Infobrief - online                             Januar 2008

 

Editorial

Prosit Neujahr! Gedanken zum Jahreswechsel

Schon seit Tagen leben wir im „Neuen Jahr", 2008. In manchen Häusern werden die Überbleibsel der Festtage noch zu finden sein. Vielleicht Erinnerung an den ersten gebrochenen Vorsatz? Wollte man nicht …? Man wollte so viel, man hatte sich Vorsätze gefasst, die Rückbesinnung benutzen, alles besser zu machen.
Hätten wir es uns nicht viel leichter gemacht, die Rückbesinnung nicht für zu viele Vorsätze zu benutzen?
Stehen wir lieber zu unseren kleinen Fehlern! So wird Leben erträglicher und auch realistischer. Keine Sorge, auch die letzten Überbleibsel der Festtage werden irgendwann aufgeräumt sein, der feierliche Geruch aus den Wohnzimmern verschwunden sein, und das tägliche Leben mit Höhen und Tiefen wird uns neu fordern.
Dabei war die Besinnung, der Rückblick nicht falsch. Vielleicht wurde uns dadurch klar, welche Wege wir gehen, ob es noch die Wege sind, die wir ursprünglich wollten oder ob sie einer Korrektur bedürfen. Mit Mut und Zuversicht wollen wir ins Neue Jahr starten und hoffen auf die Hilfe unserer Nächsten, wollen wieder an uns glauben und selbst Hilfe geben, nur so findet sich der wahre Sinn im Vergänglichen!
Auch wir – das Brücke-Team – schauen zurück auf ein arbeitsreiches Jahr. Nicht alles lief wie gewünscht, nicht wie wir es eigentlich planten.. War es der Zeitfaktor, der manches unmöglich machte?
Dennoch glauben wir, dass wir einiges geschafft haben und auch ein wenig stolz auf unseren Einsatz sein dürfen. Wenn wir uns allerdings etwas wünschen dürften, wäre es der Wunsch nach etwas mehr Unterstützung (z.B. zu den Vorbereitungen für Feste wie Weihnachten und Ostern) aus unserem Leserkreis, denn dann macht auch der eigene Einsatz wieder mehr Freude und man gewinnt die notwendige Kraft.
Unseren Lesern des Infobriefs wünschen wir einen Rückblick, der von einem Lächeln begleitet wird und Zuversicht für den Blick auf die Zukunft.
Alles Gute für 2008, auf dass eure Wünsche und Träume in Erfüllung gehen.
Und nicht vergessen: TRÄUME WERDEN NUR WAHR, WENN MAN DARAN ARBEITET!

Ihr BRÜCKE – Team

 

 

 

In eigener Sache

Zum Editorial
Im Editorial äußerten wir den Wunsch, nach etwas mehr Unterstützung aus dem Leserkreis. Dieser Wunsch kommt nicht von ungefähr. Auch wir erreichen leider manchmal unsere Grenzen.
In den ersten Brücke-Jahren hatten einige der Organisatoren noch kleine Kinder, aber nicht nur die Kinder waren klein, auch wir waren jung und voller Energie. Der Wunsch, in Istanbul eine deutsche Kolonie zu bilden, um unser Erbe, unsere Kultur, an unsere Kinder weiter geben zu können, war groß. Damals – ja, man kann schon damals sagen, vor 18 Jahren, gab es kaum deutschsprachige Kindergärten, Schulen, es gab keine Vereinigung, wo man Leute kennen lernen konnte, die gleichgesinnt, gemeinsam Weihnachten oder Ostern feiern wollten. Unsere Kinder kannten keinen St.Martinszug, kein Fasching, wenn wir nicht zufällig mit ihnen zu der Zeit in Deutschland waren. Mit wenig Mitteln, aber einer Menge Idealismus haben wir Feste organisiert, mit Kind und Kegel gefeiert, haben Sprache und Kultur vermittelt.
Im letzten Dezember schien es uns, als seien unsere Kräfte erschöpft. Wir wollten die Tradition beibehalten – eine Nikolausfeier mit den Kindern..., waren nicht alle immer glücklich, haben wir uns getäuscht, als wir das Strahlen der Kinderaugen sahen, wenn der Nikolaus den Raum betrat. Haben nicht auch alle Mütter Freude daran gehabt, in diesen Kreisen zu feiern?
Kaum einer hat gefragt, warum der Nikolaus nicht erschien. Wenn kein Interesse dafür besteht, ist dies für den Idealismus tödlich, und wenn kein Idealismus mehr da ist, kann auch keine Kraft mehr entstehen.
Wir – "die Alten" – würden uns wirklich wünschen, dass die Organisationen von solchen Festtagen von Jüngeren übernommen würden. Gerne helfen wir mit Rat und Tat.
Nicht alles, was aus der Ferne so leicht und normal erscheint, ist wirklich so! Viel Kraft und Zeit muss investiert werden, und leider spüren das die Unbeteiligten kaum. Wir möchten nicht zu Konsumenten erziehen, sondern aktive Beteiligung fördern, um gemeinsam noch besser genießen zu können.
Wir würden uns sehr freuen, wenn sich diejenigen, die an unserer Tradition festhalten möchten, im Büro melden, um wenigstens ab und zu eine Aufgabe zu übernehmen.


