Infobrief - online                             November 2007

 

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„Wir kommen Euch mal in Istanbul besuchen!“ – so verabschieden sich Freunde und Bekannte von uns, wenn wir nach dem „Alte-Heimat-Urlaub“ zurück in die Türkei fliegen. (Tatsache ist jedoch, dass schlussendlich doch nur wenige Freunde das auch wirklich so meinen oder es dauert eine gewisse Zeit, bis sie dieses Vorhaben in die Tat umsetzen. Für uns ist es aber einmal mehr eine freudige Abwechslung, wenn Besuch aus Almanya kommt.)

Bei meiner Freundin dauerte es über zehn Jahre, bis sie sich entschlossen hat, mich in Istanbul zu besuchen. Dabei hat der Besucher doch die einmalige Gelegenheit, in ein fremdes Land oder eine Stadt zu reisen und dort Freunde zu besuchen, die dort heimisch sind! Die Vorzüge gehen über private Unterkunft mit Verpflegung, hin zu 24-Stunden Betreuungs- und Unterhaltungsprogramm, Stadtführung inklusive und das mit allen gesammelten Insider-Tipps der letzten Jahrzehnte!

Meine Freundin hat mir vor ihrer Ankunft per Mail mitgeteilt, dass sie sich überhaupt nicht über Istanbul informiert hätte und sich ganz auf ihre persönliche und private Betreuungs- und Unterhaltungsmanagerin, sprich mich, verließe. Gewissenhaft, dass ich auch keine Sehenswürdigkeit vergessen würde, stellte ich uns ein 7-Tage-Programm zusammen. So führte ich sie sicher auf den Galataturm (und wieder hinunter), in Moscheen, nicht nur in Sultan Ahmet, auf die Prinzeninseln, vorbei an den europaweit bekanntesten Malls und Millionen Einkaufsgelegenheiten für Souveniers und Mitbringsel für die Daheimgebliebenen. Auch auf der Speisekarte befindet sich kaum noch ein Gericht, welches sie nicht gekostet hat (ausser vielleicht Sachen wie Kokoreç, Ýþkembe, was ich nicht mal übersetzen möchte).

Für ein paar Tage also entführte ich meine Freundin in mein neues Heimatland, in die Stadt voller Gegensätze und mit sehr vielen unterschiedlichen Menschen.

Beim Abschied am Flughafen war sie sehr ruhig und meinte, sie müsste nun alles erst einmal verarbeiten, diese vielen Eindrücke, das Menschengewirr, diese gigantische Metropole Istanbul.

Ob sie das positiv oder negativ ausgelegt hat, weiss ich bis heute noch nicht so genau. Oder meinte sie eigentlich etwas ganz anderes? Hatte ich ihr Türkeibild verändert? Mit welchen Vorstellungen ist sie in diese, für sie fremde, Stadt gekommen - welche nimmt sie mit nach Hause?

Was wird sie von Istanbul erzählen? War ich ein guter Botschafter für die Türkei? Wovon wollte ich sie überzeugen? Was wollte ich ihr klar machen?

Manchmal weiss ich es selber nicht!

* * *

Vielleicht habe ich sie mit meinem Programm doch etwas überfordert? Hätte ich meiner Freundin doch nicht sooo viel Türkisch auf einmal zumuten dürfen? Falls ich nochmals Gelegenheit bekommen sollte, werde ich meine fürsorgliche türkische Gastfreundschaft mit einem Touch Internationalität mischen und das Programm mit IKEA-, REAL-Markt-, Media-Markt-, C&A-, Deichmann-Besuchen ergänzen und nicht zu vergessen: die Kaffeepausen bei Tchibo, Starbucks oder Gloria Jeans.

Corina Bilhan für

DAS BRÜCKE – Team
 

 

 

In eigener Sache

Heute die BRÜCKE schon gelesen?

Sehr geehrte Leserinnen und Leser unseres BRÜCKE-Infobriefes,

Jeden Monat wollen wir diesen mit interessanten Berichten, Artikeln und aktuellen Beiträgen für alle zum deutschen Höhepunkt werden lassen.

Unsere ca. 400 Mitglieder, die aus ganz verschiedenen Gründen bei uns Mitglied sind und sehr unterschiedlich sind, zahlen für die regelmässige Zustellung jährlich 75 YTL.

Vielleicht wollen aber auch Sie zu unseren speziellen Förderern werden und uns mit einer Spende unterstützen; freuen würde sich unser Kultur- und Wohltätigkeitsverein darüber sehr und die Spende käme an die richtige Adresse, um besonders unsere Wohltätigkeitsarbeit zu unterstützen.

Bleiben Sie unsere Leser und Leserinnen!

Mit herzlichen Grüssen, Ihr BRÜCKE-Team

P.S.: Spendenquittung wird ausgestellt.


Jahresbeitrag 2007 / 2008
Der Jahresbeitrag für die regelmässige Zustellung der Infobriefe resp. Fördermitgliederbeitrag für die Saison 2007/2008 beträgt 75 YTL.
Wir bitten Sie, diesen Beitrag bis spätestens zum Deutschen Weihnachtsbasar zu entrichten. Falls Sie den Termin nicht einhalten können, bitten wir Sie, sich bei uns zu melden, ansonsten erhöht sich der Beitrag auf 85 YTL.
Den Jahresbeitrag können Sie wie immer an den auf Seite 2 angegeben Stellen begleichen, auch haben Sie die Möglichkeit, diesen bei BRÜCKE-Veranstaltungen abzugeben.
Sie erhalten Ihre persönliche Mitgliederkarte, mit der Sie in vielen Geschäften einen Sonderrabatt erhalten. Eine Liste dieser Läden finden Sie in unserem Infoheft.


