Infobrief - online                             Juni 2008

Alle Angaben im Infobrief sind ohne Gewähr. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.
Wir behalten uns vor, eingereichte Beiträge aus Platzgründen zu kürzen.

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

Haben Sie schon mal versucht, den Klängen der Stadt Istanbul zu lauschen, Istanbul hörend zu erleben? Buchautor und Fotograf, Dieter Sauter, hat sich von dem Poeten Orhan Veli Kanýk inspirieren lassen und beschreibt in seinem Buch Istanbul mit Fotos und Texten, wie man es sehen, wie man es hören kann. Das Buch wird in Kürze auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. Exklusiv für die BRÜCKE hier einige Auszüge aus seinem Buch:

„Wie soll man Istanbul beschreiben, eine Stadt, in der man alles findet, was es irgendwo in der grossen Türkei gibt – und dabei noch weit mehr ist als die Summe dieser Vielfalt? .... Fragt man einen Istanbuler nach einem Bild seiner Stadt, dann blicken die meisten eher schwermutig zurück – und nennen ein Gedicht, das nicht die Farben der Stadt nachmalt, sondern ihren Klang von einst. Der Poet Orhan Veli Kanýk hat, um Istanbul zu erleben, wohl seine Augen geschlossen, den Kopf gehoben – und nur der unverwechselbaren Melodie der Stadt gelauscht .... Ich höre Istanbul meine Augen geschlossen ...

Wie klingt Istanbul heute?

An manchen Ecken klingt Istanbul wie früher. Noch heute hört man neben dem Gebetsrufe von den fast 3000 Moscheen die Glocken der protestantischen Kirche am Bosporus, das Rauschen der weiten Gewänder der armenischen Priester, den Gesang der griechisch-orthodoxen Metropoliten, ... Man kann die russische Balalaika hören ... kurdische Lieder werden gesungen und Zigeuner spielen Geige ... das sind nur einige der vielen Stimmen des Chores der in Istanbul zu hören ist ...

Das Gehämmer von den Docks wird schon lange von Baumaschinen übertönt. Istanbul wächst und wächst ... jedes Jahr sind es ein paar Hundertausend mehr ...

Alle Klagen über den Lärm der 1,5 Mio. Fahrzeugen, der mit jedem einzelnen Tag um das Hupen von 600 weiteren Fahrzeugen anschwillt; dazwischen das Siganlhorn der zahllosen Tanker, Frachter, Fischerboote und Fährschiffe, die auf einem der meist befahrenen Seewege der Welt, dem Bosporus, mitten durch die Stadt fahren ...

Wer Istanbul betrachten und verstehen will, sollte auch dem Klang ihrer vielen Namen lauschen: Kaum eine Stadt der Welt wurde in so vielen Sprachen mit 33 verschiedenen Namen genannt .. . und man nannte sie noch vor 100 Jahren Dersaadet: Die Pforte der Glückseligkeit, „wörtlich genommen, eine Stätte, an der die Menschen sich wohl fühlen, wo sie glücklich sind oder, wie es auch heisst, wo sie einen Vorgeschmack des Himmels oder des Paradieses verkosten“, ... Wer würde Istanbul heute noch so nennen?!

Wie klingt die Stadt morgen?

Wird sie sich bald so amerikanisch-europäisch-japanisch-chinesisch anhören, wie das weltweite Globalisierungsgedudel der sogenannten Moderne? Istanbul, sagen die, die Stadt lieben, hat in seiner 2600 Jahre alten Geschichte schon viel überstanden ... Istanbul wird immer etwas Besonderes bleiben ....“

Wir schliessen uns den Gedanken derer, die Istanbul lieben an! Ja, Istanbul bleibt besonders. Das bunte Treiben im Kern der Stadt, die Touristen, die sich unter die Einheimischen mischen, die Ruhe, die vom Meer und vom Bosporus ausgeht, die Tauben in Eminönü, die Möwen, die über den Bosporus gleiten, das Leben, das auch nachts noch in vollem Gange pulsiert, der chaotische Verkehr, der doch so alltäglich ist. All die Klänge und Laute, die unser Leben in Istanbul begleiten, denen sollten wir lauschen...

Wir wünschen Ihnen allen einen erholsamen Sommer

Das Brücke-Team

Auszüge aus:
Istanbul - Fotobuch mit Texten, Dieter Sauter:, Verlag Terra Magica, erscheint im Herbst 2008
 

 

 

In eigener Sache

Sommerpause bei der BRÜCKE

Liebe Mitglieder, wieder ist es so weit, die Sommerpause kündigt sich an und wieder ist dies der letzte Brief, bevor auch wir ein bißchen Urlaub machen. Blicken wir zurück, erinnern wir uns an ein arbeitsreiches Vereinsjahr mit 9 Infobriefen, einer Jahresagenda, x-Veranstaltungsorganisationen und vor allem an eine zufriedenstellende Arbeit des Brücke-Teams. Telefonate, Mails und allerlei Reportagen liegen uns noch im Nacken. Die nun folgenden Sommermonate, auch für uns Ferien, um uns zu erholen und neue Kräfte zu sammeln.

Unser Büro wird in den Sommermonaten bis Anfang September nur zeitweise besetzt sein. Am einfachsten erreichen Sie uns per Mail oder Fax, wir melden uns bestimmt zurück.

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern einen erholsamen und schönen Sommer!

Die nächste Ausgabe nach der Sommerpause erscheint Anfang Oktober 2008.

Anzeigen- und Redaktionsschluss ist der 15.9.2008.


Personelle Aenderungen beim BRÜCKE-Team

So sehr die Sonne und das schöne Wetter für gute Stimmung und Heiterkeit sorgen, liegt auch immer wieder Wehmut in der Luft. Viele, die auf Grund ihrer Tätigkeit für eine bestimmte Zeit in der Türkei verweilen, verlassen uns in den Sommermonaten.

„Abschied nehmen“ heisst es auch in den eigenen Reihen ...

Alexandra Gründel verlässt Anfang Juni Istanbul und wird sich in Berlin niederlassen. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit als Dozentin für Germanistik an der Bosporus-Universität trat sie 2004 dem Brücke-Team bei und wurde im selben Jahr bei der Generalversammlung zum Vorstandsmitglied gewählt. Für den Infobrief übernahm sie redaktionelle Aufgaben und verfasste aktuelle und interessante Texte.

Liebe Alexandra, auf diesem Wege möchten wir Dir für dein Engagement danken und wünschen dir einen reibungslosen Umzug und erfolgreichen Neustart in Berlin. Wird schon schief gehen! ALLES GUTE!!!

7 Jahre lang oder 7 lange Jahre war sie im Einsatz - im Brücke-Büro, - zu Hause, - zu Arbeitszeiten aber auch an Wochenenden, ja sogar in den Ferien. Ein Anruf, eine kurze Nachricht genügte – schon war sie zur Stelle: unsere liebe, hilfsbereite Corina!
Vorstandsmitglied, Schatzmeisterin, Editorin, Sekretärin, Organisatorin von Festen und Feierlichkeiten, von Seminaren und Vorträgen, Ratgeberin in allen Situationen. Sie organisierte die Arbeit des Vereins, die Arbeit im Büro, sie scheute keine Mühe, den Brief neu zu gestalten, Informationen zu sammeln, Lücken zu füllen, das Infoheft mit einem Kalender zu bereichern, und, und .... Leider verlässt sie zum Anfang der Sommerferien das Büro und tritt eine neue Stelle an. Wir wünschen ihr viel Glück und Erfolg in ihrem neuen Tätigkeitsfeld – ein neuer Job, eine neue Herausforderung, wieder wird ihr Organisationstalent gefragt. Und zum Glück verlässt sie uns nicht ganz, immer noch wird sie Zeit finden, uns mit Rat und Tat bei der Erstellung des Infobriefes zur Seite zu sein. Liebe Corina, wir wünschen dir viel Glück und Erfolg bei deiner neuen Tätigkeit!!

Unser langjähriges Vorstandsmitglied Claudia Yilmaz wird sich zwar nicht von ihren Aufgaben im Brücke-Team zurückziehen, doch wird sie die meiste Zeit mit ihrem neuen Projekt verbringen - ein langersehnter Traum geht in Erfüllung. Im September eröffnet sie ihren Kindergarten in deutscher Sprache – Dodo KidS. Schon seit Jahren galt ihr besonderer Einsatz der Erziehung und Ausbildung der binationalen Kinder und auch der Vermittlung unserer Kultur an türkische Kinder. Wir wünschen ihr für ihr Projekt ein gutes Gelingen, Freude bei der Arbeit und ein Haus mit viel, viel Kinderlachen.

Das BRÜCKE-TEAM

 

Liebe Freundinnen und Freunde der Brücke,

der Abschied fällt mir nicht leicht. Nach mehr als sieben Jahren verlasse ich das so vertraut gewordene Brücke-Büro. Kein Tag war wie der andere und es war immer aufs Neue spannend, sich den täglichen Herausforderungen zu stellen. Die Vielfalt, die mit der Tätigkeit im Verein einhergeht, verlangten immer wieder Fexiblilität und Spontanität, die mich fortwährend forderten. Es machte Spass jeden Tag etwas Neues zu erleben und dazu zu lernen.

In diesem Sinne möchte ich mich ganz herzlich beim Brücke Team, bei allen Mitgliedern, aber auch bei den Stellvertretern von Institutionen und Firmen ganz herzlich für ihr entgegengebrachtes Vertrauen bedanken.