DANKESCHÖN
Wir bedanken uns bei unseren Mitgliedern für ihre Treue und ihre zuverlässige Unterstützung, ohne die wir unsere Aufgaben und Ziele nicht erfüllen könnten.
Unser Dank gilt allen Spendern, die uns mit ihren großzügigen Geld- und Sachspenden bedacht und dadurch vieles ermöglicht haben.
Ganz besonders danken wir unseren Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz. Wir hoffen, daß wir durch ihren Idealismus weiterhin Kraft schöpfen können, begonnene Projekte weiterzuführen und neue anzugehen.
Wir freuen uns über die Stammleserschaft und über die vielen neuen Fördermitglieder, die wir im letzten Jahr gewinnen konnten.
Lieben Dank für die vielen Grüße zu Weihnachten und zum Jahreswechsel.
Ein herzliches Dankeschön richten wir an unsere fleißigen ehrenamtlichen Helfer, die ihre wertvolle Freizeit opfern, um uns bei unseren Aktivitäten zu unterstützen.
Den kleinen und großen Journalisten unter uns, die uns u.a. in Form von Leserbriefen viel Interessantes und Informatives geliefert haben, möchten wir natürlich auch ganz herzlich danken.

Der Brücke-Vorstand


BRÜCKE-Kalender 2008

weitere Exemplare des BRÜCKE-Kalenders können Sie gegen einen Unkostenbeitrag von 25 YTL im Büro beziehen. Tel. 0212 / 458 98 50, info@bruecke-istanbul.org


BRÜCKE-Infobriefe 2008
Sie erhalten heute die erste Ausgabe unseres Infobriefes im neuen Jahr. Interessantes und Wissenswertes aus verschiedenen Quellen von Veranstaltungen über Initiativen, die wir Ihnen regelmäßig vorstellen möchten. Dabei freuen wir uns besonders über Beiträge aus den Reihen der Mitglieder.
Schicken Sie uns Hinweise, Vorschläge für Treffen (z.B. Kaffeeeinladungen zu Hause, Lesungen,
Filmabende, Jogging/Wandern, Mutter-Kind-Treffen) oder Textentwürfe bitte an die Brücke-Emailadresse. Wir freuen uns weiterhin auf Ihre Mitarbeit!


Mitgliederbeitrag vergessen?
Mitgliedern, die ihren Jahresbeitrag nicht entrichtet haben, wird ab Januar kein Infobrief mehr zugestellt. Sollten Sie es versäumt haben, melden Sie sich doch bitte im Brücke-Büro, so dass wir Sie nachträglich wieder in den Verteiler aufnehmen können.
Der Jahresbeitrag von 85 YTL für das laufende Vereinsjahr kann wie üblich an den auf Seite 2 angegebnen Stellen beglichen werden. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie uns durch das Jahr begleiten. Tel. 0212 / 458 98 50, info@bruecke-istanbul.org


BRÜCKE-Mitgliederdiskussion
Leben in einem fremden Land. Für die einen ist die Türkei schon zur Zweitheimat geworden, die anderen leben sich gerade mal ein. Wir möchten den Austausch fördern und starten regelmässige Mitgliederdiskussionen oder einfach ein Austausch unter Mitgliedern. Erfahrungen von alteingesessenen geben den Neuankömmlingen eine Stütze, aber auch weitere Themen wie z.B.: Zuhause und fremd, Heimat, Leben und Arbeiten in der “Fremde”, Muttersprache, Schulsituation, Gesundheitsprobleme, ... sind tagtägliche Gedankensansätze zu Diskussionsforen.
Falls Sie spezifisch eine Frage / Informationen zu einem speziellen Thema haben oder möchten, lassen Sie es uns wissen, damit wir eine Fachperson zum Thema in die Gesprächsrunde einbeziehen können.
Ein erstes Treffen findet im Februar 2008 statt.
BRÜCKE Brüo, Tel. 0212 / 458 98 50, info@bruecke-istanbul.org


BRÜCKE-Computer-Absturz
Abgestürzt. Alles ist mir einfach abgestürzt. Viele Stunden Arbeit nichts genützt, der Rechner ist mir abgestürzt. Blödes Ding! Kurz bevor ich an das Sichern ging, sagt es "Heap corrupt" und macht noch "Ping". Warum muß mir das ausgerechnet jetzt passiern? All die Arbeit hat jetzt nichts genützt. Warum hab ich sie nicht gleich geschützt - zu spät. Jetzt ist sie abgestürzt.
 

Liebe Mitglieder, kurz vor Dezember ist es leider passiert, unser Computer ist abgestürzt und viele wertvolle Dateien waren weg. Der Fachmann mußte kommen, einige Dateien konnte er retten – welch ein Glück! Aber leider sind nun alle Email-Adressen verloren gegangen. Nun muss alles wieder mühsam eingetragen werden. Wir bitten alle Mitglieder, uns ihre Email-Adressen anzugeben, damit wir Ihnen weiterhin kurzfristige Mitteilungen, Reminder und Einladungen zustellen können.


