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Editorial |
Liebe Leserinnen und Leser,
Auch in diesem Februarheft werden wir uns mit dem Thema Liebe
beschäftigen. Da kommt uns natürlich der Valentinstag mit den
Liebespaaren in den Sinn, die Verliebtheit und das Kribbeln im
Bauch ……. aber die Liebe hat so viele Gesichter und wir erleben
sie in unserem Leben in unter-schiedlichen Variationen: Da ist
zuerst die Kindes- und Elternliebe, die Geschwister- und
Familien-liebe, die Liebe zu Freunden und Vertrauten. Dann
erleben wir die Partnerliebe und mit ihr entsteht meist auch der
Wunsch nach dem gemeinsamen Kind und so dreht sich das Rad der
Liebe von neuem.
Auch finden wir die Liebe in der Form von Verehrung zu einer
Person, die uns begeistert oder inspiriert. Das kann, wie bei
der Künstlerin Leyla Gediz, die Verehrung zu der Lehrerin sein,
die ihr die Liebe zur Kunst vermittelte. Häufig finden wir diese
Wertschätzung bei jungen Künstlern gegenüber ihren Vorbildern,
so wird z.B. die Ikone der österreichischen Dichtkunst
Friederike Mayröcker von vielen jungen Dichtern geliebt, da
diese wiederum im offenen Haus der Dichterin willkommen sind.
Wir können eine Liebe zur Kunst und Musik entwickeln. Ebenso
kann Kunst und Musik unsere Empfindungsfähigkeit verstärken. Es
gibt die Liebe zur Natur und zu den Tieren und viele weitere
Dinge in unserem Dasein können mit Liebe verbunden sein. Wir
können einen Beruf ergreifen, den wir lieben, der unser Leben
prägt und bereichert. Unser Leben kann bereits seit unserer
Kindheit mit Liebe erfüllt sein oder wir können jetzt unser
Leben bewusst mit Liebe füllen. Sie kann überall sein, wenn wir
das Leben und die Menschen lieben.
„Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst!“
Dieses uns so vertraute Gebot appelliert sowohl an unsere
Nächstenliebe als auch an unsere Selbstliebe, die nicht mit
Narzissmus zu verwechseln ist. Denn bevor wir einen anderen
Menschen lieben können, muss die Liebe in uns selbst beginnen.
Nur wer sich selbst akzeptiert und liebt kann Positives
bewirken. Wenn Liebe in uns ist, dann werden wir uns selbst
nicht verletzen und auch keinen anderen Menschen.
Der Schwerpunkt der Liebe ist für den Gläubigen die Gottesliebe,
die Liebe Gottes zu den Menschen und die Liebe des Einzelnen zu
Gott. In unserer Zeit sprechen viele Personen von der Liebe zum
Universum, aber auch diese allumfassende Liebe impliziert die
Nächsten- und Selbstliebe, was wiederum ein Schritt zu mehr
Frieden sein sollte.
Mit dem Frieden in uns werden wir wohlwollend und friedlich
unseren Mitmenschen begegnen und Toleranz und Großzügigkeit auch
gegenüber anders Denkenden walten lassen können.
Mona Marweld-Engin für das Brücke Team
(Die
Ausstellung von Leyla Gediz ist noch bis zum 14. Februar in der
Galerie des Österreichischen St. Georg-Kollegs, Kart Cinar Sok.
2, TR-34420 Karaköy - Istanbul, zu sehen)
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In eigener
Sache |
Versand der Infobriefe per Post
Bereits die letzten beiden Infobriefe haben wir
versuchsweise per Post verschickt; mit dem Ergebnis, dass wesentlich
weniger nicht zustellbare Rücksendungen kamen.
Leider gibt es weiterhin einige Mitglieder, die ihren Infobrief
nicht oder aber sehr spät erhalten.
Wir versuchen unser Möglichstes, um Ihnen den regelmässigen Erhalt
der Infobriefe zu gewährleisten, sind dabei jedoch auf Ihre Mithilfe
angewiesen. Deshalb bitten wir nochmals um Rückmeldungen bei
Adressen, bzw. Hausnummernänderungen. Vielleicht kennen Sie auch in
Ihrer näheren Umgebung oder Nachbarschaft ein BRÜCKE-Mitglied,
welches seinen Infobrief regelmässig erhält. So könnten wir z.B.
zwei bis drei Briefe an eine Adresse senden.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Spass und
gute Unterhaltung mit dem neuen Infobrief.
Ihr Brücke-Team
Korrektur Agenda 2009
Mit Bedauern mussten wir einige kleine Fehler in
unserer Agenda 2009 feststellen.
Hausnummernänderung:
Dr. Med. Kaðan Kocatepe
Nispetiye Cad.
No:
36 / 4
1.Levent – Istanbul
BABETTE BEAUTY
CENTER
Baðdat Caddesi 377, Esen Apt. Kat 2, D:8
Þaþkýnbakkal-Istanbul
Tel. 0212 / 467 35 19 / 359 90 83
Herzlichen Glückwunsch und Willkommen an Bord!
Bianca Kaiser
und Ayhan freuen sich über die Geburt ihres Sohnes Marco
Deniz. Wir gratulieren der ganzen Familie mit Defne und Khan zu
diesem freudigen Ereignis und wünschen eine glückliche Zukunft.
Trauer
Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen mitten in uns.
Rainer Maria Rilke
Am 25. Januar verstarb der bekannte
Schriftsteller
ORHAN DURU.
Seiner Ehefrau Sezer Duru und ihrer Familie wünschen wir Kraft
in dieser schweren Zeit.
Möge sie weiterhin ihre Energie der Literatur widmen.
Mona Marweld-Engin
für das Brücke-Team
Unser herzlichstes Beileid zum Tod ihres
Schwiegervaters gilt auch Filiz Baþaran-Zelzele und ihrer
Familie. Möge der Tod eine Erlösung für ihn sein.
Geçmiþ olsun
Wir wünschen dem Mann von Edda Weissenbach
gute Besserung und dass er bald wieder auf den Beinen ist!!
Danke
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Jutta Temel
für ihre großzügige Spende in unsere "Brücke-Kasse". Sie wird der
Vereinsarbeit zugute kommen.
Besuchsdienst
Unser Aufruf ’’Besuchsdienst’’ stösst auf positives
Interesse bei den Mitgliedern.
Deshalb unser dringender Aufruf!!
Wer würde gerne besucht werden oder kennt Menschen in Istanbul, die
sich über einen Besuch / einen Gedankenaustausch / Abwechslung im
Alltag freuen würden?
Wer hat Freude daran alleinstehende Menschen, kennenzulernen und
würde sich bereit erklären, sie zu besuchen?
