Infobrief - online                             März 2010

Alle Angaben im Infobrief sind ohne Gewähr. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.
Wir behalten uns vor, eingereichte Beiträge aus Platzgründen zu kürzen.

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

eigentlich sollten wir im Monat März von Frühlingsgefühlen geleitet werden und unsere Gedanken von dem neuen Leben erfüllt sein. Aber die Bilder in den Medien von Naturkatastrophen, die ganze Landstriche verwüsten, lassen sich nicht so leicht beiseite schieben.
Seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts hat sich die Anzahl der Naturkatastrophen verdoppelt und der daraus entstandene Schaden verfünffacht. Doch meistens lösen diese Meldungen in nicht betroffenen Ländern nur Anteilnahme aus. Erst wenn der Mensch selber damit konfrontiert wird, beginnt er zu hinterfragen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Seit gut 60 Tagen sind wir im Jahr 2010 angekommen. Schon in dieser kurzen Zeit geschahen viele große Naturkatastrophen. Erschütternd waren die Bilder vom Erdbeben in Haiti, die um die Welt gingen und das Leid und Elend der Betroffenen so hautnah zeigten; sie lösten eine Welle der Hilfsbereitschaft aus. Ein Blizzard brachte der Ostküste der USA die größten Schneeverwehungen seit 100 Jahren. Auch dort Notstand, da viele Errungenschaften der Zivilisation einfach ausfielen. An vielen Orten der Erde richteten große Überschwemmungen und Schlammlawinen schlimme Verwüstungen an und zahlreiche Todesopfer waren zu beklagen.

Als erfreuliches Ereignis zähle ich die Olympischen Spiele in Vancouver. Dort trifft sich die Jugend der Welt zu sportlichen Wettkämpfen. In der Antike ruhten für die Dauer der Spiele jegliche kriegerische Auseinandersetzungen. Diesen Brauch sollte man wieder einführen, vielleicht führt er zu einem friedlichen Miteinanderleben auf dieser Welt.
Zur Zeit ist die Beunruhigung groß, dass weitere Staaten zu Atommächten werden könnten. Schon die nukleare Nutzung für friedliche Zwecke registrieren wir mit einem unguten Gefühl im Magen. Wir erinnern uns an die Katastrophe von Tschernobyl und mehrere kleinere andere Pannen. Viele Menschen denken an die Entsorgung des verstrahlten Atom-Mülls – wer will diesen freiwillig übernehmen und deponieren?

MACHT EUCH DIE ERDE UNTERTAN - für Millionen Erdbewohner gilt diese ‘Göttliche Einladung’ nach wie vor. Aber sie darf nicht ausarten in Ausplündern, Verschwendung und Verunreinigung. Es darf kein Raubbau stattfinden und keine Mittel eingesetzt oder angewendet werden, über die man keine hundertprozentige Kontrolle hat. Die Umwelt, Erde, Wasser und Luft müssen geschützt und geschont werden. Wir alle tragen die Verantwortung.

Für unser richtiges und umsichtiges Handeln werden unsere Nachfahren und künftige Generationen ganz bestimmt dankbar sein:

“Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg”

(Laotse)

Brigitte Midil &

das BRÜCKE-Team


Bei diesen Meldungen sollten wir nicht vergessen, dass wir hier in Istanbul auf einem Flecken Erde leben, der in größeren Abständen von solchen Beben heimgesucht wird. Wir sollten uns vertraut machen mit Maßnahmen und der Vorsorge für einen Ernstfall. Und deshalb haben hier einige Links für Sie zusammengestellt (zum Teil auf Türkisch/Englisch):

Krisenvorsorge des Deutschen Generalkonsulats: www.istanbul.diplo.de
Wikipedia; http://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben

Türkisches Erdbebeninstitut „Kandilli“ der Boðaziçi Universität; www.koeri.boun.edu.tr
Informationen der Großstadtverwaltung Istanbul; http://www.ibb.gov.tr
AKUT – Handbuch zum Downloaden:
http://www.akut.org.tr/images/Yayinlarimiz/DepremElKitabi_Download.pdf
 

 

 

In eigener Sache

Verspätete brýefe

Liebe Mitglieder,
Probleme mit der Erstellung der Agenda und Krankheitsfälle haben leider zu einer Verzögerung der Bearbeitung der Info-Briefe im Januar und Februar geführt. Wir informieren Sie aber regelmäßig über den wöchentlichen e-Mail-Brief. Wer keinen Computer besitzt kann uns dies mitteilen, so dass wir Sie in solchen Fällen per SMS informieren. Alle Mitglieder sind natürlich herzlich eingeladen, bei der Erstellung des Briefes behilflich zu sein. Denn wir sind ein gemeinnütziger Verein und alle Arbeiten sind ehrenamtlich!
Verzögerungen oder ein Ausbleiben des monatlichen Info-Briefes teilen Sie uns bitte bis zum 15. des Monats mit. Falls es bei Ihnen zu Problemen bei der Postzustellung kommen sollte, bitten wir Sie, sich an Ihre Poststelle zu wenden.

Ihr Brücke-Team


Infobrief – Titelbýld

Das Titelbild im Monat März wurde uns von der Künstlerin Sema Bicik zur Verfügung gestellt.

Beschreibung des Titelbildes:
“Conk Bayýrý” war der meistumkämpfte Kriegsschauplatz in der Schlacht um Çanakkale.
Um die Stellung dort zu halten oder um vorzudringen wurden auch junge Männer ab 15 Jahren von den Istanbuler Schulen und viele Studenten, (es gibt anscheinend keine Universitätsabschlüsse im Jahr 1921!) hinzugezogen, die fast alle dort ihr Leben lassen mussten.
Sportklubs wie Galatasaray, Fenerbahçe und Beþiktaþ verloren ihre jungen Sportler, die auch als “Kanonenfutter” vorgeschickt wurden. (Die Flagge vom Beþiktaþ Sportklub war vorher rot/weiss und wurde nach diesem Ereignis schwarz/weiss gefärbt).
Der Boden war über und über bedeckt mit tausenden von toten Soldaten. Das Blut vermischte sich mit den Mohnblumen, die seitdem in Çanakkale “Blutsblume” genannt wird.

Weitere Informationen über die Künstlerin finden ab Sie Seite 14.


Geçmiþ Olsun

Wir freuen uns mit Canan Kýnýk-Kulle und ihrem Ehemann, dass er die schwierige Operation gut überstanden hat und wünschen für die Genesungswochen ein dickes GEÇMÝÞ OLSUN…


Neuer Ansprechpartner Bodrum

Bei der Angabe des neuen Ansprechpartners für Bodrum im letzten Infobrief ist uns leider ein Fehler unterlaufen.

Der neue Ansprechpartner für die Region Bodrum ist

Herr Rainer Fischer
Karaincir, Atatürk Cad. 371/15
Beyaz Þehir – Bodrum
Tel: 0252 / 393 81 40 GSM: 0533 / 778 37 75
E-Mail: fischer@fischer-baf.com


Danke

Unser herzlicher Dank gilt Inge Þengezer für ihre großzügige Spende aus dem Verkaufserlös des "kars-kilim" zugunsten der Brücke-Vereinsarbeit.
Dank auch an Susi Akbayrak für ihre uneigennützige Hilfe bei der Vermittlung.

 

Ebenfalls möchten wir uns bei der Mersiner Frauengruppen bedanken, die unseren nächsten Büchertauschbasar mit einer Bücherspende unterstützt hat.

Das Brücke-Team

 

 

 

Rückblicke

Projekttage an der Deutschen Schule Izmir

An der Deutschen Schule Izmir fanden vom 03.02.2010 bis 05.02.2010 Projekttage zum Thema “Zu Gast in der Türkei” statt. Alle SchülerInnen konnten zwischen folgenden Projekten wählen: Projekt „Türkische Küche“, Projekt „Theater“, Projekt „Iznik-Fliesenmalerei“, Projekt „Geographie der Türkei“, Projekt „Deutsche Fußballer in der Türkei“ und Projekt „Heilkräuter der Türkei“.

So wurde an drei Vormittagen mit viel Begeisterung und Elan gekocht, gemalt, geforscht, gebraut und Rollen studiert. Die Ergebnisse dieser Tage konnten dann am Samstag den Eltern und vielen Gästen präsentiert werden. Den Höhepunkt stellte natürlich das Theaterstück „Die wahre Geschichte des Trojanischen Krieges bzw. die Entstehung des Halay’’ dar.