Mitgliederdatenbank auf unserer Homepage

Unsere Mitglieder werden in Kürze die Möglichkeit haben, ihre persönlichen Daten (Anschrift, Interessen und Hobbies, evtl. auch private Dienstleistungsangebote) in der Datenbank online zu verwalten.

Für Mitglieder sind zudem umfangreiche Suchmöglichkeiten nach anderen Mitgliedern vorgesehen; alte und neue Freunde wiederfinden, Netzwerke und Interessengemeinschaften aufbauen sind nur zwei Möglichkeiten, die Datenbank zu nutzen.

 

 

 

Mein persönlicher Brückenschlag

 

 

 

Rückblicke

Adventskabarett
Kaya Yanar - Made in Germany
Glühwein - Made in Türkiye

Lamia (Congress & Event Management) hatte aufgerufen zum Adventskabarett mit Kaya Yanar in Grossen Basar Istanbul. Eine grossartige Kombination von Geschichte, Spass, Geselligkeit! Und natürlich war ein Team von der “BRÜCKE“ dabei. Die Vorbereitungen begannen mit Glühweinkochen in der Hotelküche des Barcelo Sarays ...


Stammtisch Yeþilköy
Eine fröhliche Gesellschaft hatte sich beim letzten Stammtisch in Yeþilköy zum Fischessen beim Balýkcýlar zusammen gefunden. Das vorzügliche Essen rechtfertigte den Preis und wir liessen es uns alle munden. So verschiedenartig Istanbul - so gemischt die Teilnehmerinnen. Inge brachte es auf 39 Jahre Istanbulerfahrung, die “frischeste” Teilnehmerin Tülin lebt seit 4 Monaten in Yeþilköy. Ob wegen der Liebe, der Arbeit, der Heimat, der Neugier - eins verbindet uns alle: wir sind gerne hier ...


Ausstellung der 'Maler' beim Bospoustreff am 14.6.2007
Diese 'Maler' haben sich beim Bosporustreff gefunden! Vielen Dank und nochmal alles Gute an Julia Latein-Kimmig, die eine enthusiastische Malgruppe gegründet und neue Talente entdeckt hat! ...


Deutscher Weihnachtsbasar 2007 in Istanbul: Alle Jahre wieder…
Der Deutsche Weihnachtsbasar in Istanbul öffnete zum 45. Mal seine Türen für all jene, die deutsche Weihnachtsbräuche kennen, mögen oder sie vermissen und sich danach sehnen. Mit vereinten Kräften schafften alle, die sich für einen guten Zweck einsetzen wollten, ein kleines Stück Deutschland im historischen Pera (Beyoglu): stimmungsvolle Musik, geschmückte Stuben, Weihnachtsbäume, verlockende Düfte und viele Spezialitäten aus Deutschland ...


14. Weihnachtsbasar in Izmir
Am 1. Advent fand bei strahlendem Sonnenschein der 14. Weihnachtsbasar in Ýzmir statt. Auch in diesem Jahr stand diese Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des Deutschen Konsulates Ýzmir. Zum 2. Mal wurde der Basar an der TAKEV Schule durchgeführt, die reichlich mit schönen Weihnachts- und Wintermotiven geschmückt war ...


Neuigkeiten aus Mersin
Auch in Mersin wurde zu Ehren Mevlanas und zu seinem 800. Geburtstag in verschiedenen Veranstaltungen gedacht. Ich habe mit 2 Gemälden an einer Ausstellung zum von der UNESCO ernannten Mevlanajahr 2007 teilgenommen ...

 

 

 

Neuigkeiten und Aktuelles

Unterstützung behinderter Kinder
Liebe BRÜCKE-Leserinnen und Leser, Seit einiger Zeit betreue ich geistig behinderte Kinder in einer Schule in Çivril (ca. 90 km von Denizli). Das Çivril Eðitim ve Reha. Merkezi braucht dringend Kleidung für Schueler von 3 - 30 Jahre. Es handelt sich um Kinder aus sehr armen Familien, die dort ihre Kinder hinbringen. Am Dringendsten benötigen sie jedoch Kleider, besonders um diese Jahreszeit. Oft passiert ein ‘Missgeschick’ und die Kinder müssen die Kleider wechseln.
Falls Sie von Ihren Kindern Kleider (Hosen, Unterwäsche, Sportanzüge, Pullis, T-shirts, Jacken, Struempfe) haben, die nicht mehr passen, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie uns diese überlassen könnten. Ein gebrauchter Rollstuhl und ein noch funktionierender PC wären ebenfalls von Nöten. Wegen Abholen bzw. Versandt der Spenden bitte ich Sie mich anzurufen. Marina - 0535 767 35 03


