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Editorial |
Wir
melden uns zurück ...!
Liebe BRÜCKE-Mitglieder,
Mit
diesem Infobrief melden wir uns offiziell aus der Sommerpause zurück
und gehen mit tatkräftigen Schritten in ein weiteres Vereinsjahr.
Die Sommerpause war aber nicht wirklich eine Pause im herkömmlichen
Sinn. Zwar war das Büro nicht immer besetzt, doch informierten wir
alle Interessenten, die wir übers Netz erreichen konnten, mit
unseren e-Briefen über wichtige Ereignisse und Termine. Wir möchten
auch weiterhin diesen Weg nutzen. Sollten Sie im Sommer keinen der
e-Briefe erhalten haben, bitten wir Sie, uns Ihre Mailadresse
durchzugeben oder Ihre schon eingetragene Mailadresse zu überprüfen.
Im Zeitalter der Technik möchten auch wir uns nicht mehr den
Fortschritten entgegen setzen. So werden wir Ihnen in Zukunft den
Infobrief monatlich über das Internet zukommen lassen. Bis diese
Neuerung sich durchgesetzt hat und wir sicher sein können, dass
unsere Leser mit diesem System zufrieden sind, werden wir vorläufig
den Brief auch noch per Post an Sie schicken. Wir bitten auch jeden,
der KEINE Mailadresse hat, sich im Büro zu melden und dies eintragen
zu lassen, damit wir unseren Interessenten bei Bedarf auch Briefe
nach Hause schicken können. Bitte geben Sie diese Information auch
an Bekannte und Freunde weiter.
Um den Infobrief noch interessanter gestalten zu können, würden wir
uns über Ihre Mitarbeit und Unterstützung in Form von Leserbriefen
oder auch interessanten Informationen freuen. Sie könnten uns z.B.
von einem interessanten Erlebnis berichten oder vielleicht haben Sie
auch einen schönen Schnappschuss mit ihrer Kamera gemacht, etwas,
das Sie gerne mit den Lesern teilen möchten... Natürlich sind wir
auch froh über jeglichen Bericht vom Alltag in der Türkei, von
Schwierigkeiten mit den Behörden und auch von positiven Eindrücken
und Erlebtem.
Gerne organisieren wir zu Festen, gerne sind wir ein Bindeglied für
alle Deutschsprachigen, auch verstehen wir uns als Vermittler zu
Behörden und Vertretungen und doch möchten wir Sie aufrufen, für das
Verständnis untereinander selbst Initiative für Aktivitäten zu
ergreifen, die Ihrer Meinung nach auf Interesse stossen. So kann ein
jeder dazu beitragen, die Gemeinschaft Gleichgesinnter zusammen
stark zu machen. Mit dem Beginn des Vereinsjahres suchen wir auch
wieder ehrenamtliche Helfer, die uns bei der Zusammenstellung für
Infobrief und Infoheft / Agenda helfen können. Sollten Sie also Zeit
und Lust haben, melden Sie sich doch bitte einfach im Brücke-Büro.
Wie zu jedem Beginn des Vereinsjahres laden wir alle Leser,
Interessenten und Freunde herzlich zur Teilnahme an unserem
Eröffnungsbruch am 14.10.2010 im Litera Cafe und / oder zum
abendlichen Cocktail am 25.10.2010 im Barcelo Hotel ein. Alle
weiteren Informationen hierzu finden Sie auf Seite 5.
Unsere Infobriefe sollen Sie auch im kommenden Jahr mit nützlichen
Tipps für den Alltag und auch mit Hinweisen zu interessanten
Veranstaltungen und Ereignissen begleiten. Die Zusammenführung
Deutschsprachiger ist der wichtigste Ausgangspunkt für unseren
Einsatz im Verein. Der Kontakt zu Gleichgesinnten hilft so manch
einem über die erste Einsamkeit bei der Ankunft im fremden Land
hinweg. Doch auch für die vielen „fast Einheimischen“ in der Türkei
ist der Verein ein wichtiges Bindeglied zur Heimat geworden.
Bei Fragen zum Alltag, Fragen zur rechtlichen Situation oder auch
bei Problemen in den verschiedensten Bereichen wenden Sie sich bitte
telefonisch oder per Mail an Petra, der wir an dieser Stelle
herzlich für ihren Einsatz im Brücke-Büro danken möchten und die
auch in Zukunft weiterhin Informationen zusammentragen und gerne
Auskunft geben wird.
Wir
freuen uns auf Sie und dass Sie uns wieder durch das Jahr begleiten!
Das
BRÜCKE-Team
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In eigener
Sache |
Herzlichen Glückwunsch
Vergangenheit ist Geschichte,
Zukunft ist Geheimnis,
aber jeder Augenblick ist ein Geschenk.
Die Geschichte
erinnert uns daran, dass während der Sommerpause einige unserer
Boardmitglieder Geburtstag hatten.
Wir möchten diesen Augenblick nutzen, um ihnen nachträglich ganz
herzlich zu gratulieren.
Alles Gute
euch Allen
- Annemarie Medovic, Biggi Özcan, Brigitte Midil, Claudia
Yýlmaz, Corina Bilhan, Derya San, Erwin Köhle, Manfred Lange,
Mona Engin, Yasemin Demir und vielen Anderen - in eurem neuen
Lebensjahr!
Groβes Glück
kann so klein sein…
Ganz herzlich möchten wir Beate und Wolf-Bernd
Kretzschmann zur Geburt ihres Enkels gratulieren!
"Erst bei den Enkeln ist man dann so weit,
daß man die Kinder ungefähr verstehen kann"
Autor unbekannt
In diesem Sinne wünschen wir den Großeltern viel
Glück und Freude mit dem neuen Erdenbürger und gratulieren
natürlich auch den Eltern ganz besonders zur Geburt ihres Sohnes!
Gute
Besserung
Unsere besten Genesungswünsche an unser langjähriges Mitglied
Marina Baumeister-Karaca, auf dass sie bald wieder so fit
und gesund sein möge wir immer.
Gabriele Sailer
Danke
Noch vor dem
Sommer konnte Elke Tekin, die seit ihrem Schlaganfall im
Lape Pflegeheim untergebracht ist, keine deutschen TV Programme
mehr erhalten. Da das Fernsehen für Elke der Kontakt zur
Auβenwelt ist, haben viele liebe Menschen aller Nationalitäten
und die “BRÜCKE” für Elke's neue Sateliten TV-Einrichtung
gespendet.
Elke war überglücklich über Ihren Einsatz für sie. Ein ganz
groβes DANKE von Elke.
Christine Klar
Beileid
Unserem
langjährigen Mitglied Biggi und ihrer Familie möchten wir
unser herzliches Beileid zum Tod ihres Vaters / Opas aussprechen.
Ein Mensch, der uns verlässt,
ist wie eine Sonne, die versinkt.
Aber etwas von ihrem Licht
bleibt immer in unserem Herzen zurück.
Es bleiben die
vielen schönen Erinnerungen, die das Licht im Herzen leuchten
lassen...
In diesem
Sinne gilt auch unser Beileid Doris Zirh und ihrer Familie
zum Tod ihrer Mutter.
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“Allah
kavuþtursun” oder besser gesagt ”Hayýrli tezkereler” wünschen
wir ebenfalls Doris, deren Sohn seine Militärdienstzeit in Hatay
verbringt. Wir wünschen dir und deiner Familie, dass die Zeit
wie im Fluge umgeht und der kleine Sohn als großer Mann schnell
wieder in den Kreis der Familie und in seine Berufswelt
zurückkehrt.
Claudia Yilmaz
Leserbrief
IYI BAYRAMLAR
und fröhliche Feiertage möchten auch ich und mein Mann dem
ganzen Brücke-Team wünschen!
Leider können
wir an den vielen Unternehmungen nie teilnehmen, weil wir so
sehr weit ab von Istanbul leben. Dennoch freue ich mich immer
über eine köprü-mail und lese gerne im Brief die Berichte über
Ausflüge und sonstige Erlebnisse. Wir leben seit 2 Jahren als
Rentner (mein Mann Türke) in Didim und befinden uns
empfindungsmäßig noch in der Phase eines "never ending" Urlaubs!
Ich grüße Sie
sehr herzlich
Marlie Becker
-Kayhan - Didim /Aydin
Ende der
Sommerzeit
Sonntag den 31.10.2010 um 3:00 Uhr
Die Uhr wird
dann um 1 Stunde zurückgestellt, "die Nacht ist also 1
Stunde länger". Dabei findet der Wechsel von der Sommerzeit in
die Winterzeit (Normalzeit) statt.
