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Editorial |
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
eigentlich sollten wir im Monat März von Frühlingsgefühlen geleitet
werden und unsere Gedanken von dem neuen Leben erfüllt sein. Aber
die Bilder in den Medien von Naturkatastrophen, die ganze
Landstriche verwüsten, lassen sich nicht so leicht beiseite
schieben.
Seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts hat sich die Anzahl
der Naturkatastrophen verdoppelt und der daraus entstandene Schaden
verfünffacht. Doch meistens lösen diese Meldungen in nicht
betroffenen Ländern nur Anteilnahme aus. Erst wenn der Mensch selber
damit konfrontiert wird, beginnt er zu hinterfragen und
Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Seit gut 60 Tagen sind wir im Jahr 2010 angekommen. Schon in dieser
kurzen Zeit geschahen viele große Naturkatastrophen. Erschütternd
waren die Bilder vom Erdbeben in Haiti, die um die Welt gingen und
das Leid und Elend der Betroffenen so hautnah zeigten; sie lösten
eine Welle der Hilfsbereitschaft aus. Ein Blizzard brachte der
Ostküste der USA die größten Schneeverwehungen seit 100 Jahren. Auch
dort Notstand, da viele Errungenschaften der Zivilisation einfach
ausfielen. An vielen Orten der Erde richteten große Überschwemmungen
und Schlammlawinen schlimme Verwüstungen an und zahlreiche
Todesopfer waren zu beklagen.
Als erfreuliches Ereignis zähle ich die Olympischen Spiele in
Vancouver. Dort trifft sich die Jugend der Welt zu sportlichen
Wettkämpfen. In der Antike ruhten für die Dauer der Spiele jegliche
kriegerische Auseinandersetzungen. Diesen Brauch sollte man wieder
einführen, vielleicht führt er zu einem friedlichen Miteinanderleben
auf dieser Welt.
Zur Zeit ist die Beunruhigung groß, dass weitere Staaten zu
Atommächten werden könnten. Schon die nukleare Nutzung für
friedliche Zwecke registrieren wir mit einem unguten Gefühl im
Magen. Wir erinnern uns an die Katastrophe von Tschernobyl und
mehrere kleinere andere Pannen. Viele Menschen denken an die
Entsorgung des verstrahlten Atom-Mülls – wer will diesen freiwillig
übernehmen und deponieren?
MACHT
EUCH DIE ERDE UNTERTAN - für Millionen Erdbewohner gilt diese
‘Göttliche Einladung’ nach wie vor. Aber sie darf nicht ausarten in
Ausplündern, Verschwendung und Verunreinigung. Es darf kein Raubbau
stattfinden und keine Mittel eingesetzt oder angewendet werden, über
die man keine hundertprozentige Kontrolle hat. Die Umwelt, Erde,
Wasser und Luft müssen geschützt und geschont werden. Wir alle
tragen die Verantwortung.
Für
unser richtiges und umsichtiges Handeln werden unsere Nachfahren und
künftige Generationen ganz bestimmt dankbar sein:
“Nur
wer sein Ziel kennt, findet den Weg”
(Laotse)
Brigitte Midil &
das
BRÜCKE-Team
Bei diesen Meldungen sollten wir nicht vergessen, dass wir hier in
Istanbul auf einem Flecken Erde leben, der in größeren Abständen von
solchen Beben heimgesucht wird. Wir sollten uns vertraut machen
mit
Maßnahmen und der Vorsorge für einen Ernstfall.
Und deshalb
haben hier einige Links für Sie zusammengestellt (zum Teil auf
Türkisch/Englisch):
Krisenvorsorge des Deutschen Generalkonsulats:
www.istanbul.diplo.de
Wikipedia;
http://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben
Türkisches Erdbebeninstitut „Kandilli“ der Boðaziçi Universität;
www.koeri.boun.edu.tr
Informationen der Großstadtverwaltung Istanbul;
http://www.ibb.gov.tr
AKUT – Handbuch zum Downloaden:
http://www.akut.org.tr/images/Yayinlarimiz/DepremElKitabi_Download.pdf
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In eigener
Sache |
Verspätete brýefe
Liebe
Mitglieder,
Probleme mit der Erstellung der Agenda und Krankheitsfälle haben
leider zu einer Verzögerung der Bearbeitung der Info-Briefe im
Januar und Februar geführt. Wir informieren Sie aber regelmäßig über
den wöchentlichen e-Mail-Brief. Wer keinen Computer besitzt kann uns
dies mitteilen, so dass wir Sie in solchen Fällen per SMS
informieren. Alle Mitglieder sind natürlich herzlich eingeladen, bei
der Erstellung des Briefes behilflich zu sein. Denn wir sind ein
gemeinnütziger Verein und alle Arbeiten sind ehrenamtlich!
Verzögerungen oder ein Ausbleiben des monatlichen Info-Briefes
teilen Sie uns bitte bis zum 15. des Monats mit. Falls es bei Ihnen
zu Problemen bei der Postzustellung kommen sollte, bitten wir Sie,
sich an Ihre Poststelle zu wenden.
Ihr
Brücke-Team
Infobrief – Titelbýld
Das
Titelbild im Monat März wurde uns von der Künstlerin Sema Bicik
zur Verfügung gestellt.
Beschreibung des Titelbildes:
“Conk Bayýrý” war der meistumkämpfte Kriegsschauplatz in der
Schlacht um Çanakkale.
Um die Stellung dort zu halten oder um vorzudringen wurden auch
junge Männer ab 15 Jahren von den Istanbuler Schulen und viele
Studenten, (es gibt anscheinend keine Universitätsabschlüsse im Jahr
1921!) hinzugezogen, die fast alle dort ihr Leben lassen mussten.
Sportklubs wie Galatasaray, Fenerbahçe und Beþiktaþ verloren ihre
jungen Sportler, die auch als “Kanonenfutter” vorgeschickt wurden.
(Die Flagge vom Beþiktaþ Sportklub war vorher rot/weiss und wurde
nach diesem Ereignis schwarz/weiss gefärbt).
Der Boden war über und über bedeckt mit tausenden von toten
Soldaten. Das Blut vermischte sich mit den Mohnblumen, die seitdem
in Çanakkale “Blutsblume” genannt wird.
Weitere Informationen über die Künstlerin finden ab Sie Seite 14.
Geçmiþ Olsun
Wir
freuen uns mit Canan Kýnýk-Kulle und ihrem Ehemann, dass er
die schwierige Operation gut überstanden hat und wünschen für die
Genesungswochen ein dickes GEÇMÝÞ OLSUN…
Neuer Ansprechpartner Bodrum
Bei der Angabe des neuen Ansprechpartners für Bodrum im letzten
Infobrief ist uns leider ein Fehler unterlaufen.
Der neue Ansprechpartner für die Region Bodrum ist
Herr Rainer Fischer
Karaincir, Atatürk Cad. 371/15
Beyaz Þehir – Bodrum
Tel: 0252 / 393 81 40 GSM: 0533 / 778 37 75
E-Mail:
fischer@fischer-baf.com
Danke
Unser
herzlicher Dank gilt Inge Þengezer für ihre großzügige Spende
aus dem Verkaufserlös des "kars-kilim" zugunsten der
Brücke-Vereinsarbeit.
Dank auch an Susi Akbayrak für ihre uneigennützige Hilfe bei
der Vermittlung.
Ebenfalls möchten wir uns bei der Mersiner Frauengruppen
bedanken, die unseren nächsten Büchertauschbasar mit einer
Bücherspende unterstützt hat.
Das
Brücke-Team
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Rückblicke |
Projekttage an der Deutschen Schule Izmir
An
der Deutschen Schule Izmir fanden vom 03.02.2010 bis 05.02.2010
Projekttage zum Thema “Zu Gast in der Türkei” statt. Alle
SchülerInnen konnten zwischen folgenden Projekten wählen:
Projekt „Türkische Küche“, Projekt „Theater“, Projekt
„Iznik-Fliesenmalerei“, Projekt „Geographie der Türkei“, Projekt
„Deutsche Fußballer in der Türkei“ und Projekt „Heilkräuter der
Türkei“.
So
wurde an drei Vormittagen mit viel Begeisterung und Elan
gekocht, gemalt, geforscht, gebraut und Rollen studiert. Die
Ergebnisse dieser Tage konnten dann am Samstag den Eltern und
vielen Gästen präsentiert werden. Den Höhepunkt stellte
natürlich das Theaterstück „Die wahre Geschichte des
Trojanischen Krieges bzw. die Entstehung des Halay’’ dar.
Auch an dieser Stelle sei allen HelferInnen herzlich gedankt und
schon jetzt sind wir auf die Projekttage im kommenden Jahr
gespannt !
