Infobrief - online                             Februar 2010

Alle Angaben im Infobrief sind ohne Gewähr. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.
Wir behalten uns vor, eingereichte Beiträge aus Platzgründen zu kürzen.

Editorial

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

in diesem Jahr meinte es Frau Holle besonders gut mit Deutschland, aber auch mit Istanbul.

Bei einer Fahrt von Österreich nach Bayern konnte man den Eindruck haben, dass genau ab der Grenze bei Kufstein das weiße Wintermärchen einsetzte. So als hätte es im Himmel eine Absprache gegeben mit dem Motto: dieses Jahr ist Deutschland dran! Und Deutschland versank in tiefem Schnee – Deutschland, ein Wintermärchen mit weißen Wäldern und zugefrorenen Seen – Erinnerungen aus Kindertagen wurden wach.

Leider waren auch Verkehrschaos und Verkehrstote durch vereiste Straßen und überhöhte Geschwindigkeit zu beklagen. Flugzeuge konnten nicht starten und Züge blieben im Schnee stecken. Wann gab es in ganz Deutschland zum letzten Mal so viel Schnee?

In Istanbul hatten wir, wie in diesem Jahr, 2004 den letzten großen Schnee. Tagelang konnte man das andere Ufer am Bosporus nicht sehen. Die Schiffe konnten nicht passieren und einen Abend war sogar die Bosporusbrücke gesperrt. Ansonsten zeigte sich besonders die Altstadt mit Topkapi Palast, Hagia Sophia und Sultan Ahmet Cami wie in Watte gepackt. Die ganze Stadt verlangsamte ihr Tempo und alles schien leiser und ruhiger zu sein.

Aber das kann natürlich nur für eine kurze Zeit so sein, denn die Kulturhauptstadt pulsiert an Kreativität und hat bereits einige Highlights zu bieten.

Deshalb haben auch wir eine “Extra-Kulturhauptstadt-Seite“ eingerichtet, wo Sie, liebe Leserin und lieber Leser, Ihren persönlichen Eindruck schildern oder auf eine besondere Veranstaltung hinweisen können. Wir sind gespannt auf Ihren Beitrag!

Ebenfalls können Sie uns Ihren besonderen Liebesroman oder Liebesfilm verraten, denn angeregt durch den Valentinstag, wollen wir auch noch in den nächsten Monaten im Thema Liebe schwelgen.

 

Die Liebe

Die Liebe hemmet nichts;

sie kennt nicht Tür noch Riegel

Und dringt durch alles sich;

Sie ist ohn Anbeginn, schlug ewig ihre Flügel

Und schlägt sie ewiglich.

 

Matthias Claudius (1740-1815)

 

Einen schönen Valentinstag!

 

Mona Marweld-Engin & das Brücke-Team

 

 

In eigener Sache

Neue ‘’BRÜCKE’’ Öffnungszeýten

Das BRÜCKE-Büro ist von Montag bis Donnerstag von 10:00 bis 15:00 Uhr geöffnet.
Freitags und ausserhalb der Öffnungszeiten erreichen Sie uns unter 0534 / 832 60 05.

 

Neue IBAN-NR. der BRÜCKE e.V.

Die IBAN-Nr. des BRÜCKE-Vereinskontos lautet:

TR 7600 1090 0047 0040 9315 0001 (TL)
TR 4900 1090 0047 0040 9315 0002 (Euro)

 

Infobrief – Titelbýld

Unser Titelbild im Monat Februar zeigt die Istiklal Caddesi im Schnee!

 

Neue Ansprechpartnerin Bodrum

Wir haben nun auch eine neue Ansprechpartnerin für Bodrum.

Ute Spölgen: Tel.: 0252 / 316 99 07
utespoelgen@yahoo.de

 

Berichtigung AGENDA 2010

Bei der Angabe der Telefonnummer hat sich leider der Fehlerteufel eingeschlichen. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Dr. med. Axel Würz
Facharzt für Psychotherapie

Tel.-Nr.: 0537 / 235 91 99


Nachruf

 

Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht, sie stellet sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber der Wahrheit; sie verträgt alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles. Die Liebe höret nimmer auf ............
Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

Das Hohelied der Liebe (1.Korinther, Kapitel 13)

 

Suzann Atukalp gehörte zu unseren ersten Mitgliedern und blieb uns über alle Jahre treu. Trotz Höhen und Tiefen hat sie ihren Glauben und Idealismus nie verloren. Viele kannten sie seit Jahren, aus der Krabbelgruppe, von gemeinsamen Festen oder durch gemeinsame Freunde. Immer war sie mit Elan dabei, selbst dann noch, als ihre Krankheit ihr bereits viel Kraft nahm. Mutig und stark hat sie für ihr Leben gekämpft.
Mich freute es besonders, dass sie so oft sie konnte zu den Kulturforum-Veranstaltungen kam. „Wenn ich mich gut fühle, dann komme ich“, schrieb sie häufig. Denn Kunst und Kultur war für die Designerin, neben ihrer Familie und ihren Freunden, ein Raum zum Leben. 
Alles wollte sie noch ordnen und verrichten für die Menschen, die sie am meisten liebte.
Selbst ihre Beerdigung wollte sie noch planen, aber dazu kam es nicht mehr. Das taten andere Menschen für sie. Suzann verstarb am 19. Januar im Alter von 46 Jahren.
In der Trauerfeier auf dem evangelischen Friedhof in Feriköy fand Herr Pfarrer Nollmann genau die richtigen Worte für Suzann und all die anwesenden Trauernden. Er sprach von den Bildern der Erinnerung, die uns niemand nehmen kann und so bleibt mein Bild von Suzann tief verwurzelt: Ich sehe sie noch im Garten von Uschi im letzten Sommer als sie ihre selbst entworfenen Taschen verkaufte und sich so freute, wenn man sich in ihre wunderschönen Kreationen verliebte. Die fliederfarbene Samttasche wird mir eine liebevolle Erinnerung sein.

Im Januar 2008 schrieb mir Suzann: „My body knows better than my mind. – Ich verdiene es glücklich zu sein. – Keep it flowing! – Das sind die Maximen für mein Überleben.“
Keep it flowing! – in die weiten des Universums – in die Ewigkeit!

Suzann fand ihre letzte Ruhestätte auf dem von ihr gewünschten Friedhof in Adatepe. Ihre Familie, einige Freunde aus Istanbul und viele Bewohner des Dorfes begleiteten sie.

Unser Mitgefühl gilt ihrem Ehemann und den beiden Söhnen!

Mona Marweld-Engin und das Brücke-Team

 

 

Rückblicke

Dýe Kunst der Ikonen

Zu dem Vortrag, am 14. Januar kamen ca. 35 Interessierte aus verschiedenen Kulturen, mit unterschiedlichem religiösen Hintergrund und unterschiedlichem Wissen über Ikonen.

Frau Lana Volland beschäftigte sich in ihrem Vortrag mit der Entstehung und der Entwicklung des Christentums in Russland und zeigte den Prozess der langsamen Entfremdung zwischen der römischen Kirche und der Kirche im Osten auf.