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Rückblicke |
Einladung
zu einer Gesprächsrunde
Um vor
Ort Anregungen und Erkenntnisse zu sammeln, die für die Arbeit im
Bundestag von Bedeutung sein könnten, kamen Vertreter der
Landesgruppe Niedersachsen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, nach
Istanbul.
Am 03.06. war ich zu einer Gesprächsrunde mit ihnen ins Goethe
Institut eingeladen. Hier ergab sich die Möglichkeit, die Mißstände
der gesetzlichen Regelung für Ausländer, insbesondere der Deutschen
in der Türkei im Vergleich zu der Situation der Türken in
Deutschland, darzulegen. Und immer wieder wird Verwunderung
deutlich, ja, auch Unverständnis über die hier geltende aufenthalts-
und arbeitsrechtliche Situation. Dass wir trotz all der Mißstände
der gesetzlichen Regelungen dennoch mit Freude und in die
Gesellschaft integriert hier leben, hat zusätzliche Verwunderungen
hervorgerufen.
Zu wünschen wäre, dass die Vertreter des Bundestages durch diese
Gespräche, eine Grundlage finden würden, die auf eine Verbesserung
unserer Lage hinwirken könnte. Leider ist die Sensibilität für
Ausländer in der Türkei von türkischer Seite noch immer nicht
geschaffen worden und es bleibt zu hoffen, dass von Seiten der
Bundesrepublik auf höherer Ebene Verhandlungen eingeleitet werden,
die unsere gesetzliche Lage unter dem Prinzip der Gegenseitigkeit
mit Deutschland verbessern könnten.
Claudia
Yilmaz
Dankesschreiben der Landesgruppe Niedersachsen
LG Niedersachsen
CDU/CSU-Bundestagsfraktion Platz der Republik 1 – 11011 Berlin
Berlin, 23. Juni 2010
„Die Brücke e.V.“
Sehr geehrte Frau Yilmaz,
ich wende mich
hiermit noch einmal bezüglich unserer Landesgruppenreise, die uns
vom 31. Mai bis zum 4. Juni 2010 nach Istanbul geführt hat, an Sie.
Auch im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen der Landesgruppe
Niedersachsen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion möchte ich Ihnen meinen
ganz herzlichen Dank für das Gespräch während unseres Besuchs in
Istanbul aussprechen.
Meine Kolleginnen und Kollegen, insbesondere meine Stellvertreterin
Rita Pawelski, hat die Begegnung mit Ihnen sehr beeindruckt. Wir
haben bei dieser Gelegenheit, wie aber auch beim gesamten Besuch in
Ihrer wunderschönen Stadt, viele interessante Informationen und neue
Eindrücke gewonnen. Und auch, wenn Türken und Deutsche ohnehin
traditionell sehr gute und enge Freunde sind, so hat unsere Reise
unser Bild von der Türkei noch weiter positiv beeinflusst.
Wir würden uns freuen, wenn wir Ihre Gastfreundschaft erwidern und
unseren Meinungsaustausch einmal fortzusetzen könnten – vielleicht
gibt ja eine Ihrer künftigen Reisen nach Deutschland hierzu die
passende Gelegenheit.
mit freundlichen
Grüßen
Michael Grosse-Brömer
MdB
- Vorsitzender -
Landesgruppe Niedersachsen
Auf Wiedersehen und Willkommen - Pfarrerwechsel in St. Paul
Abschiedsworte von Pfarrer Dr. Aloys Butzkamm
In Istanbul kennt
man den Wechsel von Kommen und Gehen.
Am 1. Dezember 2009 habe ich die Stelle als Pfarrer der Gemeinde St.
Paul übernommen. Am 31. August 2010 läuft mein Vertrag aus. Da mir
nur wenig Platz in diesem Gemeindebrief zur Verfügung steht, fällt
mein Abschiedswort kurz aus.
Ich danke an erster Stelle Gott, der mich für neun Monate nach
Istanbul gerufen hat. Es war ein Geschenk. Ich danke dem
Pfarrgemeinderat für die engagierte Mitarbeit. Gern habe ich mit der
evangelischen Gemeinde und mit der katholischen österreichischen
Gemeinde zusammenge-arbeitet. Der Kontakt mit dem Deutschen
Generalkonsulat war erfreulich.
Gern denke ich an die Zusammenarbeit mit den BRÜCKE-Damen. Einen
besonderen Gruß und Dank schicke ich nach Ankara. Dort habe ich
aktive Gemeindemitglieder kennengelernt, eine große Kinderschaar und
eine tolle Firmgruppe. Zwölf kleine Gruppen aus deutschen Gemeinden,
in denen ich früher tätig war, haben mich besucht. Alle sind mit
unvergesslichen Eindrücken zurückgekehrt.
Für mich am Wichtigsten war die sonntägliche Eucharistiefeier und
die Verkündigung des Wortes Gottes.—
Ich kehre mit guten Gefühlen und vielfältigen Erinnerungen zurück
und hoffe, dass ich diese Stadt in den nächsten Jahren noch mehrmals
mit Gruppen besuchen kann.
Meinem Nachfolger
Christian Rolke wünsche ich, dass er ebenfalls gerne hier ist und
zum Wohle vieler Menschen in Istanbul wirken kann.
Dank an Pfarrer Dr. Alois Butzkamm – Interimspfarrer
in St. Paul
Neun Monate sind
eine kurze Zeit. Pfarrer Butzkamm, der mit Elan und großer Freude
nach Istanbul kam, füllte diese Periode nicht nur mit den täglichen
Pflichten eines Pfarrers aus, er schaffte dazu noch das Kunststück,
der Gemeinde durch seine Persönlichkeit neue interessante Impulse zu
geben. Seine Gottesdienste hatten viel Tiefsinn und bereicherten das
liturgische Wissen der Gemeinde. Sehr beliebt waren seine
kunsthistorischen Vorträge mit theologischen Schwerpunkten und seine
exklusiven kulturellen Ausflüge zu christlichen Stätten in Istanbul.
In zahlreichen von ihm verfassten Büchern teilt er sein großes
Wissen mit den Lesern. Ebenso ließ er seine Herzensgüte allen, die
mit ihm zu tun hatten, spüren. Großen Wert legte er auf die
Fortführung und Pflege der ökumenischen Beziehungen zur
evangelischen Schwestergemeinde Kreuzkirche und auf die Kontinuität
in der Zusammenarbeit mit unserer katholischen österreichischen
Schwestergemeinde St. Georg. Der Pfarrgemeinderat bedankt sich
insbesondere für die reibungslose Zusammenarbeit und die durch ihn
erfahrene Wertschätzung.
Lieber Pfarrer
Butzkamm, behalten Sie den Pfarrgemeinderat und die Gemeinde St.
Paul in guter Erinnerung. Wir wünschen Ihnen alles Gute und Gottes
Segen für Ihre Tätigkeit in der Heimat!
B.Kretzschmann
/ A.Medovic PGR –St. Paul
Vorstellung des Neuen Pfarrers Christian Rolke
Herzlich
Willkommen heißen wir Pater Christian Rolke CM, der ab September
dieses Jahres vom KAS entsandt als Pfarrer unserer Gemeinde tätig
sein wird.
Lieber Herr Pfarrer Rolke, wir wünschen Ihnen einen guten Einstand
und Gottes Segen für Ihre neue Aufgabe. Der PGR wird alles in seiner
Macht und Befugnis liegende tun, um Sie bei Ihrer Tätigkeit zu
unterstützen, damit unsere Gemeinde das bleibt, was sie ist, nämlich
eine lebendige Gemeinde, wo Jeder und Jede eine geistige Heimat
findet und sich besonders in unserer Stadt und in unserer Gemeinde
neu Angekommene wohl und heimisch fühlen.
Im Namen des
PGR
Annemarie Medovic, Vorsitzende
Beginn des neuen Schuljahres 2010/2011
in der Deutschen Schule Izmir
Am 1.
September 2010 wurde das dritte Jahr an der Deutschen Schule Izmir
offiziell eröffnet.
Die Schulleiterin Frau Sahraoui begrüßte alle alten und neuen
Schüler und Schülerinnen, das erweiterte Kollegium und stellte die
Hauptarbeitsschwerpunkte des neuen Schuljahres vor.
Die SchülerInnen der Klassen 2-4 führten das Theaterstück “Vom
Löwen, der nicht schreiben konnte” mit einfachen aber wirksamen
Kostümen auf und sorgten für gute Unterhaltung.