Katja Riedel-Arslan
Ansprechpartnerin Izmir
CCC
- Fashion Modenschau
Viele Brücke-Mitglieder haben etwas verpasst..........nämlich
die Modeschau vom Corona Club
unter dem Motto 'Valentinstag', die mit dem professionellen Team
von CCC ein wirkliches Highlight im kalten Februar war.
Das
Event fand im Atlý Spor Club Maslak, im wunderschön dekorierten
Galatasaray Restaurant, statt.
Als Models agierten unsere Mitglieder; alle nicht mehr die
Jüngsten und mit sehr unterschiedlichen Körpermaßen. Es war
erstaunlich, dass es möglich war so viele verschiedene
Damentypen interessant und passend zu kleiden - aber
Christines Mode und Schnitte haben es in sich !!!!
Am
Ende der Show überraschten die Models mit einer witzige
Valentinseinlage mit 'roten Strapsen', die mit einem besonderen
Applaus von allen Zuschauern bedacht wurden. Alle hatten ihren
Spaß: die Models, die Zuschauer und die Damen von CCC, die
hilfreich die ganze Show unterstützten. So manche Dame war
gleich nach der Modenschau in der Kabine verschwunden, um das
eine oder andere Kleidungsstück anzuprobieren und zu
reservieren.
Christine danke! Deine Mode finde ich toll. Gut, dass es Dich
und CCC gibt. Bei Dir muss man nicht unbedingt die Masse
90/60/90 haben!
Marina Baumeister, Corona Ýstanbul
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Das Porträt zum Titelbild |
Ein Interview mit SEMA BICIK
Wann
und wo wurdest Du geboren?
1959 in Osmaniye / Adana
Wann
kam die Berührung zur Kunst und wann wolltest Du Künstlerin werden?
Schon als ich klein war, zeichnete ich immer und malte oft bis spät
in die Nacht; zum Leidwesen meiner Eltern...
Hattest
Du irgendwann einen anderen Berufswunsch oder fühlst Du Dich zur
Kunst berufen?
Ich fühlte mich immer schon zur Malerei hingezogen. Sie hat mich
immer beschäftigt, auch wenn ich andere Arbeiten gemacht habe, oder
mache.
Wo hast
Du Deine künstlerische Ausbildung erhalten?
1977 in Ankara an der Gazi Üniversität, Resim Bölümü, ab 1979 in
Istanbul an der Mimar Sinan Üniversitaet, an der GSF Resim Bölümü.
Hast
oder hattest Du künstlerische Vorbilder?
Hieronymus Bosch, Max Ernst, Egon Schiele, Salvador Dali.
Was
willst Du mit Deiner Kunst ausdrücken?
Alles was ich erlebe, was mich beschäftigt, was ich sehe, höre,
fühle oder träume, gebe ich auf der Leinwand wieder, ohne vorherige
Planung und ohne Skizzen.
Was
sind Deine Hauptthemen?
Die Welt, Ideen und menschliches Sein figurativ und malerisch
darzustellen.
Würdest
Du Dich als eine politische Künstlerin bezeichnen?
Politisch direkt nicht, aber wohl als eine gesellschaftskritische
Künstlerin. Positive Gedanken über das Zusammenleben in unserer
Welt, in Form von Friedensbotschaften zum Beispiel, sollen durch
meine Bilder vermittelt werden und Anstöße geben für mehr positive
soziale Verantwortung, für ein besseres Miteinanderleben und eine
Toleranz ohne Grenzen.
Welche
Techniken verwendest Du und wie wichtig sind sie für Deine
Ausdrucksfähigkeit?
Öl auf Leinwand und Bleistift auf Papier. Jeder Strich ist wie ein
Wort oder eine Sprache.
Womit
und mit welchen Themen hat Deine künstlerische Laufbahn begonnen und
wo stehst Du jetzt?
Figurativ, immer mehr in die Abstraktion vertiefend und ausweitend.
Was
sind Deine Ziele, was willst Du in Zukunft ausdrücken, malen,
zeichnen, etc.?
Mein nächstes Projekt ist über berühmte Liebesgeschichten Ende des
19ten , Anfang des 20sten Jahrhunderts in Konstantinopel.
Welche
Rolle spielt Istanbul in Deinem Leben und in Deiner Kunst?
Istanbul ist für mich ein sehr tief gehendes geschichtliches Mozaik,
das ich nirgendwo anders finden würde, hier fühle ich die vielen
Geschichten, die sich hier abgespielt haben. In einer anderen Stadt
fühle ich mich nicht so erfüllt. Istanbul ist die Nahrung für meine
Kunst.
Was ist
das Wichtigste in Deiner Kunst?
Immer wieder mehr Erlerntes, Erlebtes noch besser in Farbe und Form
umsetzen zu können.
Hast Du
vielleicht einen Lieblingsspruch oder einen Gedanken, der für dich
wichtig ist?
Ich träume von Vögeln in der Tiefe des Ozeans, und von Fischen
weitoben am Himmel. Ich sehe die Farben der Musik und höre die Musik
der Farben ........
Die
Fragen stellte Mona Marweld-Engin
WARUM GALLIPOLI?
...
weil ich erkannt habe, dass die Kämpfe von 1915 um Çankakkale –
Gallipoli dem türkischen Volk eine Schicksalswende brachten und ein
Heldenepos gaben, und dass die türkischen Soldaten unter den größten
Entbehrungen und schlechtesten Umständen sogar den feindlichen
Kräften gegenüber an Wunder Grenzendes vollbrachten.
GALLIPOLI
... um die Erinnerung an unsere gefallenen Väter aufrecht zu
erhalten, die jeden einzelnen Teil unseres heutigen Landes um den
Preis ihres Lebens verteidigt haben.
GALLIPOLI
... um sich der Gefallenen aus Australien und anderen Ländern
(ANZAKS) anzunehmen, um an Menschlichkeit und Frieden zu erinnern,
um die Grausamkeit eines Krieges zu betonen und die Bedeutung des
Friedens hervorzuheben.
GALLIPOLI
... weil die jungen Männer, die man aus den fernen Ländern des
damaligen englischen Dominions, wie Australien und Neuseeland,
hergebracht hatte, sich aus ihnen unbekannten Gründen in einem Krieg
befanden, für den sie ihr Leben lassen mussten.
GALLIPOLI
... weil dort an den Fronten auf beiden Seiten ein hoffnungsvolles
Begreifen unter den Kämpfenden begann, das sich im Lauf der Zeit bis
zu einer Freundschaft zwischen den Nationen weiterentwickelte.
GALLIPOLI
... weil die Erinnerung an die Grausamkeiten des Krieges um des
Friedens in der Welt willen wachgehalten werden muss.
GALLIPOLI
... um jenen in den Legenden der Kämpfe um Çanakkale – Gallipoli
weiterlebenden heldenhaften Geschichten unsere Achtung zu erweisen.
(Text: Sema Bicik
- Übersetzung: Ingrid Iren)
http://www.semabicik.com/ |
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95. Jahrestag Gelibolu |
Die Schlacht von Gallipoli
Die Schlacht von
Gallipoli wurde während des Ersten Weltkriegs auf der türkischen Halbinsel
Gallipoli ausgetragen. Die Entente-Mächte (Vereinigtes König-reich England,
Frankreich und Russland) wollten in einer gemeinsamen Operation die
Halbinsel besetzen und sie als Ausgangsbasis für die Eroberung der
osmanischen Hauptstadt Istanbul nutzen. Der Versuch scheiterte jedoch. Beide
Seiten verloren schätzungs-weise 250.000 Mann, was der Hälfte der zum
Einsatz gekommenen Soldaten entspricht. In der Türkei kennt man die
Operation als Schlacht von Tschanakkale (türkisch Çanakkale Savaþlarý).
Die Briten nennen sie Dardanellenschlacht (englisch Dardanelles Campaign
oder Gallipoli Campaign). In Australien und Neuseeland ist die
Schlacht unter dem Namen Gallipoli bekannt.
(In der Türkei
auch Gelibolu)
Die Schlacht um Gallipoli war eine der blutigsten und brutalsten im Ersten
Weltkrieg. Geradezu beispiellos war sie als Schlacht, in der eine Landarmee
auf Dauer einem von Heer und Marine zusammen geführten Kampf standhalten
konnte. Überliefert ist der Befehl Atatürks an seine Soldaten an einem
Frontabschnitt, an dem diese den Rückzug erwogen, da ihnen die Munition
auszugehen drohte. Er befahl ihnen in dieser Situation das Sterben, da in
der Zwischenzeit, in der sie stürben, frische Kräfte herangeführt werden
könnten. Gallipoli war aufgrund der hohen Opferzahlen ein Schock für
Australien und Neuseeland. Es war der bislang größte Konflikt, in den diese
beiden britischen Dominions verwickelt wurden. Neben der Schmach für die
Entente zog die Niederlage auch Konfrontationen und Streitigkeiten auf
politischer Ebene nach sich, die zum Rücktritt Churchills als Marineminister
und zum Sturz der Regierung Asquith führten.