Bitte melden sie sich mit Name, Adresse, Tel.Nr., Alter
im BRÜCKE-Büro unter 0212/458 9850 oder bei Biggi Özcan 0532/502
9695.
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Rückblicke |
Seniorenweihnachtsfeier im Konsulat
Mehr als ein verspäteter Rückblick soll dies ein
herzliches Dankeschön an das Ehepaar von Kummer sowie das
Deutsche Generalkonsulat Istanbul sein.
Denn auch dieses Jahr luden sie die Senioren zu einem
Adventskaffee ein.
Diese, fast schon traditionelle Veranstaltung, auf die sich die
Senioren immer schon im Voraus freuen, ist für viele fast schon
der Höhepunkt der weihnachtlichen Zeit.
Und so sass man an liebevoll und festlich dekorierten Tischen
bei Kaffee und Kuchen unter einem riesigen Weihnachtsbaum,
lauschte den schönen Liedern des Chores und folgte den nett
arrangierten weiteren Aktivitäten. Die Zeit verging zu
schnell.........
ALLEN, die sich an Vorbereitung und Ausführung des Nachmittages
beteiligten, sei herzlich gedankt.
Brigitte
Midil
Frühstück Yeþilköy
Gut gelaunt trafen sich am Donnerstag den
15.1.09 zahlreiche Teilnehmerinnen zum Frühstück im Figaros
Restaurant in Yeþilköy.
Suat und seine Mannschaft verwöhnten uns mit gewohnter Qualität
und wir liessen uns das reich-haltige Frühstück schmecken.
Die bunte Mischung der Teilnehmerinnen ergab ausreichenden
Gesprächsstoff.
Auch unser jüngster acht Wochen alter Gast schien die Atmosphäre
zu geniessen.
Babette nutzte die Gelegenheit und stellte ihr neues
Kosmetikinstitut vor.
Alle waren sich einig: So kann das neue Jahr weitergehen.
Weitere Veranstaltungen wurden angeregt.
Im Anschluss besuchten einige Teilnehmerinnen die
Fotoausstellung African Wildlife von Burak Doðansoysal und
bestaunten die beeindruckenden Tier- und Landschaftsaufnahmen.
Biggi Özcan
Verleihung der Silbernen Rose
Am Montag, den 12. Januar 2009 wurde die Rose des
Hl. Nikolaus in einer Andacht in der Marien-Kathedrale des
armenischen Patriarchates an Patriarch Mesrob verliehen.
Papst Benedikt XVI. würdigte den Einsatz von Patriarch Mesrob
bei seinem Besuch am 30. Novem-ber 2006 bei einer Andacht und in
anschliessenden Gesprächen. Schon damals zeichnete sich eine
schwere Erkrankung des Patriarchen ab, die es ihm heute fast
unmöglich macht, seinen Dienst auszuüben.
Die Laudatio hielt der Rektor der Universität Freiburg, P. Guido
Vergauven. Anschliessend gab es einen Empfang im Saal neben der
Kirche.
Erzbischof Aram nahm stellvertretend für Patriarch Mesrob die
Silberne Rose des Heiligen Nikolaus
in Empfang.
An dieser besonderen Veranstaltung nahmen auch unser deutscher
Konsul, Herr von Kummer, Pfarrer Nollmann, Pfarrer Dr. Wehr,
HR Franz Kangler CM und
Schwester Hedwig, von der St. Georgs-Gemeinde und
Dr. Nikolaus Wyrwoll, Berater des päpstlichen Rates zur
Förderung der Christen in Rom, teil. Besonders hervorzuheben
wäre noch der Chor, welcher fantastisch gesungen hat.
Jutta
Maria Temel
Am 21. Januar fand in den Räumen der Arnavutköy ArtGallery unser
Neujahrsempfang statt.
Als erstes stiessen wir mit Sekt auf das neue Jahr an, wobei wir
Gelegenheit hatten, uns Skulpturen und Gemälde einer jungen
Künstlerin anzusehen.
Danach hielt Ingrid Iren einen interessanten Vortrag über das
Thema Sprache. "Sprache-Nährboden der Kultur".
Frau Iren hat unter anderem mehrere Bücher des Nobelpreisträgers
Orhan Pamuk meisterhaft übersetzt.
Nach dem Vortrag erzählte sie über die Besonderheiten und die
Schwierigkeiten des Übersetzens, was sehr interessant war. Es
lässt sich sagen, dass eine gute und originalgetreue
Übersetzung, die sehr viel an Wissen und Erfahrung erfordert,
von grosser Bedeutung für den Erfolg eines Werkes ist.
Schliesslich machten wir uns noch ein paar schöne Stunden zum
Klönen und Lachen. Für das leibliche Wohl war gesorgt. Zu Kaffee
und Tee gab es Käsekuchen, Börek, Linsen-Köfte und noch einiges
mehr..........
Einen herzlichen Dank an Frau Ingrid Iren für den interessanten
Vortrag und an das Brücke Kultur-Forum für die gute
Organisation.
Yasemin Demir
….. Sprache ist gleich Wort (s. oben: „Im
Anfang war das Wort“), sie ist die Summe von Wörtern, oder
auch: Laute haben sich zu Wörtern verdichtet, und Wörter
haben Sätze gebildet. Im Prozess der Differenzierung haben
die Wörter eine große Kraft entwickelt.
DAS WORT wurde zu einem Instrument, mit dem die Menschen
Einfluss gewinnen konnten. Das Wort kann bitten, flehen,
drohen, befehlen, kann Gutes verheißen, Hoffnung geben, aber
auch verführen, Hass und Feindschaft beschwören.
Wir kennen unzählige Beispiele aus der Geschichte der
Menschheit, die von der Kraft und Macht des Wortes zeugen.
Kaiser, Könige, Heerführer, Diktatoren, Revolutionäre, aber
auch Glaubenskämpfer und Philosophen, sie alle haben im
Laufe der Menschheitsgeschichte das Instrument Wort
überzeugend eingesetzt.
Um nur wenige Beispiele hervorzuheben:
Ohne die Wortgewalt eines Moses ist der Auszug der Kinder
Israels aus Ägypten undenkbar, desgleichen die endgültige
Formierung der Stämme zu einem Volk.
Wie wir in einem der eindrucksvollsten Werke von Shakespeare
nachlesen können, hat Marcus Antonius mit seinem Nachruf auf
Caesar das römische Volk umgestimmt und den Hass auf seine
Mörder entfacht.
Martin Luthers Wort: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“
hat die unumschränkte Machtposition der katholischen Kirche
erschüttert – und letztlich dort gewisse Reformen initiiert.
Undenkbar ist auch die französische Revolution ohne die
Überzeugungskraft ihrer Wortführer.