Nachdem Byzanz, unter Kaiser Konstantin dem Großen Hauptstadt des Römischen Reiches geworden war, beanspruchte auch der Patriarch im Neuen Rom eine entsprechende Stellung. Es kam zu einem Machtstreben auf beiden Seiten. Im 4. Jahrhundert wurde in der Liturgie die griechische Sprache durch die lateinische ersetzt. In der westlichen Kirche wurde im 9. Jahrhundert der Zusatz "filioque" in das Glaubensbekenntnis eingefügt. Auf den ersten Konzilien war festgelegt worden, der Heilige Geist sei vom Vater gesandt. In der westlichen Kirche hieß es nun "und vom Sohn". Darin sah die orthodoxe Kirche eine Veränderung des Glaubens und eine Irrlehre. Heute ist dieser Streit auf Theologenebene weitgehend entschärft. Im Jahr 1054 kam es zur Kirchentrennung. Sie war der Endpunkt einer Entwicklung, bei der nicht nur theologische Fragen ausschlaggebend waren. Eine tiefe Wunde hinterließ 1204 der vierte Kreuzzug. Christliche Ritter aus dem Westen plünderten die Stadt und errichteten ein lateinisches Kaiserreich, das sich bis 1261 halten konnte. In diesem Jahr wurde es von dem quasi in Nicäa in der Verbannung lebenden byzantinischen Kaiser zurückerobert.

Ausführlich ging die Referentin auf die Missionierung Russlands ein, bei der die Fürstin Olga eine wichtige Rolle spielt. Im 10. Jahrhundert besucht sie Istanbul, ist von der Liturgie begeistert und lässt sich taufen. Der Grundstein für die russisch-orthodoxe Kirche war somit gelegt.
Im zweiten Teil der Vortragsreihe verstand es die Ikonenmalerin Frau Tanja Lebedova, geschichtliches Wissen und die wichtigsten Aspekte der Ikonen-Malerei zu vermitteln. Ebenfalls wurden die besonderen und charakteristischen Merkmale und Techniken, an den von ihr gefertigten Ikonen, gezeigt und erklärt. So dürfen die Farben nicht willkürlich gewählt werden, sondern alle haben eine symbolische Bedeutung. Außerdem wird die "umgekehrte Perspektive" verwendet, d.h. die Linien verlaufen perspektivisch richtig von der Sicht des Heiligen aus.

Im geschichtlichen Rahmen erfuhren die Anwesenden unter anderem:
Gegen das alttestamentliche Bilderverbot kam es zu bildlichen Darstellungen, zuerst Ende des dritten Jahrhunderts in den römischen Katakomben. Die Mumienbildnisse im ägyptischen Fayum und die Kaiserbildnisse förderten das Entstehen einer christlichen Kunst. Im 8./9. Jahrhundert kam es zu einem Bilderstreit, dem besonders in der Hauptstadt Konstantinopel viele Bilder zum Opfer fielen. Johannes Damascenus war ein glühender Verteidiger der Ikonen, ein Ikonodule. Die dreihändige Madonna geht auf eine Entstehungsgeschichte zurück, in der dieser Theologe eine Rolle spielt. – Die Ikone selbst wird nicht verehrt, so argumentierten die Bilderfreunde, sondern der Heilige, dessen Präsenz die Ikone ermöglicht. Stilisierung ist wichtig, um Transzendenz durchscheinen zu lassen.

Der Vormittag endete mit einem eindrucksvollen Besuch einer russisch-orthodoxen Kirche in Karaköy und einem anschließenden Essen in einem russischen Restaurant, wo bei Borschtsch und russischer Musik über die neuen Eindrücke gesprochen wurde.

Dr. Butzkamm

 

Herzlichen Dank an Herrn Erdoðan Altýndýþ von Manzara, der uns den Raum für diesen Vortrag zur Verfügung stellte.


AUSSTELLUNGSBESUCH MARC CHAGALL

 

„Wenn Chagall malt, weiß man nicht, ob er dabei schläft oder wach ist.

Irgendwo in seinem Kopf muss er einen Engel haben.“

Pablo Picasso

 

Liebe Mitglieder!

Spätestens seit der Marc Chagall-Ausstellung ist mir klar, dass ich einige Worte über unser Glück, Mona Engin in der Brücke zu haben, verlieren muss.
Durch die Erinnerung im Brückebrief einerseits, ist der Rahmen geschaffen das Event nicht zu verpassen, Monas Führung andererseits, ergänzt das Ganze durch ihre zusammengefassten Infos erst richtig.
 

Am Mittwoch, den 20.Januar, trafen wir uns wieder, diesmal im Pera Museum, das ebenfalls eine erfreuliche Bereicherung in der Istanbuler Kunstszene ist, um uns die Chagallausstellung zu Gemüte zu führen. Unser Trupp bestand aus 12 Neugierigen, unter uns der neue Pfarrer von St. Paul Dr. Aloys Butzkamm, für unseren Rundgang ebenfalls eine Bereicherung, da er auch promovierter Kunsthistoriker ist.
Bei einer Tasse Kaffee erzählte Mona uns vorab viele Einzelheiten über Chagalls Leben. So erfuhren wir, wie sehr seine Kindheitseindrücke, als Junge einer orthodox jüdischen Familie in einer russischen Kleinstadt, ihn und seine Kunst prägten. Diese, seine kindlichen Eindrücke, findet man in vielen seiner Bilder, Lithographien und Illustrationen wieder. Schon mit 16 Jahren hatte sich Chagall für die Kunst entschieden und ließ sich auch nicht davon abbringen, obwohl er die Aufnahmeprüfung an der Kunsthochschule in Sankt Petersburg nicht bestand. Mit 21 Jahren konnte er bereits nach Paris reisen. Er war gefesselt von Manets Olympia, begeistert von der Farbigkeit der Bilder Gauguins und den Arbeiten von Matisse. Von nun an sollten Farbigkeit und die Wirkung des Lichts Chagalls Schaffen prägen. Das familiäre Umfeld, sein russischer Heimatort, Motive aus der Bibel und aus dem Zirkus sind die Hauptthemen seiner Bilder. Auch in seinen Mosaiken und in den von ihm gestalteten Fenstern und Theaterkulissen verwendete er die gleichen, stets wiederkehrenden Symbole. Chagall gilt als einer der bedeutendsten Maler des 20.Jahrhunderts. Er wird hauptsächlich dem Expressionismus zugeordnet und als „Maler-Poet“ bezeichnet. Sein Leben lang ist er seinem eigenen Stil treu geblieben. Viele weitere Materialien hat er ausprobiert und wurde wohl einer der wichtigsten Künstler in der sakralen Glaskunst. Viele seiner Arbeiten sind in berühmten Synagogen und Kirchen zu finden, wie zum Beispiel in der Kathedrale von Metz und in der Mainzer Pfarrkirche St. Stephan. Glückliche wie auch unglückliche Zeiten im Laufe von Chagalls langem Leben sind an seinen Werken gut zu erkennen. Er überlebte zwei Weltkriege und die Flucht vor den Nationalsozialisten. Chagall starb mit 97 Jahren in Saint-Paul de Vence, wo er seine letzten Jahre verbrachte.

Obwohl die Ausstellung natürlich nur einen Teil seiner Werke zeigt, hinterlässt sie einen bleibenden Eindruck von Chagalls Schaffen.

