Infobrief - online                           Oktober 2010

Alle Angaben im Infobrief sind ohne Gewähr. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.
Wir behalten uns vor, eingereichte Beiträge aus Platzgründen zu kürzen.

Editorial

Wir melden uns zurück ...!

 

Liebe BRÜCKE-Mitglieder,

Mit diesem Infobrief melden wir uns offiziell aus der Sommerpause zurück und gehen mit tatkräftigen Schritten in ein weiteres Vereinsjahr.
Die Sommerpause war aber nicht wirklich eine Pause im herkömmlichen Sinn. Zwar war das Büro nicht immer besetzt, doch informierten wir alle Interessenten, die wir übers Netz erreichen konnten, mit unseren e-Briefen über wichtige Ereignisse und Termine. Wir möchten auch weiterhin diesen Weg nutzen. Sollten Sie im Sommer keinen der e-Briefe erhalten haben, bitten wir Sie, uns Ihre Mailadresse durchzugeben oder Ihre schon eingetragene Mailadresse zu überprüfen. Im Zeitalter der Technik möchten auch wir uns nicht mehr den Fortschritten entgegen setzen. So werden wir Ihnen in Zukunft den Infobrief monatlich über das Internet zukommen lassen. Bis diese Neuerung sich durchgesetzt hat und wir sicher sein können, dass unsere Leser mit diesem System zufrieden sind, werden wir vorläufig den Brief auch noch per Post an Sie schicken. Wir bitten auch jeden, der KEINE Mailadresse hat, sich im Büro zu melden und dies eintragen zu lassen, damit wir unseren Interessenten bei Bedarf auch Briefe nach Hause schicken können. Bitte geben Sie diese Information auch an Bekannte und Freunde weiter.
Um den Infobrief noch interessanter gestalten zu können, würden wir uns über Ihre Mitarbeit und Unterstützung in Form von Leserbriefen oder auch interessanten Informationen freuen. Sie könnten uns z.B. von einem interessanten Erlebnis berichten oder vielleicht haben Sie auch einen schönen Schnappschuss mit ihrer Kamera gemacht, etwas, das Sie gerne mit den Lesern teilen möchten... Natürlich sind wir auch froh über jeglichen Bericht vom Alltag in der Türkei, von Schwierigkeiten mit den Behörden und auch von positiven Eindrücken und Erlebtem.
Gerne organisieren wir zu Festen, gerne sind wir ein Bindeglied für alle Deutschsprachigen, auch verstehen wir uns als Vermittler zu Behörden und Vertretungen und doch möchten wir Sie aufrufen, für das Verständnis untereinander selbst Initiative für Aktivitäten zu ergreifen, die Ihrer Meinung nach auf Interesse stossen. So kann ein jeder dazu beitragen, die Gemeinschaft Gleichgesinnter zusammen stark zu machen. Mit dem Beginn des Vereinsjahres suchen wir auch wieder ehrenamtliche Helfer, die uns bei der Zusammenstellung für Infobrief und Infoheft / Agenda helfen können. Sollten Sie also Zeit und Lust haben, melden Sie sich doch bitte einfach im Brücke-Büro.
Wie zu jedem Beginn des Vereinsjahres laden wir alle Leser, Interessenten und Freunde herzlich zur Teilnahme an unserem Eröffnungsbruch am 14.10.2010 im Litera Cafe und / oder zum abendlichen Cocktail am 25.10.2010 im Barcelo Hotel ein. Alle weiteren Informationen hierzu finden Sie auf Seite 5.
Unsere Infobriefe sollen Sie auch im kommenden Jahr mit nützlichen Tipps für den Alltag und auch mit Hinweisen zu interessanten Veranstaltungen und Ereignissen begleiten. Die Zusammenführung Deutschsprachiger ist der wichtigste Ausgangspunkt für unseren Einsatz im Verein. Der Kontakt zu Gleichgesinnten hilft so manch einem über die erste Einsamkeit bei der Ankunft im fremden Land hinweg. Doch auch für die vielen „fast Einheimischen“ in der Türkei ist der Verein ein wichtiges Bindeglied zur Heimat geworden.
Bei Fragen zum Alltag, Fragen zur rechtlichen Situation oder auch bei Problemen in den verschiedensten Bereichen wenden Sie sich bitte telefonisch oder per Mail an Petra, der wir an dieser Stelle herzlich für ihren Einsatz im Brücke-Büro danken möchten und die auch in Zukunft weiterhin Informationen zusammentragen und gerne Auskunft geben wird.

Wir freuen uns auf Sie und dass Sie uns wieder durch das Jahr begleiten!

 

Das BRÜCKE-Team

 

 

 

In eigener Sache

Herzlichen Glückwunsch


Vergangenheit ist Geschichte,
Zukunft ist Geheimnis,
aber jeder Augenblick ist ein Geschenk.

Die Geschichte erinnert uns daran, dass während der Sommerpause einige unserer Boardmitglieder Geburtstag hatten.
Wir möchten diesen Augenblick nutzen, um ihnen nachträglich ganz herzlich zu gratulieren.

Alles Gute euch Allen - Annemarie Medovic, Biggi Özcan, Brigitte Midil, Claudia Yýlmaz, Corina Bilhan, Derya San, Erwin Köhle, Manfred Lange, Mona Engin, Yasemin Demir und vielen Anderen - in eurem neuen Lebensjahr!


Groβes Glück kann so klein sein…

Ganz herzlich möchten wir Beate und Wolf-Bernd Kretzschmann zur Geburt ihres Enkels gratulieren!

"Erst bei den Enkeln ist man dann so weit,
daß man die Kinder ungefähr verstehen kann"

Autor unbekannt

In diesem Sinne wünschen wir den Großeltern viel Glück und Freude mit dem neuen Erdenbürger und gratulieren natürlich auch den Eltern ganz besonders zur Geburt ihres Sohnes!


Gute Besserung

Unsere besten Genesungswünsche an unser langjähriges Mitglied Marina Baumeister-Karaca, auf dass sie bald wieder so fit und gesund sein möge wir immer.

Gabriele Sailer


Danke

Noch vor dem Sommer konnte Elke Tekin, die seit ihrem Schlaganfall im Lape Pflegeheim untergebracht ist, keine deutschen TV Programme mehr erhalten. Da das Fernsehen für Elke der Kontakt zur Auβenwelt ist, haben viele liebe Menschen aller Nationalitäten und die “BRÜCKE” für Elke's neue Sateliten TV-Einrichtung gespendet.
Elke war überglücklich über Ihren Einsatz für sie. Ein ganz groβes DANKE von Elke.

Christine Klar


Beileid

Unserem langjährigen Mitglied Biggi und ihrer Familie möchten wir unser herzliches Beileid zum Tod ihres Vaters / Opas aussprechen.

Ein Mensch, der uns verlässt,
ist wie eine Sonne, die versinkt.
Aber etwas von ihrem Licht
bleibt immer in unserem Herzen zurück.

Es bleiben die vielen schönen Erinnerungen, die das Licht im Herzen leuchten lassen...

 

In diesem Sinne gilt auch unser Beileid Doris Zirh und ihrer Familie zum Tod ihrer Mutter.

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“Allah kavuþtursun” oder besser gesagt ”Hayýrli tezkereler” wünschen wir ebenfalls Doris, deren Sohn seine Militärdienstzeit in Hatay verbringt. Wir wünschen dir und deiner Familie, dass die Zeit wie im Fluge umgeht und der kleine Sohn als großer Mann schnell wieder in den Kreis der Familie und in seine Berufswelt zurückkehrt. 

Claudia Yilmaz


Leserbrief

IYI BAYRAMLAR und fröhliche Feiertage möchten auch ich und mein Mann dem ganzen Brücke-Team wünschen!

Leider können wir an den vielen Unternehmungen nie teilnehmen, weil wir so sehr weit ab von Istanbul leben. Dennoch freue ich mich immer über eine köprü-mail und lese gerne im Brief die Berichte über Ausflüge und sonstige Erlebnisse. Wir leben seit 2 Jahren als Rentner (mein Mann Türke) in Didim und befinden uns empfindungsmäßig noch in der Phase eines "never ending" Urlaubs!