VER-FÜHRER wie Hitler und sein Sprachrohr Goebbels haben in
Gemeinschaft mit anderen Diktatoren - Mussolini, Franco,
Salazar und in Osteuropa Stalin und seine Helfer - durch
Brandworte die Taten der Gewalt entzündet und damit
unendliches Leid über die Menschheit gebracht.
Kemal Atatürk kämpfte nach dem Zusammenbruch des Osmanischen
Reiches mit Wort und Tat für einen Neuanfang und gab durch
eine seiner wichtigsten Reformen, die Einführung der
lateinischen Buchstaben, allen Schichten seines Volkes die
Möglichkeit zu einer ausreichenden Bildung.
Wortstark, im gewaltlosen Widerstand und mit dem Vorbild
seiner asketischen Lebenshaltung errang der Mahatma Gandhi
die Autonomie Indiens.
Und auch Martin Luther King kämpfte nur kraft seines Wortes
für Frieden und Gleichstellung der Rassen.
So haben im Lauf der Geschichte aller Kulturen immer wieder
charismatische Persönlichkeiten die Menschen mitgerissen und
den Stand der Dinge kraft ihrer Worte verändert, zum Nutzen,
aber auch zum Schaden der Menschheit.
Lasst uns die Sprache, die Macht des Wortes,
nicht vernachlässigen, damit wir denen, die sie für ihre
eigene Macht missbrauchen, wirksam ins Wort fallen können!
Ingrid Iren, 2008
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Neuigkeiten
und Aktuelles |
Wussten Sie schon, ...
...dass die Kommunalwahlen am 29. März 2009
stattfinden werden?
...dass die alten YTL-Geldscheine und Münzen
noch bis Ende 2009 benutzt werden können.
Onlinebestellung der Museumskarte
Auf vielfachen Wunsch hier die Adresse der Webseite
für die online Bestellung der Museumskarte:
https://satis.muzekart.com/anasayfa.html
Brief aus China
Hefei (China), 11.1.2009
Euch allen ein glückliches Neues Jahr!
Uns bringt es in wenigen Tagen die Rückkehr nach Deutschland. Elf
Monate im Reich der Mitte sind wie im Flug vergangen. Bei diesem
Riesenland haben wir jetzt den Eindruck, nicht viel mehr zu „wissen“
als vorher. Aber es gibt ja die Experten nach ein oder zwei
organisierten 10-Tage-Reisen. Wer mir noch mal erzählt, Chinesisch
könne man nur in China essen, der kennt zu wenige chine-sische
Restaurants in China und Deutschland.
Eginald Schlattner, vielen ein guter Freund (erfolgreicher
Schriftsteller wie May), der nie in China war (wie May), hatte in
blanker Ironie gemeint: wer Karl Mays Blauroten Methusalem
gelesen habe, wisse alles über China. Weil ich das Buch in meinem
Keller hatte, fing ich an zu lesen, legte es bald bei-seite, weil
ich eigentlich nie ein Freund von May war. Jetzt wurde ich es,
nachdem ich gegen Ende unserer China-Zeit alles Mitgebrachte gelesen
hatte und eigentlich widerwillig nach dem Methusalem griff.
Aber siehe da: Ich musste mich an vielen Stellen kringelig lachen,
weil May vor ca. 120 Jahren ins Schwarze getroffen hatte. Egal,
welche Quellen er hatte und wie er sie benutzte. Sehr stabil ist
dieses Land! Dass May in Radebeul nur 50 Meter von meiner Patentante
entfernt ruht, verbindet mich fast mit ihm. Bei deren Beerdigung vor
zwei Jahren hatte ich das nicht vorausgesehen.
Gewinn der Zeit in China? Bisher hatte ich nicht Gelegenheit, meine
Toleranzgrenzen so lange zu testen und traumhafte chinesische
Küstenstädte zu erleben. 15 Jahre Istanbul haben eine
unverwüst-liche Liebe zu Städten am Meer wachsen lassen: Tsingtau,
Shanghai, Hongkong, Macau. Freitags ist der Flieger an die Küsten
voll von Fliehenden, am Sonntagabend sind es dieselben Leute am
Koffer-band. Viele meiner Studenten können nicht – wie wir – einfach
ans Meer fliegen, in Shanghai am Bund sitzen, die wenigen 100 m
rekonstruierter Großer Mauer besteigen oder sich bei Hitze
durch die riesigen Höfe der Verbotenen Stadt quälen......
Allen herzliche Grüße!
Ulrich Mattern !
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Brücke-Kulturforum
stellt vor |
DEUTSCHES ARCHÄOLOGISCHES INSTITUT ISTANBUL
Das Deutsche Archäologische Institut gründete 1929,
anlässlich seines 100-jährigen Jubiläums, die Abteilung Istanbul.
Das Institut befindet sich im Gebäude des Deutschen Generalkonsulats
in Gümüssuyu, in der Nähe des Taksim-Platzes.
Seit 2006 wurde die Leitung des Instituts von Dr. Felix Pirson
(Schwerpunkt: Klassische Archäologie) und als zweiter Direktor von
Dr.-Ing. Martin Bachmann (Schwerpunkt: Bauforschung) übernommen.
Das Aufgabengebiet des Instituts umfasst Forschungsprojekte von der
Urgeschichte Kleinasiens bis zur osmanischen Epoche.
Zu dem Institut gehört eine Bibliothek mit ca. 60.000 Büchern und
200 Zeitschriften, die der Öffentlichkeit zugänglich ist. Ebenso
eine Fotothek mit ca. 120.000 Bildern, 65.000 Negative, davon ca.
2.500 historische Aufnahmen sowie das Pergamonarchiv mit ca. 50.000
Aufnahmen.
Die Öffnungszeiten sind:
Montag bis Freitag von 9.00 bis 13.00 Uhr
Im Winterhalbjahr bietet das Institut informative
Abendvorträge für die interessierte Öffentlichkeit an, zu denen
auch ausländische Wissenschaftler eingeladen werden.
Eine zweite Vortragsreihe sind die sog. Hauskolloquien, in denen vor
allem junge Wissenschaftler neueste Forschungsergebnisse zur
Diskussion stellen können.
Im Frühsommer werden von den Mitarbeitern des Instituts regelmäßig
Führungen zu Istanbuler Stadtteilen, Bauwerken und Sammlungen
durchgeführt. Das Programm hierfür wird noch erarbeitet und kann
demnächst auf der Webseite des Instituts eingesehen werden.
Zu dem Vortragsprogramm für die Saison 2008/2009
möchte die Leitung des Instituts auch alle BRÜCKE-Mitglieder
einladen.
Die Vorträge finden, wenn nicht anders angegeben,
jeweils donnerstags um 18 Uhr im Lesesaal des Deutschen
Archäologischen Instituts statt.