Auch an dieser Stelle sei allen HelferInnen herzlich gedankt und schon jetzt sind wir auf die Projekttage im kommenden Jahr gespannt !

Katja Riedel-Arslan
Ansprechpartnerin Izmir


CCC - Fashion Modenschau

Viele Brücke-Mitglieder haben etwas verpasst..........nämlich die Modeschau vom Corona Club unter dem Motto 'Valentinstag', die mit dem professionellen Team von CCC ein wirkliches Highlight im kalten Februar war.

Das Event fand im Atlý Spor Club Maslak, im wunderschön dekorierten Galatasaray Restaurant, statt. Als Models agierten unsere Mitglieder; alle nicht mehr die Jüngsten und mit sehr unterschiedlichen Körpermaßen. Es war erstaunlich, dass es möglich war so viele verschiedene Damentypen interessant und passend zu kleiden - aber

Christines Mode und Schnitte haben es in sich !!!!

Am Ende der Show überraschten die Models mit einer witzige Valentinseinlage mit 'roten Strapsen', die mit einem besonderen Applaus von allen Zuschauern bedacht wurden. Alle hatten ihren Spaß: die Models, die Zuschauer und die Damen von CCC, die hilfreich die ganze Show unterstützten. So manche Dame war gleich nach der Modenschau in der Kabine verschwunden, um das eine oder andere Kleidungsstück anzuprobieren und zu reservieren.

Christine danke! Deine Mode finde ich toll. Gut, dass es Dich und CCC gibt. Bei Dir muss man nicht unbedingt die Masse 90/60/90 haben!

Marina Baumeister, Corona Ýstanbul

 

 

Das Porträt zum Titelbild

Ein Interview mit SEMA BICIK

Wann und wo wurdest Du geboren?
1959 in Osmaniye / Adana

Wann kam die Berührung zur Kunst und wann wolltest Du Künstlerin werden?
Schon als ich klein war, zeichnete ich immer und malte oft bis spät in die Nacht; zum Leidwesen meiner Eltern...

Hattest Du irgendwann einen anderen Berufswunsch oder fühlst Du Dich zur Kunst berufen?
Ich fühlte mich immer schon zur Malerei hingezogen. Sie hat mich immer beschäftigt, auch wenn ich andere Arbeiten gemacht habe, oder mache.

Wo hast Du Deine künstlerische Ausbildung erhalten?
1977 in Ankara an der Gazi Üniversität, Resim Bölümü, ab 1979 in Istanbul an der Mimar Sinan Üniversitaet, an der GSF Resim Bölümü.

Hast oder hattest Du künstlerische Vorbilder?
Hieronymus Bosch, Max Ernst, Egon Schiele, Salvador Dali.

Was willst Du mit Deiner Kunst ausdrücken?
Alles was ich erlebe, was mich beschäftigt, was ich sehe, höre, fühle oder träume, gebe ich auf der Leinwand wieder, ohne vorherige Planung und ohne Skizzen.

Was sind Deine Hauptthemen?
Die Welt, Ideen und menschliches Sein figurativ und malerisch darzustellen.

Würdest Du Dich als eine politische Künstlerin bezeichnen?
Politisch direkt nicht, aber wohl als eine gesellschaftskritische Künstlerin. Positive Gedanken über das Zusammenleben in unserer Welt, in Form von Friedensbotschaften zum Beispiel, sollen durch meine Bilder vermittelt werden und Anstöße geben für mehr positive soziale Verantwortung, für ein besseres Miteinanderleben und eine Toleranz ohne Grenzen.

Welche Techniken verwendest Du und wie wichtig sind sie für Deine Ausdrucksfähigkeit?
Öl auf Leinwand und Bleistift auf Papier. Jeder Strich ist wie ein Wort oder eine Sprache.

Womit und mit welchen Themen hat Deine künstlerische Laufbahn begonnen und wo stehst Du jetzt?
Figurativ, immer mehr in die Abstraktion vertiefend und ausweitend
.

Was sind Deine Ziele, was willst Du in Zukunft ausdrücken, malen, zeichnen, etc.?
Mein nächstes Projekt ist über berühmte Liebesgeschichten Ende des 19ten , Anfang des 20sten Jahrhunderts in Konstantinopel.

Welche Rolle spielt Istanbul in Deinem Leben und in Deiner Kunst?
Istanbul ist für mich ein sehr tief gehendes geschichtliches Mozaik, das ich nirgendwo anders finden würde, hier fühle ich die vielen Geschichten, die sich hier abgespielt haben. In einer anderen Stadt fühle ich mich nicht so erfüllt. Istanbul ist die Nahrung für meine Kunst.

Was ist das Wichtigste in Deiner Kunst?
Immer wieder mehr Erlerntes, Erlebtes  noch besser in Farbe und Form umsetzen zu können.

Hast Du vielleicht einen Lieblingsspruch oder einen Gedanken, der für dich wichtig ist?
Ich träume von Vögeln in der Tiefe des Ozeans, und von Fischen weitoben am Himmel. Ich sehe die Farben der Musik und höre die Musik der Farben ........

 

Die Fragen stellte Mona Marweld-Engin

 

WARUM GALLIPOLI?

... weil ich erkannt habe, dass die Kämpfe von 1915 um Çankakkale – Gallipoli dem türkischen Volk eine Schicksalswende brachten und ein Heldenepos gaben, und dass die türkischen Soldaten unter den größten Entbehrungen und schlechtesten Umständen sogar den feindlichen Kräften gegenüber an Wunder Grenzendes vollbrachten.

GALLIPOLI
... um die Erinnerung an unsere gefallenen Väter aufrecht zu erhalten, die jeden einzelnen Teil unseres heutigen Landes um den Preis ihres Lebens verteidigt haben.
 

GALLIPOLI
... um sich der Gefallenen aus Australien und anderen Ländern (ANZAKS) anzunehmen, um an Menschlichkeit und Frieden zu erinnern, um die Grausamkeit eines Krieges zu betonen und die Bedeutung des Friedens hervorzuheben.

GALLIPOLI
... weil die jungen Männer, die man aus den fernen Ländern des damaligen englischen Dominions, wie Australien und Neuseeland, hergebracht hatte, sich aus ihnen unbekannten Gründen in einem Krieg befanden, für den sie ihr Leben lassen mussten.

GALLIPOLI
... weil dort an den Fronten auf beiden Seiten ein hoffnungsvolles Begreifen unter den Kämpfenden begann, das sich im Lauf der Zeit bis zu einer Freundschaft zwischen den Nationen weiterentwickelte.

GALLIPOLI
... weil die Erinnerung an die Grausamkeiten des Krieges um des Friedens in der Welt willen wachgehalten werden muss.

GALLIPOLI
... um jenen in den Legenden der Kämpfe um Çanakkale – Gallipoli weiterlebenden heldenhaften Geschichten unsere Achtung zu erweisen.

(Text: Sema Bicik - Übersetzung: Ingrid Iren)

http://www.semabicik.com/

 

 