Bauchtanz-Workshop entfällt

Unser zweimaliger Aufruf bzgl. der Organisation eines Bauchtanz-Workshops stiess leider nur auf wenig Interesse. Aus diesem Grund entfällt der geplante Kursus. Wir bitten um Verständnis.


BRÜCKE – KULTURFORUM

Das BRÜCKE-Kulturforum hat im Oktober drei Veranstaltungen angeboten, die ein nettes Zusammentreffen und interessante kulturelle Einblicke ermöglichten.

Die Anzahl der Veranstaltungen wird von Monat zu Monat unterschiedlich sein, und wir hoffen ein breites Spektrum an Kulturveranstaltungen zu bieten. Wir freuen uns über jede Person, die sich unseren kulturellen Abenteuern in Istanbul anschließt.


Kurznachricht per Mail oder SMS

In dringenden Fällen oder bei kurzfristigen Hinweisen zu Veranstaltungen haben wir die Möglichkeit, Ihnen die Informationen per Email u/o SMS zu übermitteln. Sollten Sie noch nicht auf der Empfängerliste sein, geben Sie im Büro Ihre E-Mailadresse und Handy-Nummer an, damit wir Ihnen auch schon gleich nach der Fertigstellung eine Zusammenfassung des Infobriefes zustellen können.


Mitgliederdatenbank auf unserer Homepage

Unsere Mitglieder werden in Kürze die Möglichkeit haben, ihre persönlichen Daten (Anschrift, Interessen und Hobbies, evtl. auch private Dienstleistungsangebote) in der Datenbank online zu verwalten.

Für Mitglieder sind zudem umfangreiche Suchmöglichkeiten nach anderen Mitgliedern vorgesehen; alte und neue Freunde wiederfinden, Netzwerke und Interessengemeinschaften aufbauen sind nur zwei Möglichkeiten, die Datenbank zu nutzen.

 

 

 

Mein persönlicher Brückenschlag

 

 

 

Rückblicke

BRÜCKE-Eröffnungsbrunch im Litera Teras Restaurant

Obwohl die Arbeit im BRÜCKE-Büro schon seit längerem wieder auf Hochtouren läuft, fiel am 17.10.2007 mit dem Eröffnungscocktail im Litera Teras Restaurant im Gebäude des Goethe Instituts der offizielle Startschuss für die kommende Saison. Die Örtlichkeit hätte nicht besser gewählt werden können. Schon beim Eintritt überwältigte uns der phantastische Ausblick über die Dächer von Istanbul, das Sonnenlicht durchflutete den Raum und hob die Stimmung. Dem Aufruf zum längst obligatorisch gewordenen Eröffnungskaffee waren ca. 50 MitgliederInnen gefolgt (trotz verspäteter Zustellung des Infobriefes, teilweise auch ohne Anmeldung) und man freute sich alte vertraute aber auch neue Gesichter zu entdecken. .... Brigitte Özcan


Interviews mit Multikulti

Liebe BRÜCKE-Mitglieder, Wir haben für Sie den Beitrag über die Bosporus Deutschen im Anhang* gesendet, welcher im der Türkischen Sendung von Radiomultikulti gesendet wird. Dankeschön für Ihre Hilfe und Zusammenarbeit.

Erhan Merttürk, www.multikulti.de

* Die Interviews können Sie sich anhören unter www.bruecke-istanbul.org/allg_themen.htm, Interview mit BRÜCKE-Mitgliedern


BRÜCKE-Cocktail im Barcelo
Für die Berufstätigen und Nachtschwärmer in unserer BRÜCKE-Leserschaft boten wir analog zum Eröffnungsbrunch einen Cocktail in der Pianobar des Hotels Barcelo an. Mit musikalischer Begleitmusik von Sait verbrachten wir einen wunderschönen Abend in gemütlicher Stimmung.
Der Höhepunkt des Abends war die Lesung Ingrid Ýrens - an dieser Stelle nochmals ein grosses Dankeschön an sie.


Manfred Makra: „Partituren der Stille“

Eine Ausstellung im ÖSTERREICHISCHEN KULTURFORUM in Yeniköy  vom 15.10. bis zum 31.10.07

Die „Partituren der Stille“ haben eine weite Reise zurückgelegt, um nun hier in Istanbul zu wirken. Inspiriert von seinem Japan-Aufenthalt und der Vertiefung in die Mystik und Ästhetik des Zen, hat der österreichische Künstler Manfred Makra diese Werke geschaffen. Werke, die Raum geben, Raum schaffen für neues und tieferes Sehen in eine spirituelle Weite, die Gefühle freisetzen, die Empfindungen und Erkenntnisse zulassen. Es entsteht ein Weg der Wahrnehmung über das Verlieren und Finden, über das Loslassen und das Werden - immer in der Gewissheit um eine große innere Freiheit. ... Mona Marweld-Engin


idans-Festival: Performance von Vera Mantero

Vera Mantero, geboren 1966 in Lissabon, entdeckte den Tanz in ihrer frühen Kindheit. Sie wurde eine Ballerina und arbeitete fünf Jahre mit dem Ballett Gulbenkian in Lissabon. Nach einem Aufenthalt in New York suchte sie ihre Ausdrucksfähigkeit auch in Formen des Theaters, in Sprache und Musik zu erweitern. Sie ist vermutlich die wichtigste Choreographin der Tanzszene Portugals in den neunziger Jahren. ... Mona Marweld-Engin