Im Anschluss daran wurden die Erstklässler eingeschult. Alle bekamen
eine selbst gebastelte Schultüte und selbst gemalte
Willkommensbilder von ihren Paten aus der 2. Klasse.
Seit diesem Schuljahr gibt es eine Vorschulklasse in der Deutschen
Schule Izmir, deren Kinder ebenfalls mit einer kleinen Schultüte
herzlich willkommen geheißen wurden.
Vertreterinnen des Deutschen Generalkonsulates begrüßten ebenfalls
das neue Schuljahr und überbrachten Geschenke für die Vorschulklasse
und
die Erstklässler.
Im
Anschluss an die offizielle Feier konnten sich die neuen Eltern bei
Kaffee und Kuchen bekannt machen.
KATJA
Riedel-Arslan
Ansprechpartnerin Izmir
Die
PASCH-Projekte im Sommer 2010
Im
Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ nahmen im
vergangenen Sommer 240 Schüler/innen aus GI-PASCH- sowie DSD-Schulen
an vier Jugendcamps teil.
Die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ wird vom Auswärtigen
Amt koordiniert. Ihr Ziel ist es, ein weltumspannendes Netz von
mindestens 1.500 Partnerschulen aufzubauen und damit bei jungen
Menschen Interesse und Begeisterung für das moderne Deutschland und
seine Gesellschaft zu wecken.
Die Initiative trägt mit zusätzlichen Bildungsangeboten zur
nachhaltigen Qualifizierung sowohl von Schülerinnen und Schülern als
auch von Lehrkräften bei und erweitert damit die Kompetenzen der
jungen Menschen für ein Studium in Deutschland und im späteren
Berufsleben.
Vom 21. Juni bis 2. Juli fanden das Schülerbandcamp in Istanbul, das
Theatercamp in Izmir sowie das Schülerzeitungscamp in Batman und
Þanlýurfa statt. Eine Woche später startete auch das internationale
PASCH-Fußballcamp in Trabzon, an dem neben türkischen auch
moldawische, georgische und rumänische Schüler/innen beteiligt
waren.
In allen PASCH-Sommercamps stand die Verbindung aus Deutsch lernen
am Vormittag und kreativem Arbeiten in Nachmittagsworkshops im
Vordergrund. Auf diese Weise konnten die Schüler/innen nicht nur
ihre Deutschkenntnisse in einem neuen Lernumfeld verbessern, sondern
auch ihre individuellen Fähigkeiten und Talente fördern. Durch
gemeinsame Ausflüge lernten sie zusätzlich die Region besser kennen.
Beim Schülerbandcamp in Istanbul kamen talentierte junge
Musiker/innen zusammen, die zehn Tage lang intensiv miteinander neue
Songs geprobt und anschließend unter Anleitung eines erfahrenen
Produzenten aufgenommen haben. Am Ende des Camps konnten sie ihre
deutschsprachigen Musikstücke auf zwei Konzertbühnen einem
begeisterten Publikum präsentieren.
Für die Arbeit an der ersten PASCH-Schülerzeitung trafen sich
journalistisch interes-sierte Schüler/innen im Südosten der Türkei.
In knapp zwei Wochen erstellten sie ein Konzept, recherchierten zu
ihren selbst gewählten Themen, schrieben Zeitungsartikel auf
Deutsch, arbeiteten als Fotografen und bastelten mit der
Unterstützung von drei deutschsprachigen Journalist/innen am Layout
der Zeitung. Außerdem dokumentierten sie die Aktionen im Camp in
einem Webblog und erstellten am Ende einen Campfilm.
Die
Zeitung ist auf
https://www.pasch-net.de/mit/pkt/scz/de3321725.htm
einzusehen.
Die
Teilnehmer/innen des Jugendcamps in Izmir lernten mit Hilfe von drei
Theaterpädagogen alles rund um die Schauspielerei und konnten ihr
darstellendes Talent erproben. Sie erarbeiteten in zehn Tagen ein
deutschsprachiges Theaterstück, das sie am Ende erfolgreich auf die
Bühne des Fran-zösischen Kulturzentrums in Izmir brachten.
Sportliche Schüler/innen aus der Türkei, Georgien, Rumänien und
Moldawien wurden zum 1. Internationalen PASCH-Fußballcamp nach
Trabzon vom 1. bis 10. Juli eingeladen. Nach dem thematischem
Deutschunterricht trainierten die Teilnehmer/innen nachmittags auf
dem Fußballplatz und nahmen an verschiedenen Wettbewerben teil. Zum
Abschluss des Camps gab es zwei Spiele gegen eine Mädchen- und eine
Jungenmannschaft aus Trabzon. Es muss in Zukunft aber noch mehr
trainiert werden.
Am Ende
des gerade begonnenen Schuljahres werden wieder Sprachcamps
stattfinden.
Nähere
Informationen dazu können Sie ab November auf
http://www.goethe.de/ins/tr/ank/deindex.htm
finden.
Jörg
Jenoch,Experte für Unterricht/PASCH,Goethe-Institut Ankara
Mit ABBAS KHIDER –
einem deutsch-irakischen Schriftsteller,
hat das
Goethe-Institut Istanbul, am 2. September 2010, mit einer neuen
Lesungsreihe in ihrer Bibliothek begonnen. Wie die Leiterin Claudia
Hahn-Raabe mitteilte, sollen nun regelmäßig Lesungen mit jungen
deutschen und deutschsprachigen Autoren stattfinden.
Die Lesung mit Abbas Khider wurde von der Schriftstellerin und
Journalistin Dilek Zaptcioglu moderiert.
Abbas Khider, ein in Berlin lebender Lyriker und Schriftsteller,
stellte nun seinen Debütroman “ Der falsche Inder“ in Istanbul vor.
In seinem Roman beschreibt er die Lebensgeschichte eines Irakers,
der vor Krieg und Unterdrückung aus seinem Heimatland flieht. Die
vielen Eindrücke und Erlebnisse einer langen und dramatischen Flucht
durch Nordafrika und Europa lassen den Ich-Erzähler zwischen
Reportage und Märchen, zwischen Traurigkeit und Witz, zwischen
politischen Aussagen und gewöhnlichem Leben gleiten. Die Geschichten
handeln von Mitgefangenen, Flüchtlingen, Schleppern und Betrügern,
aber ebenso von Frauen und Familienmitgliedern. In seinem
autobiografisch eingefärbten Roman gibt Abbas Khider wohl nicht die
genauen politischen Verhältnisse im Irak oder in den durchreisten
Ländern wieder, sondern erzählt teilweise mit einer großen
Leichtigkeit von den tragischen Ereignissen und macht so die
Perspektive der Flüchtenden verständlich. Von Elend und Todesangst
auf der jahrelangen Flucht schreibt er nur andeutungsweise, was sich
dem Leser dennoch zwischen den Zeilen spiegelt. Abbas Khider hat aus
dem aktuellen Thema einen sehr interessanten, unterhaltsamen Roman
ohne moralischen Zeigefinger gemacht.
Abbas Khider wurde 1973 in Bagdad geboren. Mit 19 Jahren wurde er
wegen seinen politischen Aktivitäten verhaftet. Nach einer
zweijährigen Gefängnisstrafe floh er aus dem Irak und hielt sich
drei Jahre als illegaler Flüchtling in verschiedenen Ländern auf.
Seit 2000 lebt er in Deutschland und hat das Studium der Philosophie
und Literaturwissenschaft in München und Potsdam absolviert. Zur
Zeit lebt und arbeitet er in Berlin.
2010 erhielt Abbas Khider den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis der
Robert-Bosch-Stiftung, mit dem deutsch schreibende Autoren und
Autorinnen mit nicht deutscher Muttersprache geehrt werden.
Am 10. Oktober 2010 wird um 15.30 Uhr eine Lesung mit Abbas Khider
auf der Frankfurter Buchmesse in Halle 5.0 stattfinden. Der
Veranstalter ist das Literarische Colloquium Berlin.
Das Buch
“Der falsche Inder“ ist bei Edition Nautilus erschienen.
Mona
Marweld-Engin
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News und Aktuelles |
Volksabstimmung über Verfassungsreform
Türken entscheiden sich für mehr Demokratie
Von Kai Strittmatter, Istanbul
Drei
Jahrzehnte nach dem Putsch: Die Türken haben für eine weitreichende
Reform ihrer Verfassung votiert. Es ist ein Erfolg für die Regierung von
Ministerpräsident Erdogan.