95. Jahrestag Gelibolu

Die Schlacht von Gallipoli

Die Schlacht von Gallipoli wurde während des Ersten Weltkriegs auf der türkischen Halbinsel Gallipoli ausgetragen. Die Entente-Mächte (Vereinigtes König-reich England, Frankreich und Russland) wollten in einer gemeinsamen Operation die Halbinsel besetzen und sie als Ausgangsbasis für die Eroberung der osmanischen Hauptstadt Istanbul nutzen. Der Versuch scheiterte jedoch. Beide Seiten verloren schätzungs-weise 250.000 Mann, was der Hälfte der zum Einsatz gekommenen Soldaten entspricht. In der Türkei kennt man die Operation als Schlacht von Tschanakkale (türkisch Çanakkale Savaþlarý). Die Briten nennen sie Dardanellenschlacht (englisch Dardanelles Campaign oder Gallipoli Campaign). In Australien und Neuseeland ist die Schlacht unter dem Namen Gallipoli bekannt. (In der Türkei auch Gelibolu)
Die Schlacht um Gallipoli war eine der blutigsten und brutalsten im Ersten Weltkrieg. Geradezu beispiellos war sie als Schlacht, in der eine Landarmee auf Dauer einem von Heer und Marine zusammen geführten Kampf standhalten konnte. Überliefert ist der Befehl Atatürks an seine Soldaten an einem Frontabschnitt, an dem diese den Rückzug erwogen, da ihnen die Munition auszugehen drohte. Er befahl ihnen in dieser Situation das Sterben, da in der Zwischenzeit, in der sie stürben, frische Kräfte herangeführt werden könnten. Gallipoli war aufgrund der hohen Opferzahlen ein Schock für Australien und Neuseeland. Es war der bislang größte Konflikt, in den diese beiden britischen Dominions verwickelt wurden. Neben der Schmach für die Entente zog die Niederlage auch Konfrontationen und Streitigkeiten auf politischer Ebene nach sich, die zum Rücktritt Churchills als Marineminister und zum Sturz der Regierung Asquith führten.
Der vernachlässigte und desorganisierte Zustand der osmanischen Armee und Marine nach den Balkankriegen hatte 1913 die Berufung einer deutschen Militärmission mit weitgehenden Befugnissen unter Liman von Sanders zur Folge, welche aber andererseits eine erhöhte Wachsamkeit und Bereitschaft zum Eingreifen der Triple Entente bewirkte. Zwar wahrte das Osmanische Reich bis in den Hochsommer 1914 noch seine Neutralität, geriet aber immer enger in Bindung zu den Mittelmächten. Zu Kriegsbeginn hatte am 1. August 1914 England zwei von der Türkei in England in Auftrag gegebene und bereits bezahlte osmanische Schlachtschiffe konfisziert, was allgemeine Entrüstung im Osmanischen Reich hervorrief. Am 2. August hatten Großwesir Said Halim und Kriegsminister Enver einen Geheimvertrag mit dem Deutschen Reich abgeschlossen, am 10. August waren der deutsche Schlachtkreuzer Goeben und der kleine Kreuzer Breslau unter Konteradmiral Souchon nach scharfer Verfolgungsjagd durch die britische Royal Navy in den Dardanellen eingetroffen. Am 12. August wurden sie nominell dem Sultan übergeben und in Yavuz Sultan Selim und Midilli umbenannt, drei Tage später beendete die osmanische Regierung die britische Marinemission unter Admiral Limpus und wies am 15. September alle britischen Offiziere aus. Mit deutscher Hilfe sollten nun die Dardanellen befestigt und der Bosporus durch die Yavuz Sultan Selim gegen Russland gesichert werden. Am 27. September 1914 wurden offiziell die Meerengen für die internationale Schifffahrt gesperrt.
Da die kaiserlich-deutsche Marine die Ostsee blockierte, waren die Seeverbindungen Russlands zu den westlichen Alliierten weitgehend unterbrochen. Die Meerengen Bosporus und Dardanellen – der einzige Weg zum Schwarzen Meer – wurden nun wirksam vom Osmanischen Reich kontrolliert, so dass Waffenlieferungen der Westalliierten über den Seeweg kaum durchführbar waren.
Am 29. Oktober 1914 griff die unter osmanischer Flagge fahrende Flotte unter Admiral Souchon im Schwarzen Meer russische Hafenstädte an. Fast zeitgleich beschoss die Royal Navy aus dem Hafen von Smyrna laufende türkische Handelsschiffe. Daraufhin erklärte am 12. November 1914 die osmanische Regierung der Triple-Entente den Krieg.
Gegen Ende des Jahres 1914 waren die Fronten in Belgien und Frankreich erstarrt. Die Kontrahenten überlegten deshalb, anderswo die Entscheidung zu suchen. Die Entente hoffte, dass ein direkter Angriff auf das Osmanische Reich die Griechen und Bulgaren zu einem Kriegseintritt auf Seiten der Alliierten bewegen könnte. Einige Zeitgenossen glaubten sogar, dass im Falle eines Sieges die Türkei als Verbündeter der Mittelmächte aus dem Krieg ausscheiden würde.

Ein bereits im November 1914 von einem französischen Minister vorgeschlagener Angriff fand noch keine weitreichende Unterstützung. Wenig später legte der Erste Lord der Admiralität, Winston Churchill, seine Pläne für einen Seeangriff auf die Dardanellen vor. Am 16. Februar 1915 beschlossen die Briten erstmals, ein großes Landungsunternehmen durchzuführen. Kriegsminister Lord Kitchener ernannte General Sir Ian Hamilton zum Oberbefehlshaber der Expeditionsarmee, welche die Operation ausführen sollte.

 

Die Schlacht von Gallipoli in der Kultur

Die Schlacht von Gallipoli lieferte Stoff für mehrere Filme. Die australische Produktion „Gallipoli“ des Regisseurs Peter Weir von 1981 schilderte die Schicksale zweier ANZAC-Soldaten in der Schlacht (einer davon gespielt von Mel Gibson) und sorgte in Australien für eine Welle patriotischer und auch anti-britischer Gefühle.
Der BBC-Fernsehfilm All the King's Men (1999) schildert den Verlust der Sandringham Kompanie.

Eric Bogles Lied „And The Band Played Waltzing Matilda“ beschreibt die Schlacht aus der Sicht eines australischen Soldaten.

Die schwedische Power-Metal-Gruppe Sabaton, deren Texte regelmäßig von Kriegen des 20. Jahrhunderts handeln, behandeln die Schlacht mit dem Titel „Cliffs of Gallipoli“, wobei die Grabrede Atatürks die Grundlage für den Großteil des Textes ausmacht.

Der 25. April, der Jahrestag der ersten Landung, wird in Australien und Neuseeland jedes Jahr als ANZAC Day begangen und gilt als wichtigster nationaler Feiertag.

Der 18. März, an dem die Türken nun endgültig die Invasoren besiegt hatten, wird in der Türkei als der „Tag der Gefallenen“ (Þehitler günü) gefeiert.

 

Grabrede Atatürks, anlässlich des Gedenktages der Toten dieser Schlacht:

„Diese Helden, die ihr Blut vergossen und ihr Leben ließen…
nun liegt ihr in dem Boden eines freundlichen Landes.
Darum ruhet in Frieden.
Da gibt es keinen Unterschied zwischen den Johnnies und den Mehmets,
dort wo sie Seite an Seite in diesem unserem Lande liegen…
Ihr, die Mütter, die ihre Söhne aus weit entlegenen Länder schickten,
wischt weg eure Tränen.
Eure Söhne liegen nun an unserer Brust und sind in Frieden.
Ihr Leben in diesem Land verloren zu haben, machte sie genauso zu unseren Söhnen.“

Mustafa Kemal

 

Ausführliche Informationen zur Geschichte Gallipolis finden Sie unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Gallipoli

 

 

Das Brücke-Kulturforum stellt vor

Das Deutsche Generalkonsulat Istanbul

Das Deutsche Generalkonsulat verwaltet in Istanbul zwei große Gebäudekomplexe von einzigartigem historischem Wert:
das Kaiserliche Botschaftspalais in Gümüþsuyu, in dessen Räumen ab 1877 die Deutsche Botschaft residierte und seit 1931 das General-konsulat untergebracht ist und die Sommer-residenz des deutschen Botschafters in Tarabya, die 1887 fertig gestellt wurde.
Spätestens seit dieser Zeit haben sich die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei intensiviert. Bis heute prägen diese historischen Beziehungen das besondere Ver-hältnis zwischen beiden Ländern.
Das Generalkonsulat hat als staatliche deutsche Einrichtung die Aufgabe, die deutsch-türkischen Beziehungen in Istanbul und einigen weiteren Provinzen zu pflegen und zu fördern und deutschen Staatsangehörigen in deutschen rechtlichen Angelegenheiten sowie in Notfällen Unterstützung zu gewähren. Die Pflege der deutsch-türkischen Beziehungen geschieht auf vielfältige Weise. Ein wesentlicher Teil ist die dienstliche Betreuung oder Begleitung von Besuchern aus Deutschland. Da Istanbul das wirtschaftliche, wissenschaftliche, kulturelle aber auch politisch-historische Zentrum der Türkei ist und sehr viele persönliche Kontakte zwischen Menschen in Deutschland und in Istanbul bestehen, ist die Anziehungskraft der Stadt auf Besucher aus Deutschland besonders hoch.
Die Tätigkeit des Generalkonsulats umfasst vielfältige Aufgaben. Die wichtigsten Bereiche sind das Rechts- und Konsularwesen (einschließlich der Visastelle), Presse, Wirtschaft, Kultur und Politik, soweit sie den Amtsbezirk Istanbul betreffen.