Persönlicher Rückblick eines Mitglieds: ATROCE …. Immer noch schwingt dieses Wort aus dem ersten von drei Solos in mir nach – 3 Tage nach der Aufführung. Erster Akt: Vera splitternakt im Scheinwerferkegel, auf, wir spekulieren, Einhorn– oder Teufelsfüßen? das Gleichgewicht balancierend.
Un Chargrin – une tristesse – une tète tranchée - Kummer, Traurigkeit, Kopflosigkeit – Zeitthemen tänzerisch, ich finde eher in perfekter Körper-Pantomime, im wahrsten Sinne ‚hüllenlos’ dargestellt.
Bühnenbild dunkel, schwarz, sind es die Schattenseiten der Menschheit im Licht zum Ausdruck gebracht? Schatten(seiten), die uns hindern (in) das Licht zu sehen? ... Soza


Studiengruppe Berlin zu Besuch im BRÜCKE-Büro

Auch die BRÜCKE versucht, ihren Beitrag zum Thema Migration zu leisten. So empfingen Biggi und Corina am 2.Oktober eine Gruppe von ca. 20 StudentInnen mit ihren ProfessorInnen und einem Filmteam von der Alice-Salomon-Fachhochschule Berlin - Fachbereich Sozialpädagogik, um ihnen Rede und Antwort zu stehen und auf unsere Situation als Migranten in der Türkei aufmerksam zu machen. Es entwickelte sich eine rege Diskussion und wir hoffen, dass hiermit ein Start für eine erfolgreiche Zusammenarbeit erfolgt ist...


Eurasia Marathon 2007

Also da haben mich die zwei doch tatsächlich überredet (Biggi und Monika) Mich - die so sportlich ist wie ein Mikadostäbchen !
Kurzentschlossen habe ich meine Tochter (13) und mich zum 29. Eurasia Marathon für den 8 km langen Volkslauf angemeldet. Was übrigens kein Problem war, da es in ganz Istanbul in fast jedem Einkaufszentrum und in sämtlichen Sporteinrichtungen eine Anmeldemöglichkeit gab.
Am Sonntagmorgen also (natürlich 1 Stunde zu früh, da ich vergessen hatte die Uhren umzustellen!) waren wir bereit. Sportlich mit bequemen Schuhen und im Zwiebellook angezogen trafen wir uns. Leider waren wegen des Marathons sämtliche Straßen gesperrt und wir taten uns etwas schwer, an den Startpunkt der Acýbadem-Brücke zu gelangen, zudem eine Teilnehmerin im Rollstuhl sitzt.... Utal


Empfang im Deutschen Konsulat Izmir

Anlässlich des Tages der Deutschen Einheit am hatte der Generalkonsul Herr Dr. Peter Kolb in das neue vorrübergehende Deutsche Konsulat Ýzmir zum Empfang eingeladen.
Seit Mai 2007 befindet sich das Konsulat im Stadtteil Balçova in einem modernen und sicheren Fertigteilgebäude. Mittlerweile sind auch die Außenanlagen begrünt, so dass sich alle MitarbeiterInnen in ihrem neuen Arbeitsumfeld merkbar sehr wohl fühlen ... Katja


Symposium am Istanbul Lisesi 27./28. Sept. 2007: Zukunft der deutschsprachigen Bildung in der Türkei

Schon vor über 100 Jahren gab es deutschsprachige Schulen in Istanbul. Deren Arbeit begann nach dem Ende des 2. Weltkriegs erst in den 50er Jahren des 20. Jhdts. erneut. Wichtige Impulse setzte hier das Deutsch-Türkische Kulturabkommen vom Mai 1957. In Folge dieses Abkommens begannen die Vorbereitungen zum Beginn der deutschsprachigen Ausbildung am Istanbul Erkek Lisesi, dem Istanbuler Knaben Gymnasium. Auf Bitten der türkischen Regierung entsandte Deutschland mit Beginn des Schuljahres 1958/59 die ersten Lehrer, und in der damaligen 6. Klasse wurde der Unterricht in deutscher Sprache aufgenommen. Aus Anlass dieses 50-jährigen Jubiläums hatte die Schule gemeinsam mit der Erziehungsstiftung der Absolventen (IELEV) zu dem Symposium Zukunft der deutschsprachigen Bildung in der Türkei eingeladen. Dieser Einladung zu Gespräch und gemeinsamem Blick in Geschichte, Gegenwart und Zukunft der deutsch-türkischen Bildungskooperation waren namhafte Gäste aus beiden Ländern gefolgt.... Istanbul Lisesi Istanbul

 

 

 

Neuigkeiten und Aktuelles

Zum Buchprojekt von unserem Vorstandsmitglied Alexandra Gründel:

‘German women in Turkey: Against the common prejudice’

Turkey as seen by many outsiders, who have never experienced the warmth of the people here personally, is an enigma, mysterious and potentially dangerous.