Ich grüße Sie sehr herzlich

Marlie Becker -Kayhan - Didim /Aydin


Ende der Sommerzeit

Sonntag den 31.10.2010 um 3:00 Uhr

Die Uhr wird dann um 1 Stunde zurückgestellt, "die Nacht ist also 1 Stunde länger". Dabei findet der Wechsel von der Sommerzeit in die Winterzeit (Normalzeit) statt.

 

 

 

Rückblicke

Einladung zu einer Gesprächsrunde

Um vor Ort Anregungen und Erkenntnisse zu sammeln, die für die Arbeit im Bundestag von Bedeutung sein könnten, kamen Vertreter der Landesgruppe Niedersachsen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, nach Istanbul.
Am 03.06. war ich zu einer Gesprächsrunde mit ihnen ins Goethe Institut eingeladen. Hier ergab sich die Möglichkeit, die Mißstände der gesetzlichen Regelung für Ausländer, insbesondere der Deutschen in der Türkei im Vergleich zu der Situation der Türken in Deutschland, darzulegen. Und immer wieder wird Verwunderung deutlich, ja, auch Unverständnis über die hier geltende aufenthalts- und arbeitsrechtliche Situation. Dass wir trotz all der Mißstände der gesetzlichen Regelungen dennoch mit Freude und in die Gesellschaft integriert hier leben, hat zusätzliche Verwunderungen hervorgerufen.
Zu wünschen wäre, dass die Vertreter des Bundestages durch diese Gespräche, eine Grundlage finden würden, die auf eine Verbesserung unserer Lage hinwirken könnte. Leider ist die Sensibilität für Ausländer in der Türkei von türkischer Seite noch immer nicht geschaffen worden und es bleibt zu hoffen, dass von Seiten der Bundesrepublik auf höherer Ebene Verhandlungen eingeleitet werden, die unsere gesetzliche Lage unter dem Prinzip der Gegenseitigkeit mit Deutschland verbessern könnten.

Claudia Yilmaz

 

Dankesschreiben der Landesgruppe Niedersachsen

 

LG Niedersachsen CDU/CSU-Bundestagsfraktion Platz der Republik 1 – 11011 Berlin
Berlin, 23. Juni 2010

„Die Brücke e.V.“
Sehr geehrte Frau Yilmaz,

ich wende mich hiermit noch einmal bezüglich unserer Landesgruppenreise, die uns vom 31. Mai bis zum 4. Juni 2010 nach Istanbul geführt hat, an Sie. Auch im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen der Landesgruppe Niedersachsen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion möchte ich Ihnen meinen ganz herzlichen Dank für das Gespräch während unseres Besuchs in Istanbul aussprechen.
Meine Kolleginnen und Kollegen, insbesondere meine Stellvertreterin Rita Pawelski, hat die Begegnung mit Ihnen sehr beeindruckt. Wir haben bei dieser Gelegenheit, wie aber auch beim gesamten Besuch in Ihrer wunderschönen Stadt, viele interessante Informationen und neue Eindrücke gewonnen. Und auch, wenn Türken und Deutsche ohnehin traditionell sehr gute und enge Freunde sind, so hat unsere Reise unser Bild von der Türkei noch weiter positiv beeinflusst.
Wir würden uns freuen, wenn wir Ihre Gastfreundschaft erwidern und unseren Meinungsaustausch einmal fortzusetzen könnten – vielleicht gibt ja eine Ihrer künftigen Reisen nach Deutschland hierzu die passende Gelegenheit.

 

mit freundlichen Grüßen

Michael Grosse-Brömer MdB
- Vorsitzender -
Landesgruppe Niedersachsen


Auf Wiedersehen und Willkommen - Pfarrerwechsel in St. Paul

 

Abschiedsworte von Pfarrer Dr. Aloys Butzkamm

In Istanbul kennt man den Wechsel von Kommen und Gehen.
Am 1. Dezember 2009 habe ich die Stelle als Pfarrer der Gemeinde St. Paul übernommen. Am 31. August 2010 läuft mein Vertrag aus. Da mir nur wenig Platz in diesem Gemeindebrief zur Verfügung steht, fällt mein Abschiedswort kurz aus.
Ich danke an erster Stelle Gott, der mich für neun Monate nach Istanbul gerufen hat. Es war ein Geschenk. Ich danke dem Pfarrgemeinderat für die engagierte Mitarbeit. Gern habe ich mit der evangelischen Gemeinde und mit der katholischen österreichischen Gemeinde zusammenge-arbeitet. Der Kontakt mit dem Deutschen Generalkonsulat war erfreulich.
Gern denke ich an die Zusammenarbeit mit den BRÜCKE-Damen. Einen besonderen Gruß und Dank schicke ich nach Ankara. Dort habe ich aktive Gemeindemitglieder kennengelernt, eine große Kinderschaar und eine tolle Firmgruppe. Zwölf kleine Gruppen aus deutschen Gemeinden, in denen ich früher tätig war, haben mich besucht. Alle sind mit unvergesslichen Eindrücken zurückgekehrt.
Für mich am Wichtigsten war die sonntägliche Eucharistiefeier und die Verkündigung des Wortes Gottes.—
Ich kehre mit guten Gefühlen und vielfältigen Erinnerungen zurück und hoffe, dass ich diese Stadt in den nächsten Jahren noch mehrmals mit Gruppen besuchen kann.

Meinem Nachfolger Christian Rolke wünsche ich, dass er ebenfalls gerne hier ist und zum Wohle vieler Menschen in Istanbul wirken kann.

 

Dank an Pfarrer Dr. Alois Butzkamm – Interimspfarrer in St. Paul

Neun Monate sind eine kurze Zeit. Pfarrer Butzkamm, der mit Elan und großer Freude nach Istanbul kam, füllte diese Periode nicht nur mit den täglichen Pflichten eines Pfarrers aus, er schaffte dazu noch das Kunststück, der Gemeinde durch seine Persönlichkeit neue interessante Impulse zu geben. Seine Gottesdienste hatten viel Tiefsinn und bereicherten das liturgische Wissen der Gemeinde. Sehr beliebt waren seine kunsthistorischen Vorträge mit theologischen Schwerpunkten und seine exklusiven kulturellen Ausflüge zu christlichen Stätten in Istanbul.
In zahlreichen von ihm verfassten Büchern teilt er sein großes Wissen mit den Lesern. Ebenso ließ er seine Herzensgüte allen, die mit ihm zu tun hatten, spüren. Großen Wert legte er auf die Fortführung und Pflege der ökumenischen Beziehungen zur evangelischen Schwestergemeinde Kreuzkirche und auf die Kontinuität in der Zusammenarbeit mit unserer katholischen österreichischen Schwestergemeinde St. Georg. Der Pfarrgemeinderat bedankt sich insbesondere für die reibungslose Zusammenarbeit und die durch ihn erfahrene Wertschätzung.

 

Lieber Pfarrer Butzkamm, behalten Sie den Pfarrgemeinderat und die Gemeinde St. Paul in guter Erinnerung. Wir wünschen Ihnen alles Gute und Gottes Segen für Ihre Tätigkeit in der Heimat!

 

B.Kretzschmann / A.Medovic PGR –St. Paul

 

Vorstellung des Neuen Pfarrers Christian Rolke

Herzlich Willkommen heißen wir Pater Christian Rolke CM, der ab September dieses Jahres vom KAS entsandt als Pfarrer unserer Gemeinde tätig sein wird.
Lieber Herr Pfarrer Rolke, wir wünschen Ihnen einen guten Einstand und Gottes Segen für Ihre neue Aufgabe. Der PGR wird alles in seiner Macht und Befugnis liegende tun, um Sie bei Ihrer Tätigkeit zu unterstützen, damit unsere Gemeinde das bleibt, was sie ist, nämlich eine lebendige Gemeinde, wo Jeder und Jede eine geistige Heimat findet und sich besonders in unserer Stadt und in unserer Gemeinde neu Angekommene wohl und heimisch fühlen.