Diese Bereiche werden neben der Generalkonsulin Frau Brita Wagener gegenwärtig von folgenden Mitarbeitern geleitet:
Wirtschaft/Kultur - Herr Peter von Wesendonk,
Rechts- und Konsularwesen/ Presse - Herr Joachim Hecker,
Verwaltung - Herr Rolf Ankermann.

Neben den eigenen Veranstaltungen des Generalkonsulates finden in den historischen Räumen viele weitere Veranstaltungen statt, die im Zusammenhang mit der Förderung deutsch-türkischer kultureller oder wirtschaftlicher Beziehungen stehen.

Eine ausführliche Beschreibung des Aufgaben- und Tätigkeitsspektrums befindet sich in der Informationsbroschüre, die auf der Homepage des Generalkonsulats zu finden ist :
www.Istanbul.diplo.de/Presse/Veröffentlichungen

Die Broschüre gibt auch Informationen über die Geschichte des heutigen Generalkonsulats.

In dem Buch „DEUTSCHE PRÄSENZ AM BOSPORUS“, das 2009 von dem ehemaligen Generalkonsul Matthias von Kummer herausgegeben wurde, finden Interessierte viele aufschlussreiche Artikel über die deutsch-türkische Beziehung seit dem Osmanischen Reich und über deutsches Wirken am Bosporus.


Die Generalkonsulin in Istanbul

Brita Wagener ist die neue Generalkonsulin in Istanbul.

Sie ist nach Christiane Geißler-Kuß, die von 1994 bis 2000 dieses Amt innehatte, die zweite Frau, die seit dem Bestehen des Konsulats nach Istanbul berufen wurde.
Seit dem 15. August 2009 hat Frau Wagener die Leitung des Generalkonsulats übernommen und sehr schnell ihren eigenen Stil umgesetzt, der sich auch nach außen in der deutschen Istanbuler Gemeinde sehr positiv bemerkbar macht.
Wer ist diese zierliche, fast mädchenhafte Frau, die mit ihrem offenen und natürlichen Wesen in so kurzer Zeit schon so viele Menschen erreichen konnte?
Brita Wagener wurde am 1. November 1954 in Salzgitter geboren. Sie wuchs in Hildesheim auf und studierte nach dem Abitur Rechtswissenschaften in Bonn und Hamburg. Nach dem Zweiten Staatsexamen entschied sie sich für den höheren Auswärtigen Dienst. Ihr erster Auslandsposten führte sie bereits in den Nahen Osten nach Kairo. Danach folgten New Delhi und Tel Aviv. Sechs Jahre lang war sie in Bonn und Berlin tätig, u.a. als Leiterin des Arbeitsstabes Menschenrechte, bevor sie als Gesandte wiederum nach Kairo ging. Istanbul ist ihre erste Stelle als Generalkonsulin. Brita Wagener ist verheiratet und hat drei Kinder.
„Die Türkei ist für mich neu, aber umso spannender“, meint die Konsulin und sie freut sich auf die neuen Kontakte und Erlebnisse in diesem Land. „Meine türkischen Kontakte in Deutschland beschränkten sich auf den Lebensmittelhändler an der Ecke oder die türkische Friseurin. Mein Sohn hatte aber in Bonn einen türkischen Freund“, erzählt Brita Wagener.
Ihre Aufgabe als Generalkonsulin ist die Pflege der Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei im Amtsbezirk des Generalkonsulats. Diese sind sowohl im politischen und wirtschaftlichen als auch im kulturellen Bereich zu sehen. Neue wichtige Vorhaben der Bundesregierung, wie die Gründung einer deutsch-türkischen Universität oder die Errichtung eines Künstlerhauses auf dem Gelände der Sommerresidenz des deutschen Botschafters in Tarabya, liegen ihr am Herzen. „Damit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen sich verstehen können und Toleranz gefördert wird, ist es wichtig, nicht nur Wissen voneinander zu haben, sondern Wissen in einem Miteinander zu erlangen“, erklärt die Generalkonsulin. Deshalb hält sie jede Form des Austauschs für wünschenswert, ob es sich nun um Sportereignisse, einen wissenschaftlichen Austausch, um Kunstprojekte oder um den Journalistenaustausch handelt, den die Robert Bosch Stiftung fördert. All dies dient der Öffnung der Gesellschaften und fördert die Freundschaften zwischen den Menschen aus beiden Ländern.

Besonders wichtig ist ihr der ständige Kontakt zu den deutschen Institutionen, wie dem Goethe-Institut oder dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, zu den Schulen und zur Deutsch-Türkischen Industrie- und Handelskammer, aber auch zur Presse und zu den in Istanbul lebenden Deutschen einschließlich den Kirchen-gemeinden. Wie sehr ihr daran liegt, zeigt sie, indem sie aktiv am Gemeindeleben teilnimmt und offen mit den Menschen ins Gespräch kommt oder bei einem literarischen Gottesdienst die Literaturtexte liest.
Ihr Interesse gilt auch den hier ansässigen deutschen Staatsangehörigen, deren Anliegen durch DIE BRÜCKE e.V. vertreten werden. Sicher werden wir mit Frau Wagener weitere interessante und aufklärende Gespräche führen, die auch die Belange der hier ansässigen Deutschen berücksichtigen.  

Wir bedanken uns bei Frau Wagener ganz herzlich für das Interview und wünschen ihr viele interessante Begegnungen und eine erfolgreiche Zeit in Istanbul.

Mona Marweld-Engin

 

 

Kulturhauptstadt 2010

Stadt vieler Kulturen: Kulturhauptstadt Pecs

Pecs in Südungarn ist neben Essen und Istanbul Kulturhauptstadt Europas 2010. Noch ist das Zentrum der "Stadt der vielen Kulturen" eine Baustelle. Doch ab März soll Besuchern ein einzigartiges Flair geboten werden.

Vielfältiges Fünfkirchen
Pecs - auf deutsch Fünfkirchen - ist die erste ungarische Stadt, die sich Kulturhauptstadt Europas nennen darf.
Nach fünf bis sechs Stunden Autofahrt gelangt man vom Burgenland aus ins Mecsekgebirge. Dort hat man von der Anhöhe eine einzigartige Aussicht über die Stadt Pecs.
Schon von Weitem sichtbar steht auf dem Szecheny ter - auch Hauptplatz - ein Zeichen der kulturellen Vielfältigkeit der Stadt, die ehemalige Pascha-Kazim-Gazi-Moschee. Sie dient heute als katholische Pfarrkirche.

Baustellen beherrschen Bild
Macht man einen Rundgang spaziert man an Jugendstil-Fassaden und Verwaltungsbauten aus der k. und k. Zeit vorbei. Pecs oder Fünfkirchen bekam einst seinen Namen von den unzähligen Kirchen, die man normalerweise auch ungehindert besichtigen kann.
Aber zur Zeit beherrschen noch Baustellen das Bild des Stadtzentrums. Erst passierte jahrelang gar nichts, jetzt geschieht alles gleichzeitig.

Millionen für Bauprojekte
Das meiste Geld aus dem Kulturhauptstadt-Etat von insgesamt 180 Millionen Euro fließt in Bauprojekte. Mehr als 70 öffentliche Plätze werden renoviert. Kein Stein bleibt auf dem anderen - Pecs ist derzeit die "Unfertige’’.

Kritische Museumsleitung
Bagger und Bauarbeiter bestimmen das tägliche Geschehen und so damit die Besucherzahlen im international bekannten Zsolnay Museum. Die Ausstellung zeigt Kunstwerke der Zsolnay Porzellanmanufaktur.
Die Leitung des Museums sieht das Projekt Bauarbeiten in Progress sehr kritisch - doch die Meinungen über gewisse Neuerungen sind geteilt

Kritik an Konzept
"In Pecs gibt es viele interessante Sammlungen - zum Beispiel auch in unserem Museum. Und es wäre besser gewesen, auf diesen Sammlungen ein Konzept aufzubauen und nicht zu große Pläne zu bauen. Zum Beispiel gibt es bei uns weniger Besucher als früher, weil sie unser Gebäude nicht finden", so die Leiterin der Ausstellung, Orsolya Kovacs.

Ende in Sicht
"Es gibt natürlich noch Baustellen auf dem Hauptplatz zum Beispiel, aber diese Plätze, wo man eine große Menge von Touristen erwartet, werden in einigen Wochen fertig", sagt Tamas Szalay, Kulturmanager 2010.