Ab Juni werde ich mich beruflich verändern und Claudia in ihrem neuen Kindergarten-Projekt DODO-KidS mit Wissen und Kraft unterstützen. Selbstverständlich wird mein Einsatz im Brücke-Geschehen nicht ganz ausbleiben, auch weiterhin bleiben wir ein Team, die alle mal hier mal da Aufgaben übernehmen. Ich freue mich schon jetzt, viele bekannte Gesichter an zukünftigen Veranstaltungen wieder zu treffen.

Meiner Nachfolgerin wünsche ich ebenso viel Spass bei der Arbeit und ein herzliches Willkommen im Brücke Team.

Corina Bilhan


Güle, Güle

Auf den Weg in die neue alte Heimat machen sich auch Alina und Monika Müller. Ihre konstruktive Kritik und aktive Teilnahme an unserer Vereinsarbeit hat uns immer wieder unterstützt und für Denkanstösse gesorgt. Ihre Liebe zu Istanbul sichert uns hoffentlich viele Wiedersehen in den nächsten Jahren.


BRÜCKE-Kalender 2008

weitere Exemplare des BRÜCKE-Kalenders können Sie gegen einen Unkostenbeitrag von 25 YTL im Büro beziehen. Tel. 0212 / 458 98 50, info@bruecke-istanbul.org

 


Kurznachricht per Mail oder SMS

Wir bitten nochmals unsere Mitglieder uns ihre Handy-Nummern mitzuteilen, damit wir bei wichtigen Situationen wie z.B. Tod, Unfall, o.ä. Informationen weitergeben oder Hilfe anbieten können.
So konnte durch sofortige Hilfe der Brücke kurzentschlossen einer in Not geratenen Deutschen die Rückkehr in ihre Heimat ermöglicht werden.

 

 

 

Mein persönlicher Brückenschlag

Mithilfe bei meiner Master-Arbeit

Liebe Leserinnen und Leser, Ich bin eine Erasmus Studentin und komme aus Frankreich. Für mein letztes Jahr mache ich ein Arbeit über Deutsche, die in Istanbul leben und/oder arbeiten. Dafür möchte ich Leute finden, die damit einverstanden wärem, sich mit mir zu treffen, und für ein Interview zur Verfügung stehen würden. Mit freundlichen Grüssen,

Emeline Heijermans, Mail, GSM: 0 539 891 00 76


Grüsse aus China ....

In China haben wir schon fleißig abgenommen: Sättigungsbeilagen gibt es außer Reis kaum. Und der ist kein Pilav. Sehr verführerisch allerdings sind Nudeln aller Art. Da passen wir etwas auf. Gemüse ist immer noch im Vordergrund. Und jede Woche gibt es Neues, weil die Märkte nur Saisonales anbieten. Im Restaurant gibt es viel mit Honig, Fleisch, Auberginen, ganz wenig mit Salz. Überwiegend essen wir aus Zeitgründen zu Hause, zur Erholung weniger scharf und ohne Honig. Erst zweimal sind wir verreist (Nanjing und Gebirge). Nächste Woche geht’s mit dem Schlafwagen süper-lüks-Klasse nach Beijing. Da holen wir Hauke ab. Ende Juni kommt Wiebke. Mit Ihr fliegen wir über Shanghai zurück, Quartier bei Peter Höser. Im August sind wir in Deutschland, weil das nächste Enkel (bei Wido) kommen will und die beiden ersten Enkel nach einem halben Jahr sicher auch gewachsen sind. Olympia ist im Fernsehen sicher auch bequemer. Und in die entlegenen, kühleren Gegenden zu reisen, bedarf doch wahrscheinlich längerer Vorbereitungen. Außerdem ziehen Haus und Garten und Klima auch nach Deutschland. Der hiesige Garten (direkt vor dem Wohnzimmer) liefert viel Grünes: Knoblauch, Zwiebeln, Sellerie, Kürbisse. Aber der Boden (Lehm) müsste intensiv über längere Zeit verbessert werden. Der Nachfolger wird sich vielleicht wieder nicht dafür interessieren. Immerhin haben alle Leute über uns kapiert, dass mein Garten keine Müllkippe ist. In sechs Wochen ist die Hälfte der China-Zeit schon vorbei. Ende August beginnt die zweite Hälfte. Das Erdbeben ist gottseidank sehr weit weg gewesen (1000 km). Istanbul 1998 reicht!

Liebe Grüße an den Bosporus!
Elke (schläft noch) und Ulrich Mattern


Fit den Sommer über ...

Wer möchte im Frühsommer / Sommer spazieren gehen, wandern oder laufen und zwar entweder am Bosporus entlang, z.B. Emirgan, Ýstiniye, Tarabya bis Kirecburnu oder auch im Belgarderwald (3 Mitfahrgelegenheiten sind vorhanden)
Bitte mit Brigitte Midil Kontakt aufnehmen: 0533 / 743 41 92, 0212 / 285 90 40


Suche ...

Wer kann mir bei der Suche nach Barýþ Diren, meinem alten Freund in Istanbul helfen?!

Simone, Mail


Computer-Kurs für Anfänger

Für September suchen wir einen kompetente/n Lehrer/in, der einer Kleingruppe Computer-Unterricht für Anfänger erteilt.

Bitte nehmen Sie Kontakt auf mit
Mona Engin: 0532 / 646 28 68
Brigitte Midil: 0212 / 285 90 40, 0533 / 743 41 92
BRÜCKE Büro 0212 / 458 98 50, 0538 / 217 43 03

 

 

 

Rückblicke

Lesung mit Dieter Sauter am 15.05.2008

Im vollbesetzten Lesesaal der türkisch/deutschen Buchhandlung Istanbul lass der Journalist Dieter Sauter, der in Istanbul lebt, aus seinen Büchern vor. Mona Marweld-Engin organisierte für die Interessierten der BRÜCKE e.V. diese Veranstaltung. Als langjähriger ARD Korrespondent, der seit 1992 für die ARD aus Istanbul berichtet, fand er die richtige Mischung, den Zuschauern ein vielschichtiges und gelungenes Bild der Türkei zu vermitteln. Seine Landsleute, die schon lange in diesem Land integriert sind, versetzte er in Erstaunen. Man bewunderte die Akribie, mit der er die einzelnen Abschnitte der Vergangenheit lebendig werden liess. Die Gelegenheit zu Fragen an Herrn Sauter wurden gerne wahr genommen und am Ende der Veranstaltung gab es eine ‚Signierstunde’.

Zum Schluss der Veranstaltung las Herr Sauter die Einleitung zu seinem im Herbst erscheinenden Istanbul-Buch vor. Die Schilderung einer Stadt, Istanbul, mit all ihren Facetten...! Dies löste stürmischen Beifall aus.

Wir danken Thomas Mühlbauer, dass er die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte und für den anschliessenden Cocktail-Empfang, der das gemütliche Beisammensein möglich machte.

Brigitte Midil

 

Liebes Brücke-Team, ich wollte mich noch einmal ganz herzlich für den gelungenen Leseabend in der deutsch-türkischen Buchhandlung bedanken. Das war ja mit grosser Umsicht und viel Mühe vorbereitet - und es hat sich gelohnt: Trotz verschiedener "konkurrierender" Kulturveranstaltungen am gleichen Abend war der Saal so voll, dass kaum einer mehr Platz gefunden hätte. Das Publikum war ausserdem interessiert, die Diskussion war entsprechend rege - kurz: Es war ein sehr erfolgreicher Abend.

Ganz herzlichen Dank noch einmal,

Dieter Sauter


Ein Arbeitsbericht:
Poetic Trans – Performance zu dem Gedicht „immer“ von Frank Schablewski

Durch die Auseinandersetzung mit der Lyrik von Frank Schablewski, der als deutscher Teilnehmer am 3. Internationalen Lyrikfestival Beyoðlu nach Istanbul geladen war, kam mir die Idee, eine Performance zu erarbeiten. Die Idee zur POETIC TRANS und der Episode of TRANSLATION war geboren: die Umsetzung von Sprache auf den Körper.

Neugierig habe ich mich auf die Suche nach geeigneten Performern gemacht und in Defne Bedik Erdur eine geschickte Koordinatorin gefunden, die interessiert meine Ideen und Wünsche aufnehmen und in der gemeinsamen Arbeit umsetzen konnte. Als Performer wurden außer Defne Bedik Erdur noch folgende Tänzer für das Projekt gewonnen: Su Günes Mihladiz, Özlem Kaya, Münibe Millet, Erdem Gündüz. Unsere Arbeitssprache war englisch und türkisch, also bereits hier begann die Arbeit von Translation und Transformation.

POETIC TRANS sollte in erster Line eine TRANSFORMATION EXPERIENCE werden und die Akteure sollten durch ihre innere Bereitschaft und durch ein freies Erarbeiten in die Schwierigkeiten von Entstehungsprozessen einbezogen werden. Ebenso wie das Suchen nach den richtigen, den besonderen Worten des Dichters Frank Schablewski, der nicht das leicht Fließende, sondern das bewusste Konstruieren der Sprache, die Auseinandersetzung und das Vertiefen, das Hinterfragen und Abklopfen bereits von einzelnen Worten zu dem Arbeits- und Entstehungsprozess seiner Dichtkunst werden ließ; so ist beiden, dem Dichter und dem Tänzer, das Ringen nach dem eigenen Ausdruck gemein. Deshalb sind wir der Frage nach dem Entstehen, dem Werden, dem inneren Prozess von Kreativität nachgegangen.

Um den Entstehungsprozess deutlich zu machen, haben wir bewusst nur die einfachen Mitteln von Körper und Stimme gewählt, um so eine Form des Puren und Reinen zu finden und den Beginn noch stärker zu erfahren und erfahrbar zu machen. Die Arbeit von POETIC TRANS befindet sich in einem ständigen Entwicklungsprozess, einem Suchen und Finden, einem ständigen Verändern, einem neuen Hinterfragen ...