Adresse
Abteilung Istanbul
Ýnönü Caddesi 10
34437 Istanbul
Tel.: +90-(0)212-393 76 00
Fax: +90-(0)212-393 76 40 (Verwaltung)
Fax2: +90-(0)212-393 76 14 (Sekretariat)
E-Mail:
sekretariat@istanbul.dainst.org
Alle weiteren Informationen können Sie der Webseite des Instituts
entnehmen:
www.dainst.org/abteilung.php?id=266
Mona Marweld-Engin
Ausstellung: Istanbuls Holzhäuser - Beispiele seiner
historischen Wohnarchitektur
Das Stadtbild Istanbuls wurde bis weit in das 20.
Jh. hinein von Holzhäusern bestimmt. In einem dramatischen Prozess
sind diese Bauten verdrängt worden. Das Deutsche Archäologische
Institut Abteilung Istanbul hat sich in zahlreichen Untersuchungen
seit über 40 Jahren mit den Istanbuler Holzhäusern beschäftigt. In
der Ausstellung, die vom stellvertretenden Direktor der Abteilung
Istanbul, Dr.-Ing. Martin Bachmann in Zusammenarbeit mit dem
Ýstanbul Araþtýrmalarý Enstitüsü (Istanbul Research Center)
konzipiert wurde und im Rahmen der deutsch-türkischen Kulturwochen
2008 gezeigt wird, ist ein Überblick der Arbeiten zu sehen.
Die gezeigten Beispiele erfassen das gesamte zeitliche Spektrum der
noch existierenden Holzhäuser, das vom Amcazade Yalýsý des
ausgehenden 17. Jhs. bis zu einem Wohnhaus des frühen 20. Jhs. auf
Büyükada reicht. Typologisch wird die ganze Vielfalt von der
prachtvollen Ufervilla am Bosporus bis hin zu den kleinbürgerlichen
Wohnhäusern Zeyreks aufgezeigt. Und die weite Verteilung der Objekte
weist schließlich darauf hin, dass die historische Stadttopografie
sich keinesfalls auf die bekannten Zentren beschränken lässt.
Dennoch nimmt die Altstadthalbinsel mit dem historischen Viertel
Zeyrek einen Schwerpunkt ein. Hier fanden Ende der 1970er Jahre
bedeutende, flächendeckende Dokumentationsarbeiten statt, mit denen
ein damals noch weitgehend intaktes Holzhausquartier für die
Nachwelt festgehalten werden konnte. Einen weiteren Hauptakzent
setzen die bautechnischen und konstruktiven Besonderheiten der
osmanischen Holzhäuser. Mit einer Auswahl historischer
Holzbearbeitungsinstrumente des 19. und frühen 20. Jhs. wird diese
Sektion bereichert. Gezeigt wird aber auch ein detailgetreues
Konstruktionsmodell des Amcazade Yalýsý. Hervorzuheben ist ferner,
dass die Ausstellung fast ausschließlich mit historischen Aufnahmen
aus dem Fotoarchiv des DAI Istanbul illustriert wird.
Begleitend zur Ausstellung erscheint ein dreisprachiger Katalog
(deutsch-türkisch-englisch) mit zahlreichen Beiträgen.
Internetpräsenz des Istanbul Research Center / Ýstanbul
Araþtýrmalarý Enstitüsü
http://www.iae.org.tr
photo credit: Dr.-Ing. Martin Bachmann, DAI
(der Webpage des Deutschen Archäologischen Instituts
Istanbul entnommen)
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Kultur |
Buchrezension von Georg Hauser
Yusuf Atilgan
Der Müssiggänger
Woher das neue Interesse an Atilgans altem Roman,
nicht nur in Deutschland, auch in der Türkei, 50 Jahre nach
Ersterscheinen? Bemerkenswerte Neuauflagen (nächstes Frühjahr, nach
über 70 Jahren) auch von Szerbs Reise im Mondlicht (1937).
Was war an Pamuks Schnee so erfolgreich? Der junge Mann, der
nach traumatischen Kindheitserfahrungen seine Rolle gegenüber der
irgendwie überlegenen Frau nicht finden kann, oder die – nicht neue
– aber von Zeit zu Zeit als neu wahrgenommene Erzähltechnik, nämlich
häufiger Wechsel von Erzählhaltungen und Perspektiven, der dem Leser
ziemliche Aufmerksamkeit abverlangt, wenn er nichts verpassen will?
Gleichviel: Viele Müßiggänger-Besprecher scheinen voneinander
abgeschrieben zu haben: C., Atilgans Held, sei ein der eben erst
aufgestiegenen bürgerlichen Mittelklasse entsprungener Jüngling,
orientierungslos, weil er sich um eigenes Einkommen nicht unbedingt
zu kümmern habe, die eigentliche Lohnarbeit als fast unanständig (ameisenwürdig)
ansehe, aber zum Unternehmertum auch nicht gerade Lust habe, es
beinahe erholsam finde, wenn die Ameisengesellschaft bei Regen
vorübergehend von der Straße verschwinde......
Georg
Hauser
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Aus den
Medien |
Die Öffentlichkeit verfolgt gebannt den Serien-Krimi:
Ergenekon
Seit am 7. Januar eine weitere Verhaftungswelle im
Zuge der Ergenekon-Untersuchung erfolgte, beherrscht das Thema
wieder die öffentliche Diskussion. Neben den inzwischen allbekannten
Ungereimtheiten, zu denen „in Echtzeit“ Einzelheiten über Festnahme,
Beweismittel und Verhöre gehören, dürfte die Life-Übertragung von
Arbeiten zum Aufspüren von Bomben und Waffen durch das
Staatsfernsehen wohl ziemlich einzigartig sein. Auch eine
vierstündige Reportage mit einer Person, nach der im Zusammenhang
mit der Untersuchung gefahndet wird, im Staatsfernsehen gehört
sicher nicht zu Ereignissen, die man jederzeit antreffen wird…
Zur Erinnerung…
Die Ergenekon-Untersuchung nahm vor fast zwei Jahren ihren Anfang
mit dem Fund einer Kiste Handgranaten im Istanbuler Stadtteil
Ümraniye. Ihrer Bauart zufolge stammen die Handgranaten aus Armee-,
Polizei- oder Geheimdienstbeständen. Ihre Herkunft ist jedoch nach
wie vor (zumindest für die Öffentlichkeit) ungeklärt. Die
Handgranaten werden mit Anschlägen auf die Tageszeitung Cumhuriyet
2006 in Verbindung gebracht. Für die Anschläge werden die Attentäter
verantwortlich gemacht, die im Mai 2006 einen Anschlag auf den
Verwaltungsgerichtshof verübten, bei dem ein Richter erschossen
wurde.Im Zuge der Ermittlungen zum Handgranatenfund in Ümraniye
erfolgten bisher zehn Festnahmewellen. Der im vergangenen Sommer
vorgelegten Anklageschrift zufolge gibt es eine „Ergenekon“ genannte
Terrororganisation, die für zahlreiche Morde, Attentate und weitere
Straftaten verantwortlich gemacht wird. Dieser Terrororganisation
sollen u.a. führende Kreise der türkischen Gesellschaft und hohe
Staatsbeamte angehören. Der Begriff „Ergenekon“ wird dabei
gelegentlich synonym für „tiefer Staat“ verwandt. Zu den
Festgenommenen gehören pensionierte Offiziere bis in den
Generalsrang, aktive Offiziere, Akademiker, Politiker (bis hin zu
Parteivorsitzenden), Journalisten und Künstler.............