 

Im Namen des PGR
Annemarie Medovic, Vorsitzende


Beginn des neuen Schuljahres 2010/2011

in der Deutschen Schule Izmir

Am 1. September 2010 wurde das dritte Jahr an der Deutschen Schule Izmir offiziell eröffnet.
Die Schulleiterin Frau Sahraoui begrüßte alle alten und neuen Schüler und Schülerinnen, das erweiterte Kollegium und stellte die Hauptarbeitsschwerpunkte des neuen Schuljahres vor.
Die SchülerInnen der Klassen 2-4 führten das Theaterstück “Vom Löwen, der nicht schreiben konnte” mit einfachen aber wirksamen Kostümen auf und sorgten für gute Unterhaltung.
Im Anschluss daran wurden die Erstklässler eingeschult. Alle bekamen eine selbst gebastelte Schultüte und selbst gemalte Willkommensbilder von ihren Paten aus der 2. Klasse.
Seit diesem Schuljahr gibt es eine Vorschulklasse in der Deutschen Schule Izmir, deren Kinder ebenfalls mit einer kleinen Schultüte herzlich willkommen geheißen wurden.
Vertreterinnen des Deutschen Generalkonsulates begrüßten ebenfalls das neue Schuljahr und überbrachten Geschenke für die Vorschulklasse u
nd die Erstklässler.

Im Anschluss an die offizielle Feier konnten sich die neuen Eltern bei Kaffee und Kuchen bekannt machen.

 

KATJA Riedel-Arslan
Ansprechpartnerin Izmir


 Die PASCH-Projekte im Sommer 2010

Im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ nahmen im vergangenen Sommer 240 Schüler/innen aus GI-PASCH- sowie DSD-Schulen an vier Jugendcamps teil.
Die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ wird vom Auswärtigen Amt koordiniert. Ihr Ziel ist es, ein weltumspannendes Netz von mindestens 1.500 Partnerschulen aufzubauen und damit bei jungen Menschen Interesse und Begeisterung für das moderne Deutschland und seine Gesellschaft zu wecken.
Die Initiative trägt mit zusätzlichen Bildungsangeboten zur nachhaltigen Qualifizierung sowohl von Schülerinnen und Schülern als auch von Lehrkräften bei und erweitert damit die Kompetenzen der jungen Menschen für ein Studium in Deutschland und im späteren Berufsleben.
Vom 21. Juni bis 2. Juli fanden das Schülerbandcamp in Istanbul, das Theatercamp in Izmir sowie das Schülerzeitungscamp in Batman und Þanlýurfa statt. Eine Woche später startete auch das internationale PASCH-Fußballcamp in Trabzon, an dem neben türkischen auch moldawische, georgische und rumänische Schüler/innen beteiligt waren.
In allen PASCH-Sommercamps stand die Verbindung aus Deutsch lernen am Vormittag und kreativem Arbeiten in Nachmittagsworkshops im Vordergrund. Auf diese Weise konnten die Schüler/innen nicht nur ihre Deutschkenntnisse in einem neuen Lernumfeld verbessern, sondern auch ihre individuellen Fähigkeiten und Talente fördern. Durch gemeinsame Ausflüge lernten sie zusätzlich die Region besser kennen.
Beim Schülerbandcamp in Istanbul kamen talentierte junge Musiker/innen zusammen, die zehn Tage lang intensiv miteinander neue Songs geprobt und anschließend unter Anleitung eines erfahrenen Produzenten aufgenommen haben. Am Ende des Camps konnten sie ihre deutschsprachigen Musikstücke auf zwei Konzertbühnen einem begeisterten Publikum präsentieren.
Für die Arbeit an der ersten PASCH-Schülerzeitung trafen sich journalistisch interes-sierte Schüler/innen im Südosten der Türkei.
In knapp zwei Wochen erstellten sie ein Konzept, recherchierten zu ihren selbst gewählten Themen, schrieben Zeitungsartikel auf Deutsch, arbeiteten als Fotografen und bastelten mit der Unterstützung von drei deutschsprachigen Journalist/innen am Layout der Zeitung. Außerdem dokumentierten sie die Aktionen im Camp in einem Webblog und erstellten am Ende einen Campfilm.

Die Zeitung ist auf https://www.pasch-net.de/mit/pkt/scz/de3321725.htm einzusehen.

 

Die Teilnehmer/innen des Jugendcamps in Izmir lernten mit Hilfe von drei Theaterpädagogen alles rund um die Schauspielerei und konnten ihr darstellendes Talent erproben. Sie erarbeiteten in zehn Tagen ein deutschsprachiges Theaterstück, das sie am Ende erfolgreich auf die Bühne des Fran-zösischen Kulturzentrums in Izmir brachten.
Sportliche Schüler/innen aus der Türkei, Georgien, Rumänien und Moldawien wurden zum 1. Internationalen PASCH-Fußballcamp nach Trabzon vom 1. bis 10. Juli eingeladen. Nach dem thematischem Deutschunterricht trainierten die Teilnehmer/innen nachmittags auf dem Fußballplatz und nahmen an verschiedenen Wettbewerben teil. Zum Abschluss des Camps gab es zwei Spiele gegen eine Mädchen- und eine Jungenmannschaft aus Trabzon. Es muss in Zukunft aber noch mehr trainiert werden.

Am Ende des gerade begonnenen Schuljahres werden wieder Sprachcamps stattfinden.

Nähere Informationen dazu können Sie ab November auf http://www.goethe.de/ins/tr/ank/deindex.htm finden.

 

Jörg Jenoch,Experte für Unterricht/PASCH,Goethe-Institut Ankara


Mit ABBAS KHIDER –

einem deutsch-irakischen Schriftsteller, hat das Goethe-Institut Istanbul, am 2. September 2010, mit einer neuen Lesungsreihe in ihrer Bibliothek begonnen. Wie die Leiterin Claudia Hahn-Raabe mitteilte, sollen nun regelmäßig Lesungen mit jungen deutschen und deutschsprachigen Autoren stattfinden.
Die Lesung mit Abbas Khider wurde von der Schriftstellerin und Journalistin Dilek Zaptcioglu moderiert.
Abbas Khider, ein in Berlin lebender Lyriker und Schriftsteller, stellte nun seinen Debütroman “ Der falsche Inder“ in Istanbul vor. In seinem Roman beschreibt er die Lebensgeschichte eines Irakers, der vor Krieg und Unterdrückung aus seinem Heimatland flieht. Die vielen Eindrücke und Erlebnisse einer langen und dramatischen Flucht durch Nordafrika und Europa lassen den Ich-Erzähler zwischen Reportage und Märchen, zwischen Traurigkeit und Witz, zwischen politischen Aussagen und gewöhnlichem Leben gleiten. Die Geschichten handeln von Mitgefangenen, Flüchtlingen, Schleppern und Betrügern, aber ebenso von Frauen und Familienmitgliedern. In seinem autobiografisch eingefärbten Roman gibt Abbas Khider wohl nicht die genauen politischen Verhältnisse im Irak oder in den durchreisten Ländern wieder, sondern erzählt teilweise mit einer großen Leichtigkeit von den tragischen Ereignissen und macht so die Perspektive der Flüchtenden verständlich. Von Elend und Todesangst auf der jahrelangen Flucht schreibt er nur andeutungsweise, was sich dem Leser dennoch zwischen den Zeilen spiegelt. Abbas Khider hat aus dem aktuellen Thema einen sehr interessanten, unterhaltsamen Roman ohne moralischen Zeigefinger gemacht.
Abbas Khider wurde 1973 in Bagdad geboren. Mit 19 Jahren wurde er wegen seinen politischen Aktivitäten verhaftet. Nach einer zweijährigen Gefängnisstrafe floh er aus dem Irak und hielt sich drei Jahre als illegaler Flüchtling in verschiedenen Ländern auf. Seit 2000 lebt er in Deutschland und hat das Studium der Philosophie und Literaturwissenschaft in München und Potsdam absolviert. Zur Zeit lebt und arbeitet er in Berlin.
2010 erhielt Abbas Khider den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis der Robert-Bosch-Stiftung, mit dem deutsch schreibende Autoren und Autorinnen mit nicht deutscher Muttersprache geehrt werden.
Am 10. Oktober 2010 wird um 15.30 Uhr eine Lesung mit Abbas Khider auf der Frankfurter Buchmesse in Halle 5.0 stattfinden. Der Veranstalter ist das Literarische Colloquium Berlin.

Das Buch “Der falsche Inder“ ist bei Edition Nautilus erschienen.