POETIC TRANS IN PROGRESS!

So zeigte die Performance am 2. Mai (im Rahmen des Lyrik-Festivals) den Prozess aus dem Erstarren zur Geburt der Bewegung, aus der Bewegung zum bewussten Atem, vom Atem zum vernehmbaren Ton, zum Klang, zum Letter, zum Wort bis hin zur Poesie, zur Dichtkunst von Frank Schablewski, der die deutsche Originalversion selbst sprach, während das in die türkische Sprache übersetzte Gedicht von den beteiligten Performern gesprochen wurde.

Die Arbeit von POETIC TRANS geht weiter ...

Ein Filmemacher arbeitet an einem Kunstfilm über dieses Projekt ...

Defne Erdur Bekdik und Münibe Millet waren in unterschiedlichen Performance-Arbeiten bei dem 16. Internationalen Theaterfestival Istanbul zu sehen.

Nach der anschließenden Dichterlesung wurden die meist türkischen Gäste des überfüllten Theaterraumes zu einem Cocktail eingeladen.

Mona Marweld-Engin

 

Feedback aus der Zuschauerreihe:

When we want to communicate, we just think for a few moments, then summarize our thoughts into sentences, and simply speak all out. Without realizing the words in those sentences, without realizing the letters in those words... But what really these unique letters and words are telling to us? Are those sentences necessary when sometimes just one word means everything, like "AÞK" (LOVE). The dancers of "Poetic Trance" showed us this forgotten process, the difficulty of expressing ourselves. Beginning from the birth of one letter "a", then coming to the word "aþk". And the similar struggle of the violin, in order to give birth to a melody. The performance ends with Poems of Frank Schablewski, who uses the words very carefully and shows the very importance of letters in those words. It was an interesting experience to realize, how simply "aþk" (love) might become "ask" (asking something) ...

Seda Tufekcioðlu

 

 

 

Neuigkeiten und Aktuelles

Der Abschied von neu gewonnenen Freunden fällt immer wieder schwer. Aus Platzgründen können wir nicht alle Namen erwähnen, doch wünschen wir Allen, die die Türkei im Sommer ‚für immer’ verlassen werden, einen problemlosen Umzug, ein gutes Eingewöhnen im neuen Umfeld und sagen:

Auf Wiedersehen - Güle Güle!
Vergessen Sie Istanbul, die Türkei
und uns alle nicht.

So verabschieden wir uns von Herrn Georg Hauser, Verwaltungsleiter vom Deutschen Generalkonsulat, der mit seiner Frau Cyntia Istanbul verlassen und seine nächste Arbeitsstelle in Teheran antreten wird.

... und auch Herrn Reindl, Pressereferent am Dt. Generalkonsulat. Er zieht mit seiner Familie nach Deutschland, wo er sich in Berlin neuen Anforderungen stellen wird.

Ebenfalls verabschieden wir uns von Herrn Reiner Herrmann, der mit seinen FAZ-Artikeln immer wieder Seiten der Infobriefe füllte. Ihm und seiner Familie im neuen Lebens- und Arbeitsbereich in Abu Dhabi weiterhin viel Glück und Erfolg.

Wir bedanken uns bei allen, für die gute Zusammenarbeit während all den Jahren.

Den Neuankömmlingen und Nachfolgern wünschen wir bei ihren neuen Aufgaben gutes Gelingen und leichtes Eingewöhnen im Alltag der Türkei.

Das BRÜCKE-Team


Biometrische Reisepässe

Mitteilung des Deutschen Generalkonsulates Istanbul: ab sofort können Sie auch beim Generalkonsulat in Istanbul biometrische Reisepässe beantragen. Wir haben jetzt die erforderlichen Geräte, um auch die Fingerabdrücke erfassen zu können.

Nähere Informationen finden Sie auf unserer Internetseite www.istanbul.diplo.de


Leserbriefe

Ausländer-Nummer (Yabancý Kimlik Numarasý)

Ich habe bereits nach der ersten Information über die Ausländerausweisnummer im Internet nachgesehen. Nach langem Probieren musste ich feststellen, dass es mich „nicht gibt“! Bei der Nachfrage bei der Polizei (Yabancýlar Þubesi, Vatan Caddesi) bekam ich die Antwort, dass sie nicht dafür zuständig seien, sondern der Muhtar. Soweit ich jedoch informiert bin, ist für die Meldepflicht von Ausländern schon seit einigen Jahren nicht mehr der Muhtar, sondern die Fremdenpolizei zuständig.

Antwort des Brücke-Teams: Falls Sie wie unser Mitglied per Internet Ihre Ausländernummer nicht herausfinden können, empfehlen wir Ihnen, sich bei der zuständigen Nüfus Müdürlük (Einwohnermeldestelle) zu melden. Der Muhtar (Gemeindeschreiber) ist zwar für ausländische Belange nicht zuständig, wird aber unter Umständen gerne bereit sein, Ihnen zu helfen. S. Auch unser Mitteilung im Infobrief Mai 2008, Seite 10.

 

Ausländer und Bankkonten in der Türkei

Die Akbank hat mir 3 x den Internet-Zugang zu meinem Gehaltskonto gesperrt. Grund: mein türkischer Familienname und keine T.C. Kimlik No. Von der Citibank bekam ich eine SMS, dass meine Karte sofort gesperrt wird. Grund: Fehlende T.C. Kimlik No. und Wohnsitz in der Türkei. Nach langem Telefonieren glaubte ich, dass das Problem gelöst sei. An den folgenden 4 Tagen bekam ich weiter 4 SMS und einen eingeschriebenen Brief via Kurier. Nach weiteren langen Telefongesprächen musste ich meine Identität als Ausländer beweisen, d.h. Faxen von Passkopie, Ikametkopie. Meine Frage, dass ich ja die Kreditkarte nicht beim Milli Piyango gewonnen habe und vor Jahren beim Antrag dafür Pass, Ikamet vorlegen und als Garantie eine Person in Österreich, die von der Bank angerufen und über mich ausgefragt wurde, angeben musste, blieb von Seiten der Bank unbeantwortet.

 

Devisenausländer und Banken in Österreich:

Als Devisenausländer ist man in Österreich automatisch von der KEST (Kapital-Ertrags-Steuer) befreit. Im Februar stellte ich fest, dass man bei dem Sparbuch meiner Tochter, das auf meinen Namen läuft, von den Zinsen die KEST voll abgezogen hatte. Grund: Neues (spanisches) EU-Computersystem der Postsparkasse, das österr. Staatsbürger automatisch zu Deviseninländern macht, ohne den Wohnsitz im Ausland zu berücksichtigen. Eine sehr engagierte Bankbeamtin hat sich 2 Stunden mit dem Problem beschäftigt. Ergebnis: Ich musste meine türkische Steuernummer angeben, die ich zufällig mit hatte!

 

Ikametgebührenbefreiung für mit türk. Staatsbürgern verheiratete ÖsterreicherInnen:

Ich habe nur davon gehört, es gibt auch praktische Beispiele, die mir keine genauen Angaben geben konnten. Deshalb hätte ich gerne Unterlagen über die gesetzliche Grundlage und eine konkrete Frage, ob diese Regelung auch für von Türken Geschiedene (Alleinerzieher) Gültigkeit hat.

Antwort des Brücke-Teams: Es ist uns bereits bekannt, dass die Gebührenbefreiung nur für verheiratete Deutsche und Österreicher gilt. Sobald sich der Familienstand ändert, geschieden oder verwitwet, ist diese wieder nichtig. Wir sind mit den Behörden in Kontakt und hoffen, dieses Problem zu unseren Gunsten zu lösen. Die Botschaften sind mit dem Innenministerium im Gespräch.


Unsere Internet-Tipps im Mai!

www.mein-deutschbuch.de

hilft beim Erlernen der deutschen Sprache

mein-deutschbuch.de ist ein Internetportal für den allgemeinen Deutschunterricht. Schwerpunktthemen sind ein umfangreiches und im Web einzigartiges Online-Nachschlagewerk der deutschen Grammatik, Leseverstehen, Hörverstehen, Diktate, Grammatikübungen und viele weitere nützliche Informationen zum Deutschlernen. Unsere kostenlosen Inhalte wurden von erfahrenen Dozenten zusammengestellt und sind in erster Linie auf die Bedürfnisse der Deutschlernenden abgestimmt.

