Infobrief - online                             März 2008

 

Editorial

Frühlingsgefühle

Liebe Leserinnen und Leser,

Nun stellen wir uns mal vor, Weihnachtsmann und Osterhase lernen sich am Urlaubsstrand kennen, kommen ins Reden und erzählen sich von ihren Jobs. Santa Claus würde wohl klagen, wie er im grauen Spätherbst durch verstopfte Städte hastet, um Geschenke zu finden. Und die muss er dann in eisigen Winternächten ausliefern, indem er sich durch enge Kamine in die Häuser quält.

Den Osterhasen würd’s schütteln. Gut, er muss ein paar Eier in Heimarbeit einfärben. Die aber darf er an warmen Frühlingstagen, fröhlich durch die Gärten hopsend, unters Volk bringen. Niemand erwartet von ihm Spitzenleistungen. Oder hat schon jemand von „Osterstress“ gehört? Am Ende jedenfalls sitzt auch bei ihm alles Volk an gedeckten Tafeln und feiert. Na, wer hat da wohl mehr Spass? Eben.

Kommt mir beides vertraut vor. Heiligabend erlebe ich oft fertig von den Weihnachtseinkäufen und verschnupft vom dazugehörigen Hundewetter. Ostern dagegen hüpfe ich (na ja, wenigstens fühle ich mich so ...) durch die Frühlingsluft, kaufe Süsses und ein paar Kleinigkeiten, die ich zwischen Rhododendren und Narzissen nur oberflächlich verstecke. Dann setze ich mich entspannt auf die Gartenbank und schaue zu, wie Hasi alles mit lautem Freudengeheul entdeckt. Hasi ist übrigens meine Tochter.

Das BRÜCKE – Team

Quelle: Editorial aus Living at home, 4/2003

 

 

 

In eigener Sache

Geburt

Zusammen mit den glücklichen Eltern, Veronika und Markus freuen wir uns über die Geburt des ‚kleinen’ Oskar! Möge Euch der Kleine viel Freude bereiten!


Trauer

Mit großer Bestürzung haben wir vom plötzlichen Tod unseres Mitgliedes Marita Ayanoðlu erfahren. Wir kannten Marita als aktives interessiertes Mitglied der ersten Stunde bis heute und werden sie so in guter Erinnerung behalten. Auch im Bastelkreis hinterlässt sie eine große Lücke; die von ihr gebastelten Puppen und Schmusetiere sowie viele andere nützliche Sachen für den Weihnachts- und Osterbasar wurden immer gern gekauft und waren begehrt. Unser herzlichstes Beileid gilt ihrer Familie, Freunden und Verwandten.


BRÜCKE-Kalender 2008

weitere Exemplare des BRÜCKE-Kalenders können Sie gegen einen Unkostenbeitrag von 25 YTL im Büro beziehen. Tel. 0212 / 458 98 50, info@bruecke-istanbul.org

 


Kurznachricht per Mail oder SMS

Wir bitten nochmals unsere Mitglieder uns ihre Handy-Nummern mitzuteilen, damit wir bei wichtigen Situationen wie z.B. Tod, Unfall, o.ä. Informationen weitergeben oder Hilfe anbieten können.
So konnte durch sofortige Hilfe der Brücke kurzentschlossen einer in Not geratenen Deutschen die Rückkehr in ihre Heimat ermöglicht werden.


BRÜCKE-Computer-Absturz

Liebe Mitglieder, kurz vor Dezember ist es leider passiert, unser Computer ist abgestürzt und viele wertvolle Dateien waren weg. Der Fachmann mußte kommen, einige Dateien konnte er retten – welch ein Glück! Aber leider sind nun alle Email-Adressen verloren gegangen. Nun muss alles wieder mühsam eingetragen werden. Wir bitten alle Mitglieder, uns ihre Email-Adressen anzugeben, damit wir Ihnen weiterhin kurzfristige Mitteilungen, Reminder und Einladungen zustellen können.


Mitgliederdatenbank auf unserer Homepage

Unsere Mitglieder werden in Kürze die Möglichkeit haben, ihre persönlichen Daten (Anschrift, Interessen und Hobbies, evtl. auch private Dienstleistungsangebote) in der Datenbank online zu verwalten.

Für Mitglieder sind zudem umfangreiche Suchmöglichkeiten nach anderen Mitgliedern vorgesehen; alte und neue Freunde wiederfinden, Netzwerke und Interessengemeinschaften aufbauen sind nur zwei Möglichkeiten, die Datenbank zu nutzen.


BRÜCKE - Infobriefe

... eine Zeitschrift, die von einem Team ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neunmal im Jahr
    von Oktober bis Juni herausgegeben wird,

... wendet sich an alle Deutschsprachigen, die vorübergehend oder dauerhaft in der Türkei leben und an
    alle Freunde der Türkei,

... veröffentlicht aktuelle Informationen der Botschaften/Konsulaten der Bundesrepublik Deutschland, von
    Österreich und der Schweiz.

Weitere Informationen unter: www.bruecke-istanbul.org

 

 

 

Mein persönlicher Brückenschlag

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Rückblicke

Bücher-Tausch-Basar am 23.01.2008

„Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt“

sagt ein arabisches Sprichwort. Es lädt ein zur Entspannung, zum Träumen, vielleicht auch zum Philosophieren. Gleichzeitig fordert es aber auch zu Arbeit und persönlichem Einsatz auf: Wer die Mühe nicht scheut, sich mit dem Gelesenen auseinanderzusetzen und neue Gedanken zu entwickeln, kann für sich persönlich die Früchte ernten.

Auf eine erfreuliche Resonanz stiess unser 1. Bücher-Tausch-Basar am 23.01.2008 in den Räumen des Hotel Kybele in Sultanahmet. Etliche Bücher und Zeitschriften wechselten zur Freude aller ihre Besitzer. Wer seine Chance verpasst hat - eine evtl. Wiederholung ist für den Spätsommer geplant.

“Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.” Hermann Hesse

Auszug aus einem Leserbrief:

Bücher-Tausch-Basar 23.1.08: ... "War supernett, dass die Geschäftsführer des „Kybele Hotels“ die Räume zur Verfügung gestellt haben inkl. Bedienung !!!!! ... und das jede/r die Büchlein geschleppt hat ..., diese eingelagert werden, Kuchen gebacken wurde und ein reger Gesprächsaustausch auch stattfand. Einige ganz schnell wieder weg waren, kamen, sahen, tauschten und gingen und einige einen Satz neuer Ohren brauchten ...“ Soza


ASHURA
Für zwei Abende waren Plätze, im Theater GARAJ ISTANBUL, für das KULTURFORUM reserviert. Gespielt wurde ASHURA ... und gekocht wurde ASHURA ... ASHURA, eine Süßspeise, die mit den köstlichsten Zutaten zubereitet wurde und während der Aufführung wohl vor sich hinköchelte.

Das Theater hatte für dieses Stück seine variablen Sitzplätze in dem hinteren Bereich aufgebaut; somit betrat man das Theater und gleichzeitig den Spielbereich. Man lief an dem Tisch mit dem großen ASHURA-Topf vorbei, bedacht an keine der vielen Flaschen zu stoßen, die verstreut auf dem Boden der Spielfläche standen. Jede Flasche hatte symbolträchtig ein rotes Band um den Flaschenhals gebunden. Dann wurde es dunkel und aus dieser Dunkelheit bewegte sich eine Gruppe von Menschen, vielleicht eine Familie, langsam und vorsichtig zur Mitte des Raumes, begleitet von einem improvisierten beweglichen Lichtwagen, der nur spärliches Licht in die Dunkelheit brachte ... spärliches Licht auf dem Weg ins Exil? Die Zukunft im Dunklen, im Unbekannten?

Övül und Mustafa Avkiran, die Initiatoren und Regisseure von ASHURA beschreiben dies so:

GITTILER, BIR DAHA DÖNMEYECEKLER, EVLERINI, YURTLARINI, DILLERINI, DINLERINI BIRAKIP GITTILER, ISIMLERINI

SIE SIND GEGANGEN, NIEMALS WERDEN SIE ZURÜCKKEHREN, SIE HABEN IHRE HÄUSER HINTER SICH GELASSEN, IHR LAND, IHRE SPRACHE, IHRE RELIGION, IHRE NAMEN

In ASHURA werden sie nochmals zum Leben erweckt; werden wahrgenommen, die unterschiedlichen Kulturen, Religionen und Sprachen, die vielen Völker Anatoliens und ihre Wanderbewegungen und ihr Verlust; der Verlust der Vielfalt. Jeder der Darsteller erzählt eine Geschichte, die wiederum in ein Ganzes verwoben ist. So beginnt der Abend eindrucksvollst mit der Szene der Selbstgeißelung, der Sinazani:

Eine Frau, stehend, dem Publikum zur Seite zugewandt, beginnt sich selbst mit weit ausgeholten Bewegungen zu schlagen, zu kasteien, zu geißeln - immer im gleichen Rhythmus, so wird das Ritual deutlich ... ASHURA - ASHUR - ASHURE ... erklingt die Stimme und eine musikalische Reise mit Liedern in der türkischen, hebräischen, armenischen, arabischen, kurdischen, koptischen und syrischen Sprache, in Zaza und im Dialekt der Lasen, in der Sprache der Pontus – Bewohner und der sephardischen Juden konnte beginnen.

ASHURA ist ein Ausdruck der Sehnsucht und ein Andenken an die Vergangenheit, ein leiser Aufschrei gegen das Vergessen.

ASHURA ist eine Mahnung an die Menschen, das ANDERS SEIN, das FREMDE zu achten, denn durch die Vielfalt entsteht eine besondere Bereicherung ... ebenso wie in dieser wunderbaren Süßspeise ASHURE, von der wir dann auch kosten durften.