 

Mona Marweld-Engin

 

 

 

News und Aktuelles

Volksabstimmung über Verfassungsreform
Türken entscheiden sich für mehr Demokratie


Von Kai Strittmatter, Istanbul

Drei Jahrzehnte nach dem Putsch: Die Türken haben für eine weitreichende Reform ihrer Verfassung votiert. Es ist ein Erfolg für die Regierung von Ministerpräsident Erdogan.
Die Türken haben am Sonntag in einem Referendum für eine weitreichende Reform ihrer Verfassung gestimmt. 58 Prozent stimmten mit Ja, 42 Prozent mit Nein. Dies gilt als Erfolg für die Regierung von Ministerpräsident Tayyip Erdogan, der am Abend von einem "Fest für die türkische Demokratie" sprach. Die Türkei habe eine "historische Schwelle" überschritten. Die Reformen beschränken die Macht des Militärs und sehen eine Neuordnung der hohen Justiz vor.
Westeuropäische Politiker wie die Türkei-Berichterstatterin des EU-Parlamentes, Ria Oomen-Ruijten, hatten die Reformen im Vorfeld als "Schritt in Richtung Demokratisierung" begrüßt; auch liberale Intellektuelle wie Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk hatten für ein Ja geworben.
Die alte Verfassung stammt aus dem Jahr 1982 und ist eine Hinterlassenschaft der Putschgeneräle, die damals die Türkei beherrschten. Die Regierung Erdogans hatte die Abstimmung über ihre Reformen bewusst auf den 30. Jahrestag des Militärputsches vom 12. September 1980 gelegt. Die höchste Zustimmung kam am Sonntag aus den ländlichen Gebieten Anatoliens, aber auch die Metropolen Ankara und Istanbul stimmten zu. Die Gegner siegten lediglich in den Küstenprovinzen der Westtürkei. Die Höhe des Sieges der Reformbefürworter überraschte viele Beobachter, es war ein knapper Ausgang erwartet worden. Premier Erdogan sagte, das Votum habe "das Niveau unseres Rechtsstaates gehoben".
Der Abstimmung war ein erbitterter Streit zwischen Regierung und Opposition vorausgegangen. Die Opposition hatte versucht, das Referendum zu einem Misstrauensvotum über Erdogan und seine regierende AKP zu machen. Besonders umstritten waren jene Änderungen, die dem autoritären Erbe des Militärregimes in der Justiz ein Ende bereiten sollen. Die oppositionelle Republikanische Volkspartei CHP hatte argumentiert, die Regierung versuche, sich die hohe Justiz untertan zu machen und gefährde die Gewaltenteilung. Die Kurdenpartei BDP hatte zum Boykott aufgerufen. Sie warf Erdogan vor, die Forderungen der Kurden, zum Beispiel nach Abschaffung der Wahlhürde von zehn Prozent, nicht berücksichtigt zu haben. Viele Kurden folgten dem Boykottaufruf.
Konkret wird nun der Wahlmodus für das Verfassungsgericht und für den Hohen Rat der Richter und Staatsanwälte (HSYK) neu geregelt. Der HSYK war eine Erfindung des Militärregimes und entscheidet bis heute über Berufung und Versetzung von Staatsanwälten. Die Zahl der Verfassungsrichter wird von elf auf 17 erhöht, Parlament und Staatspräsident erhalten mehr Einfluss bei ihrer Bestellung. Erstmals sollen auch Einzelpersonen das Verfassungsgericht anrufen dürfen. Das türkische Verfassungsgericht galt bislang als Hochburg des dem Militär nahestehenden kemalistischen Lagers und hätte 2008 beinahe die Regierungspartei AKP verboten.
Der Einfluss der Militärjustiz, die ein paralleles Rechtssystem aufgebaut hat, wird beschnitten. Militärgerichte dürfen nicht mehr über Zivilisten urteilen. Gleichzeitig müssen in Zukunft Soldaten, die gegen die Verfassung verstoßen, zivilen Gerichten überantwortet werden. Abgeschafft wird zudem der Artikel 15 der Verfassung, der den Putschisten von 1980 lebenslange Immunität vor Strafverfolgung garantiert. Noch ist unklar, ob den Umstürzlern tatsächlich der Prozess gemacht werden soll. Neu ist auch ein besserer Schutz von Kindern und Behinderten sowie die positive Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt.

Quelle. www.sueddeutsche.de/politik/


Neue Visabestimmungen in der Türkei


Pressemitteilung vom 07.08.2010 06:10:12

Nach 90 Tagen heißt es ausreisen für Langzeiturlauber.

Für eine Reihe von Staatsangehörigen ist eine neue 90 Tage in 180 Tagen-Regel für den Aufenthalt in der Türkei verabschiedet worden. Unter anderem sind Staatsangehörige der Ukraine, USA, Australien, Österreich, Belgien, Rep. Südafrika, Holland, Großbritannien, Irland, Spanien, Kanada, Norwegen, Polen, Portugal, der Russischen Föderation von dieser Regel betroffen, aber auch unser Nachbar Österreich fällt unter diese Regelung.
Während die meisten Touristen diese Regelung nicht bemerken werden, wirkt sie sich insbesondere auf die Eigner von Fahrtenkreuzern oder Yachtcrews aus, die langfristig in der Türkei verbleiben möchten oder müssen.
Wer von den Betroffenen 90 Tage in der Türkei verbracht hat, muss sich die nächsten 90 Tage außerhalb der Türkei aufhalten, bevor er erneuten Anspruch auf ein Visum für weitere 90 Tage Türkeiaufenthalt bekommt.
Yachteignern. Eignern und Crews der Yachten, die länger in der Türkei festgemacht haben wird das Ikamet Tezkerezi (Aufenthaltsgenehmigung) empfohlen, das für USD 200 erworben werden kann.

Quelle: www.insidersegeln.de/

http://www.premiumpresse.de/neue-visabestimmungen-in-der-tuerkei-PR887785.html


Neues Sozialversicherungs- und Allgemeines Gesundheitsversicherungsgesetz


Am 01.10.2010 tritt das Nr. 5510 "Obligatorische Allgemeine Krankenversicherung", welches auch als Reformgesetz der Sozialen Sicherheit gilt, in Kraft. Alle Staatsbürger, die überhaupt keine soziale Sicherheit haben gelten als ’’obligatorisch allgemein Krankenversicherte’’ und sind verpflichtet bei einem Einkommen von mehr als 253,50 TL die GSS Pramie zu zahlen. Die Bezahlung der GSS Pramie gibt diesen Personen das Recht, von dem Gesundheitswesen zu profitieren.
Allein durch Bezahlung der GSS Pramie kann man spater nicht pensioniert werden.

Wenn zusätzlich freiwillige Versicherungsprämien (Ýsteðe baðlý) gezahlt werden, kann man gleichzeitig vom Gesundheitswesen profitieren und hat auch später das Recht auf Rente.
Laut Auskunft vom Direktorat der Sozialversicherungen in Ankara läuft diese Regelung für Ausländer in der Türkei wie folgt ab:

Der Antragsteller muss seit mindestens einem Jahr im Besitz einer gültigen Aufenthalts-genehmigung sein.
Formulare zum Ausfüllen sind bei der SGK erhältlich. "genel saðlýk sigortalý"
Über das Kaymakam wird die finanzielle Position der Personen festgelegt und je nach Einkunftshöhe eine Pramie berechnet:

Einkommen                      Monatlicher Beitrag
253.50TL - 760.50TL:              30.42TL

760.50TL -1521,00TL:              91.26 TL

über 1521,00TL:                    182.52 TL

DIESE REGELUNG IST NUR GÜLTIG FUR PERSONEN, WELCHE IM AUSLAND KEINE KRANKENVERSICHERUNG HABEN.