Die Türken haben am Sonntag in einem Referendum für eine weitreichende
Reform ihrer Verfassung gestimmt. 58 Prozent stimmten mit Ja, 42 Prozent
mit Nein. Dies gilt als Erfolg für die Regierung von Ministerpräsident
Tayyip Erdogan, der am Abend von einem "Fest für die türkische
Demokratie" sprach. Die Türkei habe eine "historische Schwelle"
überschritten. Die Reformen beschränken die Macht des Militärs und sehen
eine Neuordnung der hohen Justiz vor.
Westeuropäische Politiker wie die Türkei-Berichterstatterin des
EU-Parlamentes, Ria Oomen-Ruijten, hatten die Reformen im Vorfeld als
"Schritt in Richtung Demokratisierung" begrüßt; auch liberale
Intellektuelle wie Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk hatten für ein
Ja geworben.
Die alte Verfassung stammt aus dem Jahr 1982 und ist eine
Hinterlassenschaft der Putschgeneräle, die damals die Türkei
beherrschten. Die Regierung Erdogans hatte die Abstimmung über ihre
Reformen bewusst auf den 30. Jahrestag des Militärputsches vom 12.
September 1980 gelegt. Die höchste Zustimmung kam am Sonntag aus den
ländlichen Gebieten Anatoliens, aber auch die Metropolen Ankara und
Istanbul stimmten zu. Die Gegner siegten lediglich in den
Küstenprovinzen der Westtürkei. Die Höhe des Sieges der
Reformbefürworter überraschte viele Beobachter, es war ein knapper
Ausgang erwartet worden. Premier Erdogan sagte, das Votum habe "das
Niveau unseres Rechtsstaates gehoben".
Der Abstimmung war ein erbitterter Streit zwischen Regierung und
Opposition vorausgegangen. Die Opposition hatte versucht, das Referendum
zu einem Misstrauensvotum über Erdogan und seine regierende AKP zu
machen. Besonders umstritten waren jene Änderungen, die dem autoritären
Erbe des Militärregimes in der Justiz ein Ende bereiten sollen. Die
oppositionelle Republikanische Volkspartei CHP hatte argumentiert, die
Regierung versuche, sich die hohe Justiz untertan zu machen und gefährde
die Gewaltenteilung. Die Kurdenpartei BDP hatte zum Boykott aufgerufen.
Sie warf Erdogan vor, die Forderungen der Kurden, zum Beispiel nach
Abschaffung der Wahlhürde von zehn Prozent, nicht berücksichtigt zu
haben. Viele Kurden folgten dem Boykottaufruf.
Konkret wird nun der Wahlmodus für das Verfassungsgericht und für den
Hohen Rat der Richter und Staatsanwälte (HSYK) neu geregelt. Der HSYK
war eine Erfindung des Militärregimes und entscheidet bis heute über
Berufung und Versetzung von Staatsanwälten. Die Zahl der
Verfassungsrichter wird von elf auf 17 erhöht, Parlament und
Staatspräsident erhalten mehr Einfluss bei ihrer Bestellung. Erstmals
sollen auch Einzelpersonen das Verfassungsgericht anrufen dürfen. Das
türkische Verfassungsgericht galt bislang als Hochburg des dem Militär
nahestehenden kemalistischen Lagers und hätte 2008 beinahe die
Regierungspartei AKP verboten.
Der Einfluss der Militärjustiz, die ein paralleles Rechtssystem
aufgebaut hat, wird beschnitten. Militärgerichte dürfen nicht mehr über
Zivilisten urteilen. Gleichzeitig müssen in Zukunft Soldaten, die gegen
die Verfassung verstoßen, zivilen Gerichten überantwortet werden.
Abgeschafft wird zudem der Artikel 15 der Verfassung, der den
Putschisten von 1980 lebenslange Immunität vor Strafverfolgung
garantiert. Noch ist unklar, ob den Umstürzlern tatsächlich der Prozess
gemacht werden soll. Neu ist auch ein besserer Schutz von Kindern und
Behinderten sowie die positive Diskriminierung von Frauen auf dem
Arbeitsmarkt.
Quelle.
www.sueddeutsche.de/politik/
Neue Visabestimmungen in der
Türkei
Pressemitteilung vom 07.08.2010 06:10:12
Nach 90 Tagen heißt es
ausreisen für Langzeiturlauber.
Für eine Reihe von
Staatsangehörigen ist eine neue 90 Tage in 180 Tagen-Regel für den
Aufenthalt in der Türkei verabschiedet worden. Unter anderem sind
Staatsangehörige der Ukraine, USA, Australien, Österreich, Belgien, Rep.
Südafrika, Holland, Großbritannien, Irland, Spanien, Kanada, Norwegen,
Polen, Portugal, der Russischen Föderation von dieser Regel betroffen,
aber auch unser Nachbar Österreich fällt unter diese Regelung.
Während die meisten Touristen diese Regelung nicht bemerken werden,
wirkt sie sich insbesondere auf die Eigner von Fahrtenkreuzern oder
Yachtcrews aus, die langfristig in der Türkei verbleiben möchten oder
müssen.
Wer von den Betroffenen 90 Tage in der Türkei verbracht hat, muss sich
die nächsten 90 Tage außerhalb der Türkei aufhalten, bevor er erneuten
Anspruch auf ein Visum für weitere 90 Tage Türkeiaufenthalt bekommt.
Yachteignern. Eignern und Crews der Yachten, die länger in der Türkei
festgemacht haben wird das Ikamet Tezkerezi (Aufenthaltsgenehmigung)
empfohlen, das für USD 200 erworben werden kann.
Quelle:
www.insidersegeln.de/
http://www.premiumpresse.de/neue-visabestimmungen-in-der-tuerkei-PR887785.html
Neues Sozialversicherungs- und
Allgemeines Gesundheitsversicherungsgesetz
Am 01.10.2010 tritt das Nr. 5510 "Obligatorische Allgemeine
Krankenversicherung", welches auch als Reformgesetz der Sozialen
Sicherheit gilt, in Kraft. Alle Staatsbürger, die überhaupt keine
soziale Sicherheit haben gelten als ’’obligatorisch allgemein
Krankenversicherte’’ und sind verpflichtet bei einem Einkommen von mehr
als 253,50 TL die GSS Pramie zu zahlen. Die Bezahlung der GSS Pramie
gibt diesen Personen das Recht, von dem Gesundheitswesen zu profitieren.
Allein durch Bezahlung der GSS Pramie kann man spater nicht pensioniert
werden.
Wenn zusätzlich freiwillige Versicherungsprämien (Ýsteðe baðlý) gezahlt
werden, kann man gleichzeitig vom Gesundheitswesen profitieren und hat
auch später das Recht auf Rente.
Laut Auskunft vom Direktorat der Sozialversicherungen in Ankara läuft
diese Regelung für Ausländer in der Türkei wie folgt ab:
Der Antragsteller muss seit mindestens einem Jahr im Besitz einer
gültigen Aufenthalts-genehmigung sein.
Formulare zum Ausfüllen sind bei der SGK erhältlich. "genel saðlýk
sigortalý"
Über das Kaymakam wird die finanzielle Position der Personen festgelegt
und je nach Einkunftshöhe eine Pramie berechnet:
Einkommen
Monatlicher Beitrag
253.50TL - 760.50TL:
30.42TL
760.50TL -1521,00TL:
91.26 TL
über 1521,00TL:
182.52 TL
DIESE REGELUNG IST NUR GÜLTIG FUR PERSONEN,
WELCHE IM AUSLAND KEINE KRANKENVERSICHERUNG HABEN.
Allerdings gibt es die
Information, dass bei der Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung KEINE
RECHERCHE ÜBER DAS VORHANDENSEIN EINER KRANKENVERSICHERUNG geplant ist.
http://www.emekli.biz/serif-akcan/193-zorunlu-genel-saglik-sigortasi-basliyor.html
Leseranfrage bzgl.