Nachdem wir, die einen geruhsamer, die anderen etwas zügiger durch die großartig restaurierten Stockwerke des Museums gezogen waren, stillten wir unseren aufgekommenen Hunger noch im kleineren Kreis bei thailändischen Genüssen.

Vielen Dank Mona!

 

Bärbel Yücel


Festlicher Jahresauftakt im Kaisersaal:

Neujahrsball der deutsch-türkischen Wirtschaft feiert erfolgreiches Debut

Eine Veranstaltung der ganz besonderen Art fand am Samstag, 23. Januar 2010, im Kaisersaal des Generalkonsulats der Bundesrepublik Deutschland in Istanbul statt; die Deutsch-Türkische Industrie- und Handelskammer (AHK) hatte erstmalig in Zusammenarbeit mit dem Generalkonsulat zum Neujahrsball der deutsch-türkischen Wirtschaft geladen.

Trotz der sehr schlechten Wetterbedingungen hatten ca. 75% der angemeldeten Gäste den Weg nach Gümüþsuyu gefunden. Eine Quote die auch bei Veranstaltungen mit guten Wettervoraussetzungen Standard ist und somit zeigt, wie hoch die Anziehungskraft des Neujahrsballes war. Unter den rund 200 Gästen befand sich, neben den Mitgliedsunternehmen der AHK, der Ehrengast Dr. Eckart Cuntz, Botschafter der BRD. Gemeinsam mit AHK-Präsident Franz Koller eröffnete Generalkonsulin Brita Wagener den Ball und brachte ihre Freude darüber zum Ausdruck, eine Veranstaltung wie diese in ihrem Hause stattfinden zu sehen.
Kulinarisch wurde der Abend von Andreas Scheuregger, Chefkoch des Hilton Hotels, gestaltet. Eine Auswahl deutscher und türkischer Spezialitäten war im Vorfeld getroffen worden. Kassler und Sauerkraut, geräucherter Aal, Forelle und Makrele, Matjesfilet, exquisite Käsesorten und Quark, Maultaschen, Rindsrouladen, Wurstspezialitäten und verschiedene Senfsorten ließen neben traditionellen türkischen Vorspeisen – Meze - keine Wünsche offen und wurden von einem Dessert-Büffet mit Baklava und Apfelstrudel abgerundet.
Nach dem kulinarischen folgte der musikalische Höhepunkt des Abends: die Sängerin Sema und ihre legendäre Band. Sema sang an diesem Abend unter anderem aus ihrem Programm “Ýstanbul’un efsane þarkýcýlarý 1890-1940”und bot Chansons und Stücke Bertolt Brechts dar. Klassiker wie „Die Morität von Mackie Messer“ waren in Deutsch und Türkisch zu hören. Ayse Sun und ihr Partner eröffneten den Tanzabend mit einem professionellen und zugleich sinnlichen Tango. Die Tänzerin war lange Zeit am türkischen staatlichen Opern- und Ballethaus beschäftigt und hat nun ihr eigenes Tanzstudio. Nach Semas Auftritt nahm sich der bekannte DJ Ata Güner der musikalische Gestaltung des Abends an und unterhielt das Publikum mit seinem breit gefächerten Repertoire. Sowohl Sema als auch DJ Ata Güner sorgten dafür, dass an diesem Abend jeder Gast musikalisch auf seine Kosten kam. Bis in die späten Abendstunden wurde in ausgelassener Stimmung im feierlich geschmückten Kaisersaal getanzt. Zum Abschied lag für jeden Gast Semas CD „Ekho II“ als Geschenk bereit, gesponsort von NRW.International.

Die AHK bedankt sich herzlich für die freundliche und kompetente Unterstützung durch die Mitarbeiter des Generalkonsulats. Dank gebührt zudem den Sponsoren Mercedes-Benz, T-Systems, Neckermann, Schmolz und Bickenbach, Kühne &Nagel, Siemens, Türkoðlu und Partner, Luther Karasek Köksal Consulting und HARIBO ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre.

 

(Bericht: Friederike Vetter)


Neujahrskonzert im Deutschen Generalkonsulat

Wie in den vergangenen Jahren hat auch dieses Jahr das Neujahrskonzert am 21. Januar unter der Schirmherrschaft der Generalkonsulin im Deutschen Generalkonsulat stattgefunden.

Das Konzert war vom Türkisch - Deutschen Kulturbeirat in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut organisiert worden. Das einzige Künstlermitglied im Vorstand des Kulturbeirats Cem Erözü hat auch dieses Jahr die hochkarätigen Musiker des Kammerorchesters ISTANBUL DIAGONAL zusammengerufen. Das Orchester, das aus sieben Musikern besteht, wurde 2009 gegründet und interpretiert überwiegend Barockmusik, insbesondere Orchesterwerke in Kammermusikversion. Die Gruppe, zu der Cem Erözü (Flöte),  Dilbað Tokay (Cello), Ebru Germiyanoðlu (Violine), Iris Þentürkler (Cembalo), Nilgün Yüksel (Violine), Ricky Bunk-Özsoy (Violine), Ulrich Münch (Violine) gehören, gibt Konzerte in und außerhalb Istanbuls.
Gespielt wurden an diesem Abend: das Konzert BMV 1041 für Violine, Streicher, Continuo in a-Moll von Johann Sebastian Bach, das Konzert TWV 51:69 für Viola, Streicher und Cotinuo in g-Dur von Georg Philipp Telemann, ein Konzert für Cello, Streicher und Continuo in e-Moll ( RV 409) und ein Konzert (RV439) für Flöte, Streicher und Continuo, op 10, No.2, (la notte) jeweils von Antonio Vivaldi.

Die Zuhörer waren begeistert und spendeten reichlich Beifall.

Wir bedanken uns herzlich bei der Generalkonsulin Brita Wagener und bei Frau Claudia Hahn-Raabe vom Goethe-Institut für ihre Unterstüzung!.

 

Prof. Dr. Ülkü Azrak


 Kinder finden neue Wege

Glückliche Sternsinger aus Istanbul sammeln 1700.- Euro für Kinder in Not

Die Sammelkörbchen der Sternsinger in Istanbul waren ganz schön schwer! 14 Mal brachten die Sternsinger der Deutschen Botschaftsschule Istanbul als Kaspars, Melchiors, Balthasars und Sternträger mit ihren Lehrerinnen Frau Kretzschmann, Frau Güngören, Frau Willam und Pfarrer Dr. A. Butzkamm den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu ihren Mitschülern in Schule und Kindergarten, zu den Senioren beim Adventskaffee im Deutschen Generalkonsulat, in die Gemeindegottesdienste in St. Paul und St. Georg und zum Empfang bei der Deutschen Generalkonsulin zu Istanbul.
Dabei hatten sie ihre Lieder gesungen und „20*C+M+B+10“, Christus Mansionem Benedicat, über alle Türen geschrieben.