Mona Marweld-Engin

 

Gestern Abend hatte unsere Theater-Expertin Mona wieder ein Super-Programm ausgesucht:
`ASHURA`, Musik-Theater im garajistanbul, Galatasaray. Ich war nun zum dritten Mal in diesem Theater, und bin jedesmal erstaunt über die Wandlungsfähigkeit dieser Räume. Auch gibt es dieses Mal keine Bühne, und das Geschehen spielte sich sozusagen vor unseren Füβen ab.

Thema des Abends waren ethnische und religiöse Minderheiten und Exil. Sehr aktuell, wie wir fanden. Zu den Bewegungen spielte die Musik die zentrale Rolle: schöne Stimmen (auch ein Conter Soprano war dabei) begleitet von Cello, Klarinette, Kontrabass, Laute, Perkussion. Der Text wurde auf eine Leinwand eingeblendet, nicht nur in türkisch, sondern- angenehm für uns Ausländer- auch in englisch! Die`Bühnendekoration`wirkte wie improvisiert und dadurch lebendig. Was ist ASHURA? Eine typisch türkische Speise? Obwohl ich schon lange in diesem Lande weile, habe ich nie Gedanken daran verschwendet, dass diese eine tiefere Bedeutung haben könnte. Jetzt weiβ ich mehr.....(s.u.) Noch eine Überraschung nach der Vorführung: Ein überdimensionaler Topf mit mit frisch gekochter ASHURA, sodass neben Ohren und Augen auch unser Geschmackssinn voll auf seine Kosten kam......

Schlieβlich hatte Mona noch die gute Idee, im Litera Cafe vorbeizuschauen, wo wir bei einem Drink den Abend ausklingen lieβen.

Beate Öcal

Adresse:
garajistanbul, 34433 Galatasaray-Beyoðlu / Ýstanbul, Tel.: 0212 - 244 44 99, www.garajistanbul.com 

 

Wussten Sie schon, ...

Die wichtigsten Bedeutungen dieses symbolträchtigen Wortes sind:

• ASHURA =arab. zehn und so heiβt der 10.Tag des islamischen Monats Muharrem.
Dies ist der höchste Feiertag im schiitischen Islam, an dem durch manchmal ziemlich grausame Rituale (Selbstgeiβelung) des Märtyriums Hüsseyins gedacht wird. (Hüsseyin ist für die Schiiten der Nachfolger Mohammeds)

• Bei den sunnitischen Türken hingegen feiert man an eben jenem 10.Muharrem mit dieser Süβspeise aus Nüssen, Trocken- und Hülsenfrüchten die Landung Noahs auf dem Berg Ararat. Der Sage nach hat Noah aus Dankbarkeit darüber, dass seine Arche vor der Sintflut gerettet wurde, aus den übriggebliebenen Lebensmitteln diese Suppe gekocht und verteilt.

• Die Bezeichnung Aþure kommt vom hebräischen Wort "Aþûr".

• Aþure ist ein im ganzen Mittleren Osten verbreitetes besonderes Gericht mit trockenen Hülsenfrüchten. Es ist somit auch ein wichtiges Kulturgut in der Türkei, mit viel Symbolik. Man kocht es mit viel Freude und Respekt. Es ist auch bekannt unter dem Namen Noah's Suppe. Ashura bedeutet zehn im Arabischen und diese Suppe wird am Asure-Tag (oder in der Asure Woche) am 10. Muharrem des islamischen Mondkalenders gekocht. Man wünscht sich Segen und lebensfördernde Kraft in allen Varianten, auch in Form der Lebensmittel. Wie das immer mit symbolbeladenen Gerichten ist, ist der Symbolik noch nicht genug, sondern man muss mindestens 7 Zutaten verwenden ( manche sagen: bis 41 Zutaten ) um diese Suppe zu kochen und man sollte diese Suppe an 7 Freunde und Nachbarn verschenken. Die Zahl 7 wie auch die Zahl 41 sind Zahlen die sehr bedeutungsvoll sind. Am wichtigsten jedoch ist, dass man reichlich von der Asure kocht und sie mit vielen Menschen teilt.

 

 

 

Neuigkeiten und Aktuelles

Anmeldung Krisenvorsorgeliste

Wichtige Mitteilung !

Anmeldung ab sofort im Internet

Jeder deutsche Staatsangehörige, der - auch nur vorübergehend - im Amtsbezirk des Generalkonsulats lebt, kann in eine Krisenvorsorgeliste gemäß § 6 Abs. 3 des deutschen Konsulargesetzes aufgenommen werden.

Es handelt sich hierbei um eine freiwillige Maßnahme. Das Generalkonsulat rät, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen, damit es - falls erforderlich - in Krisen- und sonstigen Ausnahmesituationen mit deutschen Staatsbürgern schnell Verbindung aufnehmen kann.

Die Aufnahme in die Krisenvorsorgeliste erfolgt ab sofort online passwortgeschützt (im Internet unter: http://service.diplo.de/registrierungav/registration.do?missionname=ISTA  abrufbar). Nach einer erstmaligen Registrierung machen Sie dort Angaben in den Bereichen "Persönliche Angaben", "Kontakt in Deutschland", "weitere Angaben" sowie - falls zutreffend - auch in den Bereichen "weitere Personen" und "Arbeitgeber".

Ihre Angaben werden erfasst, obgleich es sich bei der Anwendung noch um eine Testversion handelt und sie als solche auch gekennzeichnet ist.

Derzeit ist diese Form der Anmeldung nur im Amtsbezirk des Generalkonsulats Istanbul möglich, betrifft also nur die Provinzen Balýkesir, Bilecik, Bolu, Bursa, Çanakkale, Düzce, Edirne, Eskiþehir, Ýstanbul, Kýrklareli, Kocaeli, Tekirdað, Sakarya und Yalova.

Die anderen deutschen Auslandsvertretungen in der Türkei wenden dieses Programm derzeit noch nicht an.

Die bisherige Krisenvorsorgeliste des Generalkonsulates wird nicht mehr fortgeführt. Wir bitten Sie daher, Ihre Daten möglichst bald über das Internet einzugeben, auch wenn Sie bisher schon registriert waren.

Sollten Sie bei der online-Registrierung auf Schwierigkeiten stoßen, so senden Sie uns bitte eine E-Mail mit einer kurzen Erläuterung oder rufen Sie uns unter der Telefonnummer 0212-3346 124 an.

Deutsches Generalkonsulat,
Rechts- und Konsularreferat


 Ausländer-Ausweisnummer

Jeder Ausländer, der sich mehr als 6 Monate in der Türkei aufhält, muss auf der Ausländerbehörde (Emniyet Yabancýlar Þube Müdürlüðü) eine Aufenthaltserlaubnis beantragen, dabei erhält er auch seine persönliche Ausweisnummer. Falls Sie bereits im Besitz der Aufenthaltsgenehmigung sind sowie die Angaben im Büchlein (Ýkamet kahya) richtig eingetragen sind, kann die Nummer auch über das Internet eingeholt werden: www.tckimlik.nvi.gov.tr
Falls es nicht klappt, sollte man seinen Eintrag auf dem Amt überprüfen und korrigieren lassen.

Übersetzt aus ‘Yabancýlarýn Nüfus kayýtlarýnýn tutulmasý hakkýnda yönetmelik K. Sayý 2006 / 11057.


Infoheft / Agenda 2008 - Adressänderungen

 

Op. Dr. Med. H. Kübra Taman
Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe
Doktorlar Merkezi
Abdi Ýpekçi Cad. 57, Reasürans han E Blok
Kat 3-4, Niþantaþý – Istanbul
Für Terminvereinbarungen:
0212 / 219 95 59, 0532 / 347 85 46

 

Dr. med. dent. Hakan Bilhan
Zahnarzt
c/o Stomadenta Zahnpoliklinik
Kavacýk Mah., Çavuþbasý Cad. 10, Kat 4
Kavacýk / Beykoz – Istanbul
Für Terminvereinbarungen
0216 / 680 23 21, 0532 / 293 72 83
www.stomadenta.com


Touristeneintrittspreise trotz Aufenthaltsgenehmigung

Ich lese immer mit grossem Interesse den Infobrief. Sie haben ja schon einiges für uns hier lebende Deutsche erreicht. Dafür herzlichen Dank.

Nun gibt es etwas in der Türkei, das ein Einzelner nicht ändern kann. Dies ist der Eintrittspreis in nationale Museen und Monumente, archäologische und andere Ausstellungen, historische Sammlungen, etc. Selbst mit Aufenthaltsgenehmigung und längerem hier wohnen wird uns der deutlich teurere Touristenpreis abgeknöpft, und dies, obwohl wir alle doch Steuern zahlen und sei es nur bei geringsten Einkauf. Meine Frage bzw. Bitte: Könnten Sie darauf hinarbeiten, dass unter Vorlage der Aufenthaltsgenehmigung wir den Preis für Einheimische bezahlen. Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Mühe.

Mit freundlichen Grüssen, F.-D.K., Acýbadem

 

Antwort des BRÜCKE-Teams:

Sehr geehrter Herr K., vielen Dank für Ihr Interesse und ihre Anerkennung unserer „Brücke“-Arbeit. Bzgl. ihrer Anfrage die Touristeneintrittspreise betreffend möchten wir Ihnen folgendes mitteilen: Wir werden uns gerne erkundigen und „schlau machen“, ob es eine generelle Anlaufstelle gibt, bei der wir Ihre Bitte vorbringen können. Unsere bisherigen Erfahrungen haben jedoch gezeigt, dass bei vielen Gebührenschaltern, wo wir in mehr oder weniger gutem türkisch unsere Bitte vorbringen, ohne weiteres die Aufenthaltsgenehmigung (ikametgah) oder auch der Reisepass mit türkischem Wohnort als Nachweis anerkannt werden und uns somit der ermässigte Eintritt gewährt wird.