Konzerte, Theater, Ausstellungen
Man hofft jedenfalls das Beste, denn ab März sind unzählige Programme geplant: Konzerte klassisch, modern oder ethno. Freilichtaufführungen, ein anspruchsvolles Theaterprogramm im Nationaltheater Pecs oder ungarische Folklore sind auch angesagt.
Auf Kunstliebhaber warten unzählige Ausstellungen.

Wer nach so viel Kultur Entspannung und kulinarische Genüsse sucht, findet vor allem in der Fußgängerzone Kiraly utca das Seinige

 

 

Kultur

 

 

 

Die schönsten Liebesromane aller Zeiten

Als berühmtester Liebesfilm aller Zeiten gilt neben Casablanca natürlich

 Vom Winde verweht

(Originaltitel: Gone with the Wind) aus dem Jahr 1939 ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Margaret Mitchell, mit Vivian Leigh als Scarlett O'Hara und Clark Gable als Rhett Butler in den Hauptrollen, die mit zehn Oscars ausgezeichnet wurde. Berücksichtigt man die Inflation, ist Vom Winde verweht bis heute das kommerziell erfolgreichste Werk der Filmgeschichte.
Der Roman erschien am 30. Juni 1936 und wurde sogleich einer der größten Bestseller in der Geschichte der amerikanischen Literatur, bereits im Oktober waren mehr als 1 Million Exemplare verkauft worden. Margaret Mitchell überließ noch im gleichen Jahr die Filmrechte an ihrem Buch für 50.000 Dollar dem Produzenten David O. Selznick. 1939 kam die gleichnamige Verfilmung in die US-amerikanischen Kinos und wurde zu einem der erfolgreichsten Kinofilme aller Zeiten. 

1937 wurde Mitchell für ihren Roman Vom Winde verweht mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.

Inhalt: Die schöne und egozentrische Scarlett O'Hara hat während des amerikanischen Bürgerkrieges nur ein Ziel vor Augen: Den gutmütigen, älteren Nachbarn Ashley Wilkes. Da er aber schon Bräutigam seiner Cousine, der naiven Melanie ist, heiratet Scarlett aus Trotz deren Bruder Charles. Die Ehe ist nicht von Dauer - Charles fällt im Krieg. Von Tara, der Plantage ihres Vaters, zieht Scarlett nach Atlanta. Sie ist bereits zum zweiten Mal Witwe, als sie nach langem und beharrlichem Werben den Herzensbrecher Rhett Butler erhört. Aber nachdem ihre Tochter bei einem Reitunfall zu Tode kommt und Scarlett ihr zweites Kind durch eine Fehlgeburt verliert und sie ihre unerwiderte Liebe zu Ashley nicht vergessen kann, verliert sie auch Rhett, den sie endlich lieben gelernt hat. Aber da ist immer noch Tara. Es ist die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges, der Sklavenbefreiung und einer Welt im Umbruch.

·Ursprünglich hieß die Protagonistin „Pansy O’Hara“ und die Plantage „Tara“ trug den Namen „Fontenoy Hall.“[

·Der Plantagenname „Tara“ stammt von dem gleichnamigen Hügel Tara, dem sagenumwobenen Sitz der irischen Hochkönige und deutet die fortdauernde Verbundenheit der europäischen Auswanderer mit ihrer alten Heimat an.

·Der Titel des Buches sollte zuerst „Tote Your Heavy Bag“ oder „Tomorrow is Another Day“ lauten. Der letztlich verwendete Titel „Gone with the Wind“ stammt aus dem Gedicht „Cynara“ von Ernest Dowson.

Fortsetzungen:
Unter dem Titel Scarlett erschien 1991 ein Roman von Alexandra Ripley, der eine Fortsetzung des Roman darstellt, autorisiert von Margaret Mitchells Erben, ihren Neffen Joe und Eugène Mitchell, die für die Fortsetzungsrechte eine Umsatzbeteiligung an Scarlett erhielten. Die Handlung spielt in den 1870er Jahren in Atlanta und in Irland. Hauptfigur ist wieder Scarlett O'Hara. Alexandra Ripleys Roman wurde im Jahr 1994 in der Form einer Mini-Fernsehserie mit vier Folgen von je 90 Minuten verfilmt.

2007 erschien der Roman Rhett von Donald McCaig, der die Geschichte aus Sicht des Protagonisten Rhett Butler schildert und ebenfalls von Mitchells Erben autorisiert wurde.

 

 

Internationaler Frauentag

Die Geschichte des 8. März - es gibt mehrere

Vielleicht haben sie aber auch miteinander zu tun

Es gibt mehrere auslösende Ereignisse, die dazu geführt haben, dass der 8. März zum Internationalen Frauentag ernannt wurde.

I. Als historische Wurzel für die Entstehung des 8. März gelten die Proteste New Yorker Textilarbeiterinnen, die erstmals am 8. März 1857 (spontan) auf die Straße gingen und gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen und für gleichen Lohn demonstrierten. Die Polizei habe diese Demonstration gegen niedrige Löhne und unzumutbare Arbeitsverhältnisse blutig niedergeschlagen, zahlreiche Frauen sollen bei diesem Einsatz ums Leben gekommen sein.
II.
Fünfzig Jahre später, am 8. März 1908, traten Tabak- und Textilarbeiterinnen in den Streik und protestierten für bessere Arbeitsbedingungen, für ein Frauenwahlrecht, für kürzere Arbeitszeiten und höhere Löhne.
III.
Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin schlug auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Frauentages vor, ohne jedoch ein bestimmtes Datum zu favorisieren. Einige Monate später wurde am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz der erste Frauentag gefeiert. Mit der Wahl des Datums wurde der revolutionäre Charakter des Frauentags hervorgehoben, denn der Vortag, der 18. März, war der Gedenktag für die Gefallenen während der Märzrevolution 1848. Außerdem hatte auch die Pariser Commune 1871 im März begonnen.
IV.
Am 8. März 1917 - nach russischem (julianischem) Kalender der 23. Februar - streikten in Sankt Petersburg die Arbeiter- und Soldatenfrauen des armen Stadtviertels Wyborg und lösten damit die Februarrevolution aus. Zur Ehre der Rolle der Frauen in der Revolution wurde auf der Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen 1921 in Moskau auf Vorschlag der bulgarischen Delegation der 8. März als internationaler Gedenktag eingeführt. Nach anderer Darstellung war es nach Aufforderung von Alexandra Kollontaj und anderen Vorkämpferinnen Lenin, der in diesem Jahr, 1921, den 8. März zum "Internationalen Frauentag" erklärte.

Nachdem die Frauen in mehreren europäischen Ländern, u.a. in Deutschland und Österreich, das allgemeine Wahlrecht erstritten hatten, wurde der Frauentag nach dem Ersten Weltkrieg vermehrt dazu genutzt, auf soziale Probleme aufmerksam zu machen. In Deutschland forderten die Frauen Arbeitszeitverkürzungen ohne Lohnabschläge, eine Senkung der Lebensmittelpreise, eine regelmäßige Schulspeisung und den legalen Schwangerschaftsabbruch. Da die sozialistische Bewegung an der Entstehung des Frauentages maßgeblichen Anteil hatte, wurde er zwischen 1933 und 1945 verboten. Stattdessen wurde der Muttertag, der dem nationalsozialistischen Frauen- bzw. Mutterideal eher entsprach, in den Rang eines offiziellen Feiertages erhoben.

1975 richteten die Vereinten Nationen erstmals am 8. März eine Feier aus. Im Dezember 1977 beschloss die Generalversammlung der UN, das Datum als Internationalen Frauentag anzuerkennen.

Quelle: http://8-maerz.de


Wo ist der Internationale Frauentag bereits ein Feiertag?

In vielen Ländern ist der 8. März seit langem ein Feiertag, in Armenien, Aserbaidschan, Bulgarien, Burkina Faso, Georgien, Kasachstan, Kirgisistan, Kuba, Mazedonien, Moldawien, in der Mongolei, in Russland, Serbien, Tadschikistan, in der Ukraine, in Usbekistan, Vietnam und Weißrussland. In China ist der Nachmittag für Frauen arbeitsfrei. In der DDR übrigens nicht.
Der russische Weltfrauentag ist eine Kombination aus Valentins- und Muttertag: Als Nationalfeiertag ist der Weltfrauentag in Russland arbeitsfrei. Alle, die mit russischen Frauen geschäftlich oder privat zu tun haben, sollten sich den 8. März gut merken. Denn nicht nur Geliebte, Ehefrauen, Mütter und Verwandte, sondern auch russische Geschäftspartnerinnen oder Arbeitskolleginnen sind es gewohnt, am 8. März wenigstens eine kleine Aufmerksamkeit zu bekommen. Für 91% der russischen Frauen und 82% der russischen Männer ist der Weltfrauentag am 8. März ein wichtiger persönlicher Feiertag. Dies ergab die im Februar 2008 durchgeführte Umfrage des Russischen Zentrums für Meinungsforschung (WZIOM). Die meisten Russen (45%) feiern den 8. März Zuhause an einem reich gedeckten Tisch. 18% sind bei Freunden eingeladen. Nur 3% planen ein Restaurantbesuch.