Der vernachlässigte und desorganisierte Zustand der osmanischen Armee und
Marine nach den Balkankriegen hatte 1913 die Berufung einer deutschen
Militärmission mit weitgehenden Befugnissen unter Liman von Sanders zur
Folge, welche aber andererseits eine erhöhte Wachsamkeit und Bereitschaft
zum Eingreifen der Triple Entente bewirkte. Zwar wahrte das Osmanische Reich
bis in den Hochsommer 1914 noch seine Neutralität, geriet aber immer enger
in Bindung zu den Mittelmächten. Zu Kriegsbeginn hatte am 1. August 1914
England zwei von der Türkei in England in Auftrag gegebene und bereits
bezahlte osmanische Schlachtschiffe konfisziert, was allgemeine Entrüstung
im Osmanischen Reich hervorrief. Am 2. August hatten Großwesir Said Halim
und Kriegsminister Enver einen Geheimvertrag mit dem Deutschen Reich
abgeschlossen, am 10. August waren der deutsche Schlachtkreuzer Goeben
und der kleine Kreuzer Breslau unter Konteradmiral Souchon nach
scharfer Verfolgungsjagd durch die britische Royal Navy in den Dardanellen
eingetroffen. Am 12. August wurden sie nominell dem Sultan übergeben und in
Yavuz Sultan Selim und Midilli umbenannt, drei Tage später
beendete die osmanische Regierung die britische Marinemission unter Admiral
Limpus und wies am 15. September alle britischen Offiziere aus. Mit
deutscher Hilfe sollten nun die Dardanellen befestigt und der Bosporus durch
die Yavuz Sultan Selim gegen Russland gesichert werden. Am 27.
September 1914 wurden offiziell die Meerengen für die internationale
Schifffahrt gesperrt.
Da die kaiserlich-deutsche Marine die Ostsee blockierte, waren die
Seeverbindungen Russlands zu den westlichen Alliierten weitgehend
unterbrochen. Die Meerengen Bosporus und Dardanellen – der einzige Weg zum
Schwarzen Meer – wurden nun wirksam vom Osmanischen Reich kontrolliert, so
dass Waffenlieferungen der Westalliierten über den Seeweg kaum durchführbar
waren.
Am 29. Oktober 1914 griff die unter osmanischer Flagge fahrende Flotte unter
Admiral Souchon im Schwarzen Meer russische Hafenstädte an. Fast zeitgleich
beschoss die Royal Navy aus dem Hafen von Smyrna laufende türkische
Handelsschiffe. Daraufhin erklärte am 12. November 1914 die osmanische
Regierung der Triple-Entente den Krieg.
Gegen Ende des Jahres 1914 waren die Fronten in Belgien und Frankreich
erstarrt. Die Kontrahenten überlegten deshalb, anderswo die Entscheidung zu
suchen. Die Entente hoffte, dass ein direkter Angriff auf das Osmanische
Reich die Griechen und Bulgaren zu einem Kriegseintritt auf Seiten der
Alliierten bewegen könnte. Einige Zeitgenossen glaubten sogar, dass im Falle
eines Sieges die Türkei als Verbündeter der Mittelmächte aus dem Krieg
ausscheiden würde.
Ein bereits im November 1914 von einem französischen Minister
vorgeschlagener Angriff fand noch keine weitreichende Unterstützung. Wenig
später legte der Erste Lord der Admiralität, Winston Churchill, seine Pläne
für einen Seeangriff auf die Dardanellen vor. Am 16. Februar 1915
beschlossen die Briten erstmals, ein großes Landungsunternehmen
durchzuführen. Kriegsminister Lord Kitchener ernannte General Sir Ian
Hamilton zum Oberbefehlshaber der Expeditionsarmee, welche die Operation
ausführen sollte.
Die Schlacht von Gallipoli
in der Kultur
Die Schlacht von Gallipoli lieferte Stoff für
mehrere Filme. Die australische Produktion „Gallipoli“ des Regisseurs Peter
Weir von 1981 schilderte die Schicksale zweier ANZAC-Soldaten in der
Schlacht (einer davon gespielt von Mel Gibson) und sorgte in Australien für
eine Welle patriotischer und auch anti-britischer Gefühle.
Der BBC-Fernsehfilm All the King's Men (1999) schildert den Verlust
der Sandringham Kompanie.
Eric Bogles Lied „And The Band Played
Waltzing Matilda“ beschreibt die Schlacht aus der Sicht eines australischen
Soldaten.
Die schwedische Power-Metal-Gruppe Sabaton,
deren Texte regelmäßig von Kriegen des 20. Jahrhunderts handeln, behandeln
die Schlacht mit dem Titel „Cliffs of Gallipoli“, wobei die Grabrede
Atatürks die Grundlage für den Großteil des Textes ausmacht.
Der 25. April,
der Jahrestag der ersten Landung, wird in Australien und Neuseeland jedes
Jahr als ANZAC Day begangen und gilt als wichtigster nationaler Feiertag.
Der 18. März, an dem die Türken nun endgültig
die Invasoren besiegt hatten, wird in der Türkei als der „Tag der Gefallenen“
(Þehitler günü) gefeiert.
Grabrede
Atatürks, anlässlich des Gedenktages der Toten dieser Schlacht:
„Diese Helden, die ihr
Blut vergossen und ihr Leben ließen…
nun liegt ihr in dem Boden eines freundlichen Landes.
Darum ruhet in Frieden.
Da gibt es keinen Unterschied zwischen den Johnnies und den Mehmets,
dort wo sie Seite an Seite in diesem unserem Lande liegen…
Ihr, die Mütter, die ihre Söhne aus weit entlegenen Länder schickten,
wischt weg eure Tränen.
Eure Söhne liegen nun an unserer Brust und sind in Frieden.
Ihr Leben in diesem Land verloren zu haben, machte sie genauso zu unseren
Söhnen.“
Mustafa Kemal
Ausführliche
Informationen zur Geschichte Gallipolis finden Sie unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Gallipoli |
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Das Brücke-Kulturforum
stellt vor |
Das Deutsche Generalkonsulat Istanbul
Das
Deutsche Generalkonsulat verwaltet in Istanbul zwei große
Gebäudekomplexe von einzigartigem historischem Wert:
das Kaiserliche Botschaftspalais in Gümüþsuyu, in dessen Räumen ab
1877 die Deutsche Botschaft residierte und seit 1931 das
General-konsulat untergebracht ist und die Sommer-residenz des
deutschen Botschafters in Tarabya, die 1887 fertig gestellt wurde.
Spätestens seit dieser Zeit haben sich die Beziehungen zwischen
Deutschland und der Türkei intensiviert. Bis heute prägen diese
historischen Beziehungen das besondere Ver-hältnis zwischen beiden
Ländern.
Das Generalkonsulat hat als staatliche deutsche Einrichtung die
Aufgabe, die deutsch-türkischen Beziehungen in Istanbul und einigen
weiteren Provinzen zu pflegen und zu fördern und deutschen
Staatsangehörigen in deutschen rechtlichen Angelegenheiten sowie in
Notfällen Unterstützung zu gewähren. Die Pflege der
deutsch-türkischen Beziehungen geschieht auf vielfältige Weise. Ein
wesentlicher Teil ist die dienstliche Betreuung oder Begleitung von
Besuchern aus Deutschland. Da Istanbul das wirtschaftliche,
wissenschaftliche, kulturelle aber auch politisch-historische
Zentrum der Türkei ist und sehr viele persönliche Kontakte zwischen
Menschen in Deutschland und in Istanbul bestehen, ist die
Anziehungskraft der Stadt auf Besucher aus Deutschland besonders
hoch.
Die Tätigkeit des Generalkonsulats umfasst vielfältige Aufgaben. Die
wichtigsten Bereiche sind das Rechts- und Konsularwesen
(einschließlich der Visastelle), Presse, Wirtschaft, Kultur und
Politik, soweit sie den Amtsbezirk Istanbul betreffen.
Diese
Bereiche werden neben der Generalkonsulin Frau Brita Wagener
gegenwärtig von folgenden Mitarbeitern geleitet:
Wirtschaft/Kultur - Herr Peter von Wesendonk,
Rechts- und Konsularwesen/ Presse - Herr Joachim Hecker,
Verwaltung - Herr Rolf Ankermann.