Mit freundlichen Grüssen, Das Brücke-Team

Anmerkung:

Wir würden uns freuen, wenn auch andere Mitglieder/-innen uns ihre Meinung zu diesem Thema mitteilen würden.


Mit dem Fähre über den Bosporus

Folgende Anfrage erreichte das BRÜCKE-Büro: Hallo, wir werden im Mai 2008 Istanbul mit dem Auto besuchen. Dabei wollen wir auch in den asiatischen Teil dieser Stadt. Aber nicht über die Brücke sondern mit einer Fähre über den Bosporus. Ich habe aber gehört daß dieses Unternehmen gar nicht so einfach ist z. B. daß man Schwimmwesten benötigt, diese aber nur sehr teuer erwerben kann. Vielleicht können Sie mir bei diesen Problem helfen und mir darüber Infos zukommen lassen (Fährpreise, Fährhafen etc.)
Für Ihre Bemühungen schon im voraus besten Dank.

Auch diese Antwort auf die Fragen werden entgegengenommen und beantwortet resp. weitergeleitet.


Wussten Sie schon, ...

... dass laut einer Untersuchung der Bosporus- und der Sabancý Universität mit Unterstützung der TESEV aus dem Jahr 2004 nur 1 % der türkischen Mädchen das Kopftuchverbot als Grund für ihren Nichtbesuch der Universität angaben? Weitere Gründe: 29.8 % Nichtbestehen der ÖSS Prüfung, 14,6 % Unterbrechung des Schulausbildung wg. Heirat, 14 % Nichtteilnahme an der Aufnahmeprüfung, aus finanziellen Gründen Arbeitsaufnahme, 10,5 % keine Erlaubnis der Familie) Quelle: Vatan:8.2.2008

... dass Integration einen dynamischen, lange andauernden und sehr differenzierten Prozess des Zusammenfügens und Zusammenwachsens beschreibt? Dieser Prozess besteht aus Annäherung, gegenseitiger Auseinandersetzung, Kommunikation, Finden von Gemeinsamkeiten, Feststellen von Unterschieden und der Übernahme gemeinschaftlicher Verantwortung zwischen Zugewanderten und anwesender Mehrheitsbevölkerung. Voraussetzung der Integration ist neben der Bereitschaft der Migranten, dazu gehören zu wollen und der Offenheit zur Entwicklung eines gleichberechtigten Zusammenlebens mit der Mehrheitsbevölkerung, die Akzeptanz des Grundgesetzes, insbesondere die Achtung der Menschenwürde, der Freiheit der persönlichen Entfaltung, der Glaubensfreiheit und der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Im Gegensatz zur Assimilation (völlige Anpassung), verlangt Integration nicht die Aufgabe der eigenen kulturellen Identität. Quelle: Wikipedia

... Kontrolle des Bargeldverkehrs
dass ab dem 15. Juni 2007 Reisende, die mit Barmitteln im Gesamtwert von 10.000 Euro oder mehr aus Staaten, die nicht Mitglied der Europäischen Union sind – so genannte Drittländer -, in EU-Mitgliedsländer einreisen oder in diese ausreisen, ihre mitgeführten Barmittel bei der zuständigen nationalen Behörde anmelden müssen? In Deutschland ist die Anmeldung schriftlich bei der Zollverwaltung abzugeben. Quelle:
www.istanbul.diplo.de

... dass während weltweit die Mieten für Büros und Geschäfte durchschnittlich um 10 - 40% angestiegen sind, diese Zahl in Istanbul bei bis zu 95 % und in Izmir bei bis zu 87 % liegt? Quelle: Turkish Daily News 20.2.2008
 

 

 

Ostern

Wann ist Ostern 2008?

Ostern im Jahr 2008 ist am 23. März. Ostern wird am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang gefeiert. Da der Frühlingsanfang 2008 am 20. März um 06:48 MEZ und der erste Vollmond am 21. März ist, fällt Ostern 2008 auf den 23. März.


Ein Ostergedicht

Wer ahnte, dass zum Weihnachtsfest
Cornelia mich sitzen lässt?
Das war noch nichts: zu Ostern jetzt
hat sie mich abermals versetzt!
Nun freu ich mich auf Pfingsten –
nicht im geringsten!

Heinz Erhardt


Es ist das Osterfest alljährlich
doch für den Hasen recht beschwerlich.
Wilhelm Busch


Der Osterhase

Es sprach einst der Hahn zum Hasen höflich doch ein wenig gereizt ,"Sie sind ja wieder einmal unglaublich populär. Ich möchte endlich das Jahr erleben, wo nicht Millionen von Osterkarten mit ihrem Bild verschenkt werden".

Dem Hasen traten Zornestränen in die Augen. Der Hase antwortete: "Ich danke für diese Popularität. Ja, ich pfeife auf die Popularität. Wie stehe ich da vor den anderen Waldbewohnern, mit einem Nest voll bunter Ostereier? Du Hahn, ich bin nur ein bescheidener Feld- und Waldbewohner und beliebt bei vielen Tieren.. Doch ich habe meine Mission in der Natur und zwar die Fortpflanzung meiner Art. Da erfindet irgendein Mensch, das Märchen vom Osterhasen, Sie wissen doch, daß daran kein Wort wahr ist. Doch mein Ansehen ist dahin und ich bin für ewig lächerlich gemacht. Mein Leben wird nicht ernst genommen, sondern jeder bringt in Verbindung mit meinem Namen, das Märchen mit dem Osterhasen und dem buntem Osterei".

Doch der Hahn sagte: "Was wollen Sie? Die Menschen sind nun einmal oberflächlich. Die Sarah ist nicht durch ihre Kunst berühmt geworden, sondern durch ihre Magerkeit und wird heute noch als Urbild der Magerkeit verstanden. Gorbatschow ist ein Schnaps und kein russischer Staatsmann oder Henry Clay eine Zigarre. Durch ein Ei ist Kolumbus berühmter als durch seine Entdeckungen. Denken Sie daran lieber Hase, es hat was Gutes, mißverstanden oder beschimpft zu sein, denn es ist besser als vergessen zu werden".

Alexander Roda


 

 

Kultur

Die Türkei mit all ihren Farben

(Dünya, 24.01.08). Mit einer Pressekonferenz hat der Minister für Kultur und Tourismus Günay das Konzept für die Vorbereitung auf die Frankfurter Buchmesse vorgestellt. In diesem Jahr ist die Türkei Gastland der Messe. Mit 100 Verlegern und 350 Schriftstellern und 120 Medienvertretern will sich die Türkei mit all ihrer Vielfalt präsentieren. Zur Vorbereitung dieser Präsentation, die zugleich auch Ausgangspunkt späterer Auftritte in anderen Ländern sein soll, wurde ein Komitee gegründet. Positiv wurde in diesem Zusammenhang aufgenommen, dass sich das Ministerium damit begnügt hat, lediglich einen Kovorsitzenden zu bestimmen, die Arbeit letztlich also in den Händen der Kulturschaffenden bleibt. Zu den vorgesehenen Elementen des Auftritts bei der Frankfurter Buchmesse gehören u.a. eine Eröffnungsrede von Orhan Pamuk sowie die Aufführung von Fazil Says Nazim Hikmet Oratoriums.

Quelle: istanbulpost.net


Deutsch-Türkische Kulturtage

In ihrer Samstagsausgabe kündigt die Today`s Zaman den Beginn der Deutsch-türkischen Kulturwochen am 7. Oktober an: Auf einer Veranstaltung im Istanbul Museum of Modern Art sei das Logo und Programm der Kulturwochen präsentiert worden. Zugleich habe Botschafter Dr. Eckart Cuntz die Graphikerin Hatice Pamuk ausgezeichnet, die das Logo entworfen hatte. Unter dem Motto „Waves of German Culture in Turkey" sollen bis November landesweit zahlreiche Veranstaltungen, darunter Ausstellungen, Konzerte, Tanzprojekte, Kabarett, Workshops, durchgeführt werden. Die Leiterin des istanbuler Goethe Instituts, Claudia Hahn Raabe, habe in ihrer Ansprache zahlreiche „interessante Kulturprojekte", darunter auch das interaktive Tanzprojekt „Rhythm ist IT" angekündigt. „I am sure, the event will contribute much to German-Turkish cultural relations" zitiert die Today`s Zaman aus der Ansprache des stellvertretenden Generaldirektors für Öffentlichkeitsarbeit des türkischen Kulturministeriums, Ibrahim Yazar.


Galata im Abendschatten

Zur blauen Stunde auf der Brücke,
in winterlicher Dämmerung,
Lichter – wie Kegel – in den Wellen,
nur nachtblau liegt das Horn so stumm.
Die Möven schweigen, fürchten Schneesturm.
Drei Schiffe leuchten, Inseln gleich,
im Bosporus. Die Boote tanzen.

Ich seh IHN heute noch – wie damals,
ganz einsam zu der Brücke gehn;
die Seine war rauchblau, weiss die Dächer
In Petersburg wird er nun stehn,
am Newaufer, sich erinnern: Paris!
Schiwagos Enkel, weizenblond,
jetzt grau und wasserblau sein Blick.

*Wir waren “zwei Königskinder ...,
das Wasser war viel zu tief” – und rot.

Doris Donbaz

* Volksweise (seit 1500 n. Chr.)