Einwanderung nach Osten

Sehr geehrte Damen und Herren, Wir haben einen Dokumentarfilm betitelt "Einwanderung nach Osten" vorbereitet, um diesen im TRT 2 Fernsehen zu übertragen. Der Dokumentarfilm handelt über Familien, die von fremden Ländern emigrierten und sich in der Türkei eingewöhnen mussten. In diesem Zusammenhang wollen wir mit deutschen Familien kommunizieren, die kurz davor stehen, in die Türkei zu emigrieren. Der Einwanderungsprozess dieser Familien von Deutschland in die Türkei würde von uns aufgezeichnet werden. Über ihre diesbezügliche Hilfe würden wir uns sehr freuen.
ein frohes Arbeiten und vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüssen,
Neval Yumuþak, Kontakt: Tel.: 0212 2597275 / 2179


DAAD

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat im Auftrag des Auswärtigen Amtes ein neues Internet-Portal für Deutschland-Alumni eingerichtet.
Ziel dieses Projektes ist es, Kontakte mit Studierenden und Wissenschaftlern u.a. auch aus der Türkei aufzubauen, die an einer deutschen Hochschule oder Forschungseinrichtung studiert, geforscht oder gelehrt haben.
Das internationale Netzwerk der Deutschland-Alumni bereichert die akademische Welt mit seinem transnationalen Erfahrungen, Wissen und Kontakten. Das neue Internet-Portal soll helfen, dieses Netzwerk zu pflegen und zu fördern.
Wer sich auf den Seiten des Internet-Portals registriert, wird dort Kontaktmöglichkeiten zu anderen Alumni, zu deutschen Universitäten, Forschungsinstitutionen und Unternehmen finden.
Weitere Informationen und Registrierung unter: www.germany-alumni.org  Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

 

 

Neujahrsseite

Neujahrs-Geschichte
Diese Geschichte spielt im alten Persien. Es war an der Zeit, das Neujahrsfest vorzubereiten. Der König wies seine Leute an: "Ich möchte, daß es ein wirklich königliches Fest wird. Die Gästeliste soll überquellen von illustren Persönlichkeiten. Die Tische sollen sich biegen unter Delikatessen, und der Wein soll nur aus erlesenen Trauben und besten Jahrgängen bestehen." Die Mitarbeiter schwärmten aus und brachten aus allen Landesteilen nur das Köstlichste. Aber der König war nicht zufriedenzustellen. "Im letzten Jahr habe ich ein durch nichts zu überbietendes Fest gegeben. Aber die ganze Stadt sprach nur von dem Fest bei Ramun, dem Maler. Da wurde getrunken und gelacht die ganze Nacht bis zum Nachmittag des nächsten Tages. Im Jahr davor war es dasselbe. Ebenso im Jahr davor und davor. Einmal muß es mir doch gelingen, diesen Wurm zu übertrumpfen, denn ich, ich bin der König." Einer der Mitarbeiter, ein kluger Mann, verneigte sich tief und fragte: "Mein König, habt Ihr je mit dem Maler gesprochen? Es muß doch einen Grund geben, warum die Leute sein Fest so lieben, obwohl sie in schäbiger Hütte ihre mitgebrachten Happen essen und den billigsten Wein trinken müssen." Der König nickte stumm und sagte: "Gut, schafft mir diesen Ramun heran." Und so geschah es. "Warum lieben die Menschen so dein Neujahrsfest?" fragte der König. Worauf der Maler: "Wir sind Freunde und brauchen einander - aber mehr brauchen wir nicht. Deshalb sind wir reich."


Sprüche zum Neuen Jahr:

"Wird's besser? Wird's schlimmer?"/ fragt man alljährlich./ Seien wir ehrlich:/ Leben ist immer/ lebensgefährlich. Erich Kästner (1899-1974)

Das Fortrücken in der Kalenderjahrzahl macht wohl den Menschen, aber nicht die Menschheit reifer.
Johann Peter Hebel (1760-1826)

Es ist von grundlegender Bedeutung, jedes Jahr mehr zu lernen als im Jahr davor.
Peter Ustinov (1921-2004)

Wenns alte Jahr erfolgreich war, Mensch freue dich aufs neue, und war es schlecht, ja, dann erst recht.
Karl-Heinz Söhler (*1923)
 

 

 