Staatsangehörigkeitsverlust
Liebe Brücke,
Bis zu meinem Eintritt
in das Rentenalter am 20.02.2010 war ich fast 25 Jahre bei einem
deutschen Arbeitgeber in Izmir beschäftigt als deutsche Ortskraft mit
gültigem deutschen Reisepass und gültiger Aufenthaltsgenehmigung für die
Türkei. In den ersten Jahren meines Hierseins beantragte ich letztere
persönlich beim Ausländeramt, in den vergan
genen ca. knapp 10 Jahren wurde diese Genehmigung zusammen mit der
Arbeitsgenehmigung durch meinen Arbeitgeber in Ankara eingeholt beim
T.C. Dýsisleri Bakanlýgý und von diesem auch anstandslos erteilt. Nach
Beendigung meines Arbeitsverhältnisses war mein erster Gang zur hiesigen
Ausländerbehörde, um in den Besitz einer weiteren Aufenthalts
erlaubnis zu kommen. Das neuerdings hierzu benötigte NKÖ (Nüfüs Kayýt
Örnegý) wurde mir vor Ort ausgehändigt mit dem Hinweis, dass ich doch
seit dem Tage meiner Eheschliessung türkische Staatsangehörige sei und
meine Antrag
stellung somit hinfällig. Mein nächster Gang war zu meinem ehemaligen
Arbeitgeber. Dort - ich hatte nach meiner langjährigen Tätigkeit nichts
anderes erwartet - bat man mich um Einholung einer Selbstauskunft beim
Icisleri Bakanlýgý Nüfüs ve Vatandaslýk Isleri Genel Müdürlügü. Am
30.06.2010 erhielt ich per Post die Auskunft, dass ich seit dem Tage
meiner Eheschliessung türkische Staatsangehörige sei. Die ursprünglichen
Akten seien jedoch seit einem Hochwasser um das Jahr 1980 nicht mehr
einsehbar. Bis zu einem Gegenbeweis halte man sich an die Eintragungen
im Nüfüs. Ich habe niemals die türkische Staatsangehörigkeit beantragt,
es wurde auch keine in meinem Namen beantragt. Eine gute Freundin noch
aus den ersten Tagen in der Türkei steht übrigens vor einem ähnlich
gelagerten Problem, lediglich sind bei ihr die ursprünglichen Atken dem
auch in der Türkei üblichen Fall von Vernichtung nach 10 Jahren zum
Opfer gefallen. Meine, unsere, Frage: gibt es ähnliche Fälle in
Ýstanbul. Was können Sie uns empfehlen? Ich danke für Ihre Information
und grüsse Sie herzlich aus dem ebenfalls sehr heissen Izmir.
Name ist der Red.
bekannt
...und
hier die Antwort unserer Rechtsanwältin:
Hallo Ihr Lieben,
sowohl nach der alten
Fassung (mit Inlandsklausel) als auch nach neuer Fassung des dt. StAG
tritt der Verlust der deutschen Staatsbürgerschaft nach Erwerb einer
ausländischen Staatsangehörigkeit AUF ANTRAG ein.
Das mittlerweile ausser Kraft befindliche türkische
Staatsangehörigkeitsgesetz (Fassung von 1964) besagt in Artikel 5 i.V.m.
Art.42, dass einer Ausländerin bei der Eheschliessung mit einem Türken
entweder durch entsprechende Erklärung gegenüber dem die Trauung
vollziehenden Beamten oder bei Trauung im Ausland gegenüber dem
zuständigen türkischen Konsulat/Botschaft die türkische
Staatsbürgerschaft verliehen wird.
Automatisch, also ohne entsprechende Erklärung erwirbt sie die
Staatsangehörigkeit dann, wenn Sie staatenlos ist oder bei
Eheschliessung mit einem Türken ihre eigene Staatsangehörigkeit verliert.
Somit ist also im vorliegenden Fall die Voraussetzung für die Erteilung
der türkischen Staatsbürgerschaft, eine entsprechende Erklärung (ggü dem
Standesbeamten) - also ein Antrag gewesen. Mangels
Beibehahltungserklärung oder Wohnsitz in Deutschland liegen somit die
Voraussetzungen für den Verlust der deutschen Staatsbürgerschaft vor.
Wie die zuständigen Deutschen Behörden (ggf. in einem Verfahren nach §
30 StAG aktuelle Fassung) die Sachlage beurteilen, lässt sich schwer
vorhersehen. Insbesondere da die entsprechenden Unterlagen schon seit 30
Jahren zerstört sind.
Es besteht jedoch die Gefahr, dass die zuständigen Behörden zu der
Auffassung gelangen, dass die türkische Staatsbürgerschaft 1978 nur auf
Antrag bei der Eheschliessung zu erteilen war, also ein solcher Antrag
gestellt sein worden muss und dass dementsprechend sie ihrer deutschen
Staatsbürgerschaft bereits zu diesem Zeitpunkt verlustig ging. Mangels
Unterlagen ist ein Gegenbeweis (Fehlen eines Antrags) nicht möglich,
zumal man auch nicht sicher sagen kann, ob der Standesbeamte nicht
tatsächlich einen entsprechenden Vermerk gemacht hat.
Deutsche StAG:
§ 25 (Text alte
Fassung)
(1) Ein Deutscher verliert seine Staatsangehörigkeit mit dem Erwerb
einer ausländischen Staatsangehörigkeit, wenn dieser Erwerb auf seinen
Antrag oder auf den Antrag des gesetzlichen Vertreters erfolgt, der
Vertretene jedoch nur, wenn die Voraussetzungen vorliegen, unter denen
nach § 19 die Entlassung beantragt werden könnte.
(Text neue Fassung)
(1) Ein Deutscher verliert seine Staatsangehörigkeit mit dem Erwerb
einer ausländischen Staatsangehörigkeit, wenn dieser Erwerb auf seinen
Antrag oder auf den Antrag des gesetzlichen Vertreters erfolgt, der
Vertretene jedoch nur, wenn die Voraussetzungen vorliegen, unter denen
nach § 19 die Entlassung beantragt werden könnte. Der Verlust nach Satz
1 tritt nicht ein, wenn ein Deutscher die Staatsangehörigkeit eines
anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union, der Schweiz oder eines
Staates erwirbt, mit dem die Bundesrepublik Deutschland einen
völkerrechtlichen Vertrag nach § 12 Abs. 3 abgeschlossen hat.
Anfrage
Sehr geehrte Damen und Herren!
Ich bin
auf der Suche nach der in Istanbul oder der Türkei lebenden österr.
Staatsbürgerin, KINAL Edith, geb. 26.06.1948.
Falls jemand die Dame kennt bzw. Informationen über Frau KINAL’s
derzeitigen Aufenthaltsort bzw. Kontaktdaten hat, wäre ich für eine
Mitteilung sehr dankbar.
Mit
freundlichen Grüßen
Elfriede Geissler
Österreichisches Generalkonsulat Istanbul
Köybasi cad. No. 46
TK - 34464 Yeniköy - Istanbul
Tel. (+90/212) 363 84 10 Fax: (+90/212) 262 26 22)
E-Mail: elfriede.geissler@bmeia.gv.at
Veränderungen im Österreichischen Generalkonsulat
Im Juni verliess der Konsul Gerhard Götz das Generalkonsulat um
die Leitung des Österreichbüros in Taipei zu übernehmen. Wir wünschen
ihm und seiner Gattin Frosie alles Gute für die Zukunft.
Ebenso
verabschieden wir Vizekonsul Johann Buder, der bereits seine neue
Tätigkeit an der Österreichischen Botschaft in Sofia aufgenommen hat.
Auch ihm wünschen wir viel Glück und ein schnelles Einleben in der neuen
Umgebung.
Neu in
Istanbul begrüssen wir Vizekonsul Thomas Wastian. Ab Juli 2010
wird Vizekonsul Wastian Stellvertreter des Leiters des Österreichischen
Generalkonsulats in Istanbul.
Wussten Sie schon…
…dass seit 8 Monaten ein neues Gesetz in der Türkei besteht welches
besagt, dass das "türkische Finanzamt nun direkten Zugriff auf
sämtliche Konten einschl. Anlagekonten hat" die sich in der Türkei
befinden. Dieses Gesetz gilt für Ausländer ebenso wie für Türken.
...dass auch
für Ausländer die Yabancý Kimlik Numuarasý gleichzeitig die Steuernummer
geworden ist?
Daher müssen Sie Ihre Yabancý Kimlik Numarasý beim Steueramt mit einem
Schreiben bekanntgeben.
Sie können
Ihre Steuernummer erfragen unter:
http://tckimlik.nvi.gov.tr/web/ForeignQueryIdentityNumber.aspx
...dass der neue EU-Führerschein nur 15 Jahre gültig ist?
Die ab 2013 gültigen EU-einheitlichen Führerscheine
werden immer nur 15 Jahre gültig sein. Danach müssen die Bürger einen
neuen Führerschein beantragen, aber keine neue Fahrprüfung absolvieren.
Für Führerscheine, die bis 2013 ausgegeben werden, gilt eine
Umtauschfrist bis zum Jahr 2033. Das EU-Parlament hatte die neuen
Führerscheine bereits Ende 2006 beschlossen. Das
Bundesverkehrsministerium hat nun die Umsetzung der entsprechenden
EU-Richtlinie auf den Weg gebracht, berichtet die «Saarbrücker Zeitung».