Neben
den eigenen Veranstaltungen des Generalkonsulates finden in den
historischen Räumen viele weitere Veranstaltungen statt, die im
Zusammenhang mit der Förderung deutsch-türkischer kultureller oder
wirtschaftlicher Beziehungen stehen.
Eine
ausführliche Beschreibung des Aufgaben- und Tätigkeitsspektrums
befindet sich in der Informationsbroschüre, die auf der Homepage des
Generalkonsulats zu finden ist :
www.Istanbul.diplo.de/Presse/Veröffentlichungen
Die
Broschüre gibt auch Informationen über die Geschichte des heutigen
Generalkonsulats.
In dem
Buch „DEUTSCHE PRÄSENZ AM BOSPORUS“, das 2009 von dem ehemaligen
Generalkonsul Matthias von Kummer herausgegeben wurde, finden
Interessierte viele aufschlussreiche Artikel über die
deutsch-türkische Beziehung seit dem Osmanischen Reich und über
deutsches Wirken am Bosporus.
Die Generalkonsulin
in Istanbul
Brita Wagener ist die neue Generalkonsulin in Istanbul.
Sie ist
nach Christiane Geißler-Kuß, die von 1994 bis 2000 dieses Amt
innehatte, die zweite Frau, die seit dem Bestehen des Konsulats nach
Istanbul berufen wurde.
Seit dem 15. August 2009 hat Frau Wagener die Leitung des
Generalkonsulats übernommen und sehr schnell ihren eigenen Stil
umgesetzt, der sich auch nach außen in der deutschen Istanbuler
Gemeinde sehr positiv bemerkbar macht.
Wer ist diese zierliche, fast mädchenhafte Frau, die mit ihrem
offenen und natürlichen Wesen in so kurzer Zeit schon so viele
Menschen erreichen konnte?
Brita Wagener wurde am 1. November 1954 in Salzgitter geboren. Sie
wuchs in Hildesheim auf und studierte nach dem Abitur
Rechtswissenschaften in Bonn und Hamburg. Nach dem Zweiten
Staatsexamen entschied sie sich für den höheren Auswärtigen Dienst.
Ihr erster Auslandsposten führte sie bereits in den Nahen Osten nach
Kairo. Danach folgten New Delhi und Tel Aviv. Sechs Jahre lang war
sie in Bonn und Berlin tätig, u.a. als Leiterin des Arbeitsstabes
Menschenrechte, bevor sie als Gesandte wiederum nach Kairo ging.
Istanbul ist ihre erste Stelle als Generalkonsulin. Brita Wagener
ist verheiratet und hat drei Kinder.
„Die Türkei ist für mich neu, aber umso spannender“, meint die
Konsulin und sie freut sich auf die neuen Kontakte und Erlebnisse in
diesem Land. „Meine türkischen Kontakte in Deutschland beschränkten
sich auf den Lebensmittelhändler an der Ecke oder die türkische
Friseurin. Mein Sohn hatte aber in Bonn einen türkischen Freund“,
erzählt Brita Wagener.
Ihre Aufgabe als Generalkonsulin ist die Pflege der Beziehungen
zwischen Deutschland und der Türkei im Amtsbezirk des
Generalkonsulats. Diese sind sowohl im politischen und
wirtschaftlichen als auch im kulturellen Bereich zu sehen. Neue
wichtige Vorhaben der Bundesregierung, wie die Gründung einer
deutsch-türkischen Universität oder die Errichtung eines
Künstlerhauses auf dem Gelände der Sommerresidenz des deutschen
Botschafters in Tarabya, liegen ihr am Herzen. „Damit Menschen aus
unterschiedlichen Kulturen sich verstehen können und Toleranz
gefördert wird, ist es wichtig, nicht nur Wissen voneinander zu
haben, sondern Wissen in einem Miteinander zu erlangen“, erklärt die
Generalkonsulin. Deshalb hält sie jede Form des Austauschs für
wünschenswert, ob es sich nun um Sportereignisse, einen
wissenschaftlichen Austausch, um Kunstprojekte oder um den
Journalistenaustausch handelt, den die Robert Bosch Stiftung
fördert. All dies dient der Öffnung der Gesellschaften und fördert
die Freundschaften zwischen den Menschen aus beiden Ländern.
Besonders wichtig ist ihr der ständige Kontakt zu den deutschen
Institutionen, wie dem Goethe-Institut oder dem Deutschen
Akademischen Austauschdienst, zu den Schulen und zur
Deutsch-Türkischen Industrie- und Handelskammer,
aber auch zur Presse und zu den in Istanbul lebenden Deutschen
einschließlich den Kirchen-gemeinden. Wie sehr ihr daran liegt,
zeigt sie, indem sie aktiv am Gemeindeleben teilnimmt und offen mit
den Menschen ins Gespräch kommt oder bei einem literarischen
Gottesdienst die Literaturtexte liest.
Ihr Interesse gilt auch den hier ansässigen deutschen
Staatsangehörigen, deren Anliegen durch DIE BRÜCKE e.V. vertreten
werden. Sicher werden wir mit Frau Wagener weitere interessante und
aufklärende Gespräche führen, die auch die Belange der hier
ansässigen Deutschen berücksichtigen.
Wir
bedanken uns bei Frau Wagener ganz herzlich für das Interview und
wünschen ihr viele interessante Begegnungen und eine erfolgreiche
Zeit in Istanbul.
Mona
Marweld-Engin |
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Kulturhauptstadt
2010 |
Stadt
vieler Kulturen: Kulturhauptstadt Pecs
Pecs in Südungarn ist neben Essen und Istanbul Kulturhauptstadt
Europas 2010. Noch ist das Zentrum der "Stadt der vielen Kulturen"
eine Baustelle. Doch ab März soll Besuchern ein einzigartiges Flair
geboten werden.
Vielfältiges Fünfkirchen
Pecs - auf deutsch Fünfkirchen - ist die erste ungarische Stadt, die
sich Kulturhauptstadt Europas nennen darf.
Nach fünf bis sechs Stunden Autofahrt gelangt man vom Burgenland aus
ins Mecsekgebirge. Dort hat man von der Anhöhe eine einzigartige
Aussicht über die Stadt Pecs.
Schon von Weitem sichtbar steht auf dem Szecheny ter - auch
Hauptplatz - ein Zeichen der kulturellen Vielfältigkeit der Stadt,
die ehemalige Pascha-Kazim-Gazi-Moschee. Sie dient heute als
katholische Pfarrkirche.
Baustellen beherrschen Bild
Macht man einen Rundgang spaziert man an Jugendstil-Fassaden und
Verwaltungsbauten aus der k. und k. Zeit vorbei. Pecs oder
Fünfkirchen bekam einst seinen Namen von den unzähligen Kirchen, die
man normalerweise auch ungehindert besichtigen kann.
Aber zur Zeit beherrschen noch Baustellen das Bild des
Stadtzentrums. Erst passierte jahrelang gar nichts, jetzt geschieht
alles gleichzeitig.
Millionen für Bauprojekte
Das meiste Geld aus dem Kulturhauptstadt-Etat von insgesamt 180
Millionen Euro fließt in Bauprojekte. Mehr als 70 öffentliche Plätze
werden renoviert. Kein Stein bleibt auf dem anderen - Pecs ist
derzeit die "Unfertige’’.
Kritische Museumsleitung
Bagger und Bauarbeiter bestimmen das tägliche Geschehen und so damit
die Besucherzahlen im international bekannten Zsolnay Museum. Die
Ausstellung zeigt Kunstwerke der Zsolnay Porzellanmanufaktur.
Die Leitung des Museums sieht das Projekt Bauarbeiten in Progress
sehr kritisch - doch die Meinungen über gewisse Neuerungen sind
geteilt
Kritik an Konzept
"In Pecs gibt es viele interessante Sammlungen - zum Beispiel auch
in unserem Museum. Und es wäre besser gewesen, auf diesen Sammlungen
ein Konzept aufzubauen und nicht zu große Pläne zu bauen. Zum
Beispiel gibt es bei uns weniger Besucher als früher, weil sie unser
Gebäude nicht finden", so die Leiterin der Ausstellung, Orsolya
Kovacs.
Ende in Sicht
"Es gibt natürlich noch Baustellen auf dem Hauptplatz zum Beispiel,
aber diese Plätze, wo man eine große Menge von Touristen erwartet,
werden in einigen Wochen fertig", sagt Tamas Szalay, Kulturmanager
2010.
Konzerte, Theater, Ausstellungen
Man hofft jedenfalls das Beste, denn ab März sind unzählige
Programme geplant: Konzerte klassisch, modern oder ethno.