Türkei Partnerland der Popkomm 2008

Die Türkei ist Partnerland der Popkomm 2008. Das gaben die Veranstalter Ende Januar 2008 am Rande der Musikmesse Midem in Cannes bekannt. Ziel sei es, die vielfältige türkische Musikszene bekannter zu machen. Die Türkei ist bereits Gastland der Frankfurter Buchmesse. Die Popkomm findet in diesem Jahr vom 8. bis 10. Oktober in Berlin statt. Partnerländer waren zuletzt Frankreich, Spanien und Brasilien. Quelle: http://www.popkomm.de/


Wettbewerb der Spielfilme

Das 13. Filmfestival Türkei / Deutschland wird am 28. Februar mit dem Spielfilm – Klassiker “Eisenerde Kupferhimmel” von Zülfü Livaneli eröffnen.

Im Spielfilm-Wettbewerb konkurrieren neun Spielfilme:

Nominiert sind:
1. das Hamburger Kiez-Drama um “Chiko” von Özgür Yildirim
2. die eindringliche Jugendgewaltstudie „ Sieben Tage Sonntag“ von Niels Laupert
3. die Nachbarschaftsgroteske „Der andere Junge“ von Volker Einrauch
4. das Porträt eines albanischen Flüchtlings „Eduard“ von Angeliki Antoniou
5. die Livaneli - Romanverfilmung „Glück“ von Abdullah Oðuz
6. das Nazim-Hikmet-Porträt „Der blauäugige Riese“ von Biket Ilhan
7. das bildstarke Filmpoem „Ei“ von Semih Kaplanoðlu
8. das Außenseiterdrama „JanJan“ von Aydin Sayman
9. die Studie eines vereinsamten Großstadtmenschen „Riza“ von Tayfun Pirselimoðlu

Das sind fünf Nominierungen aus der Türkei.

Die Festivalverantwortlichen haben ein grandioses Rahmenprogramm zum Festival zusammengestellt. Somit werden über 150 Künstler teilnehmen und das Festival zu einem besonderen deutsch-türkischen Kunst- und Kulturfest bereichern, das sich über den Bereich Kino hinaus in andere Kunstsparten ausweiten wird. So werden neben Kurz - und Dokumentarfilmen, Diskussionen und Ehrungen, Informationen und Gesprächen, auch Konzert- und Theateraufführungen und eine besondere Kunstausstellung aus Istanbul, die 11Tage in Nürnberg füllen. Besonders interessant finde ich, das es hier den sogenannten Öngören Preis für Demokratie und Menschenrechte gibt.

Fatih Akin ist gleich dreifach präsent: mit seinem preisüberhäuften Meisterstück »Auf der anderen Seite « als deutsch-türkische Koproduktion, mit der Produktion seiner Firma »Chiko« im Wettbewerb und als Protagonist in einer Dokumentation.

Mona Marweld-Engin


Ein Gigant der Bescheidenheit

Zülfü Livaneli ist Ehrengast beim 13. Filmfestival Türkei/Deutschland

Es ist wahr, in Deutschland kennt man ihn bestenfalls aus der Zeit seines Exils und vor allem durch seine Vertonungen der Lyrik von Nazim Hikmet. Beiden gemein ist eine lange Zeit unerwiderter Liebe zu ihrer Heimat – Hikmet starb im Exil, seine grandiosen Gedichte waren lange Zeit verboten. Livaneli freilich konnte zurückkehren, sogar triumphal.

Aber Livaneli haderte niemals mit seinem Schicksal, das ihn wiederholt zum Heimatvertriebenen machte. Es machte ihn schöpferisch. So komponierte er, der als Saz-Spieler schon in jungen Jahren eine große Reputation hatte, hunderte von wunderbaren Liedern, indem er die türkische Musik mit europäischen Musikinstrumenten harmonisch verschmolz und damit Vorbild wurde. Er sang sie selbst und fand Interpreten wie die Griechin Maria Farantouri oder auch die Amerikanerin Joan Baez und neuerdings Jocelyn B. Smith.

Die Konzerte nach seiner Rückkehr in die Türkei sind eine Legende. Als ein Openair-Konzert mit über einer halben Million Menschen gigantische Dimensionen annahm, war er längst zur Symbolfigur einer freiheitlichen Demokratie der Türkei geworden.

Livaneli war immer und ist politisch aktiv, ohne sich einer Parteidisziplin unterzuordnen, schrieb und schreibt Zeitungsartikel zu tagespolitischen wie kosmopolitischen Ereignissen, erhebt immer wieder seine Stimme, ohne je laut zu werden.

Ganz unaufgeregt entwickelte er über die Jahre hinweg seine unglaublich vielen Talente und stellte diese in den Dienst seiner politischen Verantwortung: Er schrieb international erfolgreiche Romane, dessen letzter, »Mutluluk«, als Verfilmung bei diesem Filmfestival zu sehen sein wird, er schrieb Musik für Ballett und Theater, natürlich auch für viele bedeutende Filme anderer Regisseure, u.a. zu den Meilensteinen des türkischen Kinos: »Yol« (»Der Weg«) und »Sürü« (»Die Herde«).

Gar nicht zu überschätzen ist schließlich sein kulturpolitischer Einfluss bei der Annäherung der Griechen und Türken. Als noch jegliche Kommunikation zu Griechen in der breiten Öffentlichkeit ein großes Tabu war und es einem Verrat am Vaterland gleichgesetzt wurde, eroberte er in den 80er Jahren die Herzen der Griechen mit eigenen Kompositionen und gemeinsamen Konzerten mit seinen griechischen Musikerfreunden Maria Farantouri und Mikis Theodorakis, um auch die immer noch hohen psychologischen, historisch bedingten Grenzen zwischen der Türkei und Griechenland niederzureißen. Und zwar ohne Gewalt, dafür mit Musik, mit Versöhnungsangeboten ... Quelle: Quelle: www.ffd.net


Turkish Airlines fühlt sich von Will Smith verunglimpft

Der amerikanische Filmstar Will Smith soll mit Sequenzen seines neuen Streifens "I Am Legend" die türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines in ein schlechtes Licht gerückt haben. Diesem Verdacht geht die Leitung der Fluggesellschaft nach, wie die türkische Presse meldete. Anlass sei eine Szene in der Anfangsphase des Films, in dem es um die katastrophale Ausbreitung eines tödlichen Virus geht.
In der neunten Minute von "I Am Legend" ist demnach ein Flugzeugunglück in New York zu sehen, wobei der verunglückte Jet als Turkish-Airlines-Flugzeug identifiziert werde. Nun habe die Fluggesellschaft ihre Anwälte in den USA eingeschaltet, berichtete die Zeitung "Yeni Safak".
Laut "Yeni Safak" bemerkten einige Manager von Turkish Airlines die umstrittene Szene, als sie "I Am Legend" im Kino sahen. Auch in der Türkei ist der Film ein großer Erfolg.

Quelle: http://de.news.yahoo.com ,


Umwelttechnologie-Fachmesse in Istanbul

Die internationale Fachmesse für Umwelttechnologien und Wasserwirtschaft in der Türkei, WATECO, findet vom 6. bis 9. März 2008 auf dem Messegelände Tüyap Beylikdüzü in Istanbul statt. Viele Aspekte sind auch für Hotels und Hotelbetreiber von Interesse.

Die Messe ist in der Türkei die größte und bedeutendste Präsentationsplattform für Wasseraufbereitung und Trinkwasserreinigung, Müll- und Wasseraufbereitung für private Haushalte und Industrie, chemische Stoffe und Ausrüstungen zur Reinigung von Schwimmbädern und Swimmingpools.

Es geht aber auch um Wind- und Solarenergietechnologien, Technologien zur Verwertung und Erneuerung von Reststoffen, klinischem Abfall und Sondermüll, Einrichtungen und Anlagen zur Vermeidung von Umweltverschmutzung, Rohre, Ventile, Pumpen, Mess- und Regelinstrumente sowie Labor- und Analysegeräte.

Weitere Informationen unter www.munichexpo.de


Heinrich Zille: Dem Elend ins Gesicht gelacht

Er setzte dem „Lumpenroletariat“ ein Denkmal: Zum 150. Geburtstag feiert Berlin den Maler und Fotografen Heinrich Zille.

„Pinselheinrich“ oder „Papa Zille“ – so nannten ihn die Berliner schon zu seinen Lebzeiten liebevoll. Und auch heute ist er noch einer der populärsten Künstler der Hauptstadt. „Sein Potenzial und seine Bedeutung für die Berliner Stadt- und Kunstgeschichte ist einzigartig“, erläutert Norbert König, Marketingleiter des privaten Zille-Museums im Berliner Nikolaiviertel. Und nicht nur für die Berliner Stadtgeschichte.

Humorvolle Empathie zum Elend - Als einer der ersten Künstler in den 80er- und 90er-Jahren des 19. Jahrhunderts wagte er sich an ein Randthema im damaligen Kaiserreich: Es entsteht das, was der Kaiser abwertend „Rinnsteinkunst“ nannte. „Der Kerl nimmt einem ja die ganze Lebensfreude“, meinte der Hofstaat. Tatsächlich setzte Zille mit seinen Zeichnungen dem Berliner „Lumpenproletariat“ ein zeitkritisches Denkmal und stellte dieses dem glänzenden Westen Berlins gegenüber. Seine Fotografien und Zeichnungen erfassen einen Bereich, den die bürgerliche Fotografie seiner Zeit fast vollständig verdrängt.

Ohne Berührungsängste streifte er durch Mietskasernen, nasse Kellerwohnungen und dunkle Hinterhöfe, fotografiert Reisig sammelnde Frauen und heruntergekommene Hauseingänge. Der Arbeitersohn Zille kannte Arbeitslosigkeit, Wohnungsgeld, Armut und Verwahrlosung aus nächster Nähe. Diese Nähe zum „Elend“ zeichnet sein gesamtes Schaffen aus. „Das glaubt ja keiner, was ich alles gesehen habe“, sagte er später einmal.