H&M eröffnet erstes Geschäft in der Türkei
Die schwedische Textilkette H&M (Hennes&Mauritz) steigt in den türkischen
Markt ein.
Die schwedische Textilkette H&M (Hennes&Mauritz) steigt in den türkischen
Markt ein und eröffnet das erste eigene Warenhaus in Istanbul. Wie
Konzernchef Karl-Johan Persson in Stockholm mitteilte, sei die Türkei für
H&M ein "interessanter Markt mit einer großen, jungen und modebewussten
Bevölkerung". Dies biete große Möglichkeiten für Expansion in der Zukunft.
Die erste H&M-Filiale mit 2.300 Quadratmetern Verkaufsfläche soll im
November in "bester Lage" in der Istanbuler Innenstadt eröffnet werden. H&M
betrieb zum Jahresauftakt weltweit 2.018 Filialen und will allein im
derzeitigen zweiten Quartal 73 weitere eröffnen.
Viele Bekleidungshersteller schätzen die Türkei als Produktionsstandort.
2008 kamen 20% der H&M Klamotten aus der Türkei.
Quelle:
http://www.vaybee.de/deutsch/
Eröffnung am 06.November 11.00 Uhr im FORUM ISTANBUL, Bayrampaþa
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Kulturhauptstadt 2010 |
Halbzeit im Ruhrgebiet
Erste Bilanz der Kulturhauptstadt Ruhr 2010
Das Ruhrgebiet gehört in diesem Jahr gemeinsam mit den Städten
Istanbul und dem ungarischen Pecs zu den europäischen
Kulturhauptstädten. 4,8 Millionen Besucher haben im ersten halben
Jahr die Veranstaltungen der Ruhr 2010 besucht.
Erwartungen übertroffen
Eigentlich gibt es heuer nicht drei Kulturhauptstädte
in Europa sondern 55. 53 davon liegen im Ruhrgebiet und tragen Namen
wie Hamminkeln oder Schermbeck, Hünxe oder Schwelm, Holzwickede oder
Castrop-Rauxel. Sie alle partizipieren mit am Projekt Ruhr 2010.
Alle Erwartungen seien bei weitem übertroffen worden, sagt Fritz
Pleitgen, der Chef der Ruhr 2010. "Möglicherweise, wenn sie mir die
Erklärung erlauben, haben wir den richtigen Anfang gefunden", sagt
er. "Dies ist eine alte Industrieregion und deshalb sind wir mit
unserer Eröffnung auf die Zeche Zollverein gegangen. (...) Vor der
Kulisse dieser Zeche haben wir dann den Wandel vom Ruhrgebiet
erzählt."
Die Zeche Zollverein, seit 2001
UNESCO-Weltkulturerbe, ist eine der Hauptattraktionen geworden und
lockt mit dem heuer eröffneten Ruhrmuseum, zahlreichen
Ausstellungen, Galerien und Cafés die Besuchermassen an. Ebenso das
von David Chipperfield neu erbaute Folkwangmuseum.
Beeindruckende Zahlen
Mit Riesenspektakeln wie dem "Day of
song" oder der Sperre der A40 hat man auch die weniger kulturaffine
Bevölkerung ansprechen können. Den Vorwürfen der Beliebigkeit oder
Niveaulosigkeit kontert man mit beeindruckenden Zahlen: 4,8
Millionen Besucher insgesamt, ein Zuwachs der ausländischen Besucher
um 90 Prozent und bis Ende des Jahres voraussichtlich eine
Verdoppelung der geplanten 2.500 Veranstaltungen.
Einen großen Schatten auf die Kulturhauptstadt hat die Loveparade in
Duisburg geworfen, wo bei einer Massenveranstaltung 21 junge
Menschen ums Leben kamen. Sie war kein Hauptbestandteil der Ruhr
2010, wohl aber ein Zugpferd, um junge Menschen anzulocken und
deshalb hat man sie ins Programm integriert. Fritz Pleitgen sagt,
man "werde immer wieder Gedenkminuten abhalten. Ansonsten geht das
Programm wie geplant weiter."
Zahlreiche neue Kreativzentren
Da findet etwa noch die Uraufführung
der Henze-Oper "Gisela" statt. Hans Werner Henze ist ja bei der Ruhr
2010 ein Schwerpunkt gewidmet. Im Folkwangmuseum wird nach der
Fotografie-Ausstellung "A star is born" im Herbst noch eine große
Impressionisten-Schau stattfinden und im Duisburger Landschaftspark
wird Mahlers "Sinfonie der Tausend" erklingen.
Auch wenn die alten Industriedenkmäler, Zechen, Hochöfen, Brauereien
und Mühlen heute Kunst und Kreativzentren geworden sind, große
Festivals wie Ruhrtriennale oder Theater der Welt hier stattfinden
und man die höchste Dichte an Theatern und Museen aufweisen kann, so
weist das Ruhrgebiet auch eine der höchsten Arbeitslosenzahlen auf
und fast alle der 53 Städte haben aufgrund der Wirtschaftskrise
einen Nothaushalt zu führen. Und gerade weil man sich in diesem
Kulturhauptstadtjahr budgetär verausgabt hat, könnte das im
kommenden Jahr zu Schließungen von Kulturstätten und Theatern
führen. "Nach Kohle und Stahl ist jetzt Kultur der wesentliche
Treibstoff, um das Ruhrgebiet voranzutreiben auf dem Weg zur
Metropole Ruhr", meint Fritz Pleitgen dazu.
Die Städte müssen davon überzeugt werden, weiterhin in den
Standortfaktor Kultur zu investieren, und die Menschen davon, auch
nach dem Kulturhauptstadtjahr wiederzukommen. Darin liegt
wahrscheinlich die größte Herausforderung der Kulturhauptstadt Ruhr
2010. Und nur so ist gewährleistet, dass die vielen neuen und
neugenutzten Kulturhallen, die heuer aus dem Boden wachsen, auch in
Zukunft noch mit Inhalten und Besuchern gefüllt sind. Denn sonst
läuft man Gefahr, dass man in ein paar Jahrzehnten die leeren und
ausgedienten Kunsttempel in lukrative Konsumtempel verwandeln muss.
Textfassung: Ruth Halle
Quelle:
http://oe1.orf.at/artikel/257155
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Kultur |
Hommage zum 80. Geburtstag - Der Adorf
Welcher jüngere deutsche Schauspieler hat schon alles gespielt
und soll noch alles spielen? Und zwar so, dass man ihn kennt in der
Welt? Da fällt uns eigentlich nur einer ein - und der wird 80.
Lesen
Sie hier Auszüge aus der SZ am Wochenende vom 4. / 5. September
2010:
Robert Siodmak brauchte unbedingt einen Teufel. Der berühmte
Regisseur war aus der Emigration nach Deutschland zurückgekommen.
Wenig genug war ihm angeboten worden, aber das war endlich eine
Geschichte, eine politische sogar: die Geschichte des Massenmörders
Bruno Lüdke, der Dutzende Menschen umgebracht hatte. Da er als
schwachsinnig galt, kam Lüdke nicht vor Gericht, sondern wurde 1944
umgebracht: "lebensunwertes Leben", nannte man das damals.
Siodmak wollte diesen Stoff 1957 unter dem Titel "Nachts, wenn der
Teufel kam" verfilmen und suchte nach dem Teufel. In den Münchner
Kammerspielen war ihm ein junger Schauspieler aufgefallen: kräftige
Hände, schwarze Haare, noch schwärzere Augenbrauen, der 26-jährige
Mario Adorf. Siodmak ließ ihn antreten und forderte ihn auf:
"Schauen Sie mal beese!" Adorf schaute finster. "Das ist doch nicht
beese! Beese, beese sollen Sie schauen!" Adorf schaute noch
finsterer. Siodmak schüttelte den Kopf, traurig. Nahm dann die große
Brille ab und glubschte ihn mit weitaufgerissenen Augen an. "Das ist
beese!"
Adorf bekam die Rolle trotzdem. Böse konnte er besser als alle
anderen. Er brachte Dienstmädchen und Kellnerinnen um. Er war zum
Fürchten mit seiner dumpfen, sprachlosen Art und bekam dafür den
Bundesfilmpreis in Gold.