But women from around the world who have lived in Turkey, some for a brief time, some for a lifetime, are now finding outlets for the stories of their lives as expats, negotiating their way through a new language and culture. The best-selling anthology “Tales From the Expat Harem” is a collection of true tales from 32 women from seven countries who were touched by their time in Turkey. In the same vein, German expat Alexandra Gruendel is currently working on a new anthology, “German Women in Turkey: Against the Common Prejudice,” chronicling the lives of German women living in Turkey. ... Quelle: www.todayszaman.com/tz-web/detaylar.do?load=detay&link=122556,


Mitteilung des Deutschen Generalkonsulats Istanbul

Aufgrund der Feiertage zum Opferfest (Kurban Bayramý) und den deutschen Weihnachtsfeiertagen wird die Visastelle geänderte Öffnungszeiten haben. Die Visastelle wird vom 20.12.07 - 01.01.08 geschlossen sein , d. h., auch am 27.12. und 28.12.07.

Die Antragsteller, die über die Feiertage nach Deutschland reisen möchten, werden gebeten, sich möglichst frühzeitig um einen Termin zur Visumantragstellung zu bemühen.
Bei Antragstellung bis spätestens 07.12.2007 ist bei Vorlage vollständiger Unterlagen eine Visumserteilung vor den Feiertagen möglich. Bei späterer Antragstellung kann für eine rechtzeitige Erteilung des Visums keine Gewähr übernommen werden. Quelle: www.istanbul.diplo.de


TIPP: Netzwerk Türkei - Forum für Politik, Wirtschaft und Kultur

Im Spätsommer 2007 haben wir das Netzwerk Türkei mit dem Ziel gegründet, Menschen mit Interesse an der Türkei zu verbinden. Wir, das waren am Anfang Christoph Mielke und Daniel Grütjen, zwei Studenten der Politischen Wissenschaft aus Berlin, die sich seit längerer Zeit intensiv mit türkischer Politik beschäftigen. Mittlerweile ist es uns gelungen, weitere Mitglieder für unsere Idee zu gewinnen. Wir verstehen uns als Antwort auf die enge politische und wirtschaftliche Kooperation der Türkei mit den Ländern der Europäischen Union. Trotz dieser Verbundenheit und des wachsenden Interesses ist das gegenseitige Bild noch immer von Vorurteilen und fehlendem Fachwissen geprägt. Das Netzwerk Türkei möchte die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung in der Türkei kritisch begleiten, den kulturellen Dialog fördern und somit eine Diskussion auf Augenhöhe ermöglichen. Seit Jahren nimmt die Zahl der Menschen, die sich ernsthaft mit türkeispezifischen Themen auseinander setzen, zu. Das Netzwerk Türkei bietet seinen Mitgliedern die Möglichkeit über unser Internetportal Informationen und Meinungen auszutauschen. Darüber hinaus möchten wir Ansprechpartner und Hintergrundwissen vermitteln und als Plattform für Beiträge unserer Mitglieder dienen. Das Netzwerk Türkei steht jedem offen, der an einer vorurteilsfreien und unabhängigen Diskussion zur Türkei teilnehmen möchte. Wenn Sie Interesse an näheren Informationen zu unserem Projekt haben, laden wir Sie herzlich ein, unsere Homepage www.netzwerk-tuerkei.org  zu besuchen. Daniel Grütjen, Netzwerk Türkei


Ausreisegebühr für türkische Staatsbürger

Seit Veröffentlichung in den amtlichen Zeitungen, am 30. März 2007 müssen türkische Staatsangehörige bei der Ausreise ins Ausland eine Gebühr von 15,00 YTL bezahlen. Die Gebühr kann von nun an bei den zuständigen Banken oder Steuerämtern bezahlt werden. Die Gebührenmarke wird dann auf der Boardkarte angebracht.

Ausgenommen von der Gebühr sind:
a- Ausländer, die nur eine ausländische Staatsangehörigkeit haben
b- Personen, die im Ausland eine Aufenthaltserlaubnis haben
c- Personen unter 7 Jahre

Av. Hatice Þenyurt


Deutsch Denken- Türkisch umsetzen: Lamia Congress & Event Management feiert sein fünfjähriges Jubiläum

Lamia Congress & Event Management feiert sein fünfjähriges Bestehen. „Deutsch Denken und türkisch umsetzen, das ist unsere Geheimformel für den Erfolg“ resümieren Lamia Öðütmen und Çiðdem Akkaya.

Als die beiden Geschäftspartnerinnen vor fünf Jahren ihre Firma in Istanbul gründeten, blickten sie auf langjährige berufliche Erfahrung sowohl in Deutschland als auch in der Türkei zurück. Ihre Vertrautheit mit den Kulturen beider Länder und ihre tiefgreifende Erfahrung auf dem Gebiet des internationalen Dialoges und der internationalen Projektarbeit, machten sie speziell für deutsche Unternehmen und Organisationen zu attraktiven Partnern in der Türkei. „Die Synergie zwischen der deutschen Arbeitsdisziplin und der türkischen Flexibilität, stellt eine besondere Stärke des Unternehmens dar, “ so Çiðdem Akkaya. ....