Doch das Ergebnis ihres Engagements konnte sich wahrlich sehen lassen: 3500.- TL kamen bei der Sammlung zusammen, die für Not leidende Kinder in aller Welt bestimmt sind.
„Das war klasse“, freuten sich Elias und Oliver. „Uns haben die Leute auch Dollar und Euro in das Körbchen geworfen. Jetzt können wir den Kindern überall helfen.“ Pfarrer Dr. Aloys Butzkamm aus St. Paul freute sich über den Einsatz der zahlreichen Kinder, „Es ist prima, dass sich all die kleinen und großen Menschen für eine gerechte Welt einsetzen und damit ihren Beitrag zu einer tollen Aktion leisten.“

Bundesweit beteiligten sich die Sternsinger an ihrer 52. Aktion Dreikönigssingen unter dem Motto „Kinder finden neue Wege“. Das Beispielland war diesmal der Senegal. Seit dem Start 1959 hat sich die Aktion Dreikönigs-singen zur weltweit größten Solidaritätsaktion entwickelt, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Sie wird getragen vom Kindermissionswerk Jährlich können mit den Mitteln aus der bundesweiten Aktion rund 2.700 Kinderprojekte in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt werden.

 

Beate Kretzschmann

 

 

Neuigkeiten und Aktuelles

Was sich 2010 ändert

 

Im neuen Jahr treten in Deutschland viele neue gesetzliche Regelungen in Kraft. Das sind die wichtigsten Änderungen:

BEITRAGSBEMESSUNGSGRENZEN: Die Einkommensgrenzen, bis zu denen Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen-, Pflege- und gesetzlichen Krankenversicherung gezahlt werden müssen, steigen. Für die Rentenversicherung erhöht sich die Beitragsbemessungsgrenze um 100 Euro. In Westdeutschland soll der bei-tragspflichtige Höchstbetrag dann bei 5500 Euro liegen, in Ostdeutschland bei 4650 Euro. Für die Kranken-versicherung gilt eine Grenze von 3750 Euro pro Monat.

ERBSCHAFTSSTEUER: Die Erbschaftssteuerbelastung für Geschwister und Geschwisterkinder sinkt. Die Sätze in der Steuerklasse II werden von 30 bis 50 Prozent auf 15 bis 43 Prozent abgesenkt. Dadurch werden insbeson-dere Übertragungen zwischen Geschwistern und Geschwisterkindern entlastet.

GENDIAGNOSTIK: Die arbeitsrechtlichen Regelungen des Gendiagnostikgesetzes treten am 1. Februar 2010 in Kraft. Danach sind genetische Untersuchungen am Arbeitsplatz grundsätzlich verboten.

GRUNDFREIBETRÄGE: Der Grundfreibetrag wird von bislang 7834 auf 8004 Euro für Alleinstehende und von 15 669 auf 16 009 Euro für Ehepaare angehoben. Nach der bereits 2009 erfolgten Absenkung des Eingangssteuer-satzes von 15 auf 14 Prozent und der Anhebung der übrigen Tarifeckwerte um 400 Euro tritt zum 1. Januar 2010 eine weitere Anhebung der Tarifeckwerte um 330 Euro ein.

HOTELS: Der Mehrwertsteuersatz auf Hotelübernachtungen sinkt von 19 auf 7 Prozent.

KINDERFREIBETRAG: Der jährliche Kinderfreibetrag wird von 6024 auf 7008 Euro angehoben.

KINDERGELD: Das Kindergeld soll pro Kind und Monat ab 2010 um monatlich 20 Euro steigen. Das erste und zweite Kind erhalten dann je 164 Euro, das dritte Kind 170 Euro. Das vierte und jedes weitere Kind profitiert künftig von 195 Euro monatlich.

KRANKENKASSEN: Nachdem bislang nur Kassen unter Bundesaufsicht insolvenzfähig waren, werden nun auch die Krankenkassen insolvenzfähig, die unter der Aufsicht der Länder stehen. Durch diese Maßnahme soll die Transparenz erhöht werden.

KRANKENVERSICHERUNG: Die allgemeine Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversiche-rung erhöht sich für Arbeitnehmer von 48 600 Euro im Jahr 2009 auf 49 950 Euro im Jahr 2010.

KRANKENVERSICHERUNG/STEUERN: Nachdem die Beiträge für eine Kranken- und Pflegeversicherung zusammen mit den anderen sonstigen Vorsorgeaufwendungen nur begrenzt abzugsfähig waren, sind künftig min-destens die Beiträge für eine Basiskranken- und Pflegepflichtversicherung als Sonderausgaben anzusetzen. Die Höchstbeiträge werden künftig auf bis zu 2800 Euro erhöht. Diese Abzugsmöglichkeiten gelten für privat wie auch für gesetzlich Krankenversicherte.

KÜNSTLER: Der Abgabesatz der Künstlersozialversicherung wird von 4,4 Prozent auf 3,9 Prozent gesenkt.

KURZARBEITERGELD: Der Bezug von Kurzarbeitergeld wird auf bis zu 18 Monate verlängert. Die Verlängerung gilt für Betriebe, die mit der Kurzarbeit in 2010 beginnen. Für solche Betriebe, die schon 2009 begonnen haben, gilt eine Bezugsfrist von 24 Monaten. Die für die Berechnung des Kurzarbeitergeldes zugrunde zu legenden pauschalisierten Nettoentgelte werden zum 1. Januar angepasst. Dann erhält ein Arbeitnehmer mit mindestens einem Kind 67 Prozent und die übrigen Arbeitnehmer 60 Prozent der sogenannten Nettoentgeltdifferenz in einem Kalendermonat.

PFLEGEVERSICHERUNG: Ab 1. Januar werden die finanziellen Leistungen der Pflegeversicherung erneut an-gehoben. So werden neben dem Pflegegeld auch die ambulanten Pflegesachleistungen, die Kurzzeitpflege, die teilstationäre Tages- und Nachtpflege, die vollstationäre Pflege sowie die Pflegeaufwendungen im Rahmen der sogenannten Verhinderungspflege erhöht.

UNFALLVERSICHERUNG: Arbeitgeber müssen der Unfallversicherung ab dem 1. Januar zwingend die Arbeits-stunden ihrer Beschäftigten melden. Ansonsten werden die Meldungen als fehlerhaft zur Neuerstattung abgewiesen.

UNTERHALTSZAHLUNGEN: Ab 2010 steigen die steuerlich absetzbaren Unterhaltszahlungen. Wer über die Grenze von 13 805 Euro hinaus Basisbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung für den geschiedenen oder getrennt lebenden Ehepartner übernimmt, kann diese als Sonderausgabe absetzen. Der Empfänger der Versicherungsbeiträge muss diese zwar versteuern, im Gegenzug erkennt das Finanzamt die Beiträge auch beim Zahlungsempfänger steuerlich an. Bei bedürftigen Angehörigen oder Lebensgefährten werden künftig Unter-haltszahlungen bis zur Höhe von 8004 Euro anerkannt. Geleistete Basisbeiträge zur Kranken- und Pflegever-sicherung sind zusätzlich als außergewöhnliche Belastung absetzbar.

UNTERNEHMEN: Die Abschreibungsmöglichkeiten für Unternehmen werden erleichtert. Die Freigrenze bei der Zinsschranke, die den steuerlichen Abzug von Schuldzinsen beschränkt, wird auf drei Millionen Euro erhöht.