von STEFAN HIBBELER
Quelle: Istanbulpost
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Kurznachrichten |
Im neuen Jahr mehr deutsche Touristen in die Türkei
Laut Öger Tours bedeutet die globale Wirtschaftskrise
neue Chancen für den türkischen Tourismus. Wie der
Türkei-Geschäftsführer des Reiseveranstalters erklärte, deuten
Umfragen auf ein stark erhöhtes Interesse der Deutschen am Urlaub in
der Türkei hin. Dabei stehen „All-Inclusive“-Angebote im
Vordergrund, bei denen die Hauptkonkurrenten Tunesien und Ägypten
noch nicht mithalten können.
Quelle: Newsletter - FMConsulting
Spedition Ekol eröffnet neue Route nach Deutschland
Nach 4-jähriger Vorbereitungszeit hat das türkische
Speditions- und Logistikunternehmen Ekol eine neue, zeitsparende
Route für den europäischen Kombiverkehr eingerichtet. In Zukunft
werden die Güter in Spezial-Sattelaufliegern von Istanbul nach
Trieste verschifft. Es folgt der Transport auf der Schiene zum
Zielterminal in Mannheim, von wo sie per LKW zum Empfänger gelangen.
Die Investition von 25 Mio. Euro soll sich durch jährliche
Kosteneinsparungen von 20 % bezahlt machen. Gegen Gebühr können auch
Fremdspeditionen diese Infrastruktur nutzen.
Quelle: Newsletter - FMConsulting
Beihilfe zur Arbeitsplatzerhaltung geplant.
Der Minister für Arbeit und Soziales Faruk Celik hat
mitgeteilt, dass an einem Programm gearbeitet wird, dass eine
Kostenübernahme eines Teils der Löhne für Unternehmen vorsieht, die
vorübergehend ihre Arbeit einstellen. Celik erinnerte in diesem
Zusammenhang daran, dass das Arbeitslosengeld zwischen 265 und 533
TL liegt. Ziel des Programms ist es, Entlassungen in der Industrie
zu vermeiden.
(NTV, 6.01.09)
65 Prozent der Häuser im Marmara-Gebiet erdbebengefährdet.
Eine japanische Expertenkommission kommt zu dem
Schluss, dass 65 Prozent der Häuser im Marmara-Gebiet bei einem
Erdbeben mit Stärke 7 oder höher einstürzen werden. Der
Staatssekretär im Bauministerium Sabri Erbakan verwies auf die
Vielzahl von an der Stadtplanung beteiligten Institutionen und hob
Mängel in der Bauüberwachung hervor. Seiner Einschätzung nach
bedürfen selbst neu gebaute Häuser einer Nachbesserung zur Erhöhung
der Erdbebensicherheit.
Quelle: Cumhuriyet, 13.01.09
Inflationsziel für 2008 verfehlt
Auch im abgelaufenen Jahr hat die Türkei das
einstellige Inflationsziel mit 11,04% Inflation wiederholt verfehlt.
Seit drei Jahren liegt die Inflation damit deutlich über dem
anvisierten Ziel. Für das kommende Jahr wurde aus diesem Grund die
Zielmarge von 4% auf 7,5% nach oben korrigiert. Zwar sind diese
Werte für mitteleuropäische Verhältnisse hoch, aber im Vergleich zur
Inflation in der Türkei Ende der 90-er Jahre verschwindend gering,
als sie bei dreistelligen Werten lag. Damit hat das Land auch einen
guten Platz in der „Inflationsliga“ eingenommen. War die Türkei im
Jahr 2001 noch an vierter Stelle mit weltweit höchster Inflation,
liegt sie heute an 62. Stelle. Inflationsweltmeister war 2008
Zimbabwe.
Quelle: imap-Instituts
Krise hat Appetit auf Pizza nicht verderben können – Markt soll
stark wachsen
Mit zunehmender Urbanisierung ändern sich die
Essgewohnheiten der Türken – vor allem der jungen Generation. Dies
gilt nicht allein für die Metropolen des Landes, sondern zunehmend
auch für Anatolien. Die großen Pizzaketten eröffnen laufend neue
Filialen im ganzen Land. Dadurch wird der Pizzasektor zu einer
wahren Wachstumsbranche: In den kommenden drei Jahren soll der Markt
von jetzt 250 Mio. US$ auf 600 Mio. US$ expandieren. Der Optimismus
in der Branche ist ungebrochen, denn der wachsende Appetit auf
Pizza, so ist man überzeugt, sei stärker als die Krise.
Quelle: Newsletter - FMConsulting
Türkische Erstliga-Fußballer fordern Kirche
Eine heftige Kontroverse haben christliche
Spitzenspieler beim türkischen Erstligisten "Fenerbahce Istanbul"
mit der Forderung nach einer Kirche ausgelöst. Wie die türkische
Presse am Dienstag berichtete, beantragte der brasilianische
Mannschaftskapitän Alex de Souza beim Vereinsvorstand die
Einrichtung einer kleinen Kirche auf dem Trainingsgelände am
asiatischen Ufer des Bosporus. Er stellte die Forderung im Namen
aller acht christlichen Spieler bei "Fenerbahce". Der
Vereinsvorstand äußerte sich bisher nicht zu dem Ansinnen. In
Internet-Foren wurde der Vorschlag heftig diskutiert. Während einige
Fans Verständnis für die christlichen Spieler äußerten, griffen
andere den Mannschaftskapitän an. "Fenerbahce" wurde im Jahr 1907 in
Kadiköy (Chalkedon) auf der asiatischen Seite der Bosporus-Metropole
gegründet, als noch 50 Prozent der Bewohner der Stadt Christen
waren. Istanbul wurde damals türkisch Konstantiniya, griechisch
Konstantinoupolis und im levantinischen Italienisch Cospoli
genannt.
Quelle: http://www.kathweb.at, 06.01.09
!f Istanbul fängt bei Dir an!