Allerdings gibt es die Information, dass bei der Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung KEINE RECHERCHE ÜBER DAS VORHANDENSEIN EINER KRANKENVERSICHERUNG geplant ist.

http://www.emekli.biz/serif-akcan/193-zorunlu-genel-saglik-sigortasi-basliyor.html


Leseranfrage bzgl. Staatsangehörigkeitsverlust


Liebe Brücke,

Bis zu meinem Eintritt in das Rentenalter am 20.02.2010 war ich fast 25 Jahre bei einem deutschen Arbeitgeber in Izmir beschäftigt als deutsche Ortskraft mit gültigem deutschen Reisepass und gültiger Aufenthaltsgenehmigung für die Türkei. In den ersten Jahren meines Hierseins beantragte ich letztere persönlich beim Ausländeramt, in den vergan
genen ca. knapp 10 Jahren wurde diese Genehmigung zusammen mit der Arbeitsgenehmigung durch meinen Arbeitgeber in Ankara eingeholt beim T.C. Dýsisleri Bakanlýgý und von diesem auch anstandslos erteilt. Nach Beendigung meines Arbeitsverhältnisses war mein erster Gang zur hiesigen Ausländerbehörde, um in den Besitz einer weiteren Aufenthalts
erlaubnis zu kommen. Das neuerdings hierzu benötigte NKÖ (Nüfüs Kayýt Örnegý) wurde mir vor Ort ausgehändigt mit dem Hinweis, dass ich doch seit dem Tage meiner Eheschliessung türkische Staatsangehörige sei und meine Antrag
stellung somit hinfällig. Mein nächster Gang war zu meinem ehemaligen Arbeitgeber. Dort - ich hatte nach meiner langjährigen Tätigkeit nichts anderes erwartet - bat man mich um Einholung einer Selbstauskunft beim Icisleri Bakanlýgý Nüfüs ve Vatandaslýk Isleri Genel Müdürlügü. Am 30.06.2010 erhielt ich per Post die Auskunft, dass ich seit dem Tage meiner Eheschliessung türkische Staatsangehörige sei. Die ursprünglichen Akten seien jedoch seit einem Hochwasser um das Jahr 1980 nicht mehr einsehbar. Bis zu einem Gegenbeweis halte man sich an die Eintragungen im Nüfüs. Ich habe niemals die türkische Staatsangehörigkeit beantragt, es wurde auch keine in meinem Namen beantragt. Eine gute Freundin noch aus den ersten Tagen in der Türkei steht übrigens vor einem ähnlich gelagerten Problem, lediglich sind bei ihr die ursprünglichen Atken dem auch in der Türkei üblichen Fall von Vernichtung nach 10 Jahren zum Opfer gefallen. Meine, unsere, Frage: gibt es ähnliche Fälle in Ýstanbul. Was können Sie uns empfehlen? Ich danke für Ihre Information und grüsse Sie herzlich aus dem ebenfalls sehr heissen Izmir.

Name ist der Red. bekannt

 

...und hier die Antwort unserer Rechtsanwältin:

Hallo Ihr Lieben,

sowohl nach der alten Fassung (mit Inlandsklausel) als auch nach neuer Fassung des dt. StAG tritt der Verlust der deutschen Staatsbürgerschaft nach Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit AUF ANTRAG ein.
Das mittlerweile ausser Kraft befindliche türkische Staatsangehörigkeitsgesetz (Fassung von 1964) besagt in Artikel 5 i.V.m. Art.42, dass einer Ausländerin bei der Eheschliessung mit einem Türken entweder durch entsprechende Erklärung gegenüber dem die Trauung vollziehenden Beamten oder bei Trauung im Ausland gegenüber dem zuständigen türkischen Konsulat/Botschaft die türkische Staatsbürgerschaft verliehen wird.
Automatisch, also ohne entsprechende Erklärung erwirbt sie die Staatsangehörigkeit dann, wenn Sie staatenlos ist oder bei Eheschliessung mit einem Türken ihre eigene Staatsangehörigkeit verliert.
Somit ist also im vorliegenden Fall die Voraussetzung für die Erteilung der türkischen Staatsbürgerschaft, eine entsprechende Erklärung (ggü dem Standesbeamten) - also ein Antrag gewesen. Mangels Beibehahltungserklärung oder Wohnsitz in Deutschland liegen somit die Voraussetzungen für den Verlust der deutschen Staatsbürgerschaft vor.
Wie die zuständigen Deutschen Behörden (ggf. in einem Verfahren nach § 30 StAG aktuelle Fassung) die Sachlage beurteilen, lässt sich schwer vorhersehen. Insbesondere da die entsprechenden Unterlagen schon seit 30 Jahren zerstört sind.
Es besteht jedoch die Gefahr, dass die zuständigen Behörden zu der Auffassung gelangen, dass die türkische Staatsbürgerschaft 1978 nur auf Antrag bei der Eheschliessung zu erteilen war, also ein solcher Antrag gestellt sein worden muss und dass dementsprechend sie ihrer deutschen Staatsbürgerschaft bereits zu diesem Zeitpunkt verlustig ging. Mangels Unterlagen ist ein Gegenbeweis (Fehlen eines Antrags) nicht möglich, zumal man auch nicht sicher sagen kann, ob der Standesbeamte nicht tatsächlich einen entsprechenden Vermerk gemacht hat.

 

Deutsche StAG:

§ 25 (Text alte Fassung)
(1) Ein Deutscher verliert seine Staatsangehörigkeit mit dem Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit, wenn dieser Erwerb auf seinen Antrag oder auf den Antrag des gesetzlichen Vertreters erfolgt, der Vertretene jedoch nur, wenn die Voraussetzungen vorliegen, unter denen nach § 19 die Entlassung beantragt werden könnte.

(Text neue Fassung)
(1) Ein Deutscher verliert seine Staatsangehörigkeit mit dem Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit, wenn dieser Erwerb auf seinen Antrag oder auf den Antrag des gesetzlichen Vertreters erfolgt, der Vertretene jedoch nur, wenn die Voraussetzungen vorliegen, unter denen nach § 19 die Entlassung beantragt werden könnte. Der Verlust nach Satz 1 tritt nicht ein, wenn ein Deutscher die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union, der Schweiz oder eines Staates erwirbt, mit dem die Bundesrepublik Deutschland einen völkerrechtlichen Vertrag nach § 12 Abs. 3 abgeschlossen hat.


Anfrage


Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich bin auf der Suche nach der in Istanbul oder der Türkei lebenden österr. Staatsbürgerin, KINAL Edith, geb. 26.06.1948.
Falls jemand die Dame kennt bzw. Informationen über Frau KINAL’s derzeitigen Aufenthaltsort bzw. Kontaktdaten hat, wäre ich für eine Mitteilung sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

 

Elfriede Geissler
Österreichisches Generalkonsulat Istanbul

Köybasi cad. No. 46
TK - 34464 Yeniköy - Istanbul

Tel. (+90/212) 363 84 10 Fax: (+90/212) 262 26 22)

E-Mail: elfriede.geissler@bmeia.gv.at


Veränderungen im Österreichischen Generalkonsulat


Im Juni verliess der Konsul Gerhard Götz das Generalkonsulat um die Leitung des Österreichbüros in Taipei zu übernehmen. Wir wünschen ihm und seiner Gattin Frosie alles Gute für die Zukunft.

Ebenso verabschieden wir Vizekonsul Johann Buder, der bereits seine neue Tätigkeit an der Österreichischen Botschaft in Sofia aufgenommen hat. Auch ihm wünschen wir viel Glück und ein schnelles Einleben in der neuen Umgebung.

Neu in Istanbul begrüssen wir Vizekonsul Thomas Wastian. Ab Juli 2010 wird Vizekonsul Wastian Stellvertreter des Leiters des Österreichischen Generalkonsulats in Istanbul.


Wussten Sie schon…


dass seit 8 Monaten ein neues Gesetz in der Türkei besteht welches besagt, dass das "türkische Finanzamt nun direkten Zugriff auf sämtliche Konten einschl. Anlagekonten hat" die sich in der Türkei befinden. Dieses Gesetz gilt für Ausländer ebenso wie für Türken.

 

...dass auch für Ausländer die Yabancý Kimlik Numuarasý gleichzeitig die Steuernummer geworden ist? Daher müssen Sie Ihre Yabancý Kimlik Numarasý beim Steueramt mit einem Schreiben bekanntgeben.

Sie können Ihre Steuernummer erfragen unter:

http://tckimlik.nvi.gov.tr/web/ForeignQueryIdentityNumber.aspx

 

...dass der neue EU-Führerschein nur 15 Jahre gültig ist?

Die ab 2013 gültigen EU-einheitlichen Führerscheine werden immer nur 15 Jahre gültig sein. Danach müssen die Bürger einen neuen Führerschein beantragen, aber keine neue Fahrprüfung absolvieren.
Für Führerscheine, die bis 2013 ausgegeben werden, gilt eine Umtauschfrist bis zum Jahr 2033. Das EU-Parlament hatte die neuen Führerscheine bereits Ende 2006 beschlossen. Das Bundesverkehrsministerium hat nun die Umsetzung der entsprechenden EU-Richtlinie auf den Weg gebracht, berichtet die «Saarbrücker Zeitung».