Buchtipps

Tahar Ben Jelloun: Yemma - Meine Mutter, mein Kind
Abschied in Tanger - Der Autor Tahar Ben Jelloun kehrt zurück zu seiner sterbenden Mutter – und mit ihr in den Maghreb seiner Kindheit
Eine alte Frau, ihr Geist ist verwirrt. »Ich habe meine Mutter gefüttert. Meine Mutter, mein Kind. Ein Löffel Milch und Käse. Ein kleines Mädchen, das mit geschlossenen Augen isst. Meine Hand zittert vor Rührung. Mir steigen die Tränen und ich gebe auf«, schreibt der Autor Tahar Ben Jelloun in seinem Buch über Yemma, seine Mutter. Sie ist krank, schluckt seit 30 Jahren täglich viele Pillen. Sie lebt in den Gespinsten ihrer Vergangenheit, sie verwechselt die Reihenfolge ihrer drei Männer, den älteren mit dem jüngeren Sohn, die Zeiten, die Orte, die Ereignisse.
Yemma ist eine von vielen Alten, die an Alzheimer leiden. Aber sie ist nicht eine von denen, über die wir so oft lesen. Wir sind in Marokko, einem Land, das vom europäischen Lebensstil beeinflusst wird, aber auch zu seinen Traditionen steht. Kein Altersheim, sondern zwei Pflegerinnen, die im Haus wohnen. Und Kinder, die, sooft sie können, mit ihr telefonieren oder am Bett sitzen. Weil sie es gelernt haben: »Wir schulden unseren Eltern jene Unterwerfung, die im Westen lächerlich oder psychologisch unzumutbar scheinen mag. Kindesliebe wird gepflegt als fast religiöse Achtung vor den Eltern. Es gibt keinen Grund für einen Mangel an grundlegendem Respekt, Respekt bedeutet Zuneigung und eine Art irrationaler Unterwerfung.«
Die Hand der Mutter hält also auch der Sohn. Tahar Ben Jelloun ist einer der berühmtesten Schriftsteller des Maghreb. Ein Wanderer zwischen Paris und Tanger. Einer, der in diesem bescheidenen Haus in Tanger den verwirrten Erzählungen der Mutter lauscht, ihren und seinen Erinnerungen nachspürt und daraus zwei Biografien filtert – die seiner Mutter und die eines Marokko der vierziger, fünfziger Jahre. Er taucht ein in Gebräuche, Geräusche, Gerüche, Gebete und Symbole, und es scheint ihm, dass dieses Marokko ihm mehr Heimat, mehr Sicherheit, mehr Halt gab und gibt als jenes Frankreich, das ihn berühmt machte.
Jellouns Buch wägt zwei Kulturen ab. Und entscheidet sich zu einem lyrischen Credo für Marokko. Ohne Romantik. Er hat Angst, auf diesen spindeldürren Leib vor ihm zu blicken. Er fürchtet sich vor der Krankheit, die alles, was nicht zusammengehört, in einem Atemzug nennt. Ist die Mutter krank? Er versteht die Pflegerin, die immer wieder den Besuch von Angehörigen braucht, um nicht selber verwirrt zu werden. Während der Sohn versucht, die Langeweile zu ertragen und nicht zu ertrinken in der kindlichen Angst, den mütterlichen Segen zu verlieren, der ihn beschützte.
Tahar, als er klein ist. Er belauscht seine weiblichen Verwandten. Wie entfesselt sie sind, wenn sie unter sich sind. Sie tanzen, ahmen den Geschlechtsverkehr nach und singen. Sie versuchen nicht, in die Welt der Männer einzugreifen. Jeder an seinem Platz. Und die Gleichheit? Alles erscheint wie eine Frage der traditionellen Vereinbarung.
Die Mutter in ihrer Jugend, ein schönes Mädchen in Fès. Sie lernt sticken für ihre Aussteuer, sie lernt kochen. Lesen? Wozu? Als sie schwanger wird, schreibt ihr Mann den berüchtigten »Brief« an seine bisherige Frau, die kinderlos blieb. Die verschwindet, lautlos.
Die ungeheizte Koranschule, wo die Kinder lernen, dass das Aufsagen der Yassin-Sure Körper und Seele wärmt. Der Glaube lindert die Not, so wie die Kranke sich jetzt mit dem Gedanken an ihre Trauerfeier tröstet: »Suche nach dem Paradiesweihrauch aus Mekka, sehr stark, sehr würzig. Ich muss leichtfüßig abtreten.« Und die größte Angst: »Lasst mich nicht eine Nacht im Kühlhaus verbringen.« Seele und Körper würden frieren. Ist diese Mutter nur eine Naive, Ungebildete? Im Blick des Sohnes wird sie das Symbol einer Tradition, die noch im Grab Gültigkeit hat: Die Grabstelle misst 35 Zentimeter auf 160. Zu wenig? Mitnichten. Die Toten werden auf die rechte Seite in Richtung Mekka gelegt.
Yemma – Meine Mutter, mein Kind ist eine Eloge an eine Kultur, die Würde verlangt und sie auch von der übrigen Welt für sich in Anspruch nimmt. Ein Verständnis, das die Kolonialisten vermissen ließen. Jelloun schreibt: »Tanger 1956. Eine von Europa verschlungene Stadt, weltoffen, so offen, dass sie als Nest für Spione und Banditen gilt, als Ort des Schmuggels … Die spanischen Besatzer sind genauso arm wie die Einwohner. Die Franzosen und Engländer sind arrogant, reich, mächtig und herablassend. Der Zugang zu ihren Schulen und Gymnasien ist fast unmöglich.«
Kein Wunder, dass die Mutter sich nach Fès zurücksehnt. Der Vater hat dort einen Gewürzhandel aufgemacht, die Männer gehen für die Rückkehr von König Mohammed V. auf die Straße. Der Sohn hört der Mutter zu und denkt an den Ärger, den ihm die Leute in Frankreich verursacht haben. Er befürchtet, dass ihr Tod ihn ungeschützt lässt. Es waren einfache Dinge, die er von ihr erhielt, und ebenso einfach gibt er ihr dies jetzt zurück. Das Buch folgt in seinem Stil dem unaufhörlichen Fluss der arabischen Erzählungen, es nutzt Wiederholungen und verkehrt so das Kranke und Gesunde auf wunderliche Weise.