Mehr Informationen erhalten Sie unter der Webadresse: www.mein-deutschbuch.de


Wussten Sie schon ....

dass in den Zweigstellen der Yapý Kredi Bankasý Rücknahmebehälter für u.a. verbrauchte/abgelaufene Batterien aufgestellt wurden?

dass es jeden Samstag in Bomonti einen Ökologischer Markt gibt? Jeden Samstag ab 08.00 Uhr findet ein Wochenmarkt auf der Lala Þahin Strasse (in der Hauptstrasse Bomonti, Feriköy) mit ökologisch hergestellten Naturprodukten statt. Im Ökomarkt kann man ein vielfältiges Angebot an Lebensmitteln (Obst, Gemüse, Eier, Honig, Olivenöl, Reis, getrocknete Gemüse, Tee, Fruchtsäfte) und natürlichen kosmetischen Produkte finden. Bald werden auch ökologische Textilien angeboten. Während die Eltern einkaufen, können sich die Kinder in einem separaten Teil des Marktes mit Holzspielzeugen amüsieren. Der Markt ist samstags zwischen 08.00 - 19.00 Uhr geöffnet.

dass Sie unter der Homepage www.PastaTasarýmEvi.com  auch Kuchen für spezielle Anlässe per Internet bestellen können? (Tipp von G. Sailer)

dass eine neue deutsche Bäckerei in Fenerbahçe eröffnet hat? seit ca. 2 Monaten hat in Fenerbahçe ein deutscher Bäcker eröffnet, der sich in der Qualität seiner Backwaren durchaus mit Bäckern in Deutschland messen kann.Das Angebot reicht über sehr schmackhafte Brötchen jeglicher Art, Laugenbrezeln, verschiedenen Brotsorten wie z.B. Dinkelvollkornbrot. 6-Kornbrot, Mischbrote bis zu Hefegebäck, Bienenstich, Blätterteiggebäck, Kreppeln oder Krapfen und vielem anderen.
Ich habe diese Bäckerei durch Zufall entdeckt und wäre dankbar, wenn Sie im nächsten Brückebrief darauf hinweisen würden, damit auch andere in den Genuss der leckeren Brot- und Teigwaren kommen können. (Eingesandt von Anette Rikabi).
Adresse: Josefine Cafe und Bäckerei
Dr. Faruk Ayanoðlu Sk. No:24, Fenerbahce/Kadýköy, Tel.: 0216 414 91 20
Eine Niederlassung gibt es auch in Niþantaþý (neben Amerikan Hastanesi)
Güzelbahçe Sk. No:8, Niþantaþý/Sisli, Tel: 0212 296 19 99

dass in der Türkei im internationalen Vergleich das Internet teuer und langsam ist? Im OECD-Vergleich liegen die Preise für die Nutzung des Internets in der Türkei um das fünffache höher als der OECD-Durchschnitt während die Geschwindigkeit nur ein Fünftel erreicht. Der OECD-Bericht erfasste dreißig Länder. Der Anteil der Haushalte mit Internetanschluss wurde für die Türkei mit 23 % angegeben.

dass es inzwischen vier Telefonprovider auf dem türkischen Markt gibt, die call by call Service für internationale und Ferngespräche anbieten? Die Nummerncodes sind: NetOne (1095), Superonline (1099), Koc.net (1056) und Millenicom (1045). In dem Beitrag der Dünya wird jedoch auch darauf hingewiesen, dass wer den Spartarif der Telekom (hesplý hat) benutzt, keine Möglichkeit hat, call by call Vermittlungen zu erhalten.

dass die Firma Mavilim Turizm mit Sitz in Ankara im April und Mai verantwortlich für Transportangelegenheiten beim Besuch des österreichischen Aussenministers, bei dem vom Verein Uçan Süpürge (Fliegender Besen) organisierten Internationalen Frauen-Filmfestival sowie bei der Türkei Tournee der Stamping Feet war?

dass die Türkei bei der Berechnung des IMF auf Rang 15 steht? Berechnungen des IMF zur Entwicklung der Wirtschaft der Länder von 2006-2013 zufolge erreichte die Türkei mit einem Bruttoinlandsprodukt (in Kaufkraftparitäten) von 941,6 Mrd. $ den 15. Rang. Auf Rang 14 liegt Süd-Korea, auf Rang 16 Indonesien. Beim Pro-Kopf-Einkommen (Kaufkraftparitäten) liegt die Türkei mit 13.511 Dollar auf Rang 60. Der Prognose zufolge wird die türkische Wirtschaft im Zeitraum 2008-2013 um durchschnittlich jährlich um 6,85 % wachsen. Da das Wachstum Indonesiens auf 8,6 % geschätzt wird, wird das Land 2011 die Türkei überholen.

dass das erste See-Taxi in Istanbul zu Wasser gelassen wurde. Das seit langem angekündigte Projekt von See-Taxis in Istanbul soll nun in Regie des kommunalen Fährbetriebs IDO beginnen. Die Taxen werden ihren Betrieb im September aufnehmen. Vorgesehen sind 27 Anlegestellen, von denen Passagiere aufgenommen werden können. Preise (unverbindlich):
Beylerbeyi - Ortaköy ...........32YTL...............6 Minuten
Kalamýþ - Bebek..................86YTL.............23 Minuten
Çengelköy – Beþiktaþ..........37YTL...............7 Minuten
Bakýrköy – Bostancý...........132YTL............42 Minuten


 

 

 

Gourment-Tipp

Kadir'in  Yeri

Balýk Pazarý, Nevizade Sokak 12/1, Beyoðlu / Ýstanbul

Tel.: 0212 - 243 61 30, Fax.: 0212 - 244 47 79

Erdinç KARMAK,

www.kadirinyeri.com, info@kadirinyeri.com

Für BRÜCKE-Mitglieder 10 % Discount

 

 

Kultur

Say “NO” to Global Warming by GREENY IVYS

Greeny IVY’s started its journey at Niþantaþý between 19.04.2008 – 01.05.2008. We had lots of volunteer to help us about growing the Greeny Ivy’s to Bosphorus Bridge at 2010 Ýstanbul European Capital of Culture.

The aim of the project is to call attention to commination between poeple and also remember the results of the Global Warming and ask poeple to be more attentive to the nature.

Please contact us if you would like to support us about the project.

Derya San & Puente Travel
90 212 458 00 75
info@greenyonthetour.com
www.greenyonthetour.com

An verschiedenen Orten Istanbuls werden Strick- und Häckelecken eingerichtet, damit jeder die Gelegenheit findet, am Gelingen dieses Projekts beizutragen.

Weitere Informationen über Standorte für unsere BRÜCKE-Leserinnen und Leser erhalten Sie im Brücke Büro und/oder auf unserer Homepage: www.bruecke-istanbul.org         


Renovation des AKM

Das Atatürk Kültür Merkezi schließt am 1. Juni. Nachdem der Abrißplan des Kulturzentrums am Taksim Platz aufgegeben wurde, sollen am 1. Juni die Renovierungsarbeiten beginnen. Bis zum 1. Oktober 2009 bleibt das Zentrum geschlossen. Oper, Ballett und Theater müssen ein Jahr lang mit über das ganze Stadtgebiet verteilten Ausweichbühnen Vorlieb nehmen. Neben Beykoz und Kartal wird in dem Artikel auch darauf hingewiesen, dass ab dem kommenden Jahr auch Vorführungen im Theatersaal des französischen Kulturzentrums vorgesehen sind. Dort sollen vor allem Kinderstücke und phantastische Stücke aufgeführt werden. Quelle: istanbulpost.net


Bosporus Biennale in Bonn

Die Bonner Biennale hat in diesem Jahr ihren Schwerpunkt auf die Türkei gelegt. Die festliche Eröffnung im Opernhaus am 14. Juni soll mit einem Vortrag des Sängers und Komponisten Zülfü Livaneli beginnen. Livaneli, der in diesem Jahr bereits Ehrengast bei dem deutsch-türkischen Filmfestival in Nürnberg war, soll seine Vision für die Zukunft der Türkei entwerfen. Die Biennale versteht sich in erster Linie nicht als Migrationsfestival, sondern als eine Werkschau der künstlerischen Vielfalt der Türkei. So werden bis zum 22. Juni Schauspielaufführungen, Tanzvorführungen, Konzerte, Filme, Lesungen und Ausstellungen mit einer Ringvorlesung der Universität mit dem Titel „Der Bosporus zu Besuch am Rhein“ begleitet.
Mona Marweld-Engin


Wussten Sie schon, dass ...

Istanbul Modern bietet Museumsführungen mit Frühstück oder Happy- Hour an. Das Frühstückspaket inkl. Frühstück im Restaurant, Museumseintritt, Besuch mit Führer ist dienstags, mittwochs und samstags um 10.00 Uhr. Happy-Hour Paket ist auch dienstags, mittwochs und samstags um 16.30 Uhr. Ein Getränk im Restaurant, Eintrittsgebühr, Museumsführung ist im Preis enthalten. Für Teilnahme ist eine Voranmeldung erforderlich. Tel: (0212) 334 73 46. Sie können das Museum für moderne Kunst donnerstags gebührenfrei besuchen. Alle Aktvitäten im Museum (inkl. Filmvorführungen) sind frei.


Halk Günü im Topkapý und Ayasofya

AYASOFYA : jeden Monat der erste Montag
TOPKAPI: jeden Monat der erste Dienstag

Jedoch steht der Gratis-Eintritt nur türk. Staatsbürgern offen. Ein Versuch lohnt sich dennoch ... !


Istanbul ist ein Fest

Und endlich beginnen jetzt die Istanbuler Feste: Das große Internationale Musikfestival findet in diesem Jahr an außergewöhnlichen Plätzen mit ganz besonderen Musikern statt, das Jazz-Festival bringt u.a. Herbie Hancock und Al Jarreau nach Istanbul, das Theater-Festival läuft bereits (bis zum 4. Juni) und bietet sehr interessante Spiele.

Natürlich gehen wir hier in Istanbul nur zu wenigen Konzerten oder Spielen, aber daß es sie gibt - das ist Großstadt und ich freue mich, daß Istanbul jedes Jahr sein Programm noch ein bißchen mehr verbessert und echte Größen “an den Bosporus” holt - als eine bekennende Istanbulerin kann ich nur sagen: Der Sommer in Istanbul ist ein Fest auch ohne jedes Festival. Quelle: TAZ vom 29.05.2008

Informationen zu Veranstaltungshinweisen siehe unter www.bruecke-istanbul.org/veranstaltungen.htm
 


Berlins Integrationsbeauftragte stellt Broschüre vor: Wie türkisch sind Berlins Türken?