H&M eröffnet erstes Geschäft in der Türkei


Die schwedische Textilkette H&M (Hennes&Mauritz) steigt in den türkischen Markt ein.

Die schwedische Textilkette H&M (Hennes&Mauritz) steigt in den türkischen Markt ein und eröffnet das erste eigene Warenhaus in Istanbul. Wie Konzernchef Karl-Johan Persson in Stockholm mitteilte, sei die Türkei für H&M ein "interessanter Markt mit einer großen, jungen und modebewussten Bevölkerung". Dies biete große Möglichkeiten für Expansion in der Zukunft.

Die erste H&M-Filiale mit 2.300 Quadratmetern Verkaufsfläche soll im November in "bester Lage" in der Istanbuler Innenstadt eröffnet werden. H&M betrieb zum Jahresauftakt weltweit 2.018 Filialen und will allein im derzeitigen zweiten Quartal 73 weitere eröffnen.
Viele Bekleidungshersteller schätzen die Türkei als Produktionsstandort. 2008 kamen 20% der H&M Klamotten aus der Türkei.

Quelle: http://www.vaybee.de/deutsch/


Eröffnung am 06.November 11.00 Uhr im FORUM ISTANBUL, Bayrampaþa

 

 

 

Kulturhauptstadt 2010

Halbzeit im Ruhrgebiet
Erste Bilanz der Kulturhauptstadt Ruhr 2010

 
Das Ruhrgebiet gehört in diesem Jahr gemeinsam mit den Städten Istanbul und dem ungarischen Pecs zu den europäischen Kulturhauptstädten. 4,8 Millionen Besucher haben im ersten halben Jahr die Veranstaltungen der Ruhr 2010 besucht.

Erwartungen übertroffen
Eigentlich gibt es heuer nicht drei Kulturhauptstädte in Europa sondern 55. 53 davon liegen im Ruhrgebiet und tragen Namen wie Hamminkeln oder Schermbeck, Hünxe oder Schwelm, Holzwickede oder Castrop-Rauxel. Sie alle partizipieren mit am Projekt Ruhr 2010.
Alle Erwartungen seien bei weitem übertroffen worden, sagt Fritz Pleitgen, der Chef der Ruhr 2010. "Möglicherweise, wenn sie mir die Erklärung erlauben, haben wir den richtigen Anfang gefunden", sagt er. "Dies ist eine alte Industrieregion und deshalb sind wir mit unserer Eröffnung auf die Zeche Zollverein gegangen. (...) Vor der Kulisse dieser Zeche haben wir dann den Wandel vom Ruhrgebiet erzählt."

Die Zeche Zollverein, seit 2001 UNESCO-Weltkulturerbe, ist eine der Hauptattraktionen geworden und lockt mit dem heuer eröffneten Ruhrmuseum, zahlreichen Ausstellungen, Galerien und Cafés die Besuchermassen an. Ebenso das von David Chipperfield neu erbaute Folkwangmuseum.

Beeindruckende Zahlen
Mit Riesenspektakeln wie dem "Day of song" oder der Sperre der A40 hat man auch die weniger kulturaffine Bevölkerung ansprechen können. Den Vorwürfen der Beliebigkeit oder Niveaulosigkeit kontert man mit beeindruckenden Zahlen: 4,8 Millionen Besucher insgesamt, ein Zuwachs der ausländischen Besucher um 90 Prozent und bis Ende des Jahres voraussichtlich eine Verdoppelung der geplanten 2.500 Veranstaltungen.
Einen großen Schatten auf die Kulturhauptstadt hat die Loveparade in Duisburg geworfen, wo bei einer Massenveranstaltung 21 junge Menschen ums Leben kamen. Sie war kein Hauptbestandteil der Ruhr 2010, wohl aber ein Zugpferd, um junge Menschen anzulocken und deshalb hat man sie ins Programm integriert. Fritz Pleitgen sagt, man "werde immer wieder Gedenkminuten abhalten. Ansonsten geht das Programm wie geplant weiter."

Zahlreiche neue Kreativzentren
Da findet etwa noch die Uraufführung der Henze-Oper "Gisela" statt. Hans Werner Henze ist ja bei der Ruhr 2010 ein Schwerpunkt gewidmet. Im Folkwangmuseum wird nach der Fotografie-Ausstellung "A star is born" im Herbst noch eine große Impressionisten-Schau stattfinden und im Duisburger Landschaftspark wird Mahlers "Sinfonie der Tausend" erklingen.
Auch wenn die alten Industriedenkmäler, Zechen, Hochöfen, Brauereien und Mühlen heute Kunst und Kreativzentren geworden sind, große Festivals wie Ruhrtriennale oder Theater der Welt hier stattfinden und man die höchste Dichte an Theatern und Museen aufweisen kann, so weist das Ruhrgebiet auch eine der höchsten Arbeitslosenzahlen auf und fast alle der 53 Städte haben aufgrund der Wirtschaftskrise einen Nothaushalt zu führen. Und gerade weil man sich in diesem Kulturhauptstadtjahr budgetär verausgabt hat, könnte das im kommenden Jahr zu Schließungen von Kulturstätten und Theatern führen. "Nach Kohle und Stahl ist jetzt Kultur der wesentliche Treibstoff, um das Ruhrgebiet voranzutreiben auf dem Weg zur Metropole Ruhr", meint Fritz Pleitgen dazu.
Die Städte müssen davon überzeugt werden, weiterhin in den Standortfaktor Kultur zu investieren, und die Menschen davon, auch nach dem Kulturhauptstadtjahr wiederzukommen. Darin liegt wahrscheinlich die größte Herausforderung der Kulturhauptstadt Ruhr 2010. Und nur so ist gewährleistet, dass die vielen neuen und neugenutzten Kulturhallen, die heuer aus dem Boden wachsen, auch in Zukunft noch mit Inhalten und Besuchern gefüllt sind. Denn sonst läuft man Gefahr, dass man in ein paar Jahrzehnten die leeren und ausgedienten Kunsttempel in lukrative Konsumtempel verwandeln muss.

Textfassung: Ruth Halle

Quelle: http://oe1.orf.at/artikel/257155

 

 

 

Kultur

Hommage zum 80. Geburtstag - Der Adorf


Welcher jüngere deutsche Schauspieler hat schon alles gespielt und soll noch alles spielen? Und zwar so, dass man ihn kennt in der Welt? Da fällt uns eigentlich nur einer ein - und der wird 80.

Lesen Sie hier Auszüge aus der SZ am Wochenende vom 4. / 5. September 2010:
Robert Siodmak brauchte unbedingt einen Teufel. Der berühmte Regisseur war aus der Emigration nach Deutschland zurückgekommen. Wenig genug war ihm angeboten worden, aber das war endlich eine Geschichte, eine politische sogar: die Geschichte des Massenmörders Bruno Lüdke, der Dutzende Menschen umgebracht hatte. Da er als schwachsinnig galt, kam Lüdke nicht vor Gericht, sondern wurde 1944 umgebracht: "lebensunwertes Leben", nannte man das damals.
Siodmak wollte diesen Stoff 1957 unter dem Titel "Nachts, wenn der Teufel kam" verfilmen und suchte nach dem Teufel. In den Münchner Kammerspielen war ihm ein junger Schauspieler aufgefallen: kräftige Hände, schwarze Haare, noch schwärzere Augenbrauen, der 26-jährige Mario Adorf. Siodmak ließ ihn antreten und forderte ihn auf: "Schauen Sie mal beese!" Adorf schaute finster. "Das ist doch nicht beese! Beese, beese sollen Sie schauen!" Adorf schaute noch finsterer. Siodmak schüttelte den Kopf, traurig. Nahm dann die große Brille ab und glubschte ihn mit weitaufgerissenen Augen an. "Das ist beese!"
Adorf bekam die Rolle trotzdem. Böse konnte er besser als alle anderen. Er brachte Dienstmädchen und Kellnerinnen um. Er war zum Fürchten mit seiner dumpfen, sprachlosen Art und bekam dafür den Bundesfilmpreis in Gold.
Später spielte er Santer, den Schurken im ersten Winnetou-Film; spielte dutzendweise Mexikaner, Italiener, Ganoven, Banditen, alle böse bis schrecklich böse. Er zog nach Italien und wurde fast Italiener, drehte in Mexiko und wurde Mexikaner, drehte in Russland und wurde ein Liebling der Russen und böser, als es sich selbst Siodmak erträumt hätte.
Den ganzen August über liegt der Böse in den Zügen der Deutschen Bahn aus, auf jedem Platz das gütige Gesicht, die dunklen Augen, das schöne weiße Haar, fünfhunderttausend Mal Mario Adorf. Am kommenden Mittwoch wird dieser weise Mann achtzig, und in welcher Liga der ehemalige Schurke mittlerweile spielt, ist an dem Mann erkennbar, der ihn in der September-Ausgabe von db-mobil abgelöst hat und nun seinerseits einen Monat lang durch Deutschland reist: Helmut Schmidt.