Zeichenkurse statt Schlachterlehre - Und „sein Milljöh“ fühlte sich von ihm verstanden. „Besonders bei den Menschen, die er zeichnete, war Zille unglaublich beliebt“, sagt König. Dazu trug sicherlich auch bei, dass Zille seine Zeichnungen zum Teil an Berliner Kneipen verschenkte. „Jede Kneipe, jede Destille kennt den guten Vater Zille“, wurde zu einem geflügelten Spruch in den Berliner Proletariervierteln. „Als Künstler hat er das Gewissen einer gleichgültigen Gesellschaft augerüttelt, und noch im Elend vermochte er zu lächeln“, meint Zilles Urenkel Hein-Jörg Preetz-Zille im Vorwort zu einer Ausstellung im Berliner Zille-Museum.

1858 in Sachsen in armen Verhältnissen geboren, zieht die Familie 1867 nach Berlin. Zille verlässt mit 14 Jahren die Schule und beginnt eine Lehre als Lithograf – gegen den Willen seiner Eltern, die wollen, dass er Schlachter wird. Schon während seiner Lehre besucht Heinrich Zille nebenbei aus eigenem Interesse abendliche Zeichenkurse an der „Königlichen Kunstschule“ und beginnt ab 1890 seine großstädtische Umgebung zu zeichnen. „Ich wollte halt was Eigenes machen, nicht nur als Lithograph arbeiten“, sagte er dazu.

Gibt Dir das Leben eenen Knuff, dann weene keene Träne. Lach Dir nen Ast und setz Dir druff und baumle mit die Beene.

Frohe Arbeit - ernster Wille, mal een Scluck in die Destille, und een bisken kille kille --
det hält munter !!

„Mutta, jib doch die zwee Blumtöppe raus, Lieschen sitzt so jerne ins Jrüne!“

Jeder schließt von sich auf andere und vergisst, dass es auch anständige Menschen gibt.

Quelle: www.focus.de


Nasreddin

Molla Nasreddin (auch: Mullah Nasrudin; türkisch: Nasrettin Hoca, siehe Hodscha) ist zugleich eine Weisen-, Narren-, Meister-, Bettler-, Richter-, Lehrer- und Arztfigur im arabischen Raum. Er kommt in vielen Schwänken vor, die sowohl oberflächlich einfach als Witz wahrgenommen werden können, aber auch eine versteckte Aussage haben. Aus letzterem Grund sind die Geschichten von Nasreddin gerade in der Tradition des Sufismus (islamische Mystik) tief verankert, wo sie von den Sheikhs als Lehrgeschichten für ihre Derwische verwendet werden. Die erste schriftliche Erwähnung einer Lehrgeschichte von Nasreddin findet in der Saltukname, eine Sammlung von Legenden über Sari Saltuk, einem Heiligen des 13. Jahrhunderts statt. Diese wurde 1480 von Ebülhayr Rumi nach siebenjähriger Vorarbeit herausgegeben. Der Name Nasr ed-Din bedeutet „Sieg des Glaubens“. Nasreddin ist immer im muslimischen Glauben verhaftet und in dieser Hinsicht moralistisch.

Der Schmuggler
Wieder und wieder überquerte Nasreddin die Grenze zwischen Persien und Griechenland auf Eselsrücken. Jedes Mal hatte er zwei Körbe mit Stroh dabei und kam ohne sie zurück. Jedes Mal untersuchte die Wache ihn wegen Schmuggelware. Niemals fand man etwas. „Was bringst du herüber?“, fragten Sie ihn. „Ich bin ein Schmuggler.“, antwortete er immer. Jahre später, Nasreddin machte einen immer wohlhabenderen Eindruck, zog er nach Ägypten. Dort begegnete er einem der Grenzwächter. „Sag einmal, Nasreddin, jetzt wo du außerhalb der Gerichtsbarkeit von Griechenland und Persien bist und hier in solchem Wohlstand lebst, sage mir doch, was war es eigentlich, was du geschmuggelt hast, als wir dich nie überführen konnten.“ „Esel“.
Hier zeigt Nasreddin, dass dem gewöhnlichen Menschen ein großer Teil der Bedeutung des Lebens entgeht, weil er in Schablonen denkt, und sich nicht auf eine ganz andersartige Sicht der Dinge einstellen kann. Er mag leben, ja sogar Fortschritte machen, aber er versteht nicht alles, was um ihn her vorgeht. Ins Deutsche übertragen wurden unter anderem die Schwänke nach Orhan Veli.

Der Esel
Ein Mann kam zu Nasreddin, um sich einen Esel von ihm zu borgen. „Sehr gerne“, sagte Nasreddin „aber heute ist mein Esel nicht da!“. In diesem Augenblick schreit der Esel hinter dem Haus: „I-aaah“. „Warum lügst du? Dein Esel ist doch zu Hause!“ „Was ist los? Wem glaubst du mehr, mir oder einem Esel?“, fragte der Mullah.

Der Topf
Einmal ging Nasreddin zu seinem Nachbarn und fragte: „Kannst du mir einen Topf leihen?“ Darauf antwortete der Nachbar: „Selbstverständlich!“ Am nächsten Tag gab Nasreddin seinem Nachbarn den Topf zurück und bedankte sich bei ihm dafür. Er hatte aber zusätzlich in den Topf noch einen kleinen Topf gestellt. An einem anderen Tag sagte der Nachbar: „Nasreddin, du hast einen kleinen Topf in meinem Topf vergessen.“ Mit ernstem Ton sprach Nasreddin: „Der Topf war schwanger und hat bei mir ein Baby bekommen.“ Als sich Nasreddin später wieder einmal einen Topf bei dem Nachbarn leihen wollte, gab dieser ihm den größten, den er im Hause hatte. Mehrere Tage vergingen, aber Nasreddin brachte den Topf nicht zurück. Schließlich fragte der Nachbar: „Wo ist mein Topf?“ Nasreddin sprach ihm sein Beileid aus: „Er ist leider gestorben.“ – „So ein Unsinn“, erwiderte der Nachbar, „Wie kann ein Topf denn sterben?“ – „Wenn Töpfe Junge bekommen können, dann können sie auch sterben“, antwortete Nasreddin.

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Nasreddin 
 

 

 

Buchtipp

Das Haus an der Moschee

Zehn Jahre liegen zwischen der Mondlandung der Amerikaner 1969 und dem Sieg der geistlichen Revolution im Iran von 1979. Für den persischen Autor Kader Abdolah sind es die Eckpunkte seines neuen Romans.

Agha Djan ist Teppichhändler in Senedjan, einer Stadt am Fuße des Safrangebirges, das den Iran von Turkmenistan trennt. Seit 800 Jahren zählt seine Familie zu den einflussreichsten der Stadt. Agha Djan leitet den Basar, das wirtschaftliche, kulturelle und politische Zentrum der Stadt. Von allen wird er gegrüßt und verehrt. Ihm gehört das Haus an der Moschee, das er zusammen mit seiner Frau Fagri Sadat mit weiser Hand führt.

Die Friseuse war gerade mit Fagri Sadats Beinen fertig, als die alte Krähe sich auf den Dachrand setzte. Ihr Krächzen kündigte an, dass sie Neuigkeiten hatte. Niemand wusste, wie alt die Krähe war. Bestimmt über hundert Jahre, denn Agha Djan hatte im Archiv der Moschee über sie gelesen. Die Krähe gehörte zum Haus. Sie gehörte zur Kuppel, zu den Minaretten, den Dächern, dem alten Baum und dem Wasserbecken, aus dem sie trank. Fagri stand auf und sagte: "Salam, Krähe! Hast du gute Nachrichten? Wer ist zu uns unterwegs? Wer wird uns besuchen?" ... Quelle: Deutsche Welle, 05.02.2008


In der Zeitgeistfiliale

Kann die Philosophie dabei helfen, leben und sterben zu lernen? Kann sie die Lebenskunst befördern? Neue Bücher zu einem alten Thema

Wie erzeuge ich das, wovon ich schreibe? Der Philosophie der Lebenskunst ist es geglückt, die Frage zu beantworten: Indem sie vom »guten«, mehr: vom »gelingenden Leben« schrieb (und schreibt), hat jedenfalls sie es zu einem gelingenden philosophischen und schriftstellerischen Leben gebracht. Im deutschen Sprachraum haben vor allem die Bücher des Philosophen Wilhelm Schmid einen enormen Erfolg gehabt. Die überraschende Wendung des späten Michel Foucault, des französischen Vordenkers, zu einer Ästhetik der Existenz, der »Sorge um sich« (die freilich so neu nicht war), hat Schmid als luzider Interpret aufgegriffen und dann systematisch erweitert. ...

Wolfgang Kersting und Claus Langbehn (Hrsg.):
Kritik der Lebenskunst
Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. M. 2007, 381 S., 14 €

Luc Ferry:
Leben lernen: Eine philosophische Gebrauchsanweisung
A.d. Franz. v. L. Künzli; Verlag Antje Kunstmann, München 2007, 320 S., 19,90 €

Quelle: DIE ZEIT, 24.01.2008 Nr. 05


Kinder-Buchtipp: Weißt du eigentlich, wie lieb ...

Hier versucht ein kleiner Hase einem großen Hasen zu sagen, wie lieb er ihn hat. Ein Bilderbuch voller Charme und Wärme, so richtig zum Liebhaben. Eine sehr schöne kleine Geschichte über das größte Gefühl - die Liebe. Sie macht auch für Kinder deutlich, daß Liebe einfach da ist. Wenn man sie in Worte fassen will, muß man schon mal bis zum Mond und zurück. Phantasieanregend und anrührend, mit entzückenden Zeichnungen. Auch als Geschenk für Erwachsene gut geeignet.