Lamia Congress & Event Management
Zeytinoðlu Cad. Tam Apt. 38/A D: 5, Akatlar, 34335 Istanbul/Türkiye

Tel: +90 (0) 212- 351 41 28 (Durchwahl)
Web: www.lamiatanitim.com

 

 

 

Gastro-Rubrik

Das "Levi Et Lokantasý"

Für diesen Monat erwarten Sie nicht zuviel – es muß auch Reinfälle geben ... Durch Zufall entdeckt - das winzige Lokal befindet sich im ersten Stock eines alten Han neben dem berühmtem Hamdi Et Lokantasi in Eminönü. Man erreicht es über einen kleinen engen Hof, der mit Waren vollgestellt, steigt einige unregelmäßige Treppen hinauf, im Treppenhaus müffelt es interessant und ich war dann erstmal angenehm überrascht, in ein sauberes kleines Restaurant mit weißen Deckchen und freundlicher Bedienung zu gelangen. Der Blick aus den Fenstern ist hervorragend – auf das Treiben in Eminönü, den Galataturm, die Galatabrücke. Warum ich unbedingt hier her wollte? Das Lokal macht Reklame damit (Artikel daüber aus diversen Zeitungen hängen gerahmt an den Wänden) das einzige jüdische Restaurant Istanbuls zu sein. Nun, schnell bekam ich heraus, daß dieses Faktum nicht stimmt, denn Herr Levi übergab schon 1965 das Restaurant seinem Chefkellner, einem Muslim.
Zwar werden noch einige sephardische Speisen angeboten und der Wein ist kosher (dafür kostet dann ein kleines Glas davon 15 YTL), aber grundsätzlich war das Speisenangebot nicht sonderlich interessant und vor allem waren die Zubereitung sowie der Geschmack leider mieserabel – so schlecht und überteuert habe ich in ganz Istanbul noch nicht gegessen und darum schweige ich jetzt lieber....

Adresse: Levi Et Lokantasý, Tahmýþ Kalçýn, Çavuþbaþý Han 23/6, Eminönü
Tel. 0121 512 1196
Öffnungszeiten: täglich von etwa 10 Uhr bis 21 Uhr

Alexandra Gründel
 

 

 

Buchtipps

Die Mittagsfrau

Klappentext: In der Lausitz verlebt Helene eine idyllische Kindheit, die mit Ausbruch des ersten Weltkriegs jäh endet. Der Vater wird nach Osten geschickt und kehrt nur zum Sterben nach Hause zurück, die jüdische Mutter zieht sich zunehmend vor den Anfeindungen ihrer Umgebung in die Verwirrung zurück. Blind am Herzen nennt Helene das und fürchtet die zunehmende Kälte der Mutter, die ihre Töchter kaum mehr wahrzunehmen scheint. Helene möchte Medizin studieren, ein ungewöhnlicher Traum für eine Frau zu Beginn des Jahrhunderts. Nach dem Tod des Vaters zieht sie Anfang der zwanziger Jahre mit ihrer Schwester Martha nach Berlin, und während Martha ihrer Freundin Leontine wieder begegnet, lernt Helene Carl kennen. Als der kurz vor der Verlobung stirbt,verliert sie den Sinn für das Dasein. Sie flieht in die Arbeit und will das Leben überleben. Auf einem Fest stellt sich ein gewisser Wilhelm vor, er ist begeisterter Ingenieur, der Reichsautobahnen bauen und Helene heiraten möchte. Die schnell scheiternde Ehe mit ihm führt Helene nach Stettin, wo ihr Sohn zur Welt kommt. Die Liebe, die der kleine Junge fordert, die Nähe, die er sucht, werden ihr zunehmend unerträglich, und bald schon geht ihr der Gedanke vom Verschwinden nicht mehr aus dem Kopf. Schließlich trifft sie eine ungeheuerliche Entscheidung.

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 3100226003, Gebunden, 430 Seiten, 19,90 EUR
(SZ vom 9.10.2007)


Bilder und Bilderverbot im Islam

Klappentext: Die Sprengung der Buddha-Statuen in Afghanistan durch die Taliban und der weltweite erbitterte Streit um die dänischen Mohammed-Karikaturen haben gezeigt, dass die Frage der Bilder im Islam "Sprengkraft" im wahrsten Sinne des Wortes enthält. Die Verbreitung von Ornamenten und Kalligraphien in Moscheen oder Koran-Ausgaben zeugt von einer bilderlosen Religion. Aber gibt es ein islamisches Bilderverbot? Silvia Naef fasst zusammen, was der Koran und andere islamische Quellen über Bilder sagen und welchen Stellenwert Bilder, Ornamente und Kalligraphien in unterschiedlichen Zeiten und Räumen im Islam hatten. Darüber hinaus zeigt sie, wie die moderne Kunst in islamischen Ländern und die Theologie auf die Bilderflut durch Werbung, politische Propaganda und Filme reagieren. Das Ergebnis des eindrucksvollen Überblicks ist überraschend: Es gibt kein generelles islamisches Bilderverbot. Kunst und populäre Kultur im Islam sind vielmehr reich an bildlichen Darstellungen - und selbst Mohammed-Portraits sind verbreitet.