 

 

 

Woher kommt das Wort OSTERN?

Ostern leitet sich von dem Begriff "Ostara" (Osten), "Eostre" oder "Eoastrae" ab, dem angelsächsischen Namen der teutonischen Göttin der Morgenröte, vom Frühling und der Fruchtbarkeit, der Braut des jungen Maigrafen (Freyr - Freyja).
Zum Fest der Göttin Ostara wurde die frische, grünende Erde und die Liebe (Morgenröte) gefeiert. Die Tage sind länger als die Nächte und der Frühling hat sich gegenüber dem Winter durchgesetzt.
Zu Ostara wurde auch der Schwerttanz getanzt der den Kampf des Sonnengottes mit den Wintermächten und deren Niederlage versinnbildlichen sollte.
Zu Ostarun (althochdeutsch Ostern) wurden wahrscheinlich als Opferbrauch Eier vergraben, Eier verschenkt und gegessen.
Das heidnische Fest der Ostera wurde wie andere germanische Festtage mit christlichen Gewand ummantelt, um das Heidentum in den Köpfen der Menschen in Vergessenheit geraten zu lassen.
In den romanischen Sprachgebieten läßt sich die Verbindung zum Passahfest in dem Wort für das Osterfest finden ( französisch: paques )
Ostern ist das theologisch bedeutendste Fest der Christenheit. Es erinnert an die Auferstehung Jesu.
In der christlichen Lehre kommt die Ableitung Ostern von Osten. Die Blicke der Frauen, die zuerst am leeren Grab Jesu standen richteten sich nach Osten zum Sonnenaufgang/Morgenröte ( lat
einisch aurora ), denn sie glaubten Jesu kommt von dort auf die Erde zurück.
Deswegen sind die Kirchen nach Osten ausgerichtet erbaut worden.
Nach der christlichen Forschung leitet sich Ostern auch evtl. von der christlichen Bezeichnung für die Osterwoche "in albis" ab, die man fälschlicherweise als Plural von "alba" (= Morgenröte) verstand und mit dem althochdeutschen "eostarun" wiedergab.


Osterbräuche

Früher war es üblich, Schulanfängern das ABC aufzuschreiben, es kleinzuschneiden und mit ihrem Karfreitagsei zusammen zu servieren.

Lausitz
Außer den Dänen im Norden Deutschlands gibt es im äußersten Südosten, in der Lausitz und im Spreewald noch eine weitere Minderheit- die Sorben. Eine eigene Sprache, zweisprachige Orts- und Straßenschilder, sorbische Schulen, Kultur und wunderschöne Oster-Bräuche haben sich bis heute erhalten. Neben dem traditionellen Osterreiten gibt es auch noch das Waleien, ein in meiner Kindheit noch oft gespielter Brauch, den ich jetzt bei meinen Kid`s auch wieder mobilisieren werde. "Das Waleien (sorb. walkowanje) ist ein sorbischer Osterbrauch, der heute noch in einigen Dörfern des Bezirkes Cottbus gepflegt wird und dem ursprünglich ein Fruchtbarkeitszauber zugrunde liegt. Man glaubte früher nämlich, durch das Kullern von Eiern über Wiese und Feld im Frühjahr Wachstum und Gedeihen der Saaten günstig beeinflussen zu können. In den meisten Orten wird dazu eine kleine Grube mit abschüssiger Bahn ausgehoben, die bis 1,5 m breit und bis 3 m lang ist und am Ende des Gefälles eine Tiefe von etwa 30-40 cm hat.
In verschiedenen Gegenden der Niederlausitz trifft man auch eine andere Form der Waleien: eine mit viel Geschick errichtete Sandaufschüttung von verschiedener Form mit schiefer Ebene. Darauf sind oftmals - ebenfalls aus Sand - ornamentartige Hindernisse angebracht. Meist gab es mehrere "Waleien" in einem Ort. Solche "Waleien" dienten bis in die dreißiger Jahre z.T. auch Jugendlichen und Erwachsenen zur Geselligkeit wie z. B. in den sog. Spielbergen in Lübben (Spreewald).
Die Spielregel: Der erste Spieler legt ein Ei in die Grube. Der nachfolgende Spieler muß versuchen, mit seinem in die Grube kullernden Ei das erste Ei zu treffen. Verfehlt er es, so bleibt auch sein Ei dort liegen und der nächste Mitspieler ist an der Reihe.
Trifft er es, so darf er das getroffene Ei behalten und sein Ei wieder herausnehmen oder er bekommt – so ist es allgemein üblich – ein Geldstück oder ein Bonbon. Außerdem darf er das Spiel solange fortsetzen, bis es ihm mißlingt.
Da natürlich nicht alle Mitspieler treffen, sammeln sich oft mehrere Eier in der Grube an. Es kommt aber auch vor, daß ein Spieler mehrere Eier zugleich trifft, wofür er entsprechend honoriert wird. Wenn alle Ostereier der Mitspielenden in der Grube liegen, beginnt das Spiel von Neuem. Um den Eifer der Kinder zu erhöhen, steckten die Erwachsenen oftmals kleine Münzen in die Bahn. Derjenige, der sie mit seinem Ei berührte, durfte sie an sich nehmen. "
Wir haben als Kinder dieses Spiel mit von uns selbst bemalten (hartgekochten!) Eiern auf einer normalen glatten, leicht abschüssigen Fläche gespielt. Die erspielten Eier wurden dann als Wegzehrung meist auf dem Nachhauseweg verspeist. Ein Ei in eine gewünschte Richtung zu kugeln ist ein ausgesprochen schönes Spiel!

Hamburg
In der Nacht von Karsamstag auf den Ostersonntag werden in Hamburg entlang des Elbstroms Osterfeuer angezündet, die man sich bei einer Bootstour bequem anschauen kann.

Böhmen
Dort durfte wegen der Hexengefahr Karfreitag kein Brot gebacken werden.

Ostfriesland
auch hier werden Eier einen Abhang hinab gerollt

in den Alpen
werden riesige Feuerräder aus Reisig mittels Balancierstangen von den Berggipfeln in die Täler gerollt

Österreich
Am Gründonnerstag (Antlaßtag) wird vermehrt Grünes gegessen (z.B. Spinat, Kräutersuppe). An diesem Tag gelegte Eier gelten als glücksbringend und unheilabwehrend (Antlaßeier);
Sehr verbreitet ist das Ratschengehen. Der Karfreitag (Feiertag für Evangelische) wird vielfach als Fasttag gehalten, um 15 Uhr wird auch in manchen öffentl. Bereichen eine Gedenkminute an den Tod Christi gehalten. In der Osternacht (auf Ostersonntag) findet die kirchl. Auferstehungsfeier statt, beginnend mit der Feuerweihe vor der Kirche. Häufig wird das Osterlicht auch nach Hause getragen. Osterfeuer auf den Bergen sind in den Bundesländern Kä., Stmk., Ti., NÖ. und Bgld. verbreitet. Am Ostersonntag werden in der Kirche Speisen (Schinken, Eier, österliches Backwerk) geweiht. Am bekanntesten sind die vom "Osterhasen gelegten" gefärbten oder verzierten Ostereier, mit denen oft "gepeckt" wird (mit dem eig. Ei das des Gegners eindrücken). Kinder erhalten kleine Geschenke (Eier, Süßigkeiten), die meist "vom Osterhasen" versteckt werden. Am Ostermontag fanden früher oft Flurbegehungen ("Emmausgehen" in NÖ. und in der Stmk.) statt.