Freilichtaufführungen, ein anspruchsvolles Theaterprogramm im
Nationaltheater Pecs oder ungarische Folklore sind auch angesagt.
Auf Kunstliebhaber warten unzählige Ausstellungen.
Wer nach so viel Kultur Entspannung und kulinarische Genüsse sucht,
findet vor allem in der Fußgängerzone Kiraly utca das Seinige |
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Kultur |
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Die schönsten Liebesromane
aller Zeiten |
Als berühmtester Liebesfilm aller Zeiten gilt neben Casablanca
natürlich
Vom
Winde verweht
(Originaltitel: Gone with the Wind) aus dem Jahr 1939 ist die
Verfilmung des gleichnamigen Romans von Margaret Mitchell, mit
Vivian Leigh als Scarlett O'Hara
und Clark Gable als Rhett Butler in den Hauptrollen, die
mit zehn Oscars ausgezeichnet wurde. Berücksichtigt man die
Inflation, ist Vom Winde verweht bis heute das kommerziell
erfolgreichste Werk der Filmgeschichte.
Der Roman
erschien am 30. Juni 1936 und wurde sogleich einer der größten
Bestseller in der Geschichte der amerikanischen Literatur, bereits
im Oktober waren mehr als 1 Million Exemplare verkauft worden.
Margaret Mitchell überließ noch im gleichen Jahr die Filmrechte an
ihrem Buch für 50.000 Dollar dem Produzenten David O. Selznick. 1939
kam die gleichnamige Verfilmung in die US-amerikanischen Kinos und
wurde zu einem der erfolgreichsten Kinofilme aller Zeiten.
1937 wurde Mitchell für ihren Roman
Vom Winde verweht mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.
Inhalt:
Die
schöne und egozentrische Scarlett O'Hara hat während des
amerikanischen Bürgerkrieges nur ein Ziel vor Augen: Den gutmütigen,
älteren Nachbarn Ashley Wilkes. Da er aber schon Bräutigam seiner
Cousine, der naiven Melanie ist, heiratet Scarlett aus Trotz deren
Bruder Charles. Die Ehe ist nicht von Dauer - Charles fällt im
Krieg. Von Tara, der Plantage ihres Vaters, zieht Scarlett nach
Atlanta. Sie ist bereits zum zweiten Mal Witwe, als sie nach langem
und beharrlichem Werben den Herzensbrecher Rhett Butler erhört. Aber
nachdem ihre Tochter bei einem Reitunfall zu Tode kommt und Scarlett
ihr zweites Kind durch eine Fehlgeburt verliert und sie ihre
unerwiderte Liebe zu Ashley nicht vergessen kann, verliert sie auch
Rhett, den sie endlich lieben gelernt hat. Aber da ist immer noch
Tara. Es ist die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges, der
Sklavenbefreiung und einer Welt im Umbruch.
·Ursprünglich
hieß die Protagonistin „Pansy O’Hara“ und die Plantage „Tara“ trug
den Namen „Fontenoy Hall.“[
·Der
Plantagenname „Tara“ stammt von dem gleichnamigen Hügel Tara, dem
sagenumwobenen Sitz der irischen Hochkönige und deutet die
fortdauernde Verbundenheit der europäischen Auswanderer mit ihrer
alten Heimat an.
·Der
Titel des Buches sollte zuerst „Tote Your Heavy Bag“ oder „Tomorrow
is Another Day“ lauten. Der letztlich verwendete Titel „Gone with
the Wind“ stammt aus dem Gedicht „Cynara“ von Ernest Dowson.
Fortsetzungen:
Unter dem Titel Scarlett erschien 1991 ein Roman von Alexandra
Ripley, der eine Fortsetzung des Roman darstellt, autorisiert von
Margaret Mitchells Erben, ihren Neffen Joe und Eugène Mitchell, die
für die Fortsetzungsrechte eine Umsatzbeteiligung an Scarlett
erhielten. Die Handlung spielt in den 1870er Jahren in Atlanta und
in Irland. Hauptfigur ist wieder Scarlett O'Hara. Alexandra Ripleys
Roman wurde im Jahr 1994 in der Form einer Mini-Fernsehserie mit
vier Folgen von je 90 Minuten verfilmt.
2007
erschien der Roman Rhett von Donald McCaig, der die Geschichte aus
Sicht des Protagonisten Rhett Butler schildert und ebenfalls von
Mitchells Erben autorisiert wurde. |
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Internationaler Frauentag |
Die Geschichte
des 8. März - es gibt mehrere
Vielleicht
haben sie aber auch miteinander zu tun
Es gibt mehrere
auslösende Ereignisse, die dazu geführt haben, dass der 8. März zum
Internationalen Frauentag ernannt wurde.
I.
Als historische Wurzel für die Entstehung des 8. März gelten die
Proteste New Yorker Textilarbeiterinnen, die erstmals am 8. März 1857
(spontan) auf die Straße gingen und gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen
und für gleichen Lohn demonstrierten. Die Polizei habe diese Demonstration
gegen niedrige Löhne und unzumutbare Arbeitsverhältnisse blutig
niedergeschlagen, zahlreiche Frauen sollen bei diesem Einsatz ums Leben
gekommen sein.
II.
Fünfzig Jahre
später, am 8. März 1908, traten Tabak- und Textilarbeiterinnen in den Streik
und protestierten für bessere Arbeitsbedingungen, für ein Frauenwahlrecht,
für kürzere Arbeitszeiten und höhere Löhne.
III.
Die
deutsche Sozialistin Clara Zetkin
schlug auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am
27. August 1910 in Kopenhagen die Einführung eines internationalen
Frauentages vor, ohne jedoch ein bestimmtes Datum zu favorisieren. Einige
Monate später wurde am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland,
Österreich-Ungarn und der Schweiz der erste Frauentag gefeiert. Mit der Wahl
des Datums wurde der revolutionäre Charakter des Frauentags hervorgehoben,
denn der Vortag, der 18. März, war der Gedenktag für die Gefallenen während
der Märzrevolution 1848.
Außerdem
hatte auch die Pariser Commune 1871 im März begonnen.
IV.
Am 8.
März 1917 - nach russischem (julianischem) Kalender der 23. Februar -
streikten in Sankt Petersburg die Arbeiter- und Soldatenfrauen des armen
Stadtviertels Wyborg und lösten damit die Februarrevolution aus. Zur Ehre
der Rolle der Frauen in der Revolution wurde auf der Zweiten Internationalen
Konferenz kommunistischer Frauen 1921 in Moskau auf Vorschlag der
bulgarischen Delegation der 8. März als internationaler Gedenktag
eingeführt. Nach anderer Darstellung war es nach Aufforderung von Alexandra
Kollontaj und anderen Vorkämpferinnen Lenin, der in diesem Jahr, 1921, den
8.
März zum "Internationalen Frauentag" erklärte.
Nachdem die Frauen in mehreren europäischen
Ländern, u.a. in Deutschland und Österreich, das allgemeine Wahlrecht
erstritten hatten, wurde der Frauentag nach dem Ersten Weltkrieg vermehrt
dazu genutzt, auf soziale Probleme aufmerksam zu machen. In Deutschland
forderten die Frauen Arbeitszeitverkürzungen ohne Lohnabschläge, eine
Senkung der Lebensmittelpreise, eine regelmäßige Schulspeisung und den
legalen Schwangerschaftsabbruch. Da die sozialistische Bewegung an der
Entstehung des Frauentages maßgeblichen Anteil hatte, wurde er zwischen 1933
und 1945 verboten. Stattdessen wurde der Muttertag, der dem
nationalsozialistischen Frauen- bzw. Mutterideal eher entsprach, in den Rang
eines offiziellen Feiertages erhoben.
1975 richteten
die Vereinten Nationen erstmals am 8. März eine Feier aus. Im Dezember 1977
beschloss die Generalversammlung der UN, das Datum als Internationalen
Frauentag anzuerkennen.
Quelle:
http://8-maerz.de
Wo ist der
Internationale Frauentag bereits ein Feiertag?
In vielen
Ländern ist der 8. März seit langem ein Feiertag, in Armenien,
Aserbaidschan, Bulgarien, Burkina Faso, Georgien, Kasachstan, Kirgisistan,
Kuba, Mazedonien, Moldawien, in der Mongolei, in Russland, Serbien,
Tadschikistan, in der Ukraine, in Usbekistan, Vietnam und Weißrussland. In
China ist der Nachmittag für Frauen arbeitsfrei. In der DDR übrigens nicht.