Verlag: Sauerlaender GmbH
Autoren: McBratney, Sam / Jeram, Anita
ISBN: 10:3794142179, ISBN: 13:978-3794142170
Empfohlen ab 3 Jahren

 

 

 

Film

Kinder-Kinotipp: Unsere Erde

Über 40 Kamerateams filmten fünf Jahre lang Tiere und Natur auf unserem Planeten. Das Ergebnis: eine faszinierende Naturdokumentation.

"Unsere Erde" nimmt euch mit auf eine Reise vom Nord- zum Südpol. Dabei begleitet ihr den Überlebenskampf eines Eisbären, dem buchstäblich das Eis unter den Füßen wegschmilzt. Am anderen Ende der Welt sucht eine Gruppe Elefanten verzweifelt nach einem Wasserloch. Ihr seht Enten, die in Bäumen wohnen und Paradiesvögel, die die merkwürdigsten Paarungstänze aufführen. Fünf Jahre lang arbeiteten die Filmteams vor allem an den atemberaubenden Luftaufnahmen.

Der Film "Unsere Erde" läuft seit dem 7.2.2008 in den deutschen Kinos. Hoffentlich demnächst auch in der Türkei! Ausführliche Informationen und Bilder zum Film unter: www.filmstarts.de

 

 

Aus den Medien

Stadtplanung in Istanbul: Die Geschichte der Roma wird einfach weggebaggert

Istanbul - Die Nacht war finster in Sulukule und der Morgen fahl. Die Bulldozer kamen mit dem ersten Ruf des Muezzins. Wie Panzer rollten sie voran, erzählt Ferdin Davaroglu, wie Donner dröhnten ihre Motoren. "Ich wusste, von nun an sind sie nicht mehr aufzuhalten."
Ferdin Davaroglu knetet eine hölzerne Gebetskette. Er lässt sie von seiner linken Hand in die rechte wandern. Er legt den Kopf schief. "Sie müssen uns schon erschießen, lebend kriegen sie uns nicht hier raus."
Davaroglu, Pullover-Verkäufer, 40 Jahre alt, wohnt im Istanbuler Stadtteil Sulukule, dem ältesten Roma-Viertel der Welt. Seit 1000 Jahren leben und musizieren Roma hier. Sie schlugen ihre Zelte auf, da war Istanbul noch nicht türkisch. Von Sulukule schwärmten die Roma aus nach Europa. Doch nun soll das Viertel abgerissen werden. Die Stadtverwaltung will Platz schaffen für teure Apartments und Boutiquen.

... Quelle: www.spiegel.de , 21.1.2008


Istanbul zündete "Regen-Bomben"

Nachdem in Istanbul heuer Regen und Schnee großteils ausgeblieben ist, griff die Stadt zu "Regen-Bomben", um den Wolken etwas Feuchtigkeit zu entlocken. Vor allem die für die Stromerzeugung wichtigen aber fast leeren Stauseen wollen mit Wasser aus zusätzlichen Regenfällen gefüllt sein. Ein von einer US-Firma angemietetes Flugzeug habe bei 13 Flügen seit der vergangenen Woche 21 Ladungen Silberjodid in den Wolken über der Stadt verteilt, sagte Oberbürgermeister Kadir Topbas.
Einsatz sei nun ein Erfolg gewesen: Im Testgebiet sei etwa zweimal mehr Regen gefallen als in angrenzenden Gegenden. Insgesamt stünden 6.000 "Regen-Bomben" zur Verfügung.... Quelle: http://derstandard.at , 29.1.2008


Sunexpress nimmt Istanbul auf den Sommerflugplan

(Dünya, 15.01.08). Die von Turkish Airlines und Lufthansa gegründete Chartergesellschaft wird mit dem Sommerflugplan sowohl bei den internationalen wie auch bei den Inlandsflügen Istanbul aufnehmen. Auf den Binnenlinien stehen Adana, Antalya, Diyarbakir, Erzurum, Kars, Trabzon und Van auf dem Programm. Flugziele in Deutschland sind Nürnberg, Köln und Hannover. Flughafen in Istanbul ist Sabiha Gökcen. Die Preise beginnen bei 29 Euro zzgl. Gebühren und Steuern. Quelle. Istanbulpost.net


Türkei strebt Platz unter zehn stärksten Wirtschaftsmächten an

Die Türkei hofft nach Worten von Außenminister Ali Babacan, innerhalb von 15 Jahren in die Gruppe der zehn stärksten Wirtschaftsmächte aufzusteigen. Sein Land bereite sich außerdem weiter auf eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union vor, sagte Babacan am Samstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

Als ein islamisches Land, das demokratisch, säkular und multikulturell sei, wäre die Türkei eine große Bereicherung für die EU. Die Europäische Union würde zu einer «einer wirklich globalen Stimme» werden und nicht nur ein «christlicher Club» sein, sagte der Minister. «Ein Europa mit einer Religion wäre eine sehr gefährliche Betrachtungsweise», sagte er weiter. ... Quelle: http://de.news.yahoo.com , 26.1.2008


Zukunftsträume für die Türkei ! Geld ohne Grenzen in Europa

Anfangs Februar 2008 startet der einheitliche Zahlungsverkehr für Europa: SEPA - Single Euro Payments Area. Banken preisen das System als große Erleichterung, für Unternehmen wie Privatkunden.

Nicht weniger als 490 Millionen Europäer bekommen mit SEPA ein einheitliches Instrument für ihre Bankgeschäfte - im jeweiligen Inland, aber auch grenzüberschreitend. Am Montag (28.1.2008) geht das neue System an den Start. Und das unabhängig davon, ob die Länder den Euro eingeführt haben. Mit dabei sind auch die weiteren Länder des Europäischen Wirtschaftsraumes Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz. Die bisherigen nationalen Zahlungsinstrumente wie Überweisungen, Lastschriftverfahren sowie Bank- und Kreditkartentransfers bleiben zunächst noch für eine Übergangszeit erhalten. ... Quelle: Deutsche Welle, 28.1.2008


Türkei: Frauen dürfen zurückschlagen

Frauen in der Türkei dürfen sich von nun an offiziell gegen prügelnde Gatten wehren. Frauen hätten ein Recht auf Selbstverteidigung, erklärte das Religionsamt laut einem Bericht der liberalen Tageszeitung „Radikal“ vom Montag. „Wenn sie geschlagen wird, darf sie ihren Mann schlagen, um sich zu schützen“, zitierte das Blatt einen Vertreter der Behörde. Zudem solle die Frau auf juristischem Wege gegen ihren Mann vorgehen. Ohnehin habe der Mann nach islamischen Regeln nicht das Recht, seine Frau zu verprügeln. Auch der Prophet Mohammed habe seine Frauen nicht geschlagen. Nach Umfragen leidet jede dritte Frau in der Türkei unter Gewalt in ihrer Familie. Das türkische Religionsamt, dem alle 80 000 Moscheen in der Türkei unterstehen, wendet sich seit Jahren gegen frauenfeindliche Auslegungen islamischer Vorschriften. Unter anderem startete die Behörde eigene Kampagnen gegen die so genannten Ehrenverbrechen und zugunsten einer besseren Schulbildung für Mädchen. Quelle: www.focus.de , 28,1,2008


Zehntausende protestieren in Ankara gegen Kopftuch-Gesetz

In Ankara haben mehr als 100.000 Menschen gegen die geplante Aufhebung des Kopftuchverbots an türkischen Hochschulen protestiert. Das geplante Gesetz verstößt nach Ansicht der Demonstranten gegen das laizistische Grundprinzip der Republik. Die Regierungspartei AKP hatte am Freitag im Parlament einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der das Tragen von Kopftüchern an Hochschulen wieder erlaubt. Der türkische Außenminister Ali Babacan bezeichnete die Gesetzesreform als notwendig im Hinblick auf einen EU-Beitritt seines Landes. ...Quelle: http://de.news.yahoo.com , AFP, 2.2.2008


Out of Office: Frauenpower in Istanbul

Ihre Villa im noblen Istanbuler Stadtteil Sariyer ist vollgestopft mit Kunst. Alte Keramikstücke der Seldschuken schmücken das Kabinett, und im Salon steht die Kopfrüstung des Pferdes von Sultan Selim. Güler Sabanci ist eine Kunstnärrin - und sie ist die mächtigste Frau der Türkei. Manche nennen die Chefin des zweitgrößten Wirtschaftskonglomerats des Landes gar die "First Lady" der türkischen Wirtschaft. Sie begleitet Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan zum Weltwirtschaftsforum nach Davos, eröffnet eine Istanbulausstellung in Amsterdam mit Königin Beatrix der Niederlande. Und besucht in ihrer Heimat gern Formel-1-Rennen.
Güler Sabanci will vor allem Frauen einstellen 52 000 Menschen arbeiten für sie - und bald sollen es vor allem Frauen sein. Die Chefin ließ jetzt ankündigen, dass die Sabanci Holding in Zukunft überwiegend weibliche Mitarbeiter einstellen werde. Innerhalb von fünf Jahren soll die Zahl der Managerinnen die Zahl der Männer in der Führungsetage übersteigen - ein deutliches Zeichen, das in der von Männer dominierten Türkei für Aufsehen sorgt.  ...  Quelle: Financial Times Deutschland, 1.2.2008


Jugendgewalt in der Türkei: "Wenn ich groß bin, kann ich besser schlagen"

Auch in der Türkei nimmt die Jugendgewalt zu. Die Organisation "Neuanfang für die Kinder" nimmt sich Zeit für die Jugendlichen, die teilweise von Gerichten, teilweise freiwillig kommen – viele stammen aus Migrantenfamilien. Ihnen soll eine Alternative zum gewaltreichen Alltag geboten werden.