Möhrencremesuppe mýt feinen Klößchen

Zutaten: ( für 4 Personen )

Für die Suppe:
400g Möhren
250g Kartoffeln
1 kleine Zwiebel
Saft von einer halben Zitrone
750 ml Gemüse- oder Fleischbrühe
250 ml Weißwein
50g Butter
125 ml Sahne
Zucker, Salz, Pfeffer
frischer Schnittlauch

Für die Klößchen:
200g Frischkäse
1 kleines Ei
50g Paniermehl
Salz, Pfeffer, Muskat

Für die Suppe Möhren, Kartoffeln und Zwiebeln schälen und grob würfeln.
Unter Rühren in der Butter anschwitzen, dann Zitronensaft, Wein, Brühe und Zucker zugeben und ca. 25 Minuten köcheln lassen.
Sahne hinzugießen und mit dem Pürierstab fein pürieren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Für die Klößchen den Frischkäse mit dem Ei, den Gewürzen und dem Paniermehl vermischen.

 

 

 

Herzlich Willkommen

Wir begrüßen den neuen Leiter der Friedrich Ebert Stiftung Herrn Michael Meier in Istanbul und wünschen ihm viel Erfolg für seine Arbeit hier und der gesamten Türkei.


Leserbrief

EINMAL BULGARIEN - UND NICHT ZURÜCK!

Unser Tipp: Hören Sie nicht auf gut gemeinte Ratschläge!

Wir, zwei sehr neue und Türkei unerfahrene Frauen, haben den Ratschlägen vertraut und haben es leider bereuen müssen.
Im August 2009 reisten wir zusammen mit unseren Männern in die Türkei ein. Wir alle vier hatten ein Visum von 30 Tagen zur Erteilung der Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis. Wer die türkische Bürokratie kennt, weiß, dass diese Zeitspanne nicht einmal ausreicht, um für den berufstätigen Partner diese Papiere zu bearbeiten und zu bewilligen, geschweige denn auch noch für die mitausreisenden Ehegattinnen.
So liefen denn auch die Visa unserer Männer ab bevor sie ihre Papiere hatten. Weil sie aber dringend an einem Istanbuler Gymnasium als Lehrer benötigt werden, drückte die türkische Bürokratie ein Auge zu.
Anders bei uns Ehefrauen. Hier entwickelte sich die Prozedur zum Krimi. Montags lehnte die zuständige Behörde die Aufenthaltserlaubnis mit der Begründung ab, das Visum sei abgelaufen. Gleichzeitig bekamen wir den Rat, das Land nach Bulgarien oder Griechenland zu verlassen und mit einem Touristenvisum wieder einzureisen. Dies war wohl bisher gängige Praxis.
Gesagt, getan! Am Wochenende darauf starteten wir unsere Exkursion nach Bulgarien. An der Grenze wurde unser Fall von einem sehr reservierten türkischen Zollbeamten bearbeitet. Er ließ uns die Wahl: Entweder Zahlung einer Strafe und ein dreimonatiges Einreiseverbot in die Türkei oder Verweigerung der Strafe und ein vierjähriges Einreiseverbot. Wir zahlten die Strafe und waren völlig schockiert.
Da standen wir nun an der bulgarischen Grenze, Wäsche zum Wechseln für eine Nacht. Wir versuchten es zunächst noch an einem Grenzübergang in Griechenland, doch vergebens. Wir Frauen waren bereits auf der “Schwarzen Einreiseverbotsliste“ und konnten nicht mehr zurück in die Türkei.
Also mieteten wir uns in ein Hotel in Alexandroupolus ein und unsere Männer fuhren zurück nach Istanbul, um uns am nächsten Tag Wäsche für eine längere Zeit im Exil zu bringen, denn wir mussten zunächst davon ausgehen, die Türkei für drei Monate zu verlassen.
Das Deutsche Generalkonsulat in Istanbul, die Deutsche Botschaft in Ankara, die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, das Außenministerium in Ankara – alle nur möglichen Behörden und Institutionen wurden eingeschaltet, um die Situation zu klären. Komplikationen ergaben sich aus der Tatsache, dass nur das türkische Innenministerium uns von der Schwarzen Liste streichen konnte. Dies erwies sich als bürokratisch äußerst schwierig, da das türkische Außen- und Innenministerium zusammen-arbeiten mussten.
Letztendlich hat es dann dank der Hilfe aller, auch des türkischen Schulleiters des Gymnasiums nach 12 Tagen geklappt und wir konnten zurück nach Istanbul. Auch das türkische Konsulat in Komotini erwies sich als hilfsbereit.
Die Frage bleibt: Was wäre gewesen, wenn wir nicht den Rückhalt all dieser Institutionen gehabt hätten? Säßen wir dann immer noch in Griechenland?

Deshalb: Hören Sie nicht auf gut gemeinte Ratschläge, sondern gehen Sie bei ähnlichen Problemen rechtzeitig und direkt zum Deutschen Generalkonsulat und lassen sich dort beraten.

Namen sind der Redaktion bekannt


Nýcht Vergessen - Sommerzeýt

In der Nacht vom 27. zum 28. März beginnt in diesem Jahr die Sommerzeit und die Uhr wird um eine Stunde zurückgestellt.


Lammert setzt sich für Religionsfreiheit der Christen in der Türkei ein

In einem Schreiben an seinen türkischen Amtskollegen Mehmet Ali Þahin setzt sich der Bundestagspräsident Norbert Lammert für die Reli-gionsfreiheit der Christen in der Türkei ein. In einem Brief an den türkischen Parlamentspräsidenten Mehmet Ali Þahin bedankt sich Lammert für die Ein-ladung zur Eröffnung der Kulturhauptstadt Istanbul, an der er im Januar teilgenommen hatte.
‘’Bestärkt durch die bemerkenswerten Worte von Ministerpräsident Erdogan, in Istanbul könne jede Kultur ihre eigene Identität finden, verbinde ich mit diesem Dank zugleich meine Hoffnung auf einen wachsenden Ehrgeiz der verantwortlichen türkischen Behörden, die freie christliche Religionsausübung in der Türkei zu schützen“, schreibt Lammert und apelliert an Þahin, „sich mit den Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln für das Recht der Kirchen, über die vorhandenen Gotteshäuser als eigenen Besitz zu verfügen und ihre Religion frei zu praktizieren“, einzusetzen.

Dabei spricht Lammert besonders das Kloster Mor Gabriel (wir berichteten) sowie die Marienkirche in Diyarbakir und das Pilgerzentrum in Tarsus an. In all diesen Fällen müssten den Ankündigungen noch Maßnahmen folgen.
Außerdem lud Lammert den türkischen Parlamentspräsidenten zu einer trilateralen Konferenz mit dem ungarischen Parlamentspräsidenten im September 2010 nach Essen ein.

http://www.migazin.de/


Pressemitteilung

Bundesminister Westerwelle startet Deutsch-Kampagne

Heute startet die weltweite Kampagne „Deutsch - Sprache der Ideen“. In einer Auftaktveranstaltung im Berliner „Radialsystem“ sprechen Bundesaußen-minister Guido Westerwelle und der Präsident des Goethe-Instituts Klaus-Dieter Lehmann. Dazu erklärte Bundesminister Westerwelle heute (25.02.2010):
„Deutsch ist die Sprache im Herzen Europas. Keine andere Sprache ist in Europa für mehr Menschen Muttersprache. Sie ist der Schlüssel zu über 350 deutschen Universitäten und Hochschulen, zur größten Volkswirtschaft Europas. Mit unserer heute beginnenden Kampagne wollen wir jungen Menschen Lust machen, Deutsch zu lernen.

Deutschland steht für Technologie und Design, Kreativität und Qualität. Der Standort Deutschland ist international gefragt. Die deutsche Sprache bietet Chancen für eine Ausbildung in einem der besten Bildungssysteme der Welt. Sie ist der Zugang zur deutschen Literatur, Musik, Philosophie und Wis-senschaft, zum Reichtum großer europäischer Kulturtraditionen – und nicht zuletzt der Schlüssel zur Verwirklichung der eigenen Ziele und Ideen.“


Der Schweizer Club Istanbul

Die Geschichte
Schon in den dreißiger Jahren, zu Zeiten als Istanbul noch Konstantinopel war, trafen sich Schweizer Geschäfts- und Handelsmänner regelmäßig zum Circle Helvetica. Hierbei handelte es sich um eine reine Männergruppe, die sich bei Bier und Stumpen im vereinseigenen Lokal im noblen Geschäftsviertel Beyoðlu traf. 1931 wurde daraus ein offizieller Verein, der unter dem Namen Schweizer Club Istanbul ins Vereinsregister eingetragen wurde.
1965 verkauften die Schweizer das Vereinslokal. Die Glanzzeiten des einst so edlen Quartiers, wo damals die europäischen Mächte ihre Botschaften einrichteten, wo einst Könige und Taschendiebe flanierten, wo die mondäne Welt quoll und das Leben pulsierte, waren vorbei.