Berlin Verlag, 2007; 208 S., 18 €, ISBN-10: 3827007585, ISBN-13: 978-3827007582,
Quelle: http://www.zeit.de, 22.11.2007

 

 

Film

Deutsch-Türkische Filmtage im Kommunalen Kino
Das Pendeln zwischen traditionellen und modernen Lebensentwürfen ist ein weiteres Thema des Festivals. Außerdem gibt es sowohl unterhaltsame als auch problemorientierte Filme zum Kampf und der Liebe der Geschlechter. Veranstalter ist das Deutsch-Türkische Forum Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Kino Stuttgart und unterstützt vom Kulturamt der Stadt Stuttgart.
Zur Eröffnung läuft „Die Frau meines Lebens“ (Türkei 2006, OmU, Foto) mit den in der Türkei bekannten Schauspielern Türkan Soray und Ugur Yücel, der auch selbst Regie geführt hat. Erzählt wird die Geschichte einer Annäherung: ein Mann lernt im Alter eine Sängerin kennen, für die er sein Leben lang geschwärmt hat. Was in den 80er Jahren aus häuslichem Glück werden konnte, wenn der Mann in die Fänge der Militärjunta geriet, erzählt „Heimkehr“ von Ömer Ugur mit der auch in Deutschland bekannten Sibel Kekilli (Türkei 2006, OmU). „Schicksal“ (Türkei 2006, OmU) von Zeki Demirkubuz erzählt von einem Mann und einer Frau, die jeweils unglücklich verliebt sind. Der Film „Jahreszeiten“ (Türkei/Frankreich 2006, OmU) von Nuri Bilge Ceylan ist eine Studie über ein Ehepaar in der Krise, das nicht mit und nicht ohne einander auskommt. Quelle: www.stuttgarter-wochenblatt.de, 29.11.2007


Europäischer Filmpreis in Berlin "Europäischer Oscar" für Fatih Akýn
Der deutsche-türkische Regisseur Fatih Akin hat mit seinem Drama "Auf der anderen Seite" den Europäischen Filmpreis für das beste Drehbuch gewonnen. Als beste Schauspielerin wurde am Samstagabend in Berlin die Britin Helen Mirren ausgezeichnet; für ihre Rolle als Königin Elizabeth II. in "Die Queen" hatte sie bereits einen Oscar bekommen.  Zum besten europäischen Schauspieler wurde der Isräli Sasson Gabai ("The Band’s Visit") gekürt. "The Unknown" des italienischen Regisseurs Giuseppe Tornatore erhielt den Publikumspreis. "Alumbramiento" von Eduardo Chapero-Jackson (Spanien) wurde zum besten Kurzfilm gewählt. Regisseur Wim Wenders, Präsident der Europäischen Filmakademie, ehrte Jean-Luc Godard ("Außer Atem") für sein Lebenswerk. "Keiner hat sich so etwas getraut", sagte Wenders mit Blick auf Godards Filme. Der 76-jährige Franzose hatte seine Teilnahme an der Gala abgesagt.
Mit Kinogrößen wie Jeanne Moreau, Liv Ullmann und Wim Wenders hatte am Samstagabend die Verleihung des 20. Europäischen Filmpreises in Berlin begonnen. Insgesamt sollten Preise in 17 Kategorien verliehen werden, darunter ein Publikumspreis. Das deutsch-türkische Drama "Auf der anderen Seite" des Hamburger Filmemachers Fatih war in drei Kategorien nominiert, unter anderem in der Königssparte "Bester Film". Akins größte Konkurrenten waren Stephen Frears (sechs Nominierungen für "The Queen"), Kevin Macdonald (fünf Nominierungen für "Der letzte König von Schottland") und Cristian Mungiu (vier Nominierungen für "4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage"). Zwei Ehrenpreisträger standen bereits vor der Verleihung fest: Der französische Regisseur Jean-Luc Godard sollte für sein Lebenswerk ausgezeichnet werden, Kameramann Michäl Ballhaus für seinen Beitrag zum Weltkino. Als Moderatoren wurden der Schauspieler Jan Josef Liefers und seine französische Kollegin Emmanuelle Béart verpflichtet. Zu der Gala in der Treptower Arena mit rund 1.400 Gästen kamen auch Kulturstaatsminister Bernd Neumann und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit.
Der Europäische Filmpreis wird seit 1988 verliehen. Mit dem "europäischen Oscar" werden die besten Filme, Regisseure und Schauspieler Europas geehrt. In den vergangenen beiden Jahren gewannen Florian Henckel von Donnersmarcks Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" und Michäl Hanekes Psychodrama "Caché" die begehrte Trophäe. Im kommenden Jahr findet die Gala in Kopenhagen statt. Quelle: http://www.sueddeutsche.de, 1.12.2007

 

 

 