WAHL DER STEUERKLASSE: Ab 2010 bieten die Finanzämter eine neue Möglichkeit der steuerlichen Veranlagung für berufstätige Ehepaare: Sie können auf gemeinsamen Antrag hin die Steuerklassenkombination IV-Faktor/IV-Faktor wählen. Der Unterschied zur bisherigen Besteuerung nach Steuerklassen IV/IV besteht darin, dass der Tarif mittels eines individuell ermittelten Faktors berechnet wird und eventuelle Steuerfreibeträge von Beginn an in die Steuerberechnung einfließen. Der Splittingvorteil kommt bereits während des Jahres zur Geltung und verschafft dem geringer verdienenden Ehepartner mehr Netto. Außerdem ist eine Steuernachzahlung am Jahresende ausgeschlossen. Das Faktorverfahren muss jährlich neu beantragt werden.

Quelle. http://de.news.yahoo.com

 


Handy - Diebstahl

Ein Tipp der Polýzei für alle Handybesitzer:

Die untenstehende Funktion ist anscheinend bei allen Handys verfügbar und man muss sich fragen, warum Handy-Hersteller und-Händler so etwas geheim halten.

Jedes Handy hat eine eigene, einmalige Serien-nummer.

Dies kann wie folgt aufgerufen werden:

*#06#

Darauf wird die Seriennummer des Handys angezeigt. Diese Nummer notieren und aufbewah-ren. Wenn nun ein Handy gestohlen werden sollte, muss man diese Seriennummer dem Telefonhändler oder Hersteller melden und dieser kann dann das Handy total blockieren, auch wenn der Dieb eine neue SIM- Katre einsetzt. Man bekommt davon zwar sein Handy nicht zurück, aber man hat wenigstens die Genugtuung, dass der Dieb auch nicht mehr damit anfangen kann. Wenn alle Handy-Besitzer diese Vorkehrung treffen würden, würde es sich bald nicht mehr lohnen, ein Handy zu klauen!

Die Handy-Seriennummer wird, egal welcher Hersteller, im Display dargestellt .


Diese Passwörter sollten Sie nicht verwenden

Passwörter sollen im Internet private Daten und Nutzerzugänge schützen. Doch häufig greifen Anwender auf viel zu leicht zu erratende Kennwörter zurück. Welche Vorlieben sie dabei haben, belegt nun ein Report des US-amerikanischen IT-Sicher-heitsunternehmens Imperva.
Demnach ist der Spitzenreiter die Zahlenkombination "123456", gefolgt von "12345" auf Rang zwei und "123456789" auf der dritten Position. Wenig erfindungsreich sind auch jene Menschen, die den Begriff zum Schutz ihrer Daten verwenden, der auf Platz vier steht: "Password". Die fünfte Platzierung nimmt "iloveyou" ein, dahinter folgen "princess" und "rockyou". Danach haben es wieder simple Zahlenkombinationen in die Top 10 geschafft. Position acht geht an "1234567", Rang neun an "12345678" und das Schlusslicht bildet "abc123".

Zu diesem Ergebnis gekommen sind die Experten, indem sie 32 Millionen Passwörter analysiert haben, die aus einem groß angelegten Datendiebstahl stammen und im Internet an die Öffentlichkeit gelangt sind. Der Report bestätigt einmal mehr, dass sich viele Anwender des Risikos nicht bewusst sind, das von einem zu simplen und gängigen Passwort ausgeht. Einige Anbieter von Online-Diensten haben inzwischen auf diese Tatsache reagiert und Sperren eingebaut, die bei der Anmeldung die Verwendung zu offensichtlicher Passwörter nicht gestatten.

Für die Wahl des richtigen Passwortes gilt prinzipiell:

- Bilden Sie Ihre Passwörter aus mindestens sechs, besser aus acht Zeichen und kombinieren Sie Buchstaben und Zahlen
- Verwenden Sie keine alphabetisch aufeinander-folgenden Zeichen, also nicht "abcdedfg"
- Benutzen Sie nicht den Namen Ihres Partners, ihres Wohnortes oder ähnliches
- Verwenden Sie für verschiedene Konten verschiedene Passwörter
- Speichern Sie Passwörter nicht auf Ihrem Computer, z.B. in einem Word-Dokument
- Wechseln Sie ihr Passwort häufig, wenn möglich alle vier Wochen. 

 

(gp/yahoo!)

 

 

Das Brücke-Kulturforum stellt vor

ISTANBUL - KULTURHAUPTSTADT 2010

 

Der Jubel war groß in Istanbul als der Europäische Rat den Titel KULTURHAUPTSTADT 2010 im November 2006 verkündete und, neben Essen mit dem Ruhrgebiet und Pecs in Ungarn, Istanbul - als Vertreter eines Nicht-EU-Landes - zur Kulturhauptstadt Europas 2010 ernannt wurde.

Die Idee für eine “Kulturstadt Europas“ stammt übrigens von der ehemaligen griechischen Kulturministerin Melina Mercouri. Ihrer Initiative ist es zu verdanken, dass seit 1985 jedes Jahr einer anderen Stadt der Titel verliehen wird und von der Gemeinschaft Fördermittel zur Verfügung gestellt werden. Athen wurde die erste Kulturstadt. 1988 wurde West-Berlin und 1999 Weimar zu den ersten deutschen Kulturstädten benannt. Durch einen Beschluss von 1999 wurde eine Gemeinschaftsaktion “Kulturhauptstadt Europas“ eingerichtet und ein Rotationsprinzip festgelegt.

Die Absicht der Europäischen Union ist, die Völker der EU-Mitgliedsstaaten einander näher zu bringen, die kulturelle Zusammenarbeit zu verbessern und den politischen und kulturellen Einigungsprozess zu fördern. Neben den EU-Staaten haben nun auch die Länder, die in EU-Beitrittsverhandlungen sind, die Möglichkeit den Titel zu erhalten. Für 2010 hat sich Istanbul gegen das ukrainische Kiew durchgesetzt

Bereits bei dem ersten öffentlichen Kongress in der Technischen Universität in Istanbul wurden die Schwerpunkte dieser Kulturstadt deutlich. Europa sollte die große und vielfältige kulturelle Kraft Istanbuls wahrnehmen. Hier in Istanbul bedarf es keiner künstlichen Veränderung des Images wie in manchen Industriestädten, hier in Istanbul ist die Kultur Bestandteil des täglichen Lebens. Deshalb war von Anfang an klar, dass ein Schwerpunkt auf dem geschichtlichen kulturellen Erbe liegen würde. Mit Inbrunst sprach der damalige Leiter der eigens für die Organisation der Kulturhauptstadt Istanbul 2010 gegründeten Agentur, Nuri Çolakoðlu, von der Stunde null, von großen Veränderung der Stadt, von neuen Kulturstätten und vom kulturellen Reichtum. Bemerkenswert ist auch, dass die Initiative, für eine Bewerbung zur Kulturhauptstadt, von Istanbuler Privatpersonen ins Leben gerufen wurde.

Dennoch musste im vergangenen Frühjahr die Kulturhauptstadt Istanbul einen Imageverlust erfahren, als Presseberichte von persönlichen Bereicherungen in der Führungstruppe der Organisation zu zahlreichen Rücktritten führte, die von manchen Kritikern aber auch als politisch gewollt gesehen werden. Von einigen Künstlern wurde den Organisatoren vorgeworfen, dass bei den fast 500 Projekten des Kulturjahres zu viel Wert auf die Erhaltung alter

Kulturdenkmäler in der mehr als 2000 Jahre alten Stadt gelegt und die lebendige neue Kulturszene Istanbuls vernachlässigt würde.