„Vor kurzem sprach ich mit einem der Jungs", sagt Fulya Seda Giray (23). „Ich fragte ihn, was er später einmal werden wird, wenn er groß ist. Er antwortete: Wenn ich groß bin, werde ich besser schlagen können." Die junge Psychologin zeigt nicht, welcher der Jungen gemeint ist, rund 20 Kinder sind im Raum, drei davon Mädchen. Turbulent geht es zu, einigermassen fröhlich aber auch etwas derb, ein Spiel ist angesagt, von dem die Kinder nicht wissen, dass es eine Art Gruppentherapie ist. Überhaupt wissen die wenigsten, dass sie sich bei einer Organisation befinden, (die Stiftung „Neuanfang für die Kinder"), die Jugendgewalt verhindern will. Einige der Kinder sind von Gerichten hierhin geschickt worden, weil sie als gewalttätig aufgefallen sind, viele aber sind Geschwister, und Freunde von Geschwistern. Es hat sich herumgesprochen: An Sonntagen kann man hierhin kommen und spielen. In den Familien, aus denen diese Kinder kommen, gehören Spiele oder Spielsachen meistens nicht zur Erfahrungswelt der jungen Menschen. Die Stiftung bietet andere Wunder – Ausflüge, kleine Geschenke. Das Geld kommt von grossen türkischen Unternehmen. ....  Quelle: www.welt.de, 31.1.2008


Schluss mit dem Populismus!

In einem offenen Brief in der ZEIT fordern 21 prominente Deutschtürken von der Union mehr Sachlichkeit in der Debatte um Jugendgewalt

Wir fordern die Unionsparteien CDU und CSU auf, mehr Sensibilität und Sachlichkeit in die Debatte um Jugendgewalt zu bringen. Wir verurteilen die abscheulichen Überfälle, wie die in der Münchner U-Bahn, und verlangen, dass straffällige Jugendliche, egal, welcher Herkunft, mit der ganzen Härte unserer bestehenden Gesetze konfrontiert werden.

Der hessische Ministerpräsident und Wahlkämpfer Roland Koch ergreift die Gelegenheit, aus dem feigen Beinahemord in der Münchner UBahn politisches Kapital zu schlagen, und fordert schärfere Gesetze, härtere Strafen, mehr Gefängnisse, die Rückkehr zu alten Tugenden und eine schnellere Ausweisung von Straftätern mit Migrationshintergrund. Hätte der hessische Ministerpräsident den Vorfall von München auch dann politisch zu missbrauchen versucht, wenn die Täter zufällig keinen Migrationshintergrund hätten? ...  Quelle: DIE ZEIT, 24.01.2008 Nr. 05


«Deutschländer»

In der Serie «Deutschländer» erzählen DW-Reporter und -Reporterinnen Geschichten von Menschen, die in Deutschland Wurzeln geschlagen haben.

Geduldet: ein Leben in der Schwebe - Fast 200.000 Menschen sind in Deutschland nur geduldet, unter ihnen auch viele Jugendliche. Obwohl sie in Deutschland geboren oder aufgewachsen sind, dürfen sie sich oft nicht weiterbilden, nicht reisen und kein Geld verdienen. Sie leben unter einer «vorübergehenden Aussetzung der Abschiebung» gemäß dem Aufenthaltsgesetz.
Paimana Heydar aus Afghanistan ist eine Geduldete, die nicht aufgibt. Gemeinsam mit anderen Einwandererkindern fordert sie gleiche Chancen für alle. DW-Reporter Aarni Kuoppamäki traf die 22-Jährige bei der Wohnungssuche in Berlin.

Вместе - Zusammen geht´s besser! - Im Alter von acht Jahren hat Eugen Erfurt seine russische Heimat verlassen. Seine Eltern sind so genannte «Russlanddeutsche» oder «Spätaussiedler». Menschen mit deutschen Wurzeln, die seit Generationen jedoch in Russland lebten; in unserem Fall im sibirischen Omsk. Nur Eugens Mutter sprach noch ein paar Brocken Deutsch. Doch weil sie in Russland diskriminiert wurden, sahen sie in Deutschland ihre Zukunft. Jetzt, 14 Jahre später, ist Eugen 21 und lebt in Speyer. Russland ist weit weg – aber seine Herkunft beeinflusst noch immer sein Leben. Und seine Leidenschaft: HipHop und Radio. DW-Reporterin Marlis Schaum stellt Eugen Erfurt vor.

«Mir fällt gar nicht auf, dass ich schwarz bin» - Weder sein Aussehen, noch sein Hobby lassen darauf schließen, dass er Deutscher ist: Denn er liebt American Football und er hat eine schwarze Hautfarbe, die er von seinem verstorbenen Vater geerbt hat, der aus Ghana kam. Sein Name gibt wenigstens einen kleinen Hinweis: Andreas William Tai-Mensah Osabutey, ein Mischmasch aus Deutsch, English und einer ghanaischen Landessprache. Es ist aber sein Job, der klar macht, dass Osa, so nennen ihn seine Freunde, einen deutschen Pass haben muss – denn ohne den, könnte er in seinem Traumberuf erst gar nicht arbeiten. DW-Reporterin Sarah Faupel hat Osa bei seiner Arbeit begleitet.

... Quelle: Deutsche Welle, 05.02.2008

 

 

 

Bleiben Sie gesund!

Wenn Pillen krank machen

Fünf Jahrzehnte nach dem Contergan-Skandal sind hierzulande mehr als 40.000 Arzneimittel zugelassen. Viele Nebenwirkungen sind kaum zu überblicken – trotz scharfer Testverfahren

Karen May ist gelernte Apothekerin, sie arbeitet an der Uni-Klinik in Greifswald. Regelmäßig checkt sie alle Neuzugänge – vor allem die Patienten, die über die Notaufnahme ins Haus kamen. Durchfall? Bluterbrechen? Dunkler Urin? Ohnmacht? Wenn sie solche Symptome in der Aufnahmeakte findet, geht sie sofort auf die Station. »Da liegt der Verdacht nahe, dass es sich um unerwünschte Arzneimittelwirkungen handelt«, sagt Karen May.

Eine einzige Tablette – so heißt der Zweiteiler, den die ARD am kommenden Mittwoch und Donnerstag ausstrahlen wird. Der Spielfilm erinnert an Deutschlands ersten großen Arzneimittelskandal. Vor 50 Jahren brachte der Aachener Hersteller Grünenthal das Schlafmittel Contergan auf den Markt, das schwere Missbildungen bei ungeborenen Kindern verursachte. Danach wurde hierzulande eine Arzneizulassungsbehörde geschaffen, die Gesetze wurden mehrfach verschärft. Jede neue Pille muss inzwischen einen dreistufigen Test durchlaufen, bevor sie in den Apotheken verkauft werden darf. Trotzdem kam es auch danach noch zu dramatischen Zwischenfällen ... Quelle: DIE ZEIT, 01.11.2007 Nr. 45

 

 

 

Chinesisches Horoskop

Die chinesische Tierkreiszeichen und ihre Bedeutung

Das Jahr des Hahns
1921, 1933, 1945, 1957, 1969, 1981, 1993, 2005
Menschen, die im Jahr des Hahns geboren sind, sind nachdenkliche und sehr fähige Menschen. Sie neigen dazu, zu viele Aufgaben gleichzeitig übernehmen zu wollen und sind deshalb oft gestresst und enttäuscht, wenn sie bei einer Aufgabe scheitern. Sie sind oft exzentrisch und haben Schwierigkeiten, mit anderen Menschen auszukommen, da sie oft zu viel Aggressivität an den Tag legen. Sie sind oft Einzelgänger und obwohl Sie häufig den Ruf eines Abenteurers genießen, sind sie eher ängstlich. Sie passen am besten zu Menschen, die im Jahr des Ochsen, der Schlange oder des Drachen geboren sind.

Das Jahr des Hundes
1922, 1934, 1946, 1958, 1970, 1982, 1994, 2006
Menschen, die im Jahre des Hundes geboren sind, besitzen viele Eigenschaften, die in China als besonders positiv angesehen werden, z.B. Loyalität, Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Zuverlässigkeit und Verschwiegenheit. Sie sind nicht sehr experimentierfreudig und oft sehr konservativ. Auf der anderen Seite sind sie häufig exzentrisch, eigensinnig und sogar egoistisch. Sie kümmern sich nicht um Reichtümer und Geld, sind aber immer großzügig. Sie haben hohe moralische Ansprüche und kritisieren oft die Fehler anderer. Sie passen am besten zu Menschen, die im Jahr des Pferdes, des Tigers oder Hasen geboren sind.

Das Jahr des Schweins
1923, 1935, 1947, 1959, 1971, 1983, 1995, 2007
Menschen, die im Jahr des Schweins geboren sind, sind oft galant und gute Kavaliere. Bei allem was sie tun, setzen sie ihre gesamte Energie ein. Sie verfolgen ihr Ziel ohne einen Gedanken an ein Aufgeben oder Zurückweichen zu verschwende. Sie haben dabei meistens das Glück des Tüchtigen und können ihre Ziele erreichen. Bei Freundschaften sind sie sehr wählerisch, aber die einmal geschlossenen Freundschaften sind dann von langer Dauer, da sie stets loyal zu ihren Freunden stehen. Sie sind sehr wissensdurstig und sind normalerweise sehr gut informiert. Trotzdem sind sie nicht sehr redselig und gehen Diskussionen und Streitereien so gut es geht aus dem Weg. Sie passen am besten zu Menschen, die im Jahr der Ratte oder des Schafs geboren sind.