Später spielte er Santer, den Schurken im ersten Winnetou-Film;
spielte dutzendweise Mexikaner, Italiener, Ganoven, Banditen, alle
böse bis schrecklich böse. Er zog nach Italien und wurde fast
Italiener, drehte in Mexiko und wurde Mexikaner, drehte in Russland
und wurde ein Liebling der Russen und böser, als es sich selbst
Siodmak erträumt hätte.
Den ganzen August über liegt der Böse in den Zügen der Deutschen
Bahn aus, auf jedem Platz das gütige Gesicht, die dunklen Augen, das
schöne weiße Haar, fünfhunderttausend Mal Mario Adorf. Am kommenden
Mittwoch wird dieser weise Mann achtzig, und in welcher Liga der
ehemalige Schurke mittlerweile spielt, ist an dem Mann erkennbar,
der ihn in der September-Ausgabe von db-mobil abgelöst hat und nun
seinerseits einen Monat lang durch Deutschland reist: Helmut
Schmidt.
Wie man alle an die Wand spielt
Der Böse wohnt an der Côte d'Azur. Es ist einer dieser
hochsommerlichen Augusttage und in Saint-Tropez ist Stau.
Jeder - Touristen, Bootsbesitzer, Paparazzi, Liegestuhllieferanten
und Surfbrettverleiher - wirklich jeder muss in diesen Tagen am Meer
sein, und weil es so heiß ist, sammelt sich alles in einem
monstermäßigen Stau auf der einzigen Straße, die nach Saint-Tropez
führt, wo Adorf eingesperrt ist.
Was macht eigentlich Brigitte Bardot?
Das ehemalige Hippie-Dorf ist im
Sommer noch immer Sammelpunkt der Leute, die sich hauptberuflich in
der Bunten oder in Hello! aufhalten. An jeder Ecke die Silhouette
der jungen Brigitte Bardot, der das Dorf, das längst keins mehr ist,
gerade eine Ausstellung widmet. Mario Adorf sagt tatsächlich "unser
Dörfchen", als wär's noch der pittoreske Fischerort, in dem sich
nach den Malern und den genauso bettelarmen Dichtern in den
sechziger Jahren die internationale Filmeria niederließ. Gunter
Sachs, der schon archetypische Playboy, spannte - es herrschte
nämlich Bauverbot - sein arabisches Zelt auf, heiratete Brigitte
Bardot und erklärte den Sommer zur Party.
Auf einem Foto steht Mario Adorf mit Schnauzbart und mexikanischem
Riesenstrohhut neben einer Unbekannten und einer sehr bekannten Frau
am Strand: es ist die noch junge Bardot. Die Unbekannte heißt
Monique, und die hat er geheiratet.
Monique kommt mit den Einkäufen vom Markt. Was macht eigentlich
Brigitte Bardot? Weit weg vom Dauerstau ist sein Haus, der Pool
glitzert ein bisschen, der Blick geht über die schönsten Bäume auf
die Bucht, an der alles begann. Brigitte? Mario Adorf hat einmal mit
Monique und ihr in einem Haus gewohnt, aber er sieht sie nicht mehr
und mag sie auch nicht mehr, seit sie die Tiere lieber hat als die
Menschen. Er kann den Stolz nicht begreifen, mit dem sie ihrem
eigenen körperlichen Verfall zusieht, jede Korrektur, sogar jede
Creme ablehnt, weil sie doch tierversuchsverdächtig sei; noch nicht
einmal eine künstliche Hüfte würde sie akzeptieren.
Aber seltsam, das Gespräch dreht sich nicht um die kleine Welt von
Saint-Tropez, wo Mario Adorf seit siebzehn Jahren lebt, nicht um die
internationalen Stars, die Partys Tag und Nacht, sondern vom Theater
erzählt er und wie er anfing. Adorfs Vater, ein Arzt aus Kalabrien,
war bereits verheiratet und außerdem Besitzer von drei Töchtern,
aber die Familie hätte - Sohn hin oder her - niemals eine Scheidung
zugelassen.
Hart war es trotzdem
So zog seine Mutter ihren unehelichen
Mario mit nichts als dem Namen als Erinnerung in Mayen in der Eifel
auf. Für die Napola war er nicht rasserein genug (der Italiener!).
Der Krieg blieb ihm erspart, aber er hungerte, machte Abitur,
hungerte, begann in Zürich zu studieren, hungerte immer noch, und
ging dann nach München auf die Falckenberg-Schule und von da zu den
Kammerspielen.
Kleinste Rollen waren es am Anfang. "Beim Theater lernt man
Bescheidenheit, da wird man dazu getreten", sagt er altersweise,
aber hart war es trotzdem. Therese Giehse, Heinz Rühmann, Axel von
Ambesser gehörten zum Ensemble damals: Er musste auffallen. Bei der
"Meuterei auf der Caine", wo Siegfried Lowitz den wahnsinnigen
Kapitän Queeg spielte, Bogarts Rolle, saß er als Gerichtsschreiber
mit dem Rücken zum Publikum, stumm, kein Wort, aber er fällte das
Urteil über den Kapitän mit einem Anschlag auf der Schreibmaschine.
Tack.
1958 inszenierte Hans Schweikart den "Macbeth" mit den ganz Großen
jener Tage, mit Hannes Messemer und Maria Wimmer, aber für ihn gab
es nur "eine Rolle, die sogar Shakespeare-Kennern unbekannt ist". Er
bettelte, flehte. "Ich hab doch schon einen Film, Herr Schweikart",
es war "Nachts, wenn der Teufel kam". Er wäre ein prima Schurke
gewesen, Macbeth selber womöglich, aber der Regisseur war nicht zu
erweichen. Adorf gab nach und spielte seine kleine Rolle.
Der Triumph kam dann, als er trotzdem wahrgenommen wurde. Adorf kann
den Satz von Walther Kiaulehn, dem Feuilleton-Chef des Münchner
Merkur, der die ganze Inszenierung erbarmungslos verriss und nur
ihn leben ließ, der einen besseren Soldaten gespielt hatte. Er kann
den Satz noch nach mehr als fünfzig Jahren auswendig: "Aus dem
kleinen Stamm des verbliebenen Kammerspielensembles ragte Mario
Adorf hoch empor."
Von
Willi Winkler
Quelle:
http://www.sueddeutsche.de/kultur/
Kölner Restauratoren in Istanbul ausgezeichnet
Das Restauratorenteam des Kölner Wallraf-Richartz-Museums und die
Fachhochschule Köln haben gestern in Istanbul den Keck-Award des
Internationalen Instituts für Konservierung von Kunst- und Kulturgut
(IIC) bekommen. Nach Angaben eines Museumssprechers handelt es sich
bei dem Preis um den "Oscar der Restaurierungsszene". Museum und
Hochschule wurden für das Forschungsprojekt "Maltechnik des
Impressionismus und Postimpressionismus" ausgezeichnet.
Quelle: Rheinische Post
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Lesetipp |
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Aus den Medien |
Was Ost und West unterscheidet
Die deutsche Einheit im Alltag
20 Jahre deutsche Einheit - am Sonntag wird dieses Ereignis groß
gefeiert. Passend zum Jahrestag werden Statistiken über die
Unterschiede zwischen Ost und West präsentiert, und der Bundestag
ist sich einig, dass es keine gleichwertigen Lebensverhältnisse in
Deutschland gibt. Doch was hat sich im kleinen Alltag zwischen den
alten und neuen Bundesländern geändert? Wir machen eine
Bestandsaufnahme – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Sind wir ein Volk? Immer wieder wird das von Politikern und auch in
der Bevölkerung selbst infrage gestellt. Und darin sind sich sowohl
der Osten als auch der Westen einig. Tatsächlich geben die
Statistiker von Zeit zu Zeit Zahlen heraus, die zeigen, dass
Deutschland noch immer nicht vollständig zusammengewachsen ist.
Dass es bei Mieten, Renten oder Löhnen noch Unterschiede gibt, ist
dabei allgemein bekannt. In regionalen Vergleichen wird dies immer
wieder deutlich. Doch wenn Ost- und Westdeutsche an einem Ort
zusammenleben, spielen solche Dinge keine Rolle. Dann sind es
vielmehr die kleinen alltäglichen Nebensächlichkeiten, die noch auf
Unterschiede hinweisen - und dabei vor allem zum Schmunzeln anregen.
Beispiel
Sprache
Ein Beispiel ist in dieser Hinsicht die Sprache. Auch wenn es in
ganz Deutschland unterschiedliche Dialekte gibt, und ein Ostfriese
mal einen Bayern nicht versteht, so ist es zwischen Ost und West ein
beliebtes Thema. Denn nicht immer sind die Begrifflichkeiten gleich.