Wie man alle an die Wand spielt
Der Böse wohnt an der Côte d'Azur. Es ist einer dieser hochsommerlichen Augusttage und in Saint-Tropez ist Stau.
Jeder - Touristen, Bootsbesitzer, Paparazzi, Liegestuhllieferanten und Surfbrettverleiher - wirklich jeder muss in diesen Tagen am Meer sein, und weil es so heiß ist, sammelt sich alles in einem monstermäßigen Stau auf der einzigen Straße, die nach Saint-Tropez führt, wo Adorf eingesperrt ist.

Was macht eigentlich Brigitte Bardot?
Das ehemalige Hippie-Dorf ist im Sommer noch immer Sammelpunkt der Leute, die sich hauptberuflich in der Bunten oder in Hello! aufhalten. An jeder Ecke die Silhouette der jungen Brigitte Bardot, der das Dorf, das längst keins mehr ist, gerade eine Ausstellung widmet. Mario Adorf sagt tatsächlich "unser Dörfchen", als wär's noch der pittoreske Fischerort, in dem sich nach den Malern und den genauso bettelarmen Dichtern in den sechziger Jahren die internationale Filmeria niederließ. Gunter Sachs, der schon archetypische Playboy, spannte - es herrschte nämlich Bauverbot - sein arabisches Zelt auf, heiratete Brigitte Bardot und erklärte den Sommer zur Party.
Auf einem Foto steht Mario Adorf mit Schnauzbart und mexikanischem Riesenstrohhut neben einer Unbekannten und einer sehr bekannten Frau am Strand: es ist die noch junge Bardot. Die Unbekannte heißt Monique, und die hat er geheiratet.
Monique kommt mit den Einkäufen vom Markt. Was macht eigentlich Brigitte Bardot? Weit weg vom Dauerstau ist sein Haus, der Pool glitzert ein bisschen, der Blick geht über die schönsten Bäume auf die Bucht, an der alles begann. Brigitte? Mario Adorf hat einmal mit Monique und ihr in einem Haus gewohnt, aber er sieht sie nicht mehr und mag sie auch nicht mehr, seit sie die Tiere lieber hat als die Menschen. Er kann den Stolz nicht begreifen, mit dem sie ihrem eigenen körperlichen Verfall zusieht, jede Korrektur, sogar jede Creme ablehnt, weil sie doch tierversuchsverdächtig sei; noch nicht einmal eine künstliche Hüfte würde sie akzeptieren.
Aber seltsam, das Gespräch dreht sich nicht um die kleine Welt von Saint-Tropez, wo Mario Adorf seit siebzehn Jahren lebt, nicht um die internationalen Stars, die Partys Tag und Nacht, sondern vom Theater erzählt er und wie er anfing. Adorfs Vater, ein Arzt aus Kalabrien, war bereits verheiratet und außerdem Besitzer von drei Töchtern, aber die Familie hätte - Sohn hin oder her - niemals eine Scheidung zugelassen.

Hart war es trotzdem
So zog seine Mutter ihren unehelichen Mario mit nichts als dem Namen als Erinnerung in Mayen in der Eifel auf. Für die Napola war er nicht rasserein genug (der Italiener!). Der Krieg blieb ihm erspart, aber er hungerte, machte Abitur, hungerte, begann in Zürich zu studieren, hungerte immer noch, und ging dann nach München auf die Falckenberg-Schule und von da zu den Kammerspielen.
Kleinste Rollen waren es am Anfang. "Beim Theater lernt man Bescheidenheit, da wird man dazu getreten", sagt er altersweise, aber hart war es trotzdem. Therese Giehse, Heinz Rühmann, Axel von Ambesser gehörten zum Ensemble damals: Er musste auffallen. Bei der "Meuterei auf der Caine", wo Siegfried Lowitz den wahnsinnigen Kapitän Queeg spielte, Bogarts Rolle, saß er als Gerichtsschreiber mit dem Rücken zum Publikum, stumm, kein Wort, aber er fällte das Urteil über den Kapitän mit einem Anschlag auf der Schreibmaschine. Tack.
1958 inszenierte Hans Schweikart den "Macbeth" mit den ganz Großen jener Tage, mit Hannes Messemer und Maria Wimmer, aber für ihn gab es nur "eine Rolle, die sogar Shakespeare-Kennern unbekannt ist". Er bettelte, flehte. "Ich hab doch schon einen Film, Herr Schweikart", es war "Nachts, wenn der Teufel kam". Er wäre ein prima Schurke gewesen, Macbeth selber womöglich, aber der Regisseur war nicht zu erweichen. Adorf gab nach und spielte seine kleine Rolle.
Der Triumph kam dann, als er trotzdem wahrgenommen wurde. Adorf kann den Satz von Walther Kiaulehn, dem Feuilleton-Chef des Münchner Merkur, der die ganze Inszenierung erbarmungslos verriss und nur ihn leben ließ, der einen besseren Soldaten gespielt hatte. Er kann den Satz noch nach mehr als fünfzig Jahren auswendig: "Aus dem kleinen Stamm des verbliebenen Kammerspielensembles ragte Mario Adorf hoch empor."

Von Willi Winkler

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/kultur/


Kölner Restauratoren in Istanbul ausgezeichnet

 
Das Restauratorenteam des Kölner Wallraf-Richartz-Museums und die Fachhochschule Köln haben gestern in Istanbul den Keck-Award des Internationalen Instituts für Konservierung von Kunst- und Kulturgut (IIC) bekommen. Nach Angaben eines Museumssprechers handelt es sich bei dem Preis um den "Oscar der Restaurierungsszene". Museum und Hochschule wurden für das Forschungsprojekt "Maltechnik des Impressionismus und Postimpressionismus" ausgezeichnet.

Quelle: Rheinische Post

 

 

 

Lesetipp

 

 

 

Aus den Medien

Was Ost und West unterscheidet
Die deutsche Einheit im Alltag


20 Jahre deutsche Einheit - am Sonntag wird dieses Ereignis groß gefeiert. Passend zum Jahrestag werden Statistiken über die Unterschiede zwischen Ost und West präsentiert, und der Bundestag ist sich einig, dass es keine gleichwertigen Lebensverhältnisse in Deutschland gibt. Doch was hat sich im kleinen Alltag zwischen den alten und neuen Bundesländern geändert? Wir machen eine Bestandsaufnahme – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Sind wir ein Volk? Immer wieder wird das von Politikern und auch in der Bevölkerung selbst infrage gestellt. Und darin sind sich sowohl der Osten als auch der Westen einig. Tatsächlich geben die Statistiker von Zeit zu Zeit Zahlen heraus, die zeigen, dass Deutschland noch immer nicht vollständig zusammengewachsen ist.
Dass es bei Mieten, Renten oder Löhnen noch Unterschiede gibt, ist dabei allgemein bekannt. In regionalen Vergleichen wird dies immer wieder deutlich. Doch wenn Ost- und Westdeutsche an einem Ort zusammenleben, spielen solche Dinge keine Rolle. Dann sind es vielmehr die kleinen alltäglichen Nebensächlichkeiten, die noch auf Unterschiede hinweisen - und dabei vor allem zum Schmunzeln anregen.