„Das türkische Berlin ist auch nicht mehr, was es mal war.“ Günter Piening (57), Berlins Integrationsbeauftragter, im Vorwort der Broschüre „Berlin deutsch-türkisch – Einblicke in die neue Vielfalt“*. Denn, so Piening bei der Vorstellung der neuen Broschüre, es werde weniger über Erfolge türkischstämmiger Berliner berichtet als über Kriminalität und Bildungsmängel. Er sagte: „Mit dieser Studie sollen Klischees aufgebrochen werden, ohne die Probleme zu beschönigen.“ Doch wie türkisch sind Berlins Türken eigentlich noch – nach fast 50 Jahren Einwanderung aus der Türkei? Rund 200.000 Berliner sind türkischstämmig, davon sind knapp 120.000 türkische Staatsbürger. Und von denen leben mit 25.026 die meisten in Neukölln und mit 139 die wenigsten in Weißensee. 1961 lebten in Berlin übrigens nur 284 Türken.  Aber es gibt immer noch große Unterschiede zu den Deutschen: Das durchschnittliche Nettoeinkommen eines deutschen Berliners lag 2006 bei 975 Euro, das eines türkischen bei nur 525 Euro. 44 Prozent aller Deutschen arbeiten, aber nur 23 Prozent der Türken – deren Arbeitslosenquote liegt bei 42 Prozent.  Andererseits werden inzwischen rund 6800 Unternehmen in der Hauptstadt von türkischstämmigen Berlinern geführt, vor allem im Einzelhandel – mit 29.000 Mitarbeitern und 3,5 Mrd. Euro Jahresumsatz. Piening: „Die einstigen Verlierer, die von Industrieabbau und Arbeitslosigkeit im Berlin der Nachwende besonders betroffen waren, haben inzwischen aufgeholt.“ Der erste türkische Sportverein Berlins „Türkspor“ wurde 1965 gegründet – jetzt hat z. B. der Berliner Fußballverband 35.000 Mitglieder mit Migrationshintergrund und es gibt 24 türkische Fußballclubs. Piening: „Türkischstämmige Menschen definieren sich weniger über ihre Herkunft als über ihre Interessen und Berufe. Berlin besitzt eine große deutsch-türkische Vielfalt an kulturellen, ethnischen und religiösen Lebensstilen.“ Quelle: http://www.bild.de, 22.5.2008


„König der Züge“ - Vor 125 Jahren begann die Legende Orient Express

Er war der „König der Züge“. Als sich vor 125 Jahren, am 5. Juni 1883, der erste Orient-Express aus dem Pariser Bahnhof Gare de l’Est mit Ziel Konstantinopel (heute Istanbul) in Bewegung setzt, beginnt die faszinierende Geschichte eines der legendärsten Luxuszüge. Später sollte er Regisseure und Schriftsteller zu Filmen oder Romanen inspirieren. Staatsmänner und berühmte Persönlichkeiten nutzten ihn als Palast auf Rädern. Es war die erste transeuropäische Express-Verbindung auf Schienen. Nicht das Ziel war der Grund der Reise, sondern das Erlebnis der Fahrt. Sein Luxus stellte alle anderen europäischen Züge in den Schatten: Schlaf- und Speisewagen waren mit wertvollen Gobelins, Samt, Plüsch und vierarmigen Gaskronleuchtern ausgestattet, die Tische mit Kristallgläsern, Porzellangeschirr und Silberbesteck gedeckt. Erlesene Speisen und edle Weine wurden bei Kerzenlicht serviert, und im Barwaggon und Rauchsalon traf man auf Kurtisanen und Spione. ...
Quelle: www.haz.de, 01.06.2008

 

 

Buchtipps

Tiziano Terzani: Das Ende ist mein Anfang

Ein Buch, das mich fasziniert hat ...Der Titel zog mich an: Das Ende ist mein Anfang – Ein Vater, ein Sohn und die große Reise des Lebens

Je mehr ich las um so mehr hatte ich den Wunsch, das Buch möge nie enden und doch ging es zu Ende. Und vielleicht sollte auch das Ende des Buchs mein neuer Anfang sein. Ein Anfang, das Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Tiziano Terzani, der mit seinem Äusseren einem Guru gleicht und doch keiner ist, der sein Leben in vollen Zügen und vor allem bewusst gelebt hat, der eine gesunde Neugier nach fremden Ländern, Sprachen und Kulturen besaß und mit seinen Erfahrungen eine für ihn heile Welt aufbaute, der ein typischer Toskaner blieb und doch so viele Eigenschaften fremder Kulturen in sich vereinigte. Zum Buch: „Wie wäre es, wenn wir zwei uns jeden Tag eine Stunde zusammensetzten und du mich fragtest, was du schon immer fragen wolltest, und ich dir frei von der Leber weg erzählte, was mir wichtig ist, von mir und meiner Familie, von der großen Reise des Lebens?“ Mit diesen Worten beginnt das lange Gespräch, das Vater und Sohn im Frühling 2004 in der Toskana führen, als Tiziano Terzani vom Krebs bereits schwer gezeichnet ist. Was er dem Sohn vor allem weitereben will: nicht den vorgegebenen Wegen zu folgen, sondern den Mut zu haben, sich einen eigenen zu suchen, auch wenn er Unsicherheiten birgt. So verbringt er viele Tage mit seinem Sohn Folco, um gemeinsam mit ihm zurückzublicken auf ein reiches Leben und um bewusst Abschied zu nehmen. Ein wunderbares Gespräch über das Wagnis der Freiheit, über Mut, Liebe, Krankheit und Trauer, über die Vergänglichkeit, Momente der Schönheit und darüber, wie man lernt loszulassen.
„Das Ende ist mein Anfang“ das Buch stand in Italien monatelang auf der Bestsellerliste und ist im Spiegel Buchverlag erschienen.

C.Y.

Deutsche Verlags-Anstalt, April 2007 - gebunden - 416 mit 34 Abbildungen, ISBN: 3421042926


Yusuf Atilgan: Der Müßiggänger

Ein türkischer Ödipus - Yusuf Atilgans "Müßiggänger" wurde vor rund 50 Jahren zum ersten Mal publiziert. Der Züricher Unionsverlag hat den Roman jetzt im Rahmen der "Türkischen Bibliothek" herausgebracht. Das Buch ist exemplarisch für moderne Literatur des 20. Jahrhunderts.
C. ist ein nervöser, streitlustiger, mitunter flegelhafter junger Mann, ein "Kerl" mit Ecken und Kanten. Er bezeichnet sich selbst als 'Müßiggänger', doch von entspanntem Nichtstun kann bei C. keine Rede sein. Rastlos durchstreift er die Großstadt, kauft Bilder in Malerateliers und lernt Ayse kennen, eine junge Malerin, mit der er eine wechselvolle Liebesbeziehung eingeht. Außerdem ist er Intellektueller, Vielleser, passionierter Kino- und Theatergänger und ein kritischer Beobachter seiner Umwelt, der seinen Mitmenschen ein "ameisenhaft" angepasstes Verhalten vorwirft....Quelle: Qantara.de 2008

Roman, Unionsverlag, 2007, ISBN 3-293-10008-2, 256 Seiten, ca. Euro 19,90


Aslý Erdoðan: Die Stadt mit der roten Pelerine

Rio de Janeiro: Stadt des Karnevals, Meisterin im Spiel der Täuschungsmanöver, der Zufälle und der Maskerade. Özgür, eine introvertierte junge türkische Akademikerin, kann sich von der ebenso faszinierenden wie bedrohlichen Stadt nicht lösen, ja sie fühlt sich vielmehr angezogen von der scheinbar grenzenlosen Freiheit und der Lebensfreude der brasilianischen Metropole. Weit entfernt hat sich dabei die junge Frau von der traditionellen Frauenrolle, wie sie die türkische Gesellschaft vorsieht. Nicht wie eine Touristin führt Özgür den Leser durch die Labyrinthe dieser Großstadt, sondern wie eine Migrantin, die das zunächst Fremde als Vertrautes und Eigenes akzeptiert …

Roman. 203 Seiten, ISBN-13: 9783293100107, ISBN-10: 3293100104


Feridun Zaýmoðlu: Liebesbrand

Liebe lieber ungewöhnlich - Es ist soweit: Feridun Zaimoðlu hat seinen hervorragenden Vorgängerroman Leyla tatsächlich noch einmal übertroffen und sich selbst mit Liebesbrand ein kleines Denkmal gesetzt. In der deutschen Gegenwartsliteratur wird dieser Roman nur schwerlich seinesgleichen finden. Ich bekenne es reumütig: Ich bin einer jener Leser, die je weiter sie in einem Roman vorgedrungen sind, immer schneller, immer kursorischer lesen. Eine Unsitte, doch zumeist eine lässliche Sünde: Denn die meisten Romanciers benützen Sprache, um Geschichten zu erzählen. Bei Feridun Zaimoglu ist dies anders. Er ist Herr seiner eigenen Sprache, einer Sprache, der man sich nur schwer entziehen kann. Jedes verpasste Wort wäre hier eine Todsünde. Und noch dazu kann auch Zaimoglu große Geschichten erzählen! Liebesbrand ist ohne Übertreibung eine jener seltenen literarischen Kostbarkeiten, die der hungrigen Lesemeute nur alle paar Jubeljahre vorgesetzt werden: Ein neuer Klassiker, noch jung und frisch, aber bereits unübersehbar durchdrungen von – Vorsicht: Pathos! – der Aura zeitloser Majestät.... Quelle: www.literatur-und-mehr.de/

Roman, Kiepenheuer & Witsch 2008, 352 Seiten, 19.95 Euro, ISBN-10: 3462039695
ISBN-13: 978-3462039696


Die 61. Internationalen Filmfestspiele von Cannes

fanden vom 14. bis 25. Mai 2008 statt. Das Filmfestival wurde mit Fernando Meirelles Drama Die Stadt der Blinden eröffnet und endete mit Barry Levinsons Tragikomödie What Just Happened?, die außerhalb des Wettbewerbs gezeigt wurde. Mit dem Hauptpreis, der Goldenen Palme, wurde der französische Beitrag Entre les murs von Laurent Cantet ausgezeichnet.