Bestellt ein Westdeutscher etwa im Osten ein Jägerschnitzel, wird er
sich vermutlich wundern. Denn statt einem ordentlichen Schnitzel mit
Pilzen bekommt er eine panierte Wurst. Umgekehrt erwartet ein
Ostdeutscher etwas ganz anders, würde er im Westen einen Pfannkuchen
bestellen. Dann erwartet er nämlich einen Berliner. Zum Pfannkuchen
dagegen sagt er Eierkuchen - oder in Berlin und Brandenburg auch
Plinse.
Das beliebteste Beispiel in Sachen Sprache ist aber immer wieder die
Uhrzeit. So heißt es im Osten statt viertel vor neun dreiviertel
neun, und viertel nach eins ist viertel zwei. Was aber nur wenige
wissen ist, dass es auch im Westen Regionen gibt, in denen die
"Dreiviertel"-Uhrzeit genutzt wird - so nämlich in Schwaben und in
Franken.
Nicht zusammengewachsen sind Ost und West scheinbar auch auf der
privaten Ebene. Denn Eheschließungen zwischen beiden Landesteilen
sind nach wie vor selten. Gerade einmal vier Prozent der Ehen sind
"gesamtdeutsch", wie die statistischen Bundesämter zeigen. Und da
oft regional geheiratet wird, gibt es in den alten Bundesländern
sogar mehr deutsch-türkische Hochzeiten als ost- und westdeutsche.
Beispiel
Haushaltsgeräte
Geht es um die Gebrauchsgegenstände, dann haben sich Ost und West
dagegen sehr weit angeglichen. Das zeigen die aktuellen Zahlen des
Statistischen Bundesamtes. So haben im Osten inzwischen 99 Prozent
aller Haushalte einen Festnetzanschluss. Das war vor der Wende nicht
so - gerade einmal 17 Prozent der DDR-Haushalte mussten nicht in die
Telefonzelle gehen.
Auch beim Geschirrspüler hat der Osten aufgeholt. 1993 besaßen
gerade einmal drei Prozent ein solches Gerät, 2008 waren es schon 55
Prozent (im Westen 64 Prozent). Nur in Wäschetrockner investieren
die Menschen in den neuen Ländern ungern. Lediglich 22 Prozent
besitzen einen, in den alten Bundesländern sind es 42 Prozent.
Nostalgisch geht es aber noch bei den Autos zu. Denn noch immer
fahren Trabis und Wartburgs auf deutschen Straßen – auch wenn die
Zahl stetig abnimmt. Nach Angaben des Kraftfahrzeug-Bundesamtes gibt
es noch 41.000 dieser Fahrzeuge. Im Jahr 2000 waren es noch mehr als
200.000. Ob die Neuauflage des Trabants aber tatsächlich Käufer
anzieht, ist eher nicht zu erwarten.
Egal, wie sehr sich Ost- und Westdeutsche noch unterscheiden,
zusammengewachsen sind die beiden Teile Deutschlands dennoch, wenn
auch nicht vollständig. Denn 20 Jahre Einheit wiegen nun einmal
nicht 40 Jahre Trennung auf. Und erst die nächsten Generationen
werden davon wohl nichts mehr spüren.
Quelle:
http://www.rp-online.de/panorama
Als
die Liebe schwimmen ging
Wenn die Savarona in Istanbul vor Anker liegt, dann ist sie das
schönste Schiff im Bosporus. Eine Yacht größer als alle anderen und
dabei von einer Eleganz, die all die jüngeren beschämt, die protzig
und klobig in den Marinas von Bebek oder Istiniye liegen. Keine
neureiche, eine feine alte Dame, stolz auf ihre Geschichte. Gebaut
1931 in Hamburg von Blohm & Voss für eine amerikanische Erbin, 1938
dann an die Türkei verkauft, ein Geschenk des Staates an seinen
Gründervater: Die Savarona war die Yacht Atatürks. Ein paar Wochen
nur. Seit einigen Jahren kann man die Savarona mieten, für 50000 US-Dollar
am Tag. 'Das Schiff steht nun berühmten und wichtigen Gästen zur
Verfügung', wirbt der Betreiber, 'und hilft, das Andenken an Atatürk
lebendig zu halten.'
Nun ja. Am Dienstag dieser Woche wurde die Savarona von der
Gendarmerie aufgebracht vor dem Städtchen Göcek vor der ägäischen
Küste. Insgesamt wurden 21 Personen festgenommen, unter ihnen ein
bekannter Geschäftsmann und 13 zum Teil minderjährige Frauen aus
Russland und der Ukraine. Der Vorwurf: Menschenhandel und
Prostitution. An Bord des Luxusschiffes wurden offenbar Sexpartys
gefeiert. Die Yacht Mustafa Kemal Atatürks ein schwimmendes Bordell?
Der TV-Sender Habertürk überschrieb seine Berichterstattung mit dem
Seufzer: 'Das also haben wir dir auch noch angetan!'
Als die Savarona - mit 136 Metern Länge die damals größte Yacht der
Welt - am 1. Juni 1938 in den Bosporus einfuhr, da war Atatürk schon
ein kranker Mann. Er bestellte noch ein paar Mal das Kabinett auf
der Savarona ein, die meiste Zeit aber lag er im Bett. Nach sechs
Wochen brachten ihn seine Leute zurück in den Palast, wo er am 10.
November starb, die Savarona vor dem Fenster seines Sterbezimmers.
Später diente das Schiff der Marine eine Weile zur
Kadettenausbildung. Wiederbelebt wurde sie im Jahr 1989, als der
Geschäftsmann Kahraman Sadikoglu vom Finanzministerium die Rechte an
dem Boot für 49 Jahre erwarb.
Sadikoglu ließ das Schiff aufwendig restaurieren und mit all jenen
Accessoires ausstatten, die ein türkischer Bauunternehmer für Luxus
hält: In den Salons umspielen vergoldete Adler, lautespielende
Bronzejünglinge und sich räkelnde Meerjungfrauen die Gäste. Die
größte der 17 Suiten ist mehr als 100 Quadratmeter groß, es gibt ein
Kino und ein Dampfbad, das allein 65 der 260 Tonnen Marmor
verschlang, die Sadikoglu verbauen ließ. Außerdem beherbergt die
Savarona ein Atatürkmuseum. 'Sie ist das einzige Schiff, an dem Sie
sich an einem Louis XV-Tisch niederlassen und dabei ein Buch aus
Atatürks privater Bücherei lesen können', wirbt die Webseite. Prinz
Charles, Claudia Schiffer, Hugh Grant und Tom Cruise genossen schon
die 'Intimität und Abgeschlossenheit' der Kajüten. Damit ist es wohl
vorbei. Der türkische Staat will sich die Yacht zurückholen.
Finanzminister Mehmet Simsek verweist auf die Annullierungsklausel
im Pachtvertrag, die in Kraft tritt, 'wenn die Yacht nicht im
Einklang mit dem Erbe der Nation oder den traditionellen Sitten und
Gebräuchen zuwiderlaufend benutzt wird'. Der Beweis dürfte schnell
geführt sein.
Von Kai
Strittmatter
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/
Stromnetze
der Türkei privatisiert
Die türkische
Regierung hat sich für die Privatisierung von regionalen Stromnetzen
entschieden. Neben den Stromnetzen im westtürkischen Izmir, in den
Regionen um Edirne und Diyarbakir wurde auch das Stromnetz im
europäischen Teil von Istanbul an private Netzbetreiber verkauft.
Das spülte etwa 4,4 Milliarden Euro in die Staatskasse der
türkischen Regierung.
Stromklau verhindern und Netzausbau vorantreiben
Ausschlaggebend für die Netzprivatisierung waren nicht nur die
finanziellen Aspekte sondern auch der Ausbau und die Modernisierung
der alten Stromnetze. Auch in der Türkei steigt der Strombedarf
stetig an und überlastet die alten Leitungen. Zugleich soll auch dem
Stromklau entgegengewirkt werden. Im südöstlichen Teil der Türkei
scheint es beinahe an der Tagesordnung zu sein, dass die
Stromleitungen unerlaubter Weise angezapft werden.
Laut türkischen Presseberichten sind bereits 75 Prozent der
Stromnetze in privatisiert worden und bis zum Ende des Jahres 2010
sollen weitere vier regionale Stromnetze folgen.
Quelle:
http://www.stromtarife.com/
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Kleinanzeigen |
finden Sie wie immer
unter:
www.info-istanbul.info |
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