Das Istanbuler Festival für Independent-Filme „!f
Istanbul“ findet vom 12. bis 22. Februar in Istanbul und Ankara
statt. Im Rahmen des Festivals werden bis zu 70 internationale Filme
gezeigt. Da die
Filmvorführungen im AFM-Kino statt finden wird das Festival auch als
„AFM Festival“ bezeichnet. Es ist das einzige Filmfestival der
Türkei mit einer eigenen Sektion für schwullesbische Filme.
Nach Angaben von NTV lautet das Motto des diesjährigen Festivals
„Fang bei Dir an!“. Nähere Angaben zu den Filmen liegen noch nicht
vor. Auf der offiziellen Seite von „!f Istanbul“
http://2009.ifistanbul.com/
die auf Türkisch und Englisch informiert, kann man
sich in den Newsletter eintragen.
Quelle: Der Türkeimonitor, 21.01.2009
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Kinder,
Kinder |
Schneeglöckchen, Weißröckchen …
Seit vielen Tagen lachte die Sonne warm vom
Winterhimmel, und die Leute freuten sich. Nur Jule war traurig. Es
hatte keinen richtigen Winter mit Schnee und Eis gegeben, und die
Tage wurden nun auch schon wieder länger. Ihr neuer Schlitten aber
stand immer noch im Keller. Das bisschen Schnee, das in diesem
Winter manchmal die Erde ein wenig bedeckt hatte, hatte nicht einmal
für einen Schneeball gereicht.
„Komm endlich, Schnee!“, rief Jule in den Himmel hinauf. „Ich will
Wolken und Schnee!“
Sie begann zu singen: ’Schneeglöckchen, Weißröckchen, wann kommst du
geschneit …’ sang Jule, und die Sonne lachte. Schneeglöckchen?
Weißröckchen? Die Blumenzwiebeln, die Jule im Herbst in der Erde
unter der alten Weide vergraben hatte, wurden unruhig. Seit Tagen
schon lockten die Sonnenstrahlen die Triebe aus den Zwiebelschalen.
Erste Blütenstängel hatten bereits begonnen, sich aufwärts zu
richten, um das Licht zu suchen. ’Schneeglöckchen, Weißröckchen,
wann kommst du geschneit …’, erklang es wieder von oben. Schnell
bahnten sich erste Schneeglöckchen ihren Weg weiter durch den Boden.
Als am nächsten Tag die Sonne wieder vom Himmel strahlte,
durchstießen sie mit einem Ruck die Erdoberfläche, wandten ihre
Knospen der Sonne zu und öffneten ihre Blüten. Als Jule nach der
Schule in den Garten trat und nach Schneewolken Ausschau hielt, fand
sie unter der Weide ein kleines, weißes Schneepolster. Neugierig
trat sie näher. Nein, das war ja gar kein Schnee! Jule staunte.
Schneeglöckchen mitten im Winter? „Das kommt davon, wenn man Lieder
falsch singt“, lachte Jules Mutter. „Nun musst du dich um deine
Schneeglöckchen gut kümmern. Wenn die Wetterfrösche Recht behalten,
wird es nämlich bald Schnee geben.“ „Schnee? Juchhu!“ Jule klatschte
vor Freude in die Hände. „Dann kann ich ja doch noch meinen
Schlitten aus dem Keller holen.“ Sie streichelte sanft über die
weißen Röckchen der Schneeglöckchen. „Und ein wenig Stroh hole ich
auch. Damit ihr nicht friert.“ Als sich später die Sonne hinter
gelbgrauen Wolken versteckte, bedeckte Jule die Schneeglöckchen
sorgfältig mit den weichen Strohhalmen. „Schlaft gut“, flüsterte sie
den Blüten zu. „Ihr werdet es kuschelwarm haben, wenn der Schnee
kommt und sich über euer Strohbett legt. Auf bald.“
Und während sie ins Haus ging, sang Jule voller Vorfreude:
‚Schneeflöckchen, Weißröckchen, bald kommt ihr geschneit …’ © Elke
Bräunling
Quelle:
http://elkeskindergeschichten.blog.de
Dolphinarium Istanbul
Dolphinarium Istanbul befindet sich an der Küste des
Goldenen Horns in Eyüp auf einem Gelände von 5.800 qm und wurde von
den Fachexperten des Dolphinarium Projektes in Moskau aufgebaut. Die
Anlage besteht aus einer Lagune mit einem Durchmesser von 16.5 m und
6 weiteren Bassins.
4 Delphine, 2 Weisswale, 4 Seelöwen und 2 Seepferdchen mit Trainer
bieten eine wunderschöne Show, die 45 Minuten dauert. Ausserdem
haben Kinder die Gelegenheit, samstags und sonntags zwischen 10.00 –
11.00 Uhr mit Delphinen 10 Minuten zusammen zu schwimmen. Der Preis
ist 150 TL und eine Reservierung ist unter Tel. Nr. (0212) 581 78 78
unbedingt notwendig.
Showzeiten:
Wochentags: ausser montags und dienstags 11.00 und
14.00 Uhr,
Wochenende und Feiertage: 12.00, 15.00 und 18.00 Uhr
Eintrittspreise:
Erwachsene: 20 TL, Schüler und Studenten: 15 TL, 0-3
Jahre Eintritt frei.
Istanbul Dolphinarium
Silahtaraða Caddesi, 2
Eyüp - Istanbul
Tel: (0212) 581 7878
http://www.istanbuldolphinarium.com
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Besser
Leben |
Was
man aus dem Gesicht lesen kann Teil II
Was
uns die Nase sagen will.
Eine
grosse Nase weist auf einen Menschen hin, der ehrgeizig, egoistisch und auf
seine Unabhängig-keit bedacht ist. Ist der Nasensattel verdickt, deutet dass
auf Leberbelastung hin. Kleine, gerade Nasen verraten einen Menschen, der
schneller mit seinem Leben zufrieden ist, nicht so sehr auf Erfolg aus ist,
und sich auch nicht so gern aus der Masse hervorhebt. Ein schmaler
Nasenrücken weist auf Nervosität, nervöse Herzleiden und
Schilddrüsenbelastung hin. Jemand mit fleischiger Nase hat Spass an den
schönen und bequem Dingen des Lebens. Eine besonders lange Nase zeigt
jemanden, der mit Geld gut umgehen kann und es auch gut anzulegen weiss.
Zeigt die Nasenspitze sehr nach oben, handelt es sich um jemanden, der sehr
emotional reagiert. Es ist jemand, der Wert auf zwischenmenschliche
Beziehungen legt, gerne auch Geld verleiht, und sich Sorgen macht, es wieder
zu bekommen. Eine rote, geäderte, knollige Nase weist auf hohen Blutdruck
und Herzstörun-gen hin. Rötungen neben der Nase machen auf Magnesiummangel
aufmerksam. Während Gefässrisse um die Nase herum ein Zeichen von
Blutstauungen, Venenentzündungen und Thrombosebildung sein können.