Nuri Bilge Ceylan in Cannes mit "Beste Regie" ausgezeichnet

Film "Wolke 9" aus Deutschland erhält Sympathie-Preis.

Ende Mai ist das weltweit wichtigste Filmfestival der Kinokunst zu Ende gegangen. Unter der Regie von Sean Penn hat die Jury des Hauptwettbewerbes den türkischen Regisseur Nuri Bilge Ceylan für seinen Wettbewerbsbeitrag "Üç Maymun / Die Drei Affen" mit dem Preis "Beste Regie" ausgezeichnet. Damit nimmt Ceylan mit seiner dritten Wettbewerbsteilnahme in Folge (Uzak, Iklimler und Üc Maymun) auch zum dritten Mal einen Preis aus Cannes mit in die Türkei. Wir gratulieren ganz herzlich.

Die Jury des Nebenwettbewerbs hat unter der Leitung des deutsch-türkischen Regisseurs Fatih Akýn auch einen deutschen Beitrag ausgezeichnet. Andreas Dresen erhielt für seinen Film "Wolke 9" den Sympathiepreis der Jury.
Den Hauptpreis des Hauptwettbewerbes ging an den französischen Film "Entre les murs" mit seinem Sozialdrama vom Regisseur Laurent Cantet.

Die Termine unseres Filmfestivals stehen nun auch fest: Das 14. Filmfestival Türkei / Deutschland wird am 26.2.2009 eröffnet und dauert bis zum 8.3.2009.

Euer Filmfestival Türkei / Deutschland


27. International Film Festival in Beyoðlu

Im April wartet man in Istanbul nicht nur sehnsüchtig auf den Frühling, sondern auch auf das Internationale Film Festival. Auch in diesem Jahr erwies es sich wieder als Paradies für Cinephile und nicht zuletzt als Treffpunkt für jene, die türkisches Kino abseits des Mainstreams suchen.
Im April wartet man in Istanbul ungeduldig auf den Frühling. Auf das Blühen der Mimosen. Auf die Eröffnung der neuen Speiseeissaison. Und auf das Internationale Istanbul Film Festival (Website). Schon Wochen vor Beginn reißt man sich Kataloge und Eintrittskarten aus den Händen, viele Filme sind schon ausverkauft, bevor noch das letzte Werbeposter aufgehängt wird.

Die Besucherzahlen wachsen ständig. 150.000 Besucher waren es 2006, 170.000 im letzten und schließlich kamen 190,000 Zuschauer in diesem Jahr, um insgesamt 200 internationale und türkische Filme zu sehen.Jetzt, da das Filmfestival nach zwei aufregenden Wochen vorbei ist, bleibt ein nicht unangenehmes Völlegefühl wie nach dem Genuss von etwas zu viel Schokolade.

Einladung zur Erinnerung - Das Festival wendet sich an ein cinephiles Publikum. Echte Filmstars finden sich nicht oft ein, die Publikumspremieren ausländischer Filme werden hier selten von den Regisseuren oder Regisseurinnen präsentiert. Rote Teppiche gibt es nicht. Dafür bietet das Festival dem Publikum Filme, die in der Türkei aus verschiedenen Gründen keinen Verleiher finden, Retrospektiven und experimentelle Produktionen. Seit dem Militärputsch von 1980 ist die Kinemathek in der Türkei geschlossen und es gibt kaum Möglichkeiten, einem breiten Publikum Filme jenseits des Mainstream zu präsentieren. Die Preise für die Tickets tagsüber sind mit 3,50 Lira für fast alle filmbegeisterten Istanbuler bezahlbar. "Wir wollen", so Azize Tan, seit zwei Jahren die neue Festivalleiterin, "die Preise für raubkopierte DVDs unterbieten." Die liegen zur Zeit bei ungefähr vier Lira.
Mittlerweile ist das Festival, das dieses Jahr in die 27. Runde ging, eine Institution. Es wird von der Istanbuler Stiftung für Kultur und Kunst (IKSV) veranstaltet, die von dem türkischen Familienpharmakonzern Eczasibasi ins Leben gerufen wurde. Sie organisiert auch das Istanbuler Jazzfestival und alle zwei Jahre ein Theaterfestival und die Biennale Istanbul. Alles hatte ganz klein begonnen: 1982, damals noch im Rahmen des "Internationalen Istanbul Festivals" zeigte man sechs Filme, die sich mit Kunst im Allgemeinen auseinandersetzten. Das waren die "Istanbuler Filmtage".
Die Resonanz im Publikum war jedoch so groß, dass das Konzept der Filmtage ausgebaut wurde: 1983 wurden 36 Filme gezeigt, 1984 schon 44 und 1985 schließlich wurden ein internationaler und ein nationaler Wettbewerb ins Leben gerufen. ...
Lesen Sie den ganzen Bericht unter http://www.perlentaucher.de/artikel/4610.html

 

 

 

Istanbul Lisesi

Aus einer Lyrik-Unterrichtsreihe, die Berlin-Gedichte aus verschiedenen Epochen zum Gegenstand hatte, gingen folgende Schülergedichte (einer 10. Klasse) hervor, die zum einen die Präsentation von Gedanken und Gefühlen zu Istanbul, der Heimatstadt der Schülerinnen und Schüler, zum Thema haben, und die sich zum anderen formal an den Vorlagen orientieren.

Eine Reise auf dem Bosporus

Ich mache eine Reise auf dem Bosporus.
Die ersten Lichter des Tags tanzen auf dem Wasser.
Ich fühle den kühlen Wind.
Dieser Wind versetzt die Blätter in Schwingungen.
Ein Schiff fährt langsam durch,
Und es weckt das Meer auf.
Dann fangen die Möwen an zu fliegen.
Sie sind die Kinder des Meeres.
Dieses Meer trennt zwei große Kontinente.
Sie gucken einander sehnsüchtig an.
Einige Autos fahren auf den Brücken.
Ich mache eine Reise auf dem Bosporus ...

(Autor: ungenannt)

Zeytinburnu

Zeytinburnu ist ein Stadtteil in Istanbul,
Wo die elektrischen Haushaltsgeräte
Wegen der häufigen Stromausfälle
Nicht mehr funktionieren.
Du kannst es mir glauben!
Man kann so ein schlechtes Gedicht
Nur im Dunkeln schreiben.

(Autor: ungenannt)


TÜBITAK / Jugend forscht

Unsere Schule ist in diesem Jahr besonders erfolgreich gewesen; 3 Gruppen sind zum nationalen Wettbewerb nach Ankara eingeladen worden.
Die Informatik-Gruppe (Mustafa Özateþ, Yiðit Kaya) hat mit ihrem Projekt Künstliche Intelligenz:
Simulation des Verhaltens eines Goldhamsters am PC den 1. Preis gewonnen und zusätzlich die Auszeichnung als Beste Forschergruppe des Wettbewerbs erhalten. Diese Gruppe wird die Türkei beim Europa-Wettbewerb vertreten.
Die Physik-Gruppe (Murat Aslan, Erdem Baþeðmez) mit dem Projekt Wirkungsgrad bei Nithinol-Drähten (am Beispiel eines sechsbeinigen Roboters) wurde 2. Sieger. – Die Chemie-Gruppe konnte sich leider nicht platzieren.
Herzliche Glückwünsche und Anerkennung für ihr auβergewöhnliches Engagement an die Schüler und ihre Lehrer Hans-Werner Müller-Poteloin und Rolf Schell!
 

 

 

Leseecke

High Heels

Rund hundert Muskeln und Sehnen setzen sich in Bewegung, 33 Gelenke und 28 Knochen ächzen unter der Last von fünfzig bis siebzig Kilogramm. Die Brust hebt sich, der Po strafft sich, die Wadenmuskeln spannen sich, dann ist der Triumph über die Schwerkraft vollbracht: Auf zwölf Zentimeter hohen Absätzen schwebt sie durchs Restaurant, über die Piazza, über den Lido oder den Laufsteg begleitet von den bewundernden Blicken der Männer und den anerkennenden der Damen. Wenn es gut läuft. Wenn sie gut läuft. Wenn Stiletto, der Gott der verflixten Dinger, sich als gnädig erweist und für stabilen irdischen Untergrund sorgt. Wenn nicht, dann versinken die zwölf Zentimeter im nassen Gras wie einst Troja im Erdboden, oder der Absatz verabschiedet sich auf Nimmerwiedersehen ins Trottoir. Im schlimmsten Fall bleibt das Abdeckgitter am Fuß hängen wie ein überdimensionaler Schneeschuh.

Dann wird es schwierig mit einem würdevollen Abgang, besonders wenn Sommer ist.

Klar ist: Männer würden sich das niemals freiwillig antun. Auf 2,5 bis 3 Zentimeter bringt es ein durchschnittlicher Herrenabsatz. Ab 6 Zentimetern gelten Absätze definitionsgemäß als hoch, aber wir wollen hier nicht von Backfisch-Pumps reden. Sexy wirds erst ab 10 Zentimetern, bei 12 Zentimetern beginnt die Herausforderung, und ab 15 Zentimetern taugen sie nur noch für Fotos, Fetischisten oder Fauteuils, jedenfalls eher für die Horizontale.
Hohe Absätze erfordern Körper- und Selbstbewusstsein. Und sie machen den kleinen Unterschied zwischen Mädchen und Frauen. Bei Heidi Klums Show Germanys Next Topmodel, wo die Hoffnungsträgerinnen sich wie auf Gurkenstechern über den Catwalk mühen, kann man diesen Unterschied eingehend betrachten. Nicht umsonst spricht Heidi mit subtiler Gemeinheit gerne von »den Mädchen«. Und nicht umsonst trug Carla Bruni zu ihrem artigen grauen Hütchen flache Ballerinas, als sie vergangene Woche zusammen mit dem kleinen Nick Sarkozy die Queen besuchte adieu, femme fatale, bonjour, première dame.