Aus den Medien

Claudia Yýlmaz: I will never leave this country voluntarily!
Whenever the topic comes to the growing number of foreigners who decide to live in Turkey, there is one name that is never missing: Claudia Yýlmaz.
Living in Turkey now for a good 33 years, Yýlmaz was -- as the sister-in-law of former Prime Minister Mesut Yýlmaz - in the public eye from the very beginning. As a founding member of Turkey’s most powerful German association, “Die Brücke” (The Bridge), she is surely one of today’s most popular spokeswomen for foreigners’ rights in Turkey. Today’s Zaman got an opportunity to speak with the lady herself ... Quelle: today’s zaman, 30.11.2007


Everything we do is for a good cause, says Yýlmaz
In 1992 Claudia Yýlmaz, along with six other German female expatriates, founded "Die Brücke" (The Bridge) -- a German cultural and charity association.
They have since worked on various projects to ease transition into life in Turkey for newcomers from Germany and to provide support networks for both adults and children.
Yesterday's article focused on the inspirations behind the association. Today Yýlmaz speaks of the organizations projects and areas of focus...Quelle: Today’s Zaman, 01.12.2007


Unfallprotokoll künftig durch Fahrer
(Yeni Safak, 6.12.07). Bei PKW-Unfällen mit Sachschaden soll ab dem 1. April ein zwischen den Beteiligten abgestimmtes Unfallprotokoll ausreichen und nicht mehr auf die Polizei gewartet werden. Das Innenministerium kündigt außerdem an, dass ein Rauchverbot für Fahrer kommen wird. Das Bußgeld für Telefonieren während der Fahrt wird erhöht. Die Zahl der Meßeinrichtungen für die Geschwindigkeitskontrollen soll erhöht werden.  Quelle: istanbulpost.net


Neue Metrobus-Linien in Istanbul ab 2008
(NTV, 5.12.07). Der Generaldirektor des städtischen Verkehrsbetriebs IETT kündigt an, dass im kommenden Jahr sechs neue Metrobuslinien fertiggestellt werden sollen. Es handelt sich um die Linien Topkapi-Mecediyeköy, die später noch bis Kocyatagi auf der anatolischen Stadtseite weitergeführt werden soll, Edirnekapi-Vezneciler, Kabatas-Besiktas, Besiktas-Levent und Aksaray-Bagcilar. Quelle: istanbulpost.net


Schlechtes Abschneiden der Türkei bei der PISA-Studie
(Zaman, 4.12.07). Unter den 57 teilnehmenden Ländern der von der OECD 2006 zum dritten Mal durchgeführten internationalen Studie zum Leistungsvergleich von Schülern erreichte die Türkei den Rang 44 in der Gesamtbewertung. Beim Leseverständnis lag sie auf Rang 37, bei Mathematik auf Rang 43. Bei der PISA-Studie 2003 lag die Türkei unter 41 teilnehmenden Ländern beim Leseverständnis auf Rang 34, bei Mathematik auf Rang 35 und bei den Naturwissenschaften auf Rang 34. In beiden Studien lag der Durchschnitt türkischer Schüler in den drei Testbereichen unter dem der Gesamtstudie.
Quelle: istanbulpost.net


Abschied vom Papierfahrschein in Istanbul
(Milliyet, 24.11.07). Bei der Beratung des Haushalts des städtischen Verkehrsbetriebs IETT wurde angekündigt, dass ab dem 1. Januar 2008 keine Papierfahrscheine mehr benutzt werden. An ihre Stelle soll eine Karte treten, für die im Gegensatz zum jetzt verbreiteten "Akbil" (ein Speicherchip, auf den ein Guthaben übertragen wird) kein Pfand verlangt wird. Quelle: istanbulpost.net


Deutsch-türkische Universität: Erster Schritt hin zur Gründung
Deutschland und die Türkei wollen ihre Bildungszusammenarbeit verstärken. Symbolcharakter für dieses Ziel hat die geplante Deutsch-Türkische Universität in Istanbul. Heute (06.12.) gelang ein wichtiger Zwischenschritt dorthin: Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Ankara, Dr. Eckart Cuntz, und der Staatssekretär des türkischen Außenministeriums, Botschafter Ertugrul Apakan, haben das Regierungsabkommen über ihre Gründung paraphiert ... Quelle: auswärtiges-amt.de, 06.12.2007


EU? „Wir sind ja längst drin“
Die Wirtschaftstreibenden in der Türkei ­machen sich keine ­Illusionen, dass bis zum EU-Beitritt ihres Landes Jahre vergehen werden. Hauptsache, die Richtung stimmt.
Istanbul. Der Ausblick aus dem 41. Stockwerk des Isbank-Hauptquartiers in Istanbul ist atemberaubend: Der Blick reicht vom Schwarzen Meer über das Häusermeer der 15-Millionen-Stadt bis zum Marmara-Meer. Die Aussichten von Ersin Özince, der die Geschicke der grössten türkischen Privatbank leitet, sind auch sonst nicht übel: Seit 2000 hat der Nachfrageboom im Land das Volumen seiner Bank glatt verneunfacht - und es geht flott weiter aufwärts ... Quelle: http://www.wirtschaftsblatt.at, 9.12.2007