Der russische Weltfrauentag ist eine Kombination aus Valentins- und
Muttertag: Als Nationalfeiertag ist der Weltfrauentag in Russland
arbeitsfrei. Alle, die mit russischen Frauen geschäftlich oder privat zu tun
haben, sollten sich den 8. März gut merken. Denn nicht nur Geliebte,
Ehefrauen, Mütter und Verwandte, sondern auch russische
Geschäftspartnerinnen oder Arbeitskolleginnen sind es gewohnt, am 8. März
wenigstens eine kleine Aufmerksamkeit zu bekommen. Für 91% der russischen
Frauen und 82% der russischen Männer ist der Weltfrauentag am 8. März ein
wichtiger persönlicher Feiertag. Dies ergab die im Februar 2008
durchgeführte Umfrage des Russischen Zentrums für Meinungsforschung (WZIOM).
Die meisten Russen (45%) feiern den 8. März Zuhause an einem reich gedeckten
Tisch. 18% sind bei Freunden eingeladen. Nur 3% planen ein Restaurantbesuch.
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Woher kommt das Wort OSTERN?
Ostern leitet sich von dem Begriff "Ostara" (Osten),
"Eostre" oder "Eoastrae" ab, dem angelsächsischen Namen der teutonischen
Göttin der Morgenröte, vom
Frühling und der Fruchtbarkeit, der Braut des jungen Maigrafen (Freyr -
Freyja).
Zum Fest der Göttin Ostara wurde die frische, grünende Erde und die Liebe (Morgenröte)
gefeiert. Die Tage sind länger als die Nächte und der Frühling hat sich
gegenüber dem Winter durchgesetzt.
Zu Ostara wurde auch der Schwerttanz getanzt der den Kampf des Sonnengottes
mit den Wintermächten und deren Niederlage versinnbildlichen sollte.
Zu Ostarun (althochdeutsch Ostern) wurden wahrscheinlich als Opferbrauch
Eier vergraben, Eier verschenkt und gegessen.
Das heidnische Fest der Ostera wurde wie andere germanische Festtage mit
christlichen Gewand ummantelt, um das Heidentum in den Köpfen der Menschen
in Vergessenheit geraten zu lassen.
In den romanischen Sprachgebieten läßt sich die Verbindung zum Passahfest in
dem Wort für das Osterfest finden ( französisch: paques )
Ostern ist das theologisch bedeutendste Fest der Christenheit. Es erinnert
an die Auferstehung Jesu.
In der christlichen Lehre kommt die Ableitung Ostern von Osten. Die Blicke
der Frauen, die zuerst am leeren Grab Jesu standen richteten sich nach Osten
zum Sonnenaufgang/Morgenröte ( lateinisch
aurora ), denn sie glaubten Jesu kommt von dort auf die Erde zurück.
Deswegen sind die Kirchen nach Osten ausgerichtet erbaut worden.
Nach der christlichen Forschung leitet sich Ostern auch evtl. von der
christlichen Bezeichnung für die Osterwoche "in albis" ab, die man
fälschlicherweise als Plural von "alba" (= Morgenröte) verstand und mit dem
althochdeutschen "eostarun" wiedergab.
Osterbräuche
Früher war es üblich, Schulanfängern das ABC
aufzuschreiben, es kleinzuschneiden und mit ihrem Karfreitagsei zusammen zu
servieren.
Lausitz
Außer den Dänen im Norden Deutschlands gibt es im äußersten Südosten, in der
Lausitz und im Spreewald noch eine weitere Minderheit- die Sorben. Eine
eigene Sprache, zweisprachige Orts- und Straßenschilder, sorbische Schulen,
Kultur und wunderschöne Oster-Bräuche haben sich bis heute erhalten. Neben
dem traditionellen Osterreiten gibt es auch noch das Waleien, ein in meiner
Kindheit noch oft gespielter Brauch, den ich jetzt bei meinen Kid`s auch
wieder mobilisieren werde. "Das Waleien (sorb. walkowanje) ist ein
sorbischer Osterbrauch, der heute noch in einigen Dörfern des Bezirkes
Cottbus gepflegt wird und dem ursprünglich ein Fruchtbarkeitszauber zugrunde
liegt. Man glaubte früher nämlich, durch das Kullern von Eiern über Wiese
und Feld im Frühjahr Wachstum und Gedeihen der Saaten günstig beeinflussen
zu können. In den meisten Orten wird dazu eine kleine Grube mit abschüssiger
Bahn ausgehoben, die bis 1,5 m breit und bis 3 m lang ist und am Ende des
Gefälles eine Tiefe von etwa 30-40 cm hat.
In verschiedenen Gegenden der Niederlausitz trifft man auch eine andere Form
der Waleien: eine mit viel Geschick errichtete Sandaufschüttung von
verschiedener Form mit schiefer Ebene. Darauf sind oftmals - ebenfalls aus
Sand - ornamentartige Hindernisse angebracht. Meist gab es mehrere "Waleien"
in einem Ort. Solche "Waleien" dienten bis in die dreißiger Jahre z.T. auch
Jugendlichen und Erwachsenen zur Geselligkeit wie z. B. in den sog.
Spielbergen in Lübben (Spreewald).
Die Spielregel: Der erste Spieler legt ein Ei in die Grube. Der nachfolgende
Spieler muß versuchen, mit seinem in die Grube kullernden Ei das erste Ei zu
treffen. Verfehlt er es, so bleibt auch sein Ei dort liegen und der nächste
Mitspieler ist an der Reihe.
Trifft er es, so darf er das getroffene Ei behalten und sein Ei wieder
herausnehmen oder er bekommt – so ist es allgemein üblich – ein Geldstück
oder ein Bonbon. Außerdem darf er das Spiel solange fortsetzen, bis es ihm
mißlingt.
Da natürlich nicht alle Mitspieler treffen, sammeln sich oft mehrere Eier in
der Grube an. Es kommt aber auch vor, daß ein Spieler mehrere Eier zugleich
trifft, wofür er entsprechend honoriert wird. Wenn alle Ostereier der
Mitspielenden in der Grube liegen, beginnt das Spiel von Neuem. Um den Eifer
der Kinder zu erhöhen, steckten die Erwachsenen oftmals kleine Münzen in die
Bahn. Derjenige, der sie mit seinem Ei berührte, durfte sie an sich nehmen.
"
Wir haben als Kinder dieses Spiel mit von uns selbst bemalten (hartgekochten!)
Eiern auf einer normalen glatten, leicht abschüssigen Fläche gespielt. Die
erspielten Eier wurden dann als Wegzehrung meist auf dem Nachhauseweg
verspeist. Ein Ei in eine gewünschte Richtung zu kugeln ist ein
ausgesprochen schönes Spiel!
Hamburg
In der Nacht von Karsamstag auf den Ostersonntag werden in Hamburg entlang
des Elbstroms Osterfeuer angezündet, die man sich bei einer Bootstour bequem
anschauen kann.
Böhmen
Dort durfte wegen der Hexengefahr Karfreitag kein Brot gebacken werden.
Ostfriesland
auch hier werden Eier einen Abhang hinab gerollt
in den Alpen
werden riesige Feuerräder aus Reisig mittels Balancierstangen von den
Berggipfeln in die Täler gerollt
Österreich
Am Gründonnerstag (Antlaßtag) wird vermehrt Grünes gegessen (z.B. Spinat,
Kräutersuppe). An diesem Tag gelegte Eier gelten als glücksbringend und
unheilabwehrend (Antlaßeier);
Sehr verbreitet ist das Ratschengehen. Der Karfreitag (Feiertag für
Evangelische) wird vielfach als Fasttag gehalten, um 15 Uhr wird auch in
manchen öffentl. Bereichen eine Gedenkminute an den Tod Christi gehalten. In
der Osternacht (auf Ostersonntag) findet die kirchl. Auferstehungsfeier
statt, beginnend mit der Feuerweihe vor der Kirche. Häufig wird das
Osterlicht auch nach Hause getragen. Osterfeuer auf den Bergen sind in den
Bundesländern Kä., Stmk., Ti., NÖ. und Bgld. verbreitet. Am Ostersonntag
werden in der Kirche Speisen (Schinken, Eier, österliches Backwerk) geweiht.
Am bekanntesten sind die vom "Osterhasen gelegten" gefärbten oder verzierten
Ostereier, mit denen oft "gepeckt" wird (mit dem eig. Ei das des Gegners
eindrücken). Kinder erhalten kleine Geschenke (Eier, Süßigkeiten), die meist
"vom Osterhasen" versteckt werden. Am Ostermontag fanden früher oft
Flurbegehungen ("Emmausgehen" in NÖ. und in der Stmk.) statt.