Sarah Jessica Parker machte in Sex and the City die legendären Manolo Blahniks als girls best friends berühmt wie einst Marilyn die Diamanten. Spätestens seitdem ist klar: Grunge is over. Hohe Absätze sind nicht im Kommen, sie sind da, in Plastik, Leder, Metall, Kork und Holz: »Wedges«, die eher gemütlichen Keilabsätze, »See-throughs«, kunstvolle Acrylskulpturen, durch die man hindurchsehen kann. Und natürlich die klassischen Stilettos, am besten Louboutins, deren Markenzeichen ihre rote Sohle ist.

Nicht nur Frauen, sondern auch Orthopäden treiben die aktuellen Frühjahrs- und Sommerkollektionen Tränen in die Augen. Hohe Schuhe, so warnen die Mediziner, kneten auf Dauer nicht nur die Füße zu unschönen Klumpen, sie schaden auch dem Rücken. Jüngste Studien ergaben zwar, dass High Heels den Beckenboden stärken, was gut für besseren Sex ist (und wenn der ausbleibt, immerhin gegen Inkontinenz), sie sollen allerdings auch schizophren machen.

Warum also tun wir Frauen uns das an? Warum lassen wir zu, dass unsere Zehen zusammengequetscht werden, dass der Spann sich zum Bersten biegt, der Ballen zur Knautschzone wird? Weil wir es können. Weil wir uns groß, schlank und elegant fühlen wollen. Weil man auf drei Zentimetern laufen, stiefeln oder den Garten umgraben kann, aber niemals schweben. Weil die Wahl zwischen Ballerina und Stiletto auch die Wahl ist zwischen Gwen Stefani und Julia Biedermann, Goldener Kamera und Oscar, zwischen Gattin und Göttin.

Ein verbreiteter Irrtum besagt, dass Frauen sich mit hochhackigen Schuhen größer machen wollten. In Wahrheit ist es so: Nur eine Frau, die groß ist, kann High Heels tragen. Äußerlichkeiten wie das Längenmaß spielen dabei keine Rolle.

Sie meinen, hohe Absätze seien in Wahrheit eine Hommage an die Männer?

Ach wo, das machen wir natürlich alles nur für uns.

Quelle: DIE ZEIT, 10.04.2008, S.M24

 

 

 

Aus den Medien

Artikel in der Rubrik ‘Aus den Medien’ spiegeln nicht die Meinung des BRÜCKE-Teams wider, sondern dienen lediglich der Information und geben einen Überblick aus den diversen Perspektiven der Medien.


Deutsch-türkische Universität in Istanbul geplant

Deutschland und die Türkei haben den Startschuss zur Gründung einer gemeinsamen Universität in Istanbul gegeben. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier, sein türkischer Kollege Ali Babacan und die deutsche Bildungsministerin Annette Schavan unterzeichneten in Berlin eine entsprechende Vereinbarung. Steinmeier sagte, der wichtigste Teil der administrativen Hürden sei nun zunächst genommen. Er hoffe nun, dass bald der Grundstein gelegt werden könne. Die Universität soll Fakultäten für Recht, Naturwissenschaften, Wirtschaft, Kunst sowie Sozial- und Ingenieurswissenschaften haben. Sie ist deutschsprachig und wird in das türkische staatliche Erziehungssystem eingegliedert werden. Die Hochschule soll schon im Herbst 2009 die ersten Studenten aufnehmen. Finanziert wird das Projekt von beiden Seiten.
Quelle: www.euronews.net , 1.6.2008


Fürs Burkatragen wird bezahlt

Staatsbesuche haben oft ihre eigenen Gesetze. Österreich wird aufgrund der kritischen Haltung zu einem EU-Vollbeitritt misstrauisch beäugt. Trotzdem oder gerade deswegen wurde Bundespräsident Fischer bei seinem Türkei-Besuch besonders hofiert. Diese (diplomatische) Freundlichkeit täuscht aber über die eigentlichen Probleme des Landes hinweg.

Die Türkei ist anders geworden. Das Land hat unter Ministerpräsident Erdogan zwar einen ungeheuren Wirtschaftsaufschwung genommen, allerdings wurde auch die religiöse Bindeschnur enger gezogen. Anders geworden ist auch die Stimmung. Herrschte 2005 am Beginn der EU-Verhandlungen vor allem, aber nicht nur unter der jungen Bevölkerung eine Aufbruchstimmung, verbunden mit der Hoffnung, dass verkrustete Normen und Strukturen aufbrechen würden, so gibt es nun nicht nur wachsende EU-Skepsis, in den letzten Monaten hat auch die Kritik an der Regierung, an ihrem Abwenden vom Laizismus, massiv zugenommen....

Herbert Vytiska war 15 Jahre lang Pressesprecher von ÖVP-Außenminister Alois Mock.
Quelle: ("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.05.2008)


Verbot ist nicht gleich für jeden ein Verbot

Am Montag ist in der Türkei ein umfassendes Rauchverbot in Kraft getreten. Mancherorts hat so manch ein emsiger Raucher sich dem Rauchverbot bedingungslos gefügt. Andernorts wiederum wurde das Rauchverbot aufrichtig übersehen oder stillschweigend übergangen. Dass es unter anderem und nicht zuletzt allen voran auch Polizisten und andere Hüter der Ordnung waren, die das Verbot missachteten, musste natürlich auffallen und lieferte sogleich der Presse heiteren Stoff mitsamt einigen amüsanten Photos. Eine türkische Freundin zeigt auf ein in einer Tageszeitung abgebildetes Photo eines von allen Verboten unbelasteten Polizisten, der mit einer Zigarette in der Hand sich genüsslich und entspannt in Pose begeben hat und fragt, ob man sich so etwas in Deutschland auch vorstellen könnte. Diese Frage liefert Anlass, einige allgemeine Merkmale der türkischen Kultur erneut zu vergegenwärtigen.
Die türkische Kultur zeichnet sich durch eine relativ hohe Unsicherheitsvermeidungstendenz aus. Das gilt übrigens auch für die deutsche Kultur. Als wichtige Merkmale einer hohen Unsicherheitsvermeidungstendenz lassen sich Parameter wie Sicherheit, Schutz, Kontrolle, Ordnung und Disziplin hervorheben. Während aber auf einer anderen Ebene die türkische Kultur eine relativ starke kollektivistische Tendenz aufweist, besitzt im Unterschied dazu die deutsche Kultur eher eine recht hohe individualistische Tendenz. Dieser nicht geringfügige Unterschied liefert gleichzeitig auch einige Anhaltspunkte sowohl über den sozialen Stellenwert von Verboten und Regelungen als auch über die Art und Weise, wie man in einer Kultur mit eben denselben Verboten und Anweisungen in der Regel umzugehen tendiert. ...  von Perihan Ügeöz,Quelle: www.istanbulpost.net , 22.5.2008


Türkische Religionsbehörde: Kein Parfüm für Frauen

Ein Benimm-Leitfaden der türkischen Religionsbehörde enthüllt das staatliche Frauenbild. Unter anderem heisst es darin, Frauen sollten in der Öffentlichkeit kein Parfüm benutzen und Kontakte mit fremden Männern vermeiden. Ganz besonders skurril ist, was in dem Leitfaden als "Ehebruch" bezeichnet wird.

Religion und Staat sind, so heisst es von offizieller Seite, in der Türkei getrennt. Ganz stimmt das aber nicht. Die staatliche Religionsbehörde Diyanet diktiert, was sein darf und was nicht. Dieser Behörde sind alle Moscheen des Landes unterstellt, und alle Vorbeter und Imame sind ihre Angestellten. Was muslimisch ist, entscheidet Diyanet. Das war unter säkularen Regierungen harmlos. Das ist anders, seit die islamisch geprägte AKP an der Macht ist. Gegenwärtig läuft in der Türkei eine heftige Kontroverse. Auf der Webseite des Religionsdirektorats war ein Benimm-Leitfaden erschienen, mit Ratschlägen für Frauen, die an Taliban-Methoden erinnern.Wie „Welt online“ aus dem Bericht zitiert, sollten Frauen ausserhalb des Hauses kein Parfüm, Deodorant oder sonstige wohlriechende Mittel benutzen, weil der Prophet Mohammed solches Verhalten als "unmoralisch" bezeichnet habe.
Der Diyanet-Ratgeber zu Islam und Gesellschaft bot unter dem Titel "Sexuelles Leben" weitere keusche Verhaltensregeln an: Frauen sollten sich sorgfältig verhüllen, "um ihren Körper nicht Fremden zu zeigen". Wer bislang meinte, Ehebruch sei Sex mit einem anderen als dem Ehepartner, der wurde eines Besseren belehrt: Ehebruch sei bereits ein unziemliches Wort, ein Blick, es gebe den "Ehebruch der Zunge, des Mundes, der Hand, des Fusses und des Auges." ...
Quelle: www.factum-magazin.ch


Industrialisierung und Wirtschaftswachstum stellen in der Türkei die Ver- und Entsorgungsinfrastruktur für Umweltgüter auf eine Belastungsprobe: Istanbuls Wasser riecht stark nach Chlor

Die Türkei ist seit einigen Jahren wirtschaftlich äußerst erfolgreich. Doch das Wirtschaftswachstum hat auch seine Schattenseiten: Das Trinkwasser wird knapp, die Umweltbelastung nimmt zu. Das Land benötigt zeitgemäße Technologien zur Trinkwasseraufbereitung, Abwasserbehandlung und Müllentsorgung.