Beispiel Sprache
Ein Beispiel ist in dieser Hinsicht die Sprache. Auch wenn es in ganz Deutschland unterschiedliche Dialekte gibt, und ein Ostfriese mal einen Bayern nicht versteht, so ist es zwischen Ost und West ein beliebtes Thema. Denn nicht immer sind die Begrifflichkeiten gleich.
Bestellt ein Westdeutscher etwa im Osten ein Jägerschnitzel, wird er sich vermutlich wundern. Denn statt einem ordentlichen Schnitzel mit Pilzen bekommt er eine panierte Wurst. Umgekehrt erwartet ein Ostdeutscher etwas ganz anders, würde er im Westen einen Pfannkuchen bestellen. Dann erwartet er nämlich einen Berliner. Zum Pfannkuchen dagegen sagt er Eierkuchen - oder in Berlin und Brandenburg auch Plinse.
Das beliebteste Beispiel in Sachen Sprache ist aber immer wieder die Uhrzeit. So heißt es im Osten statt viertel vor neun dreiviertel neun, und viertel nach eins ist viertel zwei. Was aber nur wenige wissen ist, dass es auch im Westen Regionen gibt, in denen die "Dreiviertel"-Uhrzeit genutzt wird - so nämlich in Schwaben und in Franken.
Nicht zusammengewachsen sind Ost und West scheinbar auch auf der privaten Ebene. Denn Eheschließungen zwischen beiden Landesteilen sind nach wie vor selten. Gerade einmal vier Prozent der Ehen sind "gesamtdeutsch", wie die statistischen Bundesämter zeigen. Und da oft regional geheiratet wird, gibt es in den alten Bundesländern sogar mehr deutsch-türkische Hochzeiten als ost- und westdeutsche.

Beispiel Haushaltsgeräte
Geht es um die Gebrauchsgegenstände, dann haben sich Ost und West dagegen sehr weit angeglichen. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. So haben im Osten inzwischen 99 Prozent aller Haushalte einen Festnetzanschluss. Das war vor der Wende nicht so - gerade einmal 17 Prozent der DDR-Haushalte mussten nicht in die Telefonzelle gehen.
Auch beim Geschirrspüler hat der Osten aufgeholt. 1993 besaßen gerade einmal drei Prozent ein solches Gerät, 2008 waren es schon 55 Prozent (im Westen 64 Prozent). Nur in Wäschetrockner investieren die Menschen in den neuen Ländern ungern. Lediglich 22 Prozent besitzen einen, in den alten Bundesländern sind es 42 Prozent.
Nostalgisch geht es aber noch bei den Autos zu. Denn noch immer fahren Trabis und Wartburgs auf deutschen Straßen – auch wenn die Zahl stetig abnimmt. Nach Angaben des Kraftfahrzeug-Bundesamtes gibt es noch 41.000 dieser Fahrzeuge. Im Jahr 2000 waren es noch mehr als 200.000. Ob die Neuauflage des Trabants aber tatsächlich Käufer anzieht, ist eher nicht zu erwarten.
Egal, wie sehr sich Ost- und Westdeutsche noch unterscheiden, zusammengewachsen sind die beiden Teile Deutschlands dennoch, wenn auch nicht vollständig. Denn 20 Jahre Einheit wiegen nun einmal nicht 40 Jahre Trennung auf. Und erst die nächsten Generationen werden davon wohl nichts mehr spüren.

Quelle: http://www.rp-online.de/panorama


 Als die Liebe schwimmen ging

 
Wenn die Savarona in Istanbul vor Anker liegt, dann ist sie das schönste Schiff im Bosporus. Eine Yacht größer als alle anderen und dabei von einer Eleganz, die all die jüngeren beschämt, die protzig und klobig in den Marinas von Bebek oder Istiniye liegen. Keine neureiche, eine feine alte Dame, stolz auf ihre Geschichte. Gebaut 1931 in Hamburg von Blohm & Voss für eine amerikanische Erbin, 1938 dann an die Türkei verkauft, ein Geschenk des Staates an seinen Gründervater: Die Savarona war die Yacht Atatürks. Ein paar Wochen nur. Seit einigen Jahren kann man die Savarona mieten, für 50000 US-Dollar am Tag. 'Das Schiff steht nun berühmten und wichtigen Gästen zur Verfügung', wirbt der Betreiber, 'und hilft, das Andenken an Atatürk lebendig zu halten.'
Nun ja. Am Dienstag dieser Woche wurde die Savarona von der Gendarmerie aufgebracht vor dem Städtchen Göcek vor der ägäischen Küste. Insgesamt wurden 21 Personen festgenommen, unter ihnen ein bekannter Geschäftsmann und 13 zum Teil minderjährige Frauen aus Russland und der Ukraine. Der Vorwurf: Menschenhandel und Prostitution. An Bord des Luxusschiffes wurden offenbar Sexpartys gefeiert. Die Yacht Mustafa Kemal Atatürks ein schwimmendes Bordell? Der TV-Sender Habertürk überschrieb seine Berichterstattung mit dem Seufzer: 'Das also haben wir dir auch noch angetan!'
Als die Savarona - mit 136 Metern Länge die damals größte Yacht der Welt - am 1. Juni 1938 in den Bosporus einfuhr, da war Atatürk schon ein kranker Mann. Er bestellte noch ein paar Mal das Kabinett auf der Savarona ein, die meiste Zeit aber lag er im Bett. Nach sechs Wochen brachten ihn seine Leute zurück in den Palast, wo er am 10. November starb, die Savarona vor dem Fenster seines Sterbezimmers. Später diente das Schiff der Marine eine Weile zur Kadettenausbildung. Wiederbelebt wurde sie im Jahr 1989, als der Geschäftsmann Kahraman Sadikoglu vom Finanzministerium die Rechte an dem Boot für 49 Jahre erwarb.

Sadikoglu ließ das Schiff aufwendig restaurieren und mit all jenen Accessoires ausstatten, die ein türkischer Bauunternehmer für Luxus hält: In den Salons umspielen vergoldete Adler, lautespielende Bronzejünglinge und sich räkelnde Meerjungfrauen die Gäste. Die größte der 17 Suiten ist mehr als 100 Quadratmeter groß, es gibt ein Kino und ein Dampfbad, das allein 65 der 260 Tonnen Marmor verschlang, die Sadikoglu verbauen ließ. Außerdem beherbergt die Savarona ein Atatürkmuseum. 'Sie ist das einzige Schiff, an dem Sie sich an einem Louis XV-Tisch niederlassen und dabei ein Buch aus Atatürks privater Bücherei lesen können', wirbt die Webseite. Prinz Charles, Claudia Schiffer, Hugh Grant und Tom Cruise genossen schon die 'Intimität und Abgeschlossenheit' der Kajüten. Damit ist es wohl vorbei. Der türkische Staat will sich die Yacht zurückholen. Finanzminister Mehmet Simsek verweist auf die Annullierungsklausel im Pachtvertrag, die in Kraft tritt, 'wenn die Yacht nicht im Einklang mit dem Erbe der Nation oder den traditionellen Sitten und Gebräuchen zuwiderlaufend benutzt wird'. Der Beweis dürfte schnell geführt sein.

Von Kai Strittmatter

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/


Stromnetze der Türkei privatisiert

Die türkische Regierung hat sich für die Privatisierung von regionalen Stromnetzen entschieden. Neben den Stromnetzen im westtürkischen Izmir, in den Regionen um Edirne und Diyarbakir wurde auch das Stromnetz im europäischen Teil von Istanbul an private Netzbetreiber verkauft. Das spülte etwa 4,4 Milliarden Euro in die Staatskasse der türkischen Regierung.

Stromklau verhindern und Netzausbau vorantreiben
Ausschlaggebend für die Netzprivatisierung waren nicht nur die finanziellen Aspekte sondern auch der Ausbau und die Modernisierung der alten Stromnetze. Auch in der Türkei steigt der Strombedarf stetig an und überlastet die alten Leitungen. Zugleich soll auch dem Stromklau entgegengewirkt werden. Im südöstlichen Teil der Türkei scheint es beinahe an der Tagesordnung zu sein, dass die Stromleitungen unerlaubter Weise angezapft werden.
Laut türkischen Presseberichten sind bereits 75 Prozent der Stromnetze in privatisiert worden und bis zum Ende des Jahres 2010 sollen weitere vier regionale Stromnetze folgen.

Quelle: http://www.stromtarife.com/

 

 

 

 

 

 

 

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