Möhrencremesuppe mýt feinen Klößchen
Zutaten: ( für 4
Personen )
Für die Suppe:
400g Möhren
250g Kartoffeln
1 kleine Zwiebel
Saft von einer halben Zitrone
750 ml Gemüse- oder Fleischbrühe
250 ml Weißwein
50g Butter
125 ml Sahne
Zucker, Salz, Pfeffer
frischer Schnittlauch
Für die Klößchen:
200g Frischkäse
1 kleines Ei
50g Paniermehl
Salz, Pfeffer, Muskat
Für die Suppe Möhren, Kartoffeln und Zwiebeln
schälen und grob würfeln.
Unter Rühren in der Butter anschwitzen, dann Zitronensaft, Wein, Brühe und
Zucker zugeben und ca. 25 Minuten köcheln lassen.
Sahne hinzugießen und mit dem Pürierstab fein pürieren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Für die Klößchen den Frischkäse mit dem Ei, den Gewürzen und dem Paniermehl
vermischen. |
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Herzlich Willkommen
Wir
begrüßen den neuen Leiter der Friedrich Ebert Stiftung
Herrn Michael Meier in
Istanbul und wünschen ihm viel Erfolg für seine Arbeit hier und der
gesamten Türkei.
Leserbrief
EINMAL BULGARIEN - UND NICHT ZURÜCK!
Unser
Tipp: Hören Sie nicht auf gut gemeinte Ratschläge!
Wir, zwei
sehr neue und Türkei unerfahrene Frauen, haben den Ratschlägen vertraut
und haben es leider bereuen müssen.
Im August 2009 reisten wir zusammen mit unseren Männern in die Türkei
ein. Wir alle vier hatten ein Visum von 30 Tagen zur Erteilung der
Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis. Wer die türkische Bürokratie kennt,
weiß, dass diese Zeitspanne nicht einmal ausreicht, um für den
berufstätigen Partner diese Papiere zu bearbeiten und zu bewilligen,
geschweige denn auch noch für die mitausreisenden Ehegattinnen.
So liefen denn auch die Visa unserer Männer ab bevor sie ihre Papiere
hatten. Weil sie aber dringend an einem Istanbuler Gymnasium als Lehrer
benötigt werden, drückte die türkische Bürokratie ein Auge zu.
Anders bei uns Ehefrauen. Hier entwickelte sich die Prozedur zum Krimi.
Montags lehnte die zuständige Behörde die Aufenthaltserlaubnis mit der
Begründung ab, das Visum sei abgelaufen. Gleichzeitig bekamen wir den
Rat, das Land nach Bulgarien oder Griechenland zu verlassen und mit
einem Touristenvisum wieder einzureisen. Dies war wohl bisher gängige
Praxis.
Gesagt, getan! Am Wochenende darauf starteten wir unsere Exkursion nach
Bulgarien. An der Grenze wurde unser Fall von einem sehr reservierten
türkischen Zollbeamten bearbeitet. Er ließ uns die Wahl: Entweder
Zahlung einer Strafe und ein dreimonatiges Einreiseverbot in die Türkei
oder Verweigerung der Strafe und ein vierjähriges Einreiseverbot. Wir
zahlten die Strafe und waren völlig schockiert.
Da standen wir nun an der bulgarischen Grenze, Wäsche zum Wechseln für
eine Nacht. Wir versuchten es zunächst noch an einem Grenzübergang in
Griechenland, doch vergebens. Wir Frauen waren bereits auf der
“Schwarzen Einreiseverbotsliste“ und konnten nicht mehr zurück in die
Türkei.
Also mieteten wir uns in ein Hotel in Alexandroupolus ein und unsere
Männer fuhren zurück nach Istanbul, um uns am nächsten Tag Wäsche für
eine längere Zeit im Exil zu bringen, denn wir mussten zunächst davon
ausgehen, die Türkei für drei Monate zu verlassen.
Das Deutsche Generalkonsulat in Istanbul, die Deutsche Botschaft in
Ankara, die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, das
Außenministerium in Ankara – alle nur möglichen Behörden und
Institutionen wurden eingeschaltet, um die Situation zu klären.
Komplikationen ergaben sich aus der Tatsache, dass nur das türkische
Innenministerium uns von der Schwarzen Liste streichen konnte. Dies
erwies sich als bürokratisch äußerst schwierig, da das türkische Außen-
und Innenministerium zusammen-arbeiten mussten.
Letztendlich hat es dann dank der Hilfe aller, auch des türkischen
Schulleiters des Gymnasiums nach 12 Tagen geklappt und wir konnten
zurück nach Istanbul. Auch das türkische Konsulat in Komotini erwies
sich als hilfsbereit.
Die Frage bleibt: Was wäre gewesen, wenn wir nicht den Rückhalt all
dieser Institutionen gehabt hätten? Säßen wir dann immer noch in
Griechenland?
Deshalb:
Hören Sie nicht auf gut gemeinte Ratschläge, sondern gehen Sie bei
ähnlichen Problemen rechtzeitig und direkt zum Deutschen Generalkonsulat
und lassen sich dort beraten.
Namen sind
der Redaktion bekannt
Nýcht Vergessen - Sommerzeýt
In der Nacht vom 27. zum 28. März beginnt in diesem Jahr die
Sommerzeit und die Uhr wird um eine Stunde zurückgestellt.
Lammert setzt sich für Religionsfreiheit der Christen in der Türkei ein
In einem Schreiben an seinen türkischen Amtskollegen Mehmet Ali Þahin
setzt sich der Bundestagspräsident Norbert Lammert für die Reli-gionsfreiheit
der Christen in der Türkei ein. In einem Brief an den türkischen
Parlamentspräsidenten Mehmet Ali Þahin bedankt sich Lammert für die Ein-ladung
zur Eröffnung der Kulturhauptstadt Istanbul, an der er im Januar
teilgenommen hatte.
‘’Bestärkt durch die bemerkenswerten Worte von Ministerpräsident Erdogan,
in Istanbul könne jede Kultur ihre eigene Identität finden, verbinde ich
mit diesem Dank zugleich meine Hoffnung auf einen wachsenden Ehrgeiz der
verantwortlichen türkischen Behörden, die freie christliche
Religionsausübung in der Türkei zu schützen“, schreibt Lammert und
apelliert an Þahin, „sich mit den Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln
für das Recht der Kirchen, über die vorhandenen Gotteshäuser als eigenen
Besitz zu verfügen und ihre Religion frei zu praktizieren“, einzusetzen.
Dabei spricht Lammert besonders das Kloster Mor Gabriel (wir berichteten)
sowie die Marienkirche in Diyarbakir und das Pilgerzentrum in Tarsus an.
In all diesen Fällen müssten den Ankündigungen noch Maßnahmen folgen.
Außerdem lud Lammert den türkischen Parlamentspräsidenten zu einer
trilateralen Konferenz mit dem ungarischen Parlamentspräsidenten im
September 2010 nach Essen ein.
http://www.migazin.de/
Pressemitteilung
Bundesminister
Westerwelle startet Deutsch-Kampagne
Heute
startet die weltweite Kampagne „Deutsch - Sprache der Ideen“. In einer
Auftaktveranstaltung im Berliner „Radialsystem“ sprechen Bundesaußen-minister
Guido Westerwelle und der Präsident des Goethe-Instituts Klaus-Dieter
Lehmann. Dazu erklärte Bundesminister Westerwelle heute (25.02.2010):
„Deutsch ist die Sprache im Herzen Europas. Keine andere Sprache ist in
Europa für mehr Menschen Muttersprache. Sie ist der Schlüssel zu über
350 deutschen Universitäten und Hochschulen, zur größten Volkswirtschaft
Europas. Mit unserer heute beginnenden Kampagne wollen wir jungen
Menschen Lust machen, Deutsch zu lernen.
Deutschland steht für Technologie und Design, Kreativität und Qualität.
Der Standort Deutschland ist international gefragt. Die deutsche Sprache
bietet Chancen für eine Ausbildung in einem der besten Bildungssysteme
der Welt. Sie ist der Zugang zur deutschen Literatur, Musik, Philosophie
und Wis-senschaft, zum Reichtum großer europäischer Kulturtraditionen –
und nicht zuletzt der Schlüssel zur Verwirklichung der eigenen Ziele und
Ideen.“
Der Schweizer Club Istanbul
Die
Geschichte
Schon in den dreißiger Jahren, zu Zeiten als Istanbul noch
Konstantinopel war, trafen sich Schweizer Geschäfts- und Handelsmänner
regelmäßig zum Circle Helvetica. Hierbei handelte es sich um eine reine
Männergruppe, die sich bei Bier und Stumpen im vereinseigenen Lokal im
noblen Geschäftsviertel Beyoðlu traf. 1931 wurde daraus ein offizieller
Verein, der unter dem Namen Schweizer Club Istanbul ins Vereinsregister
eingetragen wurde.