Silvia Naef: Bilder und Bilderverbot im Islam. Vom Koran bis zum Karikaturenstreit.
C.H. Beck Verlag, Quelle: Qantara.de 2007,  Nimet Seker


Kinderbuch: Das Orangenmädchen

Georg ist fünfzehn, als er einen Brief von seinem Vater findet, der starb, als Georg vier war. Der Brief, den er für seinen Sohn geschrieben hat, erzählt die Geschichte seiner gro en Liebe. Dass er sie gefunden hat, machte ihm den Abschied vom Leben schwer, doch um so sicherer ist er, dass es sich gelohnt hat ... Jostein Gaarders schönste Liebesgeschichte und eine Hommage an das Leben!
Hanser Verlag, ISBN: 3446203443, Altersempfehlung: ab 13 Jahren

 

 

 

Film

Der neue Film von Nuri Bilge Ceylan: „Ýklimler“

Synopsis: Der Archäologieprofessor Bahar (Ebru Ceylan) und Isa (Nuri Bilge Ceylan), die für eine türkische TV-Soapopera arbeitet, verbringen ihren Urlaub an der türkischen Mittelmeerküste. Ihre Beziehung ist erkaltet, Isa trennt sich von Bahar. Jahre später bereut Isa seine Entscheidung und versucht, seine Liebe zu retten.


Akýn unterwegs nach Hollywood

Sechs Menschen bringt Fatih Akýn in seinem neuen Film "Auf der anderen Seite" in schicksalhafte Verbindung. Der Regisseur selbst hat mittlerweile ein echtes Luxusproblem: Goldene Palme - oder doch lieber einen Oscar?

"Es war wie ein Puzzle, ein Mosaik. Ich habe immer einen Baustein nach dem anderen gefunden", beschreibt Regisseur Fatih Akýn die Filmgenese von "Auf der anderen Seite". In seinem neuen Film verknüpft Akýn die Schicksale von sechs Menschen zwischen Deutschland und der Türkei. Da gibt es zunächst den Witwer Ali, der in Bremen als Taxifahrer gearbeitet hat und nun die Rentenjahre nicht allein verbringen will. Im Rotlichtbezirk seiner Stadt trifft er auf die Prostituierte Yeter, von der er sich auf Anhieb verstanden glaubt. Denn beide haben sich ihrer türkischen Heimat entfremdet, ohne je in Deutschland ganz heimisch geworden zu sein. ... Quelle: Deutsche Welle, 28.09.2007

 

 

 

Aus den Medien

Artikel in der Rubrik ‘Aus den Medien’ spiegeln nicht die Meinung des BRÜCKE-Teams wider, sondern dienen lediglich der Information und geben einen Überblick aus den diversen Perspektiven der Medien.


Einwanderer-Elite beflügelt Deutschland

Einwanderer sind bereit, mehr und härter zu arbeiten - und haben damit Erfolg: Nach einer neuen Sinus-Studie zählen heute viele Migranten zu einer Elite. Doch etliche wollen sich nicht einpassen, reagieren rebellisch, unangepasst, trotzig.

Es hat verblüffend lange gedauert. Aber nun liegt sie vor: Eine erste umfassende Lebensweltanalyse der "Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland 2007". Entstanden ist die Untersuchung bei den Experten der Lebensstil- und Einstellungsforschung im Heidelberger Institut Sinus Sociovision. Dort wird seit 30 Jahren die deutsche Gesellschaft nach Lebenszusammenhängen von Menschen mit ähnlichen Werten, Verhaltensweisen, Lebensauffassungen kartografiert. Die Sinus-Forscher berücksichtigen dabei nicht nur soziale Ungleichheiten, sondern auch die Gegensätze unterschiedlicher Sozialisationsprägungen in den einzelnen Etappen der bundesdeutschen Geschichte. ... Näheres unter: www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,511474,00.html / Quelle: spiegel online 16.10.2007


Minarett als Rakete – Kunst aus Istanbul

Zwischen Moderne und Traditionalismus: Die türkische Hauptstadt ist ein Gewirr widerstreitender Stimmen. Die aktuelle Istanbuler Kunst-Biennale macht da keine Ausnahme. Gezeigt werden überraschend provozierende Arbeiten, die Kamsutra mit Knarren mischen.

Laut. Unglaublich laut. Nervenzerhämmernd, ohrenzerfetzend laut. Die zehnte Istanbul Biennale ist ein Mahlstrom aus Musik. "Smoke on the Water" kräht aus den Boxen, trifft unterwegs auf das Gelärme einer chinesischen Punkband, und von anderswo drängt sich der Krach eines manischen Schlagzeugers dazwischen. Die Segnungen der Videokunst. Musik kann Folter sein. "Optimismus im Zeitalter des globalen Krieges" lautet das Motto der diesjährigen Biennale, und: Ja, das mit dem Krieg kann man durchaus nachvollziehen. Und: Nein, der Optimismus ist nicht leicht zu entdecken. Wie auch, bei der Themenwahl? Unweit des Punkband-Videos stößt man auf eine Fototapete der russischen Künstlergruppe AES+F. Jugendliche, die Samuraischwerter in der Hand halten und sich mit erschütterndem Ennui gegenseitig entleiben. Eiskalt. ... 10. Istanbul Biennale: Bis 4. November, Katalog 35 YTL, Quelle: welt online, 27.9.2007