Dass bei dem großzügigen Kulturjahrbudgets von 170 Millionen Euro, das zum größten Teil vom türkischen Staat gestellt wurde, der größte Teil für die Renovierung der über das Kulturjahr 2010 bestehenden Kulturgüter verwendet wurde, ist wohl sehr sinnvoll. Das Augenmerk sollte vielmehr auf die Renovierungen selbst gelegt werden.

In den jährlich einberufenen Kongressen informierten die Organisatoren über die Entwick-lung der Kulturhauptstadt und präsentierten im Dezember 2009 der Öffentlichkeit ihr gesamtes Programm:

Unter dem Motto der vier Naturelemente “ Erde – Luft – Wasser - Feuer“ sollen die fast 500 Projekte die Vielseitigkeit der Kulturhauptstadt Istanbul zeigen, die nicht nur Asien mit Europa verbindet, sondern auch Ost und West, Tradition mit Moderne, Orient und Okzident.

Die Initiatoren von ISTANBUL 2010 haben sich mit ihrem Konzept für das Kulturhaupt-stadtprojekt mit der Theorie der vier Elemente auseinandergesetzt, deren Grundgedanken von den Philosophen aus Milet stammen und von Aristoteles verewigt wurde. Diese Theorie geht davon aus, dass alles Leben auf der Erde sich aus den Elementen “Erde – Luft – Wasser – Feuer“ zusammensetzt und somit seit der Antike die Basis für viele Theorien im Bereich der Wissenschaft, Philosophie und Theologie bilden.

Die Veranstalter haben die vier Elemente den vier Jahreszeiten zugeordnet:

ERDE – LUFT – WASSER - FEUER

Erde – In den Wintermonaten bis zum 20. März sind die Veranstaltungen der traditionellen Kunst, den Sitten und Bräuchen gewidmet und sollen einen neuen Blick auf das historische Erbe ermöglichen.

Luft – Die Frühlingsmonate stehen im Zeichen der Luft. Wegen der vielen in die Luft ragenden Minarette und Kirchtürme werden sich die Veranstaltungen in dieser Zeit mit dem kulturellen Einfluss der Religionen beschäftigen.

Wasser – Das Wasser ist wohl Istanbuls stärkstes Element, denn es verbindet und trennt die Stadt. Deshalb konzentriert sich das Programm in den Sommermonaten auf die Kultur, die das Wasser mit sich bringt und auf die Kunst, die durch Wasser entsteht. Die Ufer des Bosporus und des Goldenen Horns werden zu Plattformen unterschiedlichster Veranstaltungen.

Feuer – Die stärkste Kraft des Universums, das Wasser zu Dampf, Sand zu Glas und Holz zu Kohle verwandelt, rückt in den Herbstmonaten die zeitgenössische Kunst in den Mittelpunkt.

Am 16. Januar war es dann soweit:

Die Kulturhauptstadt Istanbul 2010 wurde von Staatspräsident Abdullah Gül und Premierminister Recep Erdogan mit einem bombastisches Feuerwerk über dem Goldenen Horn eröffnet. Auf sieben über die ganze Stadt verteilten Freiluftbühnen, die für Istanbuls sieben Hügeln stehen, war die große Eröffnungsparty von „Istanbul 2010“, die vier Millionen Euro verschlungen haben soll, bereits in vollem Gange und die Menschen ließen sich auch nicht von dem regnerischen Wetter abhalten, um bei der großen Eröffnungsshow dabei zu sein.

Mona Marweld-Engin

 

 

Istanbul - Kulturhauptstadt 2010

Ah Istanbul……..

Istanbul, die Stadt auf den 7 Hügeln erbaut, feierte am 16. Januar 2010 den Start in das Jahr Istanbul Kulturhauptstadt 2010 mit einer grossen Eröffnungsfeier. In sieben verschiedenen Stadtteilen kamen die Menschen trotz widriger Wetterzustände zusammen, um an den kulturellen Vorführungen teilzunehmen und sich bei den öffentlichen Konzerten, die die ganze unterschiedliche Bandbreite der türkischen Musik zeigten, vom Rythmus und Inhalt dieser Musik anstecken zu lassen.

Habe ich mich schon bei der Auftaktveranstaltung der Stadt Essen als Nordrhein Westfälin angesprochen gefühlt, schlägt mein Herz auch für diese Stadt, die sich nicht scheute, auch die Unzulänglichkeiten der Einwohner aufs Korn zu nehmen. Hierzu gehören die teilweise unverständliche Müllentsorgung, Picknick auf einem noch so kleinen Graszipfel am Strassenrand, Teppichwaschaktionen der gesamten Nachbarschaft vor der Haustüre, die unvermeidlichen Wäscheleinen auf dem Balkon, Drängler im Strassenverkehr und die Frage, warum die Bevölkerung trotz Strassenüberführungen den zugegebenermassen etwas kürzeren Weg über die Hauptstrasse benutzt.

Gegen 20.30 Uhr gaben Staatspräsident Gül und Ministerpräsident Erdoðan den Startschuss für die Eröffnung und zündeten ein sensationelles Feuerwerk untermalt mit Musik, dass weit über das Goldene Horn hinaus erstrahlte.

Diese Stadt verbindet in einer faszinierenden Weise Orient und Okzident. Wer suchet, der findet. Und es gibt nichts in dieser Metropole, was es nicht gibt. Dieses zumindest teilweise zu entdecken gilt es im kommenden Jahr. Lassen wir uns anstecken von der positiven Energie, die an diesem Abend spürbar war und freuen wir uns auf weitere vielseitige Aktionen im Jahr 2010.

Biggi Özcan


 RUHR.2010 – Das Ruhrgebýet als Kulturhauptstadt Europas

Kohle, Stahl, harte Arbeit, Fabriken, Industrie, Fußball – mit dem Ruhrgebiet verbinden die meisten Menschen eine Reihe von Assoziationen, die mit den Begriffen Kunst und Kultur zunächst wenig gemein haben. Die Region ist für viele Verkörperung industriellen Fortschritts; ein Inbegriff der Kohle- und Stahlindustrie.

Nun hat sich das Ruhrgebiet aufgemacht eine Kulturmetropole neuen Typs im Herzen Europas zu werden. Die Region steht in einem rasanten Wandel vom ehemaligen Industriegebiet zur Metropole Ruhr, die sich durch außerordentliche kulturelle Vielfalt auszeichnet. Dieser Wandel soll nun mit Mitteln der Kunst und Kultur dargestellt werden.

„Wandel durch Kultur- Kultur durch Wandel“ lautet in diesem Sinne das Motto der Kulturhauptstadt, ein Satz von Karl Ernst Osthaus, dem Gründer des Folkwang Museums Hagen. Das Motto betont zugleich die soziale Seite der Programmatik von RUHR.2010: Keine Veranstaltung für die Elite, sondern für alle Bürger und Bürgerinnen, die als Akteure der Kulturhauptstadt mitwirken sollen.