Heute
Seitdem hat sich im Schweizer Club viel verändert. Die veralteten Statuten wurden unserer multikulturellen Gesellschaft angepasst. Der Schweizer Club, leider noch immer ohne ein eigenes Vereinslokal, ist dennoch eine wichtige Anlaufstelle für seine Mitglieder. Der Verein übernimmt mit seinem Netzwerk eine wichtige Aufgabe, die besonders dazu dient, die sozialen und kulturellen Kontakte unter Schweizern und Freunden der Schweiz zu ermöglichen.

Das Komitee
Ende Januar 2010 fand im Mövenpick Hotel die Generalversammlung des Schweizer Club Istanbuls statt. Von insgesamt 185 Mitgliedern nahmen 40 Mitgliedern teil und wählten das Komitee für die nächsten zwei Jahre:
Andreas Schori (Präsident)
Corina Bilhan (Vizepräsidentin)
Erich Ruppen (Sekretär)
Genevieve Beygo (Buchhalterin)
Edith Heidelberger (Mitglied)
Das Komitee wird auch in dieser Vereinsperiode die traditonellen Feste und Feiern aufrecht erhalten und freuen uns, vielleicht auch Sie an unseren Anlässen begrüssen zu dürfen und zusammen gemütliche und ungezwungene Stunden zu verbringen.

Geplante Anlässe:
März 2010             Einladung zur  Original Schweizer Käse Fondue Party im Istanbul Yelken Kulübü in Fenerbahçe
April 2010             Einladung zum Frühlings- und Osterfest in Parc d’Union Française in Tarabya
Mai/Juni 2010      Schifffahrt auf dem Bosporus

 

Aufbau einer Schweizer - Türkischen Community in Istanbul
Anfang Februar wurde Corina Bilhan vom Dialog Institut Zürich im Rahmen der Schweizer - Türkischen Gesprächskreisen eingeladen, zum Thema „Schweizer in der Türkei - Alltag, Probleme, Erfahrungen“ zu referieren.
In der anschließenden Diskussionsrunde wurde deutlich, dass das Verhältnis zwischen den beiden Ländern zwar gut, wenn auch nicht immer einfach ist. Themenbereiche wie die Kurden- oder Armenierfrage, die Beschuldigung des Völkermordes an den Armeniern sowie jüngst das Minarettenverbot in der Schweiz weisen eine spezielle Sensibilität auf. Sie haben sich verschiedentlich auf die bilateralen Beziehungen ausgewirkt. Um den Entgegenzusteuern und die bestehenden Beziehungen in Gesprächen und gegenseitigem Kulturverständins wieder zu stabilisieren, sind künftig gemeinsame Veranstaltungen in der Schweiz und vor allem in der Türkei geplant.

Weitere Informationen unter: www.swissclub-istanbul.org
oder telefonisch bei Corina Bilhan, 0544 / 505 57 50


Istanbul holt weiter auf

Die türkische Metropole Istanbul will sich international als Modestandort profilieren und konnte mit ihrer soeben zu ende gegangenen zweiten Ausgabe der Fashion Week weiter an Renommee gewinnen. Wie die Organisatoren der Modewoche mitteilen, kamen zwischen dem 3. und 6. Februar über 31.000 Besucher in die Stadt am Bosporus, um sich über die neuesten Trends vor allem türkischer Anbieter zu informieren. Zur Premiere des Events im September vergangenen Jahres wurden noch etwas mehr als 22.000 Besucher vermeldet, so dass die Verantwortlichen sicherlich nicht übertreiben, wenn sie stolz von einem „Beweis für die höchst lebendige Modeszene in der Türkei“ sprechen, der die Modewoche erbringe.
Zu den Besuchern zählten auch viele internationale Einkäufer, vor allem von Boutiquen und Modegeschäften aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Japan und Russland. Zudem seien mehr als 200 Modejournalisten aus der ganzen Welt registriert worden, darunter viele internationale Fernsehstationen wie TV4, TV5, Style TV, InFashion TV sowie die deutschen Fernsehsender WDR und ZDF und das österreichische ORF, so die Organisatoren von der Istanbul Moda Academy (IMA) und dem türkischen Textilverband ITKIB.
Neben vielen türkischen Designern wie Arzu Kaprol, Bahar Korcan, Hakan Yildirim, und Özlem Süer zeigten auch einige internationale Labels ihre Kreationen auf dem 20 Meter langen Laufsteg in der „Santral Istanbul“, einem alten Kraftwerk aus der Zeit des Osmanischen Reiches. Zu den internationalen Gästen zählte in diesem Jahr auch die Kölner Designerin Eva Gronbach, die durch ihre Recycling-inspirierten Entwürfe aus groben Stoffen und Seidenapplikationen zu beeindrucken wusste.

Insgesamt konnte die Istanbul Fashion Week ihre internationalen Gäste durchaus beeindrucken und sich so zu einer ernstzunehmenden Alternative zu den klassischen Modestandorten aufschwingen. Dabei ist es den Organisatoren besonders wichtig, in Zukunft nicht nur als Produktionsland, sondern auch als Designschmiede wahrgenommen zu werden.

Noch gilt Istanbul zwar noch nicht als Top-Standort, die Türken sind sich ihrer Sache jedoch sehr sicher und wollen nun Schritt für Schritt weiter wachsen. ITKIB-Präsident Hikmet Tanriverdi ließ zum Ende der Modewoche bereits bereits verlauten: „Wir sind ein Zentrum der Mode und werden mit unserer innovativen Mode erfolgreich sein“. Ein Plan, der auch politisch Unterstützung findet. So konstatierte der türkische Minister für Außenhandel, Zafer Caglayan, selbstbewusst: „Wir wissen, dass wir erfolgreich sein werden, wobei wir auch wissen, dass diese Ziele sehr ambitioniert aber erreichbar sind.“
Ob man diesen hoch gesteckten Zielen tatsächlich näher kommt und wenn ja wie schnell, wird sich bereits zur nächsten Ausgabe der Istanbul Fashion Week abzeichnen. Die ist bereits für Mitte August 2010 angekündigt.

http://www.fashionunited.de

 

Venedig in Istanbul

Da heißt es immer: Dessous kann man nur in Frankreich richtig auf den Laufsteg bringen. Wer allerdings die Show von Suwen International in der türkischen Hauptstadt Istanbul gesehen hat, der wurde eines Besseren belehrt, denn die Dessous Show war ein Knaller.
Scharfe Wäsche in Istanbul – das hört sich vielleicht etwas befremdlich an, aber nicht nur die Wäsche konnte sich sehen lassen. Karneval in Venedig – so hieß das Motto der Designer und entsprechend waren auch die Models kostümiert. Bunt, verschwenderisch und üppig in tollen Masken, mit Federn und in tollen Farben entführte die Show die Zuschauer nach Venedig.
Besonders die Farben waren ein Traum. Leuchtendes Rot, verführerisches Lila, Royalblau und ein sattes Türkis, kombiniert mit unschuldigem Weiß und verruchtem Schwarz. Glitzernde Push-up BHs und sexy geschnittene Pantys wurden zu weiten Schals getragen. Korsagen in wilden Mustern, verziert mit roten Schleifen und Sets als Neckholder, mit zarten Slips in Altrosa und feiner Stickerei. Aber auch der Klassiker in Sachen Dessous, Rot in Kombination mit Schwarz kam nicht zu kurz. Auffallend waren die vielen schönen Details. Zum Beispiel der BH als Triangel, in einem wunderschönen Türkis und einem Höschen was mit silbernen Kettchen verziert war. Gewagt waren auch die Tangas in Netzoptik oder das Ensemble aus BH und String aus hauchzarter weißer und schwarzer Spitze.
Natürlich durften auch die Dessous für die Braut nicht fehlen: In strahlendem Weiß und mit winzig kleinen Kristallen verziert, passend dazu die halterlosen Strümpfe mit einem zarten Spitzenrand. 

Dessous aus Istanbul müssen sich längst nicht mehr hinter den Dessous aus Paris oder Mailand verstecken!

http://www.fashion-insider.de/

 

 

Kleinanzeigen

finden Sie wie immer unter: www.info-istanbul.info