Kopftuchfreiheit im neuen Grundgesetz

Unter Leitung von Prof. Dr. Ergun Özbudun hat im Auftrag der AKP eine Juristenkommission den erarbeiteten Vorentwurf für eine neue Verfassung bekannt gegeben. Neben der Aufhebung des Kopftuchverbots an Universitäten gibt es weitere Punkte, die im Mittelpunkt der Diskussion stehen:
- Einschränkung der Abgeordneten-Unantastbarkeit
- Einschränkung des Verantwortungsbereichs des YÖKs (=dem Aufsichtsorgan der Hochschulen)
- Aufhebung der Teilnahmepflicht am Religionsunterricht
- Staatspräsident erhält symbolische Funktionen
Quelle: Foreign Market Consulting Ltd. Sti.


Bahnstrecke zwischen Kars-Tiflis-Baku

In- und ausländische Baufirmen zeigen großes Interesse an der Ausschreibung für den Bau der Bahnstrecke Kars-Tiflis-Bakü, die die Türkei besser an Aserbaidschan und den Nahen Osten anbinden soll. Am 20. September werden um die 50 Angebote erwartet. Das Projekt soll bereits 2010 beendet werden und durch die Inbetriebnahme der neuen Strecke die historische Seidenstraße wiederbelebt werden. Die Strecke ermöglicht eine ununterbrochene Bahnverbindung zwischen London und Shanghai. Quelle: Foreign Market Consulting Ltd. Sti.


DESIRE, großes EU-Umweltprojekt

Das Projekt ist bisher das größte seinesgleichen und soll der bevorstehenden Austrocknung einiger Regionen vorbeugen. 2 der 19 Regionen, die in 11 Ländern verteilt sind, befinden sich in der Türkei. Die in der Nähe von Konya und Eskisehir liegenden Gebiete sollen in Zusammenarbeit der türkischen Stiftung für Umwelt und der Osmangazi Universität untersucht und Lösungskonzepte entwickelt werden. Quelle: Foreign Market Consulting Ltd. Sti.


Istanbul from a German Consul General´s eyes

Die Sunday`s Zaman veröffentlicht ein Interview mit dem Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Istanbul, Matthias von Kummer. „"Istanbul from a German consul General´s eyes" lautet der Titel. Darin weist von Kummer auf die vielseitige Arbeit des Generalkonsulats angesichts der intensiven deutsch-türkischen Beziehungen in den Bereichen Wirtschaft, Handel und Kultur. Eines der größten Aufgaben sei u.a. die Bewältigung der Visaanträge. Über 100.000 Anträge erreichen jährlich das Konsulat. Damit zähle die Visastelle des Istanbuler Generalkonsulat zu den größten Visaabteilungen der deutschen Vertretungen weltweit. Der Generalkonsul spricht auch über das neue Zuwanderungsgesetz, nicht ohne zu bemerken, dass die neuen Regelungen von einigen Presseorganen mißverstanden worden sind. Von Kummer weist in diesem Zusammenhang auch auf die Bedeutung von Sprachkenntnissen bei der Integration im Aufnahmeland. Artikel unter: www.sundayszaman.com/sunday/detaylar.do?load=detay&link=2237


Verkehrssicherheit: Deutscher TÜV prüft nun alle türkischen Autos

In der Türkei haben die laxen Kontrollen bei den Autos ein Ende. Noch in diesem Jahr will der TÜV Süd mit Hauptuntersuchungen nach deutschem Vorbild beginnen. Die Prüfplakette soll allerdings zunächst nur bei ganz schweren Mängeln verweigert werden. ... Quelle: http://www.welt.de

 

 

 

Bleiben Sie gesund!

Wasser und Salz, Urquell des Lebens

Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Die Erde wird zu etwa 70 % von Wasser bedeckt und auch der menschliche Körper besteht zu etwa 70 % aus Wasser. Wasser durchdringt jede Körperzelle und ermöglicht erst die Kommunikation der unterschiedlichen Zellverbände. Wasser regelt alle Funktionen des Organismus, wie zum Beispiel Körperaufbau, Stoffwechsel, Verdauung, Herzkreislauffunktionen und vieles mehr. Wasser ist auch für unser Bewusstsein verantwortlich und macht unsere Denkvorgänge, Gefühle und Stimmungslagen erst möglich. Das Wasser ist der Träger aller körperlichen und geistigen Informationen.  ... Yasemin J. Demir , Reiki-Meister/Lehrerin, Lebensberatung
johannademir@gmail.com  Tel. 0212 / 299 68 78


Spiegelbild der Liebe

Paare werden sich mit der Zeit immer ähnlicher - nicht nur was den Charakter, sondern auch was das Gesicht angeht. Englische Forscher liessen in Tests Freiwillige anhand von Fotos die Persönlichkeit von Männern und Frauen einschätzen, ohne dass sie wussten, wer mit wem liiert war. Ergebnis: Je länger ein Paar zusammen war, desto ähnlicher wurde es beurteilt.