Oliver Scheytt, der Geschäftsführer von RUHR.2010, zieht die Verbindungslinie zwischen der Kulturhauptstadtprogrammatik und der Idee von Osthaus zudem wie folgt: "Die Programmatik von RUHR.2010 basiert auf dem Wechselspiel der künstlerischen Genres und versteht Kultur als Motor der Stadt- und Metropolenentwicklung ganz im Sinne von Karl Ernst Osthaus."

Die Auszeichnung zur Kulturhauptstadt durch die EU bedeutet für die Region Anerkennung der kulturellen Kraft, die den Wandel vom industriellen zum neuen dynamischen, attraktiven Ruhrgebiet prägt. Es ist eine Chance sich von alten Vorstellungen zu distanzieren und die Entwicklung der Metropole im Werden Europas und der Welt sichtbar zu machen.

Mit dem Ruhrgebiet wird zum ersten Mal eine Metropolregion mit 5,3 Millionen Einwohnern den Titel der Kulturhauptstadt Europas tragen. Der Zusammenschluss der 53 Städte für das ehrgeizige Projekt ist bisher beispiellos.

Was macht uns aus?

Mit dieser zentralen Frage beschäftigten sich die Gestalter des Kulturhauptstadtprogramms. Das Programm steht daher unter den drei zentralen Ideen: „Mythos Ruhr begreifen“, „Metropole gestalten“ und „Europa bewegen“. Diese ziehen sich als roter Faden durch die sechs Programmfelder, die neben Bildern, Theater, Musik und Sprache, auch die Themen Kreativwirtschaft und Feste-feiern umfassen. Sie sollen die Geschichte erzählen, „wie die einst größte ‚Kohlenzeche’ des Kontinents zum Symbol für den Wandel durch Kultur geworden ist, wie sich das alte Ruhrgebiet zur neuen Metropole Ruhr wandelt.“

Ausgehend vom Mythos Ruhr nimmt so eine Metropole Gestalt an, die Europa mit Kunst und Kultur in Bewegung bringen soll.

Das Programmfeld „Mythos Ruhr“ stellt die Metropole Ruhr in einen historischen Zusammenhang, erzählt von ihren Wurzeln und ihrer Suche nach der Zukunft. Nicht die Vergangenheit vergessen, sondern die Zukunft mit ihr in Einklang bringen, ist ein Hauptanliegen der Veranstaltungsreihe, die von der Geschichte der Frauen, der Einwanderer und Arbeiter im Ruhrgebiet und den jahrhundertealten Einflüssen fremder Kulturen in der Region erzählt.

Unter dem Aspekt „Europa bewegen“ beschäftigt sich RUHR.2010 intensiv mit der Zukunft der Metropole in Europa. Mit TWINS, dem größten Städtepartnerschaftsprojekt in der Geschichte Europasund MELEZ als interkulturelles Festival und Labor thematisiert RUHR.2010 die zwei Seiten europäischer Identität: Internationalität und Interkulturalität.

Das größte Fest wird die Metropole jedoch am 18. Juli 2010 feiern, wenn auf der Autobahn A40/B1 von Dortmund bis Duisburg ein 60 Kilometer langer Tisch „die Bewohner der gesamten Metropole zu einer Tafel der Kulturen, Nationalitäten und Generationen zusammenbringt“. Könnte dies der emotionale Gründungsmoment der Metropole Ruhr werden? Offiziell eröffnet wurde die Kulturhauptstadt bereits am 09. und 10. Januar in der ehemaligen Zeche Zollverein in Essen - mit 100.000 Besuchern ausgesprochen erfolgreich. Auch Schnee und eisige Minusgrade konnten die begeisterten Besuchermengen nicht davon abhalten bei der Eröffnungsfeier dabei zu sein.

An den zwei Eröffnungstagen bot sich dem Teilnehmer bereits ein Vorgeschmack auf das, was ihn in diesem Jahr an kulturellen Angeboten erwartet. Das Programm umfasste mit Tanz, Theater, Kunst und Kreativen wie auch mit Diskussionsrunden, Feuerwerk und Party die ganze Vielfalt kultureller Darstellungsformen. Neben zahlreichen Konzerten, Theater- und Tanzaufführungen fanden ebenso Kunstinstallationen, Lesungen und (Feuer-)Performances statt.

Gemeinsames Ziel der Bemühungen von RUHR.2010 ist es nun, die Attraktivität des Standortes Ruhrgebiet zu steigern. Die Metropole Ruhr soll als herausragender Kulturstandort mit einer innovativen Industrie und einer vitalen Wirtschaft vorgestellt werden.

Ob dieses Ziel mit den geplanten rund 300 Projekten und über 2500 Veranstaltungen erreicht werden wird, können wir gespannt erwarten.

 

Bis dahin bleibt nur zu sagen:

GLÜCK AUF!

 

Celine Engin,

Studentin an der Universität Witten/Herdecke (NRW)

 

 

zum Valentinstag

Dýe schönsten Lýebesromane aller Zeýten

Jeder hat natürlich seine eigene ‘’Lieblingsliste’’.

Wir möchten Ihnen als besonderes Extra zum Valentinstag ab sofort monatlich hier einige unserer schönsten Liebesromane aller Zeiten vorstellen.

Beginnen wollen wir mit

Dshamilja

von Tschingis Aitmatow ist eine 1958 entstandene Novelle über die Liebe. Sie war Aitmatows Abschlussarbeit am Maxim-Gorki-Literaturinstitut in Moskau und wurde erstmals in der Literaturzeitschrift Nowy mir veröffentlicht. 1960 erschien sie in deutscher Sprache unter dem Titel Djamila, übersetzt von Hartmut Herboth im Verlag Kultur und Fortschritt (Berlin/DDR).

Inhalt:
Said, ein 15-jähriger Junge, erzählt die Liebesgeschichte seiner Schwägerin Dshamilja. Während Dshamiljas ungeliebter Mann, Sadyk, an der Front kämpft, lernt sie Danijar bei den täglichen gemeinsamen Getreidefuhren zum Bahnhof kennen. Er ist ein teilinvalider Frontheimkehrer, scheu, träumerisch und von den Menschen im Dorf gemieden. Erst als er eines Tages ein Lied singt, bemerkt Dshamilja, dass in ihm ungeahnte Qualitäten stecken. Er singt von der Landschaft und vom Leben und auch Said ist hingerissen von ihm. Dshamilja und Danijar verlieben sich ineinander und Said, der bisher versucht hat, Dshamilja von Männern fernzuhalten, da er selber auf eine für ihn noch unbegreifliche Weise in Dshamilja verliebt ist, billigt dies. Nach Sadyks Heimkehr von der Front eskaliert die Situation und die zwei Verliebten verlassen das Dorf und brechen so die Tradition, um miteinander leben zu können.

Louis Aragon schrieb über das Buch: Ich schwöre es, es ist die schönste Liebesgeschichte der Welt. Der Satz wird vom Verlag auch als Klappentext verwendet.