Kopftuchverbot verfassungsgemäß
Das Land Hessen kann muslimischen Lehrerinnen und anderen Beamtinnen auch künftig untersagen, während der Arbeit ein Kopftuch zu tragen. Das Verfassungsgericht des Landes entschied am Montag, dass das in Hessen geltende Kopftuchverbot mit der Landesverfassung vereinbar ist. Mit sechs zu fünf Stimmen fiel die Entscheidung des Staatsgerichtshofs aber knapp aus. Die CDU-Landesregierung und der Beamtenbund begrüßten das Urteil. Kritik kam dagegen von der SPD und vom Landesausländerbeirat, der in der Regelung eine Benachteiligung von Muslimen sieht ... Quelle: de.news.yahoo.com - 10.12.2007


Am 3.12.2007 haben die Nachrichtendienste der Vereinigten Staaten von Amerika ihre gemeinsame Analyse zum iranischen Atomprogramm vorgelegt. Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier erklärte hierzu am 4.12.2007 in Berlin:

„Das gemeinsame Ziel der internationalen Gemeinschaft muss es sein, eine nukleare Bewaffnung im Mittleren Osten zu verhindern. Der Iran muss Gewähr dafür bieten, dass von seinem Boden keine Gefahren für die Nachbarn oder den Weltfrieden ausgehen. Wenn der Iran das notwendige Vertrauen dafür schafft, dass dies der Fall ist, dann sind wir bereit zu umfassender politischer und wirtschaftlicher Kooperation. Das war immer die Haltung der EU, zuletzt auch gemeinsam mit den USA, Russland und China. Ganz offenbar ist diese Geschlossenheit nicht ohne Eindruck auf die politische Führung im Iran geblieben. ....Quelle: www.auswärtiges-amt.de, 4.12.2007


Und keiner griff ein
In der Nacht zum Sonntag wurden in der Magdeburger Innenstadt vier Afrikaner aus dem Niger von drei Männern angegriffen. Ein Täter habe die Gruppe angerempelt, dann schlugen die Männer zu und riefen ausländerfeindliche Parolen, berichtete die Polizei. Im Laufe der Auseinandersetzung gesellten sich aus den Reihen der Umstehenden mindestens drei weitere Angreifer hinzu. Ein Passant habe schließlich die Polizei alarmiert. Zwei der Afrikaner und einer der herbeigerufenen Polizisten wurden verletzt. Die Schläger konnten entkommen ... Quelle: http://www.zeit.de, 3.12.2007


»Es geht um Taten!«
ZEIT Campus: Herr von Weizsäcker, für viele Studenten sind Sie der Bundespräsident schlechthin, für viele sind Sie ein Vorbild. Können Sie sich darauf einen Reim machen?
Richard von Weizsäcker: Ich war eben Bundespräsident in der Zeit, in der die heutigen Studenten herangewachsen sind. Da liegt es nahe, dass sie eher an mich denken als an meine Vorgänger.
ZEIT Campus: Aber warum gilt von den aktiven Politikern kaum jemand als Vorbild?
von Weizsäcker: Jeder Amtsinhaber hat seine Stärken und seine Schwächen. Mir ist es verhältnismäßig leichtgefallen, deutlich zu machen, dass wir zwar Parteien brauchen, es aber trotzdem nicht allein darum gehen darf, Macht zu erringen. Es muss darum gehen, Probleme zu lösen, sonst verliert die Politik an Zustimmung und Glaubwürdigkeit. Reiner Populismus ist eine Unsitte ... Interview: Manuel J. Hartung und Thomas Kerstan. Quelle: ZEIT Campus, 06/2007
 

 

 

Bleiben Sie gesund!

 

 

 

Tierecke

Felix, der glückliche Kater
Mauu, ich möchte mich vorstellen: ich bin der Kater Felix. Leben tue ich im schönen Park von La Paix. Es ist schon eine besondere Gunst, in so einem schönen Park spazieren zu können, sich im Rasen in der Sonne zu aalen. Aber das ist nicht das Einzige, was mein Katzenleben so schön macht.Mein grösstes Glück besteht darin, dass ich in Elke ein besonderes liebes Frauchen gefunden habe. Elke wohnt auch in La Paix. Die Fenster ihres Zimmers führen zum Park hinaus. Ich steige täglich oft aufs Fensterbrett. So kann ich beobachten, was meine Elke tut und wir unterhalten uns auch durch das Fliegengitter hindurch. Wie das geht? Nun, ganz einfach. Ich verstehe die Menschensprache soweit für mch notwendig und ich selber drücke mich in für Menschen auch begreiflichen Gesten meiner Art aus. Elke füttert mich durch ihr Küchenfenster hindurch. Öfter mal gibt es auch einen Leckerbissen. Das alles sind eigentlich Gründe genug für mich, Elke zu lieben und an ihr zu hängen. Aber es gibt für mich eben einen noch weitaus wichtigeren Grund: Elke hat mir das Leben gerettet ...