Verzeihen statt sich ärgern

Sie haben eine Freundin – eine wirklich gute sogar, doch die sagt manchmal blöde Sachen wie: „Also, dein neuer Rock macht einen ganz schön dicken Hintern!“ In so einem Moment könnten Sie vor Wut platzen? Sollten Sie aber nicht. Denn: Wer sich ärgert, schadet seiner Lunge. Forscher fanden heraus, dass Dauer-Aerger für das Organ so schlecht ist wie Zigarettenrauch. Das heisst: lieber verzeihen, anstatt vor Wut zu kochen. Und: bei Frust-Attacken ganz ruhig atmen.


Fragen Sie Ihren Bauch

Eine knifflige Entscheidung steht an? Dann hören Sie auf zu grübeln! Beschäftigen Sie sich lieber vorübergehend mit etwas anderem und lassen Sie Ihren Bauch entscheiden. Dann das Unterbewusste ist besser in der Lage, eine Vielzahl von Informationen abzuwägen, als der wache Verstand.


Familiäre Belastungen: Sterben an gebrochenem Herzen

Wem die Liebe das Herz bricht, hat ein deutlich höhere Risiko für Erkrankungen des Kreislaufsystems. Menschen können an gebrochenem Herzen sterben. Diese Beobachtung hat nun erstmals eine britische Studie wissenschaftlich bestätigt. Danach erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Herzerkrankung, wenn in der Beziehung der Betroffenen ein verletzender Umgangston herrscht. In der Studie wurden zwölf Jahre lang 9000 Freiwillige zu negativen Erlebnissen in ihren Partnerschaften befragt. ...Quelle: Reuters


Zeitumstellung: Schafft die Winterzeit ab!

Ab Sonntag, 28. November 2007 heute geht die Sonne früher unter: Wieder einmal wurde die Zeit umgestellt. Energie spart das nicht. Dafür gerät der Biorhythmus aus dem Takt. Ohne Not werden die dunklen Wintertage weiter verdunkelt. Man sollte die Sommerzeit einfach weiter laufen lassen.

Seit Sonntag gilt wieder die Winterzeit. Zwischen den letzten Sonntagen im März und Oktober stellen wir die Uhren eine Stunde vor. Zum ersten Mal wurde die Sommerzeit mitten im Ersten Weltkrieg von 1916 bis 1918 erprobt, in der Weimarer Republik verschwand sie, während des Zweiten Weltkriegs lebte sie wieder auf und blieb unter den Alliierten. 1947 gab es für Mai und Juni eine „Hochsommerzeit“ mit zwei Stunden Unterschied. Anfang der Fünfziger geriet die Sommerzeit für dreißig Jahre in Vergessenheit, 1980 kehrte sie zurück – als Energiesparmaßnahme nach der Ölkrise, aber auch als Reaktion auf die geplante Sommerzeit der DDR. Deutschland sollte nicht auch zeitlich gespalten werden. Der erhoffte Energiespareffekt trat allerdings nie ein. In den USA stellte man während der 70er-Jahre zwar eine Einsparung von einem Prozent fest, in den meisten anderen Jahren aber steigt der Energieverbrauch spürbar an, weil Häuser morgens eher geheizt und an warmen Abenden länger gekühlt werden. Es gibt eine Reihe weiterer Nachteile: Die Umstellung verwirrt Mensch und Tier; der Biorhythmus gerät nachweislich aus dem Takt. ...
 

 

 

Tierecke

Eine Leserinnengeschichte

HÄUPTLING SILBERPFOTE

.... so nennt mein Mann unseren Kater Erwin (10 Jahre, 10 kg schwer und silbergrau) seit jener Zeit, da die Geschichte mit seiner linken Pfote passierte.

Eines Morgens – es war im März und es gab noch ein bisschen Frost – wollte unser Erwin über die Küchentreppe nach draußen und rutschte auf der untersten Stufe aus. Einem nicht so beleibten Kater hätte dieser Sturz ganz sicher nichts ausgemacht, aber unser Dicker kam humpelnd zurück. Gott sei Dank wohnte unser Tierarzt direkt über die Straße. Dieser diagnostizierte eine Zerrung des linken Schultergelenkes und verabreichte dem Kater zwei Spritzen – in einer Woche sollte er wieder in Ordnung sein. Da unser Erwin aber nach dieser Woche noch unverändert humpelte, also keinerlei Besserung eingetreten war, wollte ich ihn doch noch von einem anderen Tierarzt untersuchen lassen. Also Kater ins Auto und ab zum 60 km entfernten Spezialisten. Dieser gab sich sehr viel Mühe bei der Untersuchung und kam zum gleichen Ergebnis: Zerrung, linkes Schultergelenk. Das brauche seine Zeit zum Auskurieren und der arme Erwin erhielt noch mal zwei Spritzen. Ich zahlte die nicht ganz billige Rechnung und machte mich jetzt doch beruhigter auf den weiten Heimweg. Unterwegs erzählte ich ihm dann, dass jetzt alles wieder gut werden würde, wo doch zwei Ärzte gesagt hatten, es sei nicht so schlimm. Nach 14-tägigem geduldigen Warten sah ich mir das Bein bzw. die Pfote mal genauer an und bemerkte, dass sich über den Krallen ein Hubbel (Schwellung) gebildet hatte. Nun aber begann erst Erwins Leidensweg! Natürlich zeigten wir zwei sofort dem Tierarzt – der über der Straße wohnte – die Pfote. ...  von Annemie Rudorfer