Verlag: Unionsverlag
Aus dem Russischen von Hartmut Herboth
Hardcover,
96 Seiten
ISBN 3-293-00135-1

EUR 9.00 / FR 16.60

… und die Liste geht weiter:

Die Kameliendame von Alexandre Dumas
Anna Karenina
von Leo N. Tolstoi
Romeo und Julia
von William Shakespeare
Doktor Schiwago
von Boris L. Pasternak
Salz auf unserer Haut
von Benoite Groult
Die Liebe in den Zeiten der Cholera
von Gabriel García Márquez

Vom Winde verweht
von Margaret Mitchell
Jenseits von Afrika
von Tania Blixen

Leila und Madschnun: Der berühmteste Liebesroman des Morgenlandes von Nizami

Viele dieser Romane wurden erfolgreich verfilmt.

 

 

 

Tiroler Fasnacht

Das bunte und ausgelassene Treiben des Kölner Karnevals oder des Mainzer Faschings ist den meisten durch die jährlichen Rosenmontagsumzüge bekannt. Hier erfreut man sich an jedem gut gestalteten Wagen, der mit Kritik an der nationalen und internationalen Politik gefüllt ist.

Aber wer kennt die Tiroler Fasnacht mit ihrer besonderen Tradition und ihren alten Masken?
Ursprünglich kannte man Fasnachtsbräuche in ganz Tirol. Erhalten und gepflegt werden diese Bräuche aber nur noch im Raum Innsbruck, im Oberinntal und im Südtiroler Unterland. In unterschiedlichem zeitlichen Rhythmus werden die Fasnachtsbräuche dann zum Leben erweckt. Mancher Ort feiert alljährlich seine Fasnacht, aber die meisten Orte, wie auch Imst und Telfs, feiern alle fünf Jahre. Die Vorbereitungen dafür beginnen bereits viele Monate vor dem großen Ereignis. Masken werden geschnitzt, Kostüme genäht, Umzugswagen gebaut.

Jahr für Jahr - im Spätwinter - werden dann die Menschen in den Bann der alten Rituale und der Masken gezogen. Jeder Ort hat eigene Bräuche und eigene Masken: Roller und Scheller, Bärentreiber und Schleicher, Spiegeltuxer, Zottler und Muler, Sacknerinnen und Kübelemajen, Wampeler, der Panzenaff und natürlich Hexen gehören zu den seltsam-schönen, grotesk-wilden Gestalten der Tiroler Fasnacht.

“Die Figuren und Masken, Paare und Gruppen, die zeremoniellen Schritte und Tänze reichen mit ihren Wurzeln in graue Vorzeiten zurück. Sie haben mit Sonnenkult und Fruchtbarkeitszauber, mit dem Vertreiben böser Kräfte und der Beschwörung der Lebensgeister zu tun. Mystische Lebensauffassung und die enge Naturverbundenheit der Vorfahren kommen darin zum Ausdruck.

Als man den religiösen Inhalt des Fastnachtsgeschehens nicht mehr begriff, entarteten die Bräuche nicht selten und wurden von der Obrigkeit als heidnisch und unsittlich verboten. In veränderter Form entstanden sie immer wieder neu. Die Barockzeit und das 19. Jahrhundert hinterließen am deutlichsten ihre Spuren in Masken und Kostümen. Die heute üblichen Umzüge sind eine Einführung des vorigen Jahrhunderts. Mitwirken dürfen nur Männer, während die Frauen für den schönen »Aufputz« zuständig sind.

Dass die Tiroler Fasnacht nichts Totes und Museales ist, dass Spektakel und »Hetz« eine wesentliche Rolle spielen, beweisen nicht zuletzt die fantasievoll geschmückten, mit Figuren und Aufbauten versehen Wagen, die den Zug der altehrwürdigen Gruppen und Figuren ergänzen und für Heiterkeit, Bewirtung und viel Schabernack sorgen. Auch witzig-kritische Ansprachen gehören in den meisten Fasnachtsorten mit zum brauchtümlichen Geschehen.“ (www.sagen.at)

Nachdem 2009 die Imster mit ihrem bunten Schemenlaufen durch die Straßen ihres Ortes zogen, war 2010 wieder der Ort Telfs an der Reihe. Das Spektakel des Schleicherlaufens gehört wegen seiner Farbigkeit, Urtümlichkeit und seiner Lebendigkeit zu den bedeutendsten Fasnachtsveranstaltungen des Alpenraumes.

Den tieferen Sinn des Schleicherlaufens vermutet man in einem vorchristlichen Kult: Mit Lärm und furchterregenden Masken sollen böse Geister und Dämonen, die in der künftigen Wachstumsperiode die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnten, vertrieben werden. Vor dem traditionellen Schleicherlaufen finden aber bereits wichtige traditionelle Rituale statt, wie dem “Naz-Ausgraben“ (das symbolische Ausgraben der Fasnacht in Form einer Puppe, dem “Naz“), einem Fest der Jahreszeiten und der Sonne und dem “Eseleinfiarn“. Beim “Eseleinfiarn“ begibt sich die Gruppe der Bärentreiber, in dicken Fellen gehüllt und mit den wunderlichsten Fellmützen, mit Esel und Geißbock durch den Ort Telfs. Auch der traditionelle Maturaball wird an diesem Abend von der Gruppe, die aus 20 bis 30 Bärentreibern und einem Geißbock besteht, mit Musik und Gesang, mit Rufen und Getöse erobert. Am Fasnachtsdienstag endet die Telfer Fasnacht mit dem „“Naz-Eingraben“. Erst 2015 wird dann wieder am 6. Januar der Naz ausgegeraben. Bis dahin darf er in Frieden ruhen.

Der Wunsch sich zu verkleiden und in eine “andere Haut“ zu schlüpfen, sich mit der Natur und alten Riten zu verbinden oder sich einfach nur von der Ausgelassenheit mittragen zu lassen –  entspricht dem menschlichen Bedürfnis. Im Karneval, Fasching oder der Fasnacht kann ein jeder dieses Bedürfnis ausleben.

 

Mona Marweld-Engin

 

 

Besser Leben

Týpp zum kalorýenarmen Kochen:

Mýneralwasser statt Fett benutzen

Mineralwasser mit viel Kohlensäure eignet sich zum fettarmen Kochen. Mit dem sprudelnden Nass lassen sich Fleisch und Fisch ebenso gut anbraten wie mit Öl. Das Wasser muss dafür lediglich in eine heiße, beschichtete Pfanne gegeben werden, dann kurz aufschäumen lassen, das Bratgut hineingeben und wie gewohnt zubereiten. Ist das Wasser verdampft, wird einfach esslöffelweise Wasser nachgeschüttet, bis das Fleisch zubereitet ist. Allerdings darf nicht zu viel Wasser verwendet werden, sonst wird das Fleisch laut der Informationszentrale Deutsches Mineralwasser gekocht und nicht gebraten. Zahlreiche Chefköche schwören auf diese Garmethode.

Auch lässt sich Gemüse mit kohlesäurehaltigem Mineralwasser gut dünsten. Es behält eher als bei anderer Zubereitungsart seine Farbe. Zudem soll sich der Eigengeschmack stärker entfalten. Wichtig bei der Verwendung von Mineralwasser beim Kochen ist, ein Wasser mit wenigen Mineralstoffen zu wählen. Ansonsten wird der Geschmack der Speisen verfälscht.

http://de.news.yahoo.com/

 

 

 

 

 

 

 

 

Kleinanzeigen

finden Sie wie immer unter: www.info-istanbul.info