Das Jahr des Pferdes
1918, 1930, 1942, 1954, 1966, 1978, 1990, 2002, 2014
Menschen, die im Jahr des Pferdes geboren sind, sind im Allgemeinen sehr beliebt. Sie strahlen immer gute Laune aus, können gut mit Geld umgehen und planen ihr Leben langfristig. Sie besitzen Weisheit und viel künstlerisches Talent. Obwohl sie eine enorme Anziehungskraft auf Frauen besitzen, sind sie schwach im Umgang mit dem anderen Geschlecht. Sie neigen zu Ungeduld und Heißblütigkeit bei allem, was ihren normalen Tagesablauf unterbricht. Sie passen am besten zu Menschen, die im Jahr des Tigers, des Hundes oder der Ziege geboren sind.

Das Jahr des Schafes
1919, 1931, 1943, 1955, 1967, 1979, 1991, 2003, 2015
Menschen, die im Jahr des Schafes geboren sind, zeichnen sich durch Freundlichkeit und Gutmütigkeit aus. Sie besitzen künstlerisches Talent und Eleganz. Allerdings sind sie oft nachdenklich, schüchtern und pessimistisch. Sie sind zwar oft nicht redegewandt, vertreten ihren Standpunkt jedoch mit Nachdruck und Leidenschaft. Sie passen am besten zu Menschen, die im Jahr des Hasen, des Schweins oder Pferdes geboren sind.

Das Jahr des Affen
1920, 1932, 1944, 1956, 1968, 1980, 1992, 2004
Menschen, die im Jahr des Affen geboren sind, gelten als intelligent, schlau und flexibel. Sie sind sehr erfinderisch und können so die meisten Probleme mit Leichtigkeit lösen. Affen besitzen einen gesunden Menschenverstand und sind sehr wissbegierig. Sie schieben bevorstehende Aufgaben nicht auf die lange Bank, sondern packen sie wenn möglich sofort an und sind auch deshalb meist sehr erfolgreiche Menschen. Allerdings führt dies auch dazu, dass sie oft auf andere Menschen hinabschauen und zu Überheblichkeit neigen. Sie passen am besten zu Menschen, die im Jahr des Affen oder der Ratte geboren sind.

Das Jahr der Ratte
1912, 1924, 1936, 1948, 1960, 1972, 1984, 1996, 2008
Leute die im Jahr der Ratte geboren sind, gelten als schlau und intelligent. Sie besitzen viel Selbstbewusstsein und gehen optimistisch durch das Leben. Sie arbeiten hart für das erreichen ihrer Ziele und gelten als Perfektionisten. In Geldsachen sind sie eher vorsichtig, wenn nicht sogar geizig und verleihen sehr selten Geld. Sie passen vor allem zu Menschen, die im Jahr des Drachen, des Affen oder des Ochsen geboren sind.

Das Jahr des Büffels
1913, 1925, 1937, 1949, 1961, 1973, 1985, 1997, 2009
Menschen, die im Jahr des Büffels geboren sind, sind fleißig und geduldig und schweigen lieber als dass sie ein Wort zu viel verlieren. Sie sind konsequent in ihren Handlungen und man kann sich als Freund auf sie verlassen. Allerdings sind sie sehr leicht erregbar und neigen dazu, eigensinnig und hartnäckig zu sein. Sie passen am besten zu Menschen, die im Jahr der Schlange, der Ratte oder des Hahns geboren sind.

Das Jahr des Tigers
1914, 1926, 1938, 1950, 1962, 1974, 1986, 1998, 2010
Tiger sind sensible, emotionale und nachdenkliche Menschen. Allerdings neigen sie auch zu Ungeduld. Andere Menschen bringen ihnen viel Respekt entgegen, allerdings geraten sie manchmal in Autoritätskonflikte mit älteren Leuten. Sie schieben wichtige Entscheidungen manchmal zu lange hinaus, was dazu führt, dass sie dann oft vorschnelle und hastige Entscheidungen treffen. Sie haben jedoch auch Mut zum Risiko und sind sehr erfolgsorientiert. Tiger sind misstrauisch stehen aber auch für Mut und Tapferkeit. Sie sind die geborenen Anführer. Sie passen am besten zu Pferden, Drachen und Hunden.

Das Jahr des Hasen
1915, 1927, 1939, 1951, 1963, 1975, 1987, 1999, 2011
Menschen, die im Jahr des Hasen geboren sind, sind talentiert und ehrgeizig. Sie sind überall beliebt und gute Gesellschafter, weswegen sie oft im Mittelpunkt stehen. Obwohl sie beliebt sind, sind sie eher pessimistisch, unsicher und scheuen vor Veränderungen zurück. Sie verlieren selten die Geduld und sind sehr gutmütig. Im Geschäftsleben sind sie jedoch clever und treffen oft aus dem Bauch heraus die richtigen Entscheidungen. Trotzdem sind sie keine Spielernaturen. Hasen sind für ihren Sinn für Kunst bekannt und haben deshalb meistens ein schönes Zuhause. Sie passen am besten zu Menschen, die im Jahr der Ziege, des Schweins oder des Hundes geboren sind.

Das Jahr des Drachen
1916, 1928, 1940, 1952, 1964, 1976, 1988, 2000, 2012
Der Drache war das Symbol des chinesischen Kaiserhauses. Der Kaiser saß auf dem "Drachentthron" und durch sein vorbildhaftes Leben sollte der ganze Erdkreis nach dem konfuzianischem Idealbild positiv beeinflusst werden. Menschen, die im Jahr des Drachen geboren sind, sind gesund, energiegeladen, langlebig, leicht erregbar, ungeduldig und hartnäckig.
Auf der anderen Seite sind sie zuverlässig, ehrlich, mutig und strahlen Selbstvertrauen aus. Sie streben nach Harmonie und Rechtschaffenheit. Sie sind Perfektionisten und verlangen dies auch von anderen. Sie sind bemüht, immer ihre positiven Eigenschaften zu zeigen, übertreiben aber auch manchmal dabei, ein Vorbild für andere zu sein. Im Leben haben Drachen einen festen Willen und sind erfolgreich, egal was sie auch anpacken. Drachen sind im chinesischen Tierkreiszeichen die exzentrischsten Persönlichkeiten. Sie passen besonders gut zu Menschen, die im Jahr der Ratte, des Hahns, der Schlange oder des Affen geboren sind.

Das Jahr der Schlange
1917, 1929, 1941, 1953, 1965, 1977, 1989, 2001, 2013
Menschen, die im Jahr der Schlange geboren sind, gelten als tiefsinnig und weise. Probleme werden mit dem Verstand und der Logik und selten aus dem Bauch heraus gelöst. Sie haben in Geldsachen ein glückliches Händchen, sind aber auch sehr geizig und verleihen selten Geld. Sie neigen ein wenig zu Egoismus. Dabei empfinden sie immer Sympathie und Mitgefühl für andere und helfen Menschen, die weniger erfolgreich sind. Anderen Menschen bringen sie jedoch wenig Vertrauen entgegen und übernehmen viele Aufgaben selbst, im Bewusstsein, dass sie dann richtig gelöst werden. Sie passen am besten zu Menschen, die im Jahr des Ochsen oder des Hahns geboren sind.

Quelle: chinaseite.de

 

 

 

 

Gesundheit

Die Rückkehr der Tuberkulose

Die Tuberkulose ist nur scheinbar besiegt: Die längst tot geglaubte Krankheit erlebt weltweit eine traurige Renaissance - als eine typische Armutskrankheit.

Tuberkulose, TBC oder auch Schwindsucht, wie die Krankheit früher genannt wurde - all das erinnert an längst vergangene Zeiten, an das 19. Jahrhundert in Europa etwa mit seinen schlechten hygienischen Verhältnissen zur Zeit der industriellen Revolution, an alte Filme mit hustenden, ausgemergelten und blassen Gestalten oder an Romane, wie Thomas Manns "Zauberberg", in dem ein Sanatorium für Schwindsüchtige im Mittelpunkt steht. Doch Tuberkulose, das ist kein Phänomen vergangener Zeiten. Die Krankheit grassiert weltweit weiter: Jährlich werden bei der Weltgesundheitsorganisation 4,1 Millionen Tuberkulose-Patienten registriert. Schätzungen gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl sogar bei acht Millionen liegt. Zwei Millionen Menschen sterben jedes Jahr an der Lungeninfektion.

Die falsche Hoffnung - Am 24. März 1982 wurde auf Anregung der Weltgesundheitsorganisation, WHO, zum ersten Mal ein Welttuberkulosetag begangen. Er erinnerte an den Forscher Robert Koch, der den Erreger, das Mykobakterium Tuberculosis, entdeckt hatte. Der Tag sollte zum anderen aber auch darauf aufmerksam, dass die Hoffnung der 1970er Jahre, wonach die Krankheit besiegt sei, getrogen hatte. Seit Anfang der 1980er Jahre ist wieder ein starker Anstieg zu verzeichnen - etwa ein bis zwei Prozent pro Jahr.
Besonders in den Entwicklungsländern steigt die Zahl der Tuberkulose-Patienten drastisch an. Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe in Würzburg unterstützt TBC-Projekte in insgesamt 26 Ländern und stellt dafür zur Zeit 150.000 Euro bereit. In Indien gibt es die meisten Tuberkulosepatienten weltweit. Jürgen Hammelehle, Geschäftsführer der Organisation, kennt die besonders betroffenen Regionen: "Wir machen da sehr viel Aufklärungsarbeit vor Ort. Das heißt zum Beispiel mit Lautsprecherwagen durch Dörfer oder Slums fahren und die Menschen auf die Symptome hinweisen." Quelle: Deutsche Welle, 28.01.2008