vor Ihrem
Küchenfenster fröhlich pfeifend einfallen. Das geht in Ordnung. Gürültülü
heißt nämlich "lärmig, krachig, laut". ..... Kai Strittmatter, Süddeutsche
Zeitung, 6./7. Januar 2006
Gesundheit und Wellness
Den hohen
Blutdruck um jeden Preis senken?
Hochdruck oder medikamentöse Senkung – was ist gefährlicher? Prof.
Bulpitt: Geringere Sterblichkeit bei Betagten mit hohem Blutdruck.
Hoher
Blutdruck ist gefährlich. Darin ist sich (fast) alle Welt einig. Die
Hochdruckliga hat die Obergrenze für den oberen Wert kürzlich auf 140
mm/Hg festgelegt und hält alles was darüber liegt für
behandlungsbedürftig. Inzwischen werden aber immer mehr kritische Stimmen
laut, die auf die Risiken einer solchen Gleichmacherei hinweisen. Allzu
abruptes Blutdrucksenken kann auch töten – oder dem Denken schaden. So
wies Prof. Bulpitt vom National Heart and Lung Institute in London darauf
hin, dass bei 80jährigen mit hohem Blutdruck die Sterblichkeit geringer
ist als bei jenen mit niedrigem Druck....
... und viele
weitere Informationen im Januar - Infobrief 2006
-->
Antrag zur Fördermitgliedschaft <--