Was
der Mund uns sagen kann.
Ein
breiter Mund verrät einen aufgeschlossenen Menschen, der grosszügig ist und
Wert auf zwischenmenschliche Beziehungen legt. Ein kleiner Mund dagegen
verrät jemanden, der eher introvertiert ist. Es ist jemand, der kein so
grosses Vertrauen hat und auch gerne an Altem und Gewohnten festhält. Ist
der Mund im Verhältniss zum übrigen Gesicht zu klein, deutet das auf eine
ausgeprägte Blasenschwäche hin...........
Yasemin J.Demir
Vorbeugend gegen Erkältung
Salbeitee bei Halsschmerzen
Thymiantee mit Honig
Spitzwegerich
Thymian
Kamille
Salbei
Süßholz
Isländisch Moos
Mindestens drei dieser Zutaten mischen (je nach Geschmack) und drei Tassen
täglich (heiß) trinken.
Knoblauchbouillon mit pochierten Eiern
Eine
halbe Knoblauchknolle
40 gr. Butter
6 Scheiben Brot
1 1/2 EL Paprikapulver (edelsüß)
1 1/2 EL gemahlener Kreuzkümmel
1,5 Liter Rinderbouillon
Salz und Pfeffer
6 Eier
Knoblauch klein hacken und in der Butter 5 min. anbraten. Knoblauch
herausnehmen und kleingewürfelte Brotscheiben darin 5 min. zu Crouttons
anbraten, mit Paprika bestreuen und noch mal 2 min. anbraten. Kreuzkümmel,
Salz, Pfeffer und Brühe hinzufügen und zum Kochen bringen. 6 Suppen-tassen
zur Hälfte mit Suppe füllen und je ein Ei hineinschlagen. Ca. 8 min. in den
Ofen bis die Eier gestockt sind.
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Valentinstag – der Tag der Liebenden |
Am 14.
Februar feiert man in vielen Ländern auf der ganzen Welt den Tag der
Liebenden. Auch wenn böse Stimmen unken, dass vor allem die Floristen von
diesem alten Brauch profitieren – diese wunderbare Tradition gibt es
tatsächlich schon viele Jahrhunderte.
Kleine
Historie: Von England in die „Neue Welt“
Der
Valentinstag stammt ursprünglich aus dem angelsächsischen Raum. Bereits im
15. Jahrhundert umwarben Engländer mit romantischen Gedichten und Brieflein
Ihre/n Liebste/n. Von England aus kam der Valentinstag mit den ersten
Einwanderern dann in der „Neuen Welt“ an, wo er noch heute zu einem der
beliebtesten Traditionen zählt. Bereits Schulkinder verschicken fleißig
Valentinskarten.
Und die Erwachsenen machen ihrem Schatz mit Blumen, Pralinen oder anderen
Kleinigkeiten eine Liebeserklärung. „Be my Valentine!“, das sagen
mittlerweile aber auch Millionen von Japanerinnen zu Ihrer/m Ehemann,
Liebsten oder Chef. Allerdings verschenken sie ausschließlich Schokolade.
Dafür bekommen Sie umgekehrt einen Monat später (14. März) weiße Schokolade
geschenkt. Der 14. März heißt in Japan nämlich offiziell White Day oder St.
White’s Day, daher die weiße Schokolade.
Der
Schutzpatron der Liebenden: Bischof Valentin
Namensgeber für das romantischste aller Feste ist der Legende nach Bischof
Valentin von Terni, der im dritten Jahrhundert Liebespaaren heimlich den
kirchlichen Segen gab. Darunter auch Soldaten, die laut Dekret des Kaisers
nicht heiraten durften. Angeblich schenkte er den frisch verheirateten
Paaren Blumen aus seinem Garten. Und allgemein galt, dass diese Ehen unter
einem besonderen Schutz und Segen standen. Dies erklärt auch, weshalb
Blumen, vor allem rote Rosen, auch heute noch das beliebteste Liebespfand am
Valentinstag sind. Leider wurde Bischof Valentin wegen seines christlichen
Glaubens am 14. Februar 269 auf Befehl von Kaiser Claudius II. enthauptet.
Seitdem gilt der Todestag des Märtyrers mit dem großen Herzen als Gedenktag
für alle Liebenden.
Quelle:
Wikipedia
Die berühmtesten Liebespaare:
Kleopatra und Marc Anton
(Alexandria, Ägypten, 1. Jahrhundert vor Christus)
Nachdem Kleo, die Königin von Ägypten, eher aus Berechnung eine Beziehung
zum damals mächtigsten Mann auf der Welt, Julius Caesar, aufgebaut hatte und
ihm sogar ein Kind schenkte, wendete sich sie nach seinem Tod seinem
potentiellen Nachfolger, Marc Anton, zu. Mit ihm war sie "offiziell"
verheiratet und hatte nochmals drei Kinder. Das rief dessen Rivale Octavian,
der später als Kaiser Augustus, nicht nur
wegen der Weihnachtsgeschichte berühmt wurde, auf den Plan. Von ihm besiegt
und in die Enge getrieben, wählte das Liebespaar den Freitod. Octavian mußte
sich damit begnügen, deren Kinder umzubringen. Kleopatra hatte übrigens
damals eine raffinierte Art, Julius Caesar anzubaggern: Sie ließ sich in
einen Teppich einwickeln und diesen als Geschenk überbringen. Zur Nachahmung
ist dies heute nur bedingt empfehlenswert - man bedenke die langen
Postlaufzeiten.
Abélard und Héloïse
(Paris, Frankreich, 12. Jahrhundert)
Wahre Liebe kennt wohl kein Alter und keine Tabus:
Obwohl Geistlicher und im reifen Alter, hatte der Gelehrte Abélard eine
Liebesbeziehung zu seiner blutjungen Schülerin Héloïse. Ihr Onkel war
darüber ziemlich empört und ließ Abélard dafür entmannen (oh weia). Abélard
und Héloïse gingen darauf hin in ein Kloster (natürlich jeder in ein
anderes), waren sich aber weiterhin in Liebe verbunden. Beide wurden
zusammen begraben. Man kann das Grab heute noch auf dem Pariser Friedhof
Père Lachaise besichtigten.
Romeo Montague und Julia Capulet
(Verona, Italien, 15. Jahrhundert)
Kurze heftige Liebesbeziehung zweier junger Leute. Leider waren die Familien
derart miteinander verfeindet, daß sie die Beziehung nicht dulden konnten.