1965 verkauften die Schweizer das Vereinslokal. Die Glanzzeiten des
einst so edlen Quartiers, wo damals die europäischen Mächte ihre
Botschaften einrichteten, wo einst Könige und Taschendiebe flanierten,
wo die mondäne Welt quoll und das Leben pulsierte, waren vorbei.
Heute
Seitdem hat sich im Schweizer Club viel verändert. Die veralteten
Statuten wurden unserer multikulturellen Gesellschaft angepasst. Der
Schweizer Club, leider noch immer ohne ein eigenes Vereinslokal, ist
dennoch eine wichtige Anlaufstelle für seine Mitglieder. Der Verein
übernimmt mit seinem Netzwerk eine wichtige Aufgabe, die besonders dazu
dient, die sozialen und kulturellen Kontakte unter Schweizern und
Freunden der Schweiz zu ermöglichen.
Das Komitee
Ende Januar 2010 fand im Mövenpick Hotel die Generalversammlung des
Schweizer Club Istanbuls statt. Von insgesamt 185 Mitgliedern nahmen 40
Mitgliedern teil und wählten das Komitee für die nächsten zwei Jahre:
Andreas Schori (Präsident)
Corina Bilhan (Vizepräsidentin)
Erich Ruppen (Sekretär)
Genevieve Beygo (Buchhalterin)
Edith Heidelberger (Mitglied)
Das Komitee wird auch in dieser Vereinsperiode die traditonellen Feste
und Feiern aufrecht erhalten und freuen uns, vielleicht auch Sie an
unseren Anlässen begrüssen zu dürfen und zusammen gemütliche und
ungezwungene Stunden zu verbringen.
Geplante
Anlässe:
März 2010 Einladung zur Original Schweizer Käse Fondue
Party im Istanbul Yelken Kulübü in Fenerbahçe
April 2010 Einladung zum Frühlings- und Osterfest in Parc
d’Union Française in Tarabya
Mai/Juni 2010 Schifffahrt auf dem Bosporus
Aufbau einer Schweizer - Türkischen Community in Istanbul
Anfang Februar wurde Corina Bilhan vom Dialog Institut Zürich im Rahmen
der Schweizer - Türkischen Gesprächskreisen eingeladen, zum Thema
„Schweizer in der Türkei - Alltag, Probleme, Erfahrungen“ zu referieren.
In der anschließenden Diskussionsrunde wurde deutlich, dass das
Verhältnis zwischen den beiden Ländern zwar gut, wenn auch nicht immer
einfach ist. Themenbereiche wie die Kurden- oder Armenierfrage, die
Beschuldigung des Völkermordes an den Armeniern sowie jüngst das
Minarettenverbot in der Schweiz weisen eine spezielle
Sensibilität
auf. Sie haben sich verschiedentlich auf die bilateralen Beziehungen
ausgewirkt. Um den Entgegenzusteuern und die bestehenden Beziehungen in
Gesprächen und gegenseitigem Kulturverständins wieder zu stabilisieren,
sind künftig gemeinsame Veranstaltungen in der Schweiz und vor allem in
der Türkei geplant.
Weitere
Informationen unter:
www.swissclub-istanbul.org
oder telefonisch bei Corina Bilhan, 0544 / 505 57 50
Istanbul holt
weiter auf
Die türkische
Metropole Istanbul will sich international als Modestandort profilieren und
konnte mit ihrer soeben zu ende gegangenen zweiten Ausgabe der Fashion Week
weiter an Renommee gewinnen. Wie die Organisatoren der Modewoche mitteilen,
kamen zwischen dem 3. und 6. Februar über 31.000 Besucher in die Stadt am
Bosporus, um sich über die neuesten Trends vor allem türkischer Anbieter zu
informieren. Zur Premiere des Events im September vergangenen Jahres wurden
noch etwas mehr als 22.000 Besucher vermeldet, so dass die Verantwortlichen
sicherlich nicht übertreiben, wenn sie stolz von einem „Beweis für die
höchst lebendige Modeszene in der Türkei“ sprechen, der die Modewoche
erbringe.
Zu den Besuchern zählten auch viele internationale Einkäufer, vor allem von
Boutiquen und Modegeschäften aus Belgien, Frankreich, Deutschland,
Großbritannien, Japan und Russland. Zudem seien mehr als 200
Modejournalisten aus der ganzen Welt registriert worden, darunter viele
internationale Fernsehstationen wie TV4, TV5, Style TV, InFashion TV sowie
die deutschen Fernsehsender WDR und ZDF und das österreichische ORF, so die
Organisatoren von der Istanbul Moda Academy (IMA) und dem türkischen
Textilverband ITKIB.
Neben vielen türkischen Designern wie Arzu Kaprol, Bahar Korcan, Hakan
Yildirim, und Özlem Süer zeigten auch einige internationale Labels ihre
Kreationen auf dem 20 Meter langen Laufsteg in der „Santral Istanbul“, einem
alten Kraftwerk aus der Zeit des Osmanischen Reiches. Zu den internationalen
Gästen zählte in diesem Jahr auch die Kölner Designerin Eva Gronbach, die
durch ihre Recycling-inspirierten Entwürfe aus groben Stoffen und
Seidenapplikationen zu beeindrucken wusste.
Insgesamt konnte die Istanbul Fashion Week ihre internationalen Gäste
durchaus beeindrucken und sich so zu einer ernstzunehmenden Alternative zu
den klassischen Modestandorten aufschwingen. Dabei ist es den Organisatoren
besonders wichtig, in Zukunft nicht nur als Produktionsland, sondern auch
als Designschmiede wahrgenommen zu werden.
Noch gilt Istanbul
zwar noch nicht als Top-Standort, die Türken sind sich ihrer Sache jedoch
sehr sicher und wollen nun Schritt für Schritt weiter wachsen. ITKIB-Präsident
Hikmet Tanriverdi ließ zum Ende der Modewoche bereits bereits verlauten: „Wir
sind ein Zentrum der Mode und werden mit unserer innovativen Mode
erfolgreich sein“. Ein Plan, der auch politisch Unterstützung findet. So
konstatierte der türkische Minister für Außenhandel, Zafer Caglayan,
selbstbewusst: „Wir wissen, dass wir erfolgreich sein werden, wobei wir auch
wissen, dass diese Ziele sehr ambitioniert aber erreichbar sind.“
Ob man diesen hoch gesteckten Zielen tatsächlich näher kommt und wenn ja wie
schnell, wird sich bereits zur nächsten Ausgabe der Istanbul Fashion Week
abzeichnen. Die ist bereits für Mitte August 2010 angekündigt.
http://www.fashionunited.de
Venedig in
Istanbul
Da heißt es immer: Dessous kann man nur in
Frankreich richtig auf den Laufsteg bringen. Wer allerdings die Show von
Suwen International in der türkischen Hauptstadt Istanbul gesehen hat, der
wurde eines Besseren belehrt, denn die Dessous Show war ein Knaller.
Scharfe Wäsche in Istanbul – das hört sich vielleicht etwas befremdlich an,
aber nicht nur die Wäsche konnte sich sehen lassen. Karneval in Venedig – so
hieß das Motto der Designer und entsprechend waren auch die Models
kostümiert. Bunt, verschwenderisch und üppig in tollen Masken, mit Federn
und in tollen Farben entführte die Show die Zuschauer nach Venedig.
Besonders die Farben waren ein Traum. Leuchtendes Rot, verführerisches Lila,
Royalblau und ein sattes Türkis, kombiniert mit unschuldigem Weiß und
verruchtem Schwarz. Glitzernde Push-up BHs und sexy geschnittene Pantys
wurden zu weiten Schals getragen. Korsagen in wilden Mustern, verziert mit
roten Schleifen und Sets als Neckholder, mit zarten Slips in Altrosa und
feiner Stickerei. Aber auch der Klassiker in Sachen Dessous, Rot in
Kombination mit Schwarz kam nicht zu kurz. Auffallend waren die vielen
schönen Details. Zum Beispiel der BH als Triangel, in einem wunderschönen
Türkis und einem Höschen was mit silbernen Kettchen verziert war. Gewagt
waren auch die Tangas in Netzoptik oder das Ensemble aus BH und String aus
hauchzarter weißer und schwarzer Spitze.
Natürlich durften auch die Dessous für die Braut nicht fehlen: In
strahlendem Weiß und mit winzig kleinen Kristallen verziert, passend dazu
die halterlosen Strümpfe mit einem zarten Spitzenrand.
Dessous aus Istanbul müssen sich längst nicht
mehr hinter den Dessous aus Paris oder Mailand verstecken!
http://www.fashion-insider.de/ |
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Kleinanzeigen |
finden
Sie wie immer unter:
www.info-istanbul.info |
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