Laufstege führen durch das Halbdunkel, Säule um Säule taucht auf, es gurgelt geheimnisvoll. Dann geht an einem der Stege das Licht aus. Kurze Zeit später ist das riesige Gewölbe in warmes orangerotes Licht getaucht. Die Touristen bleiben andächtig stehen und starren durch die Säulenreihen. Ohne den Besuch der Yerebatan-Zisterne, die von der Kommune gekonnt mit Lichteffekten in Szene gesetzt wird, ist ein Besuch in Istanbul nicht komplett. Das Wasserreservoir, das auch "versunkener Palast" genannt wird, wurde von Kaiser Justinian im 6. Jahrhundert nach Christus erbaut. 336 Säulen mit einer Höhe von 8 m stützen die Decke. Das Fassungsvermögen: 80 000 m3 Wasser, das über Aquädukte aus dem nahen Belgrader Wald kam. Noch heute liefern die Wasserleitungen des Oströmischen und später Byzantinischen Reichs der Stadt Wasser. Allerdings reicht heute eine Quelle schon lange nicht mehr aus, um die Megacity zu versorgen. Hervorgegangen aus Konstantinopel, wuchs die Einwohnerzahl Istanbuls von 680 000 (im Jahr 1927) auf 1,3 Mio. (1955), im Jahr 2006 zählte man rund 10 Mio. Menschen. ...
Evdoxia Tsakiridou, Quelle: www.vdi-nachrichten.com , 25.4.2008


Ankaras Einstieg ins nukleare Zeitalter: Bau von Atommeilern in der Türkei

Drei Atomkraftwerke will die Türkei bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts in Betrieb nehmen. Das erklärte Ziel: Unabhängigkeit von Erdöl und Erdgas aus Iran und Russland. Doch Atomkraftgegner wehren sich gegen die Pläne im Land.

Umkehren ist fast unmöglich, denn die ersten konkreten Schritte in Richtung Atomkraft sind bereits getan: Im vergangenen Herbst verabschiedete das türkische Parlament die gesetzlichen Grundlagen für den Einstieg in die Atomenergie. Im Frühjahr schrieb das Energieministerium nun das erste Atomkraftwerk zum Bau aus. In Akkuyu bei Mersin am Mittelmeer soll der erste Meiler entstehen, der zweite in Sinop an der Schwarzmeerküste ist auch schon in Planung. Doch in beiden Orten regt sich Widerstand. Viele haben Angst vor einem zweiten Tschernobyl. Das Trauma sitzt tief, schließlich leidet die Türkei noch immer unter den Folgen des Atomunfalls in der Ukraine. Die Schwarzmeerküste wurde damals im April 1986 völlig verstrahlt. Nur zu gut erinnern sich viele Türken an den laxen Umgang der türkischen Behörden mit der radioaktiven Gefahr, so auch der Istanbuler Händler Sükrü Dogan. "Uns hat die Regierung damals gesagt, wir könnten alles unbesorgt essen und trinken", erzählt er. Der zuständige Minister habe sogar im Fernsehen Tee getrunken und erklärt, dass ein wenig Strahlung noch niemandem geschadet habe. Alles nur, um die Tee-Ernte zu retten. Der bis 1989 amtierende Ministerpräsident Turgut Özal verkündete im türkischen Fernsehen den unbedenklichen Genuss radioaktiv belasteten Tees. Allen Ernstes behauptete der damalige Regierungschef Turgut Özal sogar, dass radioaktiver Tee besser schmecke. Die Bewohner wurden mit ihren verstrahlten Ernten im Stich gelassen, wie sich die Haselnuss-Bäuerin Gönül Erdem erinnert. "Was sollten wir denn damals machen, irgendwas mussten wir ja essen – und alles war verstrahlt."
Jetzt haben alle in ihrer Verwandtschaft Krebs und auch die Krankenhäuser in der Schwarzmeerregion sind überfüllt mit an Krebs erkrankten Patienten. Aus diesen Gründen wollen viele Türken nie wieder etwas mit Atomkraft zu tun haben ...
Susanne Güsten, Quelle: DEUTSCHE WELLE 2008


Verkauf von Immobilien an Ausländer in der Türkei

Die neue Gesetzesvorlage zum Verkauf von Immobilien an Ausländer in der Türkei wurde von der Justizkommission TBMM am 2 Mai angenommen. Der neuen Gesetzesvorlage entsprechend wird es möglich werden, Grundstücke und Immobilien in Bereichen von Städten, für die gültige Bebauungs- und Lagepläne vorliegen, insgesamt bis zu 10 % der Gesamtfläche an Ausländer zu verkaufen. Mit dieser Neuordnung wird es dem türkischen Ministerrat möglich gemacht, unter Berücksichtigung der Infrastruktur, der Wirtschaftslage, der Energieversorgung, des Umweltschutzes, der Kultur, der Landwirtschaft und der Sicherheit, auch größere Grundstücke auf dem Gebiet von Kreisstädten, jedoch nicht mehr als 10 % der Gesamtfläche, den Verkauf an ausländische Personen zu genehmigen.
Der Gesetzentwurf wurde per Umlaufverfahren vom türkischem Kabinett beschlossen. Viele Deutsche haben sich besonders in der Region Alanya ein Haus oder Wohnung gekauft.Der jüngsten Statistik zufolge besitzen rund 73.000 Ausländer in der Türkei eine Gesamtfläche von 38 Millionen Quadratmetern. Darunter sind mindestens etwa 10.000 Bundesbürger, von denen sich fast zwei Drittel ein Haus oder eine Wohnung in der Provinz Alanya gekauft haben.Neben den Deutschen interessieren sich vor allem Briten, Iren, Norweger, Dänen und Holländer für Häuser an den türkischen Sonnenküsten.
Quelle: prima alanya, 4.5.2008


Einwandererkinder: Das Ende der Doppelpässe

Ihr Herz schlägt für die Heimat, doch ihre Zukunft liegt in Deutschland: Über 300.000 Kinder von Einwanderern haben die doppelte Staatsbürgerschaft. Die ersten sind nun volljährig und müssen sich für eine entscheiden - manche stürzt das in eine tiefe Identitätskrise.
Quelle: www.spiegel.de

 

 

 

Kinder, Kinder

Future-Kids - Jugendkrimi greift Themen wie alternative Energiegewinnung und Klimaschutz auf

Glaubt man das? Da stehen auf einmal ganz merkwürdige Gestalten im Garten der Familie Bennos. Sie haben eine seltsame Kleidung an, die fast an Astronautenanzüge erinnert und um miteinander zu sprechen benutzen sie rote Funk-Armreife. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass Benno sich über den ungebetenen Besuch wundert. Schließlich ist er eben den Future-Kids begegnet. Drei Mädchen und zwei Jungen, die ein Missgeschick aus der Zukunft in unsere Zeit verschlagen hat. Vielleicht können sie Benno helfen, das Rätsel um den Unfall zu lösen, bei dem er so schwer verletzt wurde, dass er nun im Rollstuhl sitzt, und bei dem auch sein Vater ums Leben kam? Der Leser wird mit Benno nicht aus dem Staunen heraus kommen über wunderliche Mini-Raumschiffe und allerlei futuristisches Gerät, das den Kids bei ihrer detektivischen Suche weiter hilft. Ein spannender Jugend-Krimi, der ohne zu belehren aktuelle Themen wie alternative Energiegewinnung und Klimaschutz nahe bringt

Lisa Leonhardi, Benno und die fünf Future-kids,
220 Seiten, Softcover, ISBN 978-3-938926-29–1, € 8,95.

 

 

 

Besser Leben

Lasst uns reichlich Obst essen…

Die guten Eigenschaften von Obst: Keine der Früchte enthält Cholesterin, den Hauptfeind unseres Körpers. Früchte enthalten natürlichen Zucker, je mehr Obst wir essen, umso mehr entwickeln sich unsere Hirnzellen, unser Gedächtnis wird gestärkt. Früchte sind eine hervorragende Quelle für Ballaststoffe. Obst ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Obst macht nicht dick allerdings sollte man auf Feigen, Bananen und Weintrauben verzichten, wenn man Diät hält. Sie enthalten reichlich Antioxidantien. Auf nüchternen Magen gegessen, födert Obst eine leichte Verdauung.

Welche Frucht hat welche Eigenschaft?

KIRSCHEN
• sind ein gutes Schmerzmittel. 20 Stück Kirschen enthalten 12-25 mg Antosyan, ein Stoff dessen schmerstillende Wirkung zehn mal stärker als Aspirin ist
• senkt Cholesterin und den Blutzuckerspiegel
• die enthaltenen Flavonoide reinigen das Blut und wirken antioxidant
• hilft gegen Darmträgheit
• hilft dem Körper Nikotin auszuscheiden
• wirkt gegen Nierensteine, Griess und Gallensteine
• wirkt gegen Akne
• 100 g Kirschen enthalten 70 Kalorien

WEINTRAUBEN
• regen die Nierentätigkeit an, regeln die Herzschlagtätigkeit
• reinigt die Leber.
• schwarze Trauben, genossen mit Schalen und Kernen erneuern Zellen
• regen die Verdauung an und helfen gegen Darmträgheit
• erleichtert die Verdauung, hilft gegen Blutarmut
• sehr gut für die Entwicklung von Babys
• allerdings haben Trauben reichlich Kalorien und deswegen sollten täglich nicht mehr als 15-20 Stück verzehrt werden
• 100 g Trauben enthalten 65 Kalorien

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Übersetzt aus dem türkischen: Yasemin Demir

 

 

Kleinanzeigen

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