Ein Geistlicher traute sie deshalb heimlich (ganz in Tradition eines St.
Valentins). Ein von ihm vorgeschlagener Trick, die ganze Geschichte doch
noch zu einem Happy-End zu bringen schlägt katastrophal fehl. Julia und
Romeo töten sich selbst.
Clara Wiek und Robert Schumann
(Leipzig, Deutschland, 19. Jahrhundert)
Der hoffnungsvolle Pianist und Komponist Robert Schumann verliebte sich in
die ebenfalls musika-lisch talentierte, junge Tochter seines Lehrers. Der
wollte aber etwas besseres als so einen armen Schlucker für sein Mädel und
setzte alle Hebel in Bewegung um die Beziehung zu verhindern. (Das ist ja
fast so wie bei Abélard und Héloïse). Diesmal wurde der Liebhaber allerdings
nicht entmannt; jedoch mußten die beiden Liebenden vier Jahre vor Gericht
streiten, um endlich heiraten zu dürfen. 16 Jahre lebten sie danach
glücklich zusammen. Er komponierte, sie spielte seine Musik. Leider wurde
der gute Robert nervenkrank und starb schließlich geistig umnachtet in einem
Irrenhaus. Clara Schumann überlebte ihren Mann um 40 Jahre, hatte weiter als
Pianistin Erfolg und zierte den 100 DM Schein.
Und jetzt endlich mal eine Liebesstory mit richtig
glücklichem Ausgang:
Wallis W. Simpson und Edward VIII. von England
(London, England 20. Jahrhundert)
Als sich der junge englische König in die nicht standesgemäße, ältere, schon
zweimal geschiedene und nicht allzu attraktive Amerikanerin verliebte,
mißbilligte die Öffentlichkeit diese Beziehung aufs Schärfste. Kurzerhand
verzichtete Edward auf Thron und Krone, um Wallis Simpson heiraten zu
können. Er lebte mit ihr bis zum Tode glücklich zusammen in Paris.
Liebe? Was ist das überhaupt?
Da rätselt der Mensch schon seit Jahrtausenden herum und
kommt nur auf Lösungsansätze. Wie schön daß es in unserer Welt außer Akte XY
doch noch einige Geheimnisse gibt.
Lassen wir also einmal einige kluge Köpfe zu Wort kommen:
Platon, ein großer griechischer Gelehrter, der vor über 2000 Jahren in
Griechenland lebte, erklärte die Liebe auf eine wundervoll poetische Art:
Vor langer Zeit waren beim Menschen alle Teile doppelt vorhanden. Dieses
Wesen hatte zwei Köpfe, vier Arme und auch beide Geschlechter. Die Menschen
waren dadurch so mächtig, dass sogar die Götter vor ihnen Angst hatten. So
zerstörten die Götter diese Macht, in dem sie die Menschen in zwei Teile,
männlich und weiblich, teilten und die beiden Hälften in alle Welt
verstreuten. So wurden wir was wir heute sind. Seit dieser Zeit versuchen
nun die männlichen und weiblichen Hälften wieder zusammen zu finden. Irgend
etwas zieht die beiden Hälften unwiderstehlich zueinander hin. Diese Neigung
nennt man Liebe. Da es aber sehr viele Hälften gibt, findet man nur selten
seine wahre Hälfte wieder. Doch wenn man sie findet, dann sind diese zwei
Hälften wieder so mächtig wie einst und brauchen selbst die Götter nicht zu
fürchten ...
Etwas
sachlicher erklärt die Liebe der Brockhaus:
Liebe (althochdeutsch: "liob", verwandt mit "Lob" und dem gotischen Wort
"labains" "Hoffnung"). Sammelbegriff einer Vielfalt menschlicher
Gefühlsbindungen, denen die rationell nur unvollständig begründbare
Wertbejahung eines Objektes zugrunde liegt. Durchaus treffend, aber nicht
sehr romantisch.
Im dem Stück "Yin und Yang", beschreibt ein junger
Mann,
der nicht mehr geliebt wird und darüber grübelt, wie seine Beziehung noch zu
kitten ist, die Liebe wie folgt: Es ist - es ist einfach da. Warum es
geschieht, kann ich nicht sagen. Aber wie es ist, das kann ich sagen: Es ist
etwas da, das alles beherrscht. Es schreit immer "SIE-SIE-SIE-SIE-SIE". Mein
ganzes Denken, mein ganzes Handeln wird davon beeinflusst. Ich möchte mit
ihr in den Gleichtakt gehen, ich selbst zähle nicht mehr... Liebe mag wohl
der göttlichste Gegenstand sein, den es gibt, denn von Grund auf ist der
Mensch egoistisch. Aber dieser neue Zustand überwindet den Egoismus. Gegen
alle Widerstände. Alle Umstände mögen gegen diese Verbindung sprechen.
Dieses Neue, das Überwinden des Egoismus, das freiwillige Unterordnen - wenn
es sich bei einem Menschen durchsetzt - das nennt man Liebe.
Treffender und prägnanter als der Dichter Erich Fried
in seinem Gedicht "Was es ist" kann man Liebe nicht mehr beschreiben:
Es
ist Unsinn
sagt die Vernunft.
Es ist was es ist, sagt die Liebe.
Es ist Unglück
sagt die Berechnung.
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst,
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht.
Es ist was es ist
sagt die Liebe.
Es ist lächerlich
sagt der Stolz.
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht.
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung.
Es ist was es ist
sagt die Liebe.
Valentinstags- Menü
So
bleiben sie ihm unvergesslich
Camenbert- Cremesuppe
1,5
Liter Brühe in einem Topf zum Kochen bringen. 500 gr. Kartoffeln und 500 gr.
Zwiebeln schälen und würfeln und hinzufügen. 30 min. garen und anschließend
pürrieren. 1Camenbert würfeln und mit 150 gr. Frischkäse mit Knoblauch in
einer Pfanne schmelzen. Mit in die Suppe mixen und 385 gr. Milchpulver
einrühren. Heiß servieren.
Entfachen sie das Feuer der Leidenschaft
Frittierter Thunfisch
Thunfisch in Stücke/ Scheiben schneiden und mit Parmesankäse, Ei und
Paniermehl panieren. In sehr heißem Öl ca. 5 min. goldbraun frittieren. Rote
Paprika in dünne Streifen schneiden und in Olivenöl 5 min. dünsten. Mit
Salz, Pfeffer, Paprika und Cayennepfeffer würzen und mit Reis oder Brot
servieren.
Quelle:
Brigitte Burland- Cordeau:
„Meine
geheime Hexenküche“ (Gerstenberg- Verlag) |
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Kleinanzeigen |
finden
Sie wie immer unter:
www.info-